Effi liest
 - Anna Moretti - eBook

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16,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Frauenromane
349 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7199-4
Ersterscheinung: 31.07.2019

Effi liest

Eine Romantische Komödie

(40)

Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?

Eine romantische Komödie aus der prüdesten Epoche der deutschen Geschichte.
Ein wunderbares Lesevergnügen für alle Fans von Jane Austen und "Der Trotzkopf".

Rezensionen aus der Lesejury (40)

FroileinWonder FroileinWonder

Veröffentlicht am 23.08.2019

Eine fluffig-leichte Unterhaltungslektüre

Beschreibung

1894. Die junge Effi soll in einem Pensionat zu einer vornehmen Dame erzogen werden, um in die Gesellschaft eingeführt werden zu können und einen passenden Ehemann zu finden. Bei der Erziehung ... …mehr

Beschreibung

1894. Die junge Effi soll in einem Pensionat zu einer vornehmen Dame erzogen werden, um in die Gesellschaft eingeführt werden zu können und einen passenden Ehemann zu finden. Bei der Erziehung dort erhält sie jedoch keinerlei Einblick in die näheren Details, die das Eheleben mit sich bringen werden. Als Effi eines Tages bei einem Ausflug ein Buch mit unsittsamen Inhalt enteckt und von ihrer Lehrerin damit erwischt wird, muss Effi vorzeitig die Schule verlassen und zu ihrem Vater nach Berlin heimkehren.

In Berlin hofft Effi Antworten auf ihre zahlreichen Fragen zu finden. Doch kaum zu Hause angekommen reist auch schon ihre Tante an, um die weitere Erziehung der Achtzehnjährigen zu übernehmen.

Meine Meinung

Bereits die Ähnlichkeit des Buchtitel »Effi liest« mit Theodor Fontanes Klassiker »Effi Briest« lässt Rückschlüsse auf die zeitgebende Epoche des Romans zu. Genau wie der berühmte Klassiker spielt auch Anna Morettis Geschichte zum Ende des 19. Jahrhunderts in einer Zeit, die durch Prüderie ebenso sehr wie durch wissenschaftlichen Fortschritt und fortschreitende Industrialisierung geprägt ist. Die Gestaltung des Covers mit einer feinen Damensilhouette (auch Scherenschnitt, der sich im 19. Jahrhundert in Deutschland einer großen Beliebtheit erfreute) vor dem Hintergrund des Brandenburger Tores in Berlin passt hervorragend zur Geschichte.

Bei Anna Moretti handelt es sich um ein Pseudonym für die deutsche Autorin Mara Andeck, welche bereits mehrere Bücher im Bereich der Jugend- und Frauenliteratur veröffentlichte. Mit »Effi liest« betritt die Schriftstellerin nun das Terrain einer romantischen Komödie zu einer faszinierenden Zeit, die gesellschaftliche Gepflogenheiten mit sich bringt, über die man heute nur noch lächeln kann. Der perfekte Nährboden für eine heitere Lektüre ist gegeben und wurde zusätzlich mit fein gezeichneten und sehr lebhaft dargestellten Protagonisten bestückt.

Elena Sophie von Burow, kurz Effi, ist die Heldin des Romans und wächst mit ihrer neugierigen und unaffektierten Art schnell an das Leserherz. Mutig und zielstrebig schlägt sich Effi auf ihrem Weg zu mehr Wissen, Aufgeklärtheit und Emanzipation durch die von Männern dominierte Welt.

Dabei werden ihr die unterschiedlichsten weiblichen Charaktere zur Seite gestellt wie z. B. Fräulein Grimaud, Effis Lehrerin am Pensionat, die ich mir bildhaft vorstellen konnte, mit ihrer sauertöpfischen Miene und einem unter der Oberfläche brodelndem Temperament, wenn sich ihre Schützlinge mal wieder daneben benehmen. Als sie mit einem dampfenden Zug verglichen wird, konnte ich fast nicht mehr an mich halten. Noch viel besser gefallen hat mir Effis Tante mit ihrer skurrilen, verzückenden und strengen Art, die jedoch keinerlei Zweifel an der Liebe zu ihrer Nichte lässt.

»Was ist so schlimm an einer Praline, die weiß, wofür sie raschelt?« fragt Effis beste Freundin und Vertraute Betty ganz zu Recht und stößt damit ein wichtiges Thema des Romans an. Frauen werden aufgrund der von Männern angenommen zarten Konstitution ihres Geschlechts nicht für voll genommen und erhalten nur Zugang zu einem begrenzten Wissen. Die jungen Damen von gutem Stand bereiten sich somit auf ein Leben als Ehefrau vor und können nur Mutmaßungen darüber anstellen was in der Ehe tatsächlich auf sie zukommt. Das einzige, was ihnen mit auf den Weg gegeben wird, sind eine gute sittsame Erziehung und die Förderung der Talente wie z. B. Malen, Musizieren und Sticken.

Effi entdeckt durch Zufall ein wissenschaftliches Buch über den Genuss, doch bevor sie mehr über den darin beschriebenen Liebesakt in Erfahrung bringen kann, wird die Lektüre konfisziert und als Konsequenz daraus wird sie kurzerhand des Pensionates verwiesen, um nicht noch andere Mädchen mit ihrem vermeintlichen Wissen und unsittsamen sowie neugieren Verhalten zu verderben.

Zusammen mit zwei Freundinnen setzt sie alles daran an das Buch zu gelangen, schließlich kann sich Effi nicht vorstellen warum manches Wissen nicht für Frauen zugänglich, ja sogar schädlich sein sollte, vor allen Dingen wenn es sie selbst betrifft. Im Zug zurück nach Berlin lernt sie den jungen Arzt Max von Waldau kennen, der sie unwillkürlich in ihrer Annahme bestätigt. Aus diesem Ausgangspunkt entspinnt sich ein herrlich humorvoller Plot, der mich trotz der vorhersehbaren Storyline gebannt an die Seiten fesselte, so dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Die Geschichte wird zum größten Teil aus Effis Perspektive ich der Ichform erzählt und mit Briefen von Max von Waldau an seinen jüngeren Bruder unterbrochen, aus denen die Erforschung der Medizin zur damaligen Zeit bildhaft dargestellt wird und man das Gefühlsleben des Arztes mitverfolgen kann. Der Einfluss und die Meinung anderer Mediziner wie Sigmund Freud und Wilhelm Fließ wird dabei stark mit einbezogen und sorgt aus heutiger Sicht für einige Lachtränen. Der Ernst der Situation zur damaligen Zeit wird allerdings mit dem historisches Beispiel einer Nasen-Operation an Emma Eckstein durch Fließ untermauert.

Jedes Kapitel wird mit einem Zitat aus der Zeit des Romans eingeläutet. Sehr treffend fand ich die Worte der Schriftstellerin Marie von Ebner-Eschenbach.

Anna Moretti überzeugt in ihrem Roman »Effi liest« mit viel Humor, einem Schreibstil der perfekt zum Zeitrahmen ihrer Geschichte passt und fängt dabei die gesellschaftlichen Konventionen und Regeln dieses prüden Jahrhunderts ein, in dem Frauen zwar wie süßes Konfekt herausgeputzt werden und mit ihren Röcken für die Männer rascheln sollen, dabei aber nicht wissen dürfen was in ihrem eigenen Körper vor sich geht.

Fazit

Eine fluffig-leichte Unterhaltungslektüre die mit viel Humor die biedere Zeit des 19. Jahrhunderts zum Leben erweckt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

jublo jublo

Veröffentlicht am 18.08.2019

Für Aufklärung lässt der Anstand keinen Raum

Anna Moretti – Effi liest: Eine Romantische Komödie


Für Aufklärung lässt der Anstand keinen Raum


Zum Inhalt:
Die achtzehnjährige Effi muss ihr Mädchenpensionat verlassen, nachdem eine Lehrerin ... …mehr

Anna Moretti – Effi liest: Eine Romantische Komödie


Für Aufklärung lässt der Anstand keinen Raum


Zum Inhalt:
Die achtzehnjährige Effi muss ihr Mädchenpensionat verlassen, nachdem eine Lehrerin sie mit einem für 1894 anstößigen Buch aufgetroffen hat. Auf der Zugfahrt nach Hause, lernt Effi den wenige Jahre älteren Arzt Max kennen. Das Gespräch ermutigt sie ihren Vater zu bitten studieren zu dürfen – eigentlich unvorstellbar für eine junge Frau dieser Zeit. Ihr Vater ist zu einem Kompromiss bereit: seine Schwester Auguste soll nach Berlin reisen und Effi in die Gesellschaft einführen. Ob sie das von ihren Plänen abbringen wird?

Zum Cover:
Das Cover ist ziemlich verspielt. Es zeigt eine Frau in Kleid, welche ein Buch in der Hand hält, um das Herzchen schweben. Mit der anderen Hand hält sie einen Schirm. Da all dies in schwarz gehalten ist, wirkt es wie ein Scherenschnitt. Lediglich im Harr trägt sie etwas Farbe in Form einer Rose.
Im Hintergrund sieht man skizziert eine Szene Berlins.

Meine Meinung / Bewertung:
Direkt zu Beginn kommt es zu dem skandalösen Verhaltens Effis, aufgrund dessen sie nach Hause nach Berlin geschickt wird. Ich persönlich finde es immer gut, wenn ein im Klappentext bzw. der Inhaltsangabe angekündigtes wichtiges Ereignis recht bald eintritt, da man weiß, dass erst danach die Geschichte wirklich Fahrt aufnimmt.
Das Buch handelt von fiktiven Figuren, hat jedoch einen historisch echten Hintergrund. Es zeichnet ein Bild der Gesellschaft Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Eine Zeit, in der eine Frau vom Haushalt ihres Vaters in den Haushalt ihres Ehemannes wechselte. Dazwischen gab es nichts. Das Buch liest sich daher ein wenig wie eine Gesellschaftsstudie. Und ich muss gestehen, dass mich so etwas sehr fasziniert. Denn einerseits hat sich das gesellschaftliche Denken in den letzten zwei Jahrhunderten hier bei uns in Deutschland sehr gewandelt. Aber andererseits war mir vieles von dem, was der Anstand damals vorschrieb, nicht unbekannt. Es schien mir so, als sei das Denken von damals auch in den Köpfen von heute präsent. Warum sonst würde man immer noch die Rolle der Frau diskutieren und als einzige Wahlmöglichkeiten Kind oder Karriere nennen?
Der Schreibstil hat mich nicht ein einziges Mal ins Stocken gebracht. Er war sehr flüssig. Besonders interessant wurde es an Stellen, an denen Wörter verwendet wurden, die im heutigen Sprachgebrauch ausgestorben sind. Doch entweder konnte ich den Sinn der Wörter durch den Zusammenhang verstehen oder aber die Wörter würde auf natürliche Art erläutert.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Geschichte zwar vollständig aus Effis Sicht geschrieben ist, jedes Kapitel aber mit einem Brief von Max an seinen Bruder Ben endet. Auf diese Art lässt uns die Autorin an den Gedanken Max’ teilhaben. Ein toller Kniff.
Ein klitzekleines Manko habe ich aber: ich bin mir bis zum Schluss nicht sicher, was ich davon halten soll, dass der Titel mich doch sehr stark an eine Pflichtlektüre aus der Schule erinnert.

Mein Fazit:
Eine fesselnde Geschichte über die Gedanken einer jungen Frau auf dem Weg zur Selbstfindung Ende des neunzehnten Jahrhunderts.

Sterne: 5 von 5!


Viel Spaß beim Lesen!

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Bambisusuu Bambisusuu

Veröffentlicht am 17.08.2019

Historischer Roman mit Humor

Der historische Roman "Effi liest" wurde von der Autorin Anna Moretti geschrieben und hat mich bereits durch das schöne Cover beeindruckt. Die Geschichte ist amüsant und romantisch gehalten.


Der Roman ... …mehr

Der historische Roman "Effi liest" wurde von der Autorin Anna Moretti geschrieben und hat mich bereits durch das schöne Cover beeindruckt. Die Geschichte ist amüsant und romantisch gehalten.


Der Roman spielt in Berlin um 1894. Elena Sophie von Burow, auch Effi genannt, entdeckt zufällig ein spannendes und ihr unbekanntes Buch. Der Inhalt sorgt für Aufregung und ist skandalös, sodass Effi aus ihrem Pensionat fliegt. Ein damenhaftes Benehmen und für den passenden Ehekandidaten sorgt ihre Tante. Als Ausgleich darf sie Latein lernen und wenn es alles klappt auch studieren. Das Kennenlernen des charmanten Arztes Max weckt weitere Neugier in Effi. Ob er ihr helfen kann?

"Effi liest" ist mal ein ganz anderer historischer Roman, als ich sonst gewohnt bin und ein gelungenes Debüt der Autorin Anna Moretti. Jane Austen-Fans werden begeistert sein. Mit Effi hat man eine amüsante, taffe Frau als Hauptcharakter. Für die damalige Zeit ist Effi mit ihrer Neugier nach Antworten etwas Besonderes.

Die Geschichte ist zwar erfunden, trotzdem sind viele Szenen und Erlebnisse realistisch und passend zur Zeit des 19. Jahrhundert. Das Nachwort gibt mehr Informationen zu dieser Zeit, was total spannend ist und mich zum Schmunzeln gebracht hat. Es ist wirklich interessant, an was die Menschen alles geglaubt haben.

Effis Alltag wird authentisch mit einem angenehmen Schreibstil von der Autorin geschildert. Das Lesen eines verbotenen Buches bringt Effi auf eine neue Reise und sorgt für Konsequenzen. Das Buch vermittelt die Krankheit "Liebe", was auf mich humorvoll gewirkt hat, aber total ernst gemeint war. Neben der unterhaltsamen Momenten zeigt die Handlung ein erschreckendes Bild der Frau. Die Umstände konnte ich mir gut vorstellen und mich in Effis Lage hineinversetzen. Ihre mutige Art macht das Buch spannend und sorgt für ein tolles Lesevergnügen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Ceciliasophie Ceciliasophie

Veröffentlicht am 16.08.2019

Unterhaltsame, historische Geschichte mit starker Protagonistin

Berlin, 1894. Während eines Spaziergangs findet Effi – eigentlich Elena Sophie von Burow - ein Buch, dessen Inhalt so skandalös ist, dass sie kurzer Hand aus dem Pensionat für vornehme, junge Damen ... …mehr

Berlin, 1894. Während eines Spaziergangs findet Effi – eigentlich Elena Sophie von Burow - ein Buch, dessen Inhalt so skandalös ist, dass sie kurzer Hand aus dem Pensionat für vornehme, junge Damen geschmissen wird. Effi ist es unbegreiflich, warum man wegen eines Buches so mit ihr umgeht und beschließt, mehr über den Inhalt zu erfahren. Dabei kreuzt immer wieder der junge Arzt Maximilian von Waldau ihren Weg. Vielleicht kann er ihr ja helfen zu verstehen, warum der Inhalt des Buches als für sie unpassend betitelt wird.

Schon die Leseprobe konnte mich erheitern und ich freute mich sehr auf die unterhaltsame, kurzweilige Geschichte rund um Effi.
Effi war eine wunderbare Protagonistin, der ich sehr gerne folgte. Wissbegierig, neugierig und nie um einen Spruch verlegen, war sie erfrischend anders. Ihre Haltung war sehr modern und sie stellte das Rollenbild der damaligen Zeit und die Hürden, die Frauen noch zu bewältigen hatten, in Frage.
Immer wieder ertappte ich mich beim Lesen dabei, wie empört ich war, wenn eine Frau in dem Buch mal wieder von einem Mann so behandelt wurde, wie es zur damaligen Zeit üblich war. Ich führte mir beim Lesen immer wieder vor Augen, wie viel Frauen seit der damaligen Zeit erreicht und geschafft haben. Sich als Frau an einer Universität immatrikulieren? Damals undenkbar es als Frau zu tun, heute undenkbar es als Frau nicht tun zu können.
Jedes Kapitel wurde angeleitet durch Zitate aus Werken, die der Zeitepoche enstammen. So lernte ich dadurch viel über die Sitten und Anstände und was von einer Frau erwartet wurde, während Effi es schaffte, viele dieser Sitten noch im selben Kapitel vollkommen zu umgehen und zu ignorieren.
Natürlich sind nicht alle Männer der Geschichte vollkommene Hohlköpfe, der Vater von Effi zum Beispiel ist ein toller Kerl gewesen. Doch bei vielen Männern und ihren Ansichten konnte ich mir wirklich nur noch die Hand vor die Stirn schlagen. Von der Autorin ist also die Stimmung wirklich grandios eingefangen worden!
Als Ur-Berlinerin haben mir natürlich auch sehr die vielen Bezüge zu meiner Heimatstadt gefallen und es war wirklich toll, in der S-Bahn zu sitzen und am Tiergarten vorbeizufahren, während Effi vor meiner Nase mal wieder irgendeine Tollheit in eben diesem Park erlebte.
Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen und passte mit dem lockeren und leichten Ton gut zur Geschichte.
Durchbrochen werden die einzelnen Kapitel immer wieder von Briefen, die Max an seinen jüngeren Bruder schreibt. Dieses Stilmittel ist gekonnt in die Geschichte eingeflochten worden und so lernte der Leser viel über die Dinge, die in Max vor sich gehen.
Für mich war das Buch der perfekte Wegbegleiter zur Arbeit und ich kann diese kurzweilige und unterhaltsame Geschichte nur weiterempfehlen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Jenny95 Jenny95

Veröffentlicht am 15.08.2019

Sehr unterhaltsames Buch mit realem Hintergrund

Bereits von außen begeistert dieses Buch durch das wunderschöne Cover, das sofort an Romane wie Stolz & Vorurteil, Jane Eyre u.ä. denken lässt. Tatsächlich spielt der Roman auch Ende des 19. Jahrhunderts ... …mehr

Bereits von außen begeistert dieses Buch durch das wunderschöne Cover, das sofort an Romane wie Stolz & Vorurteil, Jane Eyre u.ä. denken lässt. Tatsächlich spielt der Roman auch Ende des 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte von Effi und Max.

Das Buch ist aus der Sicht Effis geschrieben, besonders gefallen hat mir jedoch, dass am Ende jeden Kapitels ein Brief von Max an dessen Bruder abgedruckt ist. Der Leser bekommt somit auch Einblick in die Gefühlswelt und Gedanken von Max, der viele Situationen nochmal aus einer anderen Perspektive schildert.

Effi ist eine sehr starke und sympathische Protagonistin. Sie wehrt sich gegen die damalige Bevormundung der Frauen durch die Gesellschaft und setzt sich emanzipiert für ihre Ziele ein. Dabei muss sie sich unter anderem auch gegen Max durchsetzen. Dies macht Max jedoch keinesfalls unsympathisch, da durch die Briefe an seinen Bruder ersichtlich ist, dass er Effi im Grunde genommen nur Gutes will und durch seinen älteren Kollegen beeinflusst wird.

Die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen den beiden lässt sich sehr schön mitverfolgen, der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und zieht den Leser in den Bann. Ich hatte mir allerdings sprachlich mehr Ähnlichkeiten zu Stolz & Vorurteil etc. gewünscht, hier war der Sprachstil verhältnismäßig modern. Durch die Kleidung und Verhaltensweisen wird der Leser aber trotzdem in die damalige Zeit zurückversetzt.

Alles in allem ein tolles, leichtes Buch, das sich insbesondere als Sommer- bzw. Urlaubslektüre sehr gut eignet! Besonders bemerkenswert finde ich auch das Nachwort des Buches, das näheres zur Hintergrundgeschichte des Buches erläutert. Definitiv lesenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Anna Moretti

Anna Moretti - Autor
© Olivier Favre

Anna Moretti lebt in Süddeutschland, wo sie als Journalistin arbeitet. Schon in ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich intensiv mit dem Leben von Frauen um die Jahrhundertwende. Wenn sie einen Wunsch frei hätte, würde sie gern eine Weile in dieser Zeit leben. Aber nicht als Frau, dafür ist ihr die damalige Kleidung viel zu unbequem. Lieber als Katze, die alles beobachten kann. 

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