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Sabrina Qunaj

Sabrina Qunaj lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Steiermark / Österreich. Im Aufbau Verlag ist bereits ihr Roman "Elfenmagie" erschienen. Teufelsherz ist ihr erster Roman, der bei Baumhaus erscheint.

Interview

Interview | 22.11.2012

Jung, romantisch und erfolgreich: Die 26-jährige Fantasy-Autorin Sabrina Qunaj startet mit gleich drei Debütromanen durch. Sabrina Qunaj ist in Windeseile das geglückt, was den meisten unverlegten Autoren versagt bleibt: Zu Beginn des Jahres kam ihr Fantasyroman Elfenmagie bei Aufbau auf den Markt, ...

Jung, romantisch und erfolgreich: Die 26-jährige Fantasy-Autorin Sabrina Qunaj startet mit gleich drei Debütromanen durch.
Sabrina Qunaj ist in Windeseile das geglückt, was den meisten unverlegten Autoren versagt bleibt: Zu Beginn des Jahres kam ihr Fantasyroman Elfenmagie bei Aufbau auf den Markt, die Fortsetzung ist ebenfalls bereits lieferbar – und jetzt können auch jüngere Leserinnen und Leser an der immensen Fantasie der Österreicherin teilhaben: Mit dem im Baumhaus Taschenbuch erscheinenden Teufelsherz hat Sabrina Qunaj ihre erste Romantasy für Jugendliche geschrieben. Die gerade 26 Jahre alt gewordene Mutter zweier Kinder arbeitet gerne mit Notebook auf der Couch, während ihre Kinder um sie herumturnen. »Das hat mich aber schon mehrere Tasten in meiner Tastatur gekostet«, gibt die sympathische Jung-Autorin zu. Ihrem fantastischen Einfallsreichtum hat das aber gottlob keinerlei Abbruch getan.
Im folgenden Interview erzählt Sabrina Qunaj über ihr Leben als Mutter und Autorin im idyllischen Krieglach/Österreich, über ihre Liebe zur Fantasy – und natürlich über ihren Roman Teufelsherz.
Wie und wo leben Sie?
Ich lebe in einer typischen Kleinstadt, wo man nur vor die Tür gehen muss, um ein bekanntes Gesicht zu sehen. Es ist ein friedvolles und gewöhnliches Leben, das ich mit meinem Mann und meinen beiden Kindern führe. Meine Tochter ist vier und ein lebhaftes Kind, das als Baby nie weinte und stets schon mit einem Lächeln aufwachte. Mein Sohn ist ein Jahr alt und sehr viel ruhiger und anhänglicher. Im Moment bauen wir ein Haus auf unserem Grundstück am Waldrand, in das wir nächstes Jahr einziehen und das uns noch mehr an idyllischer Abgeschiedenheit bieten wird.
Könnten Sie sich vorstellen, in einer Großstadt zu leben?
Nie im Leben! Ich war noch nicht sehr oft in Großstädten, aber jedes Mal, wenn es sich nicht vermeiden lässt, werde ich zu einem nervlichen Wrack. Der Lärm, die vielen Autos und Menschen, die Hektik …
Was machen Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?
Ich empfinde sowohl das Schreiben als auch die Zeit mit meiner Familie als Freizeit. Wir kochen und backen zusammen – jetzt in der Weihnachtszeit natürlich massenhaft Kekse – wir tanzen jeden Tag und haben einfach Spaß. Wenn ich wirklich mal Zeit für mich alleine habe, lege ich mich mit einem Buch in die Badewanne. Ich sehe mir auch gerne Filme und Serien an, die mich wieder für meine Bücher inspirieren.
Sind Sie eine Romantikerin?
Oh ja – eine hoffnungslose noch dazu! Ich bin mit meiner Jugendliebe verheiratet und glaube an: Und sie lebten glücklich bis ans Ende aller Tage.
Wie kamen Sie zum Schreiben?
Während meiner Schwangerschaft musste ich meist Bettruhe halten und wurde geradezu süchtig nach Büchern – da entdeckte ich Fantasy für mich. Als meine Tochter dann zur Welt kam und den ganzen Tag nur schlief, wurde mir schnell langweilig. Also begann ich meine Tagträume aufzuschreiben.
Sie haben Ihren ersten Roman erst dieses Jahr veröffentlicht: Fantasy für Erwachsene. Warum haben Sie jetzt ein Buch für Jugendliche geschrieben?
Ich habe beide gleichzeitig geschrieben. Ich arbeite immer parallel an mehreren Projekten und liebe es, zwischen den Welten und ihren Bewohnern hin und her zu wechseln. Wenn ich bei einem Projekt nicht weiterkomme, gehe ich einfach zum anderen und schreibe da weiter. So bin ich auch während Schreibblockaden produktiv, da diese meist nur den aktuellen Text betreffen und nicht das Schreiben an sich. Mein Jugendbuch und das Erwachsenenbuch wurden fast zeitgleich fertig. Ich schreibe, was ich selbst gerne lesen würde, und so auch in den Genres, die ich lese.
Was begeistert Sie am Genre Fantasy?
Es gibt keine Schranken in der Fantasy, denn einfach alles ist möglich. Ich kann meinen Träumen freien Lauf lassen und schreiben, was ich will: von Rittern, Burgen und Prinzessinnen oder von Schutzengeln und verwunschenen Träumen. Alles, was mich je interessierte, kann verwoben und zu etwas Neuem gemacht werden.
Worum geht es in Ihrem Roman Teufelsherz?
Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Um sie vor Gefahren zu warnen, dringt er daher immer wieder in ihr Unterbewusstsein ein, obwohl dies streng verboten ist. Von nun an begegnet Emily ihrem Schutzengel fast jede Nacht in ihren Träumen und schon bald empfindet sie die Tage ohne Damian als lang und einsam. Doch dann stellt sich heraus, dass er in Wirklichkeit der Sohn des Teufels ist und eigene Absichten verfolgt. Für Emily bricht eine Welt zusammen. Mit allen Mitteln versucht sie jetzt den Schlaf zu verhindern, damit Damian jede Möglichkeit verwehrt wird, ihr wieder nahezukommen. Und dann geht sie schließlich einen Pakt mit dem Teufel ein ...
Und wen in Teufelsherz mögen Sie am liebsten?
Im Grunde mag ich jede meiner Figuren auf gewisse Weise, aber Damian ganz besonders. Er vereint den Himmel und die Hölle in sich und steht so für das Gute und das Böse im Menschen.
Wie kamen Sie auf die Handlung und die Figuren?
Als ich klein war, liebte ich den Film Prinzessin Alisea, in dem sich die Prinzessin und ihr Prinz in ihren Träumen treffen. Ich wollte schon immer ein Buch über solch eine Liebe lesen, und da es das nicht gab, schrieb ich es einfach selbst.
Bei den Figuren dachte ich an meine Schulzeit zurück und wie meine Mitschüler damals auf mich wirkten: Fast jeder von ihnen konnte, oberflächlich betrachtet, einem Klischee zugeordnet werden. Ich mag es, die Figuren in meinen Büchern erst in Schubladen zu stecken – und sie dann ausbrechen zu lassen.
Lassen Sie sich bei Ihren fantastischen Geschichten von der Realität inspirieren?
Unbewusst bestimmt, aber ich nehme mir keine speziellen Vorbilder für meine Figuren aus dem wirklichen Leben und versuche auch keine realen Ereignisse nachzuerzählen. Ich merke aber, dass ich Menschen mittlerweile anders sehe und aufmerksamer bin, was ihre Mimik und Körpersprache betrifft.
Wer hätte Ihrer Meinung nach Spaß daran, Ihr Buch zu lesen?
Jeder, der sich im Traum schon einmal verliebt hat oder offen für diese Erfahrung ist.

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