Ich, Eleanor Oliphant
 - Gail Honeyman - eBook

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15,99

Bastei Entertainment
Frauenromane
525 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-3969-7
Ersterscheinung: 24.04.2017

Ich, Eleanor Oliphant

Roman
Übersetzt von Alexandra Kranefeld

(42)

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.
Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.
„Absolut mitreißend.“ Jojo Moyes

Rezensionen aus der Lesejury (42)

Sonjalein1985 Sonjalein1985

Veröffentlicht am 24.05.2017

Eine etwas andere Heldin

Inhalt: Eleanor Oliphant ist anders. Sie lebt zurückgezogen, ohne jegliche soziale Kontakte, in ihrer kleinen Wohnung und ihr Leben besteht aus Arbeit und Wodka. Erst als sie sich verliebt wagt sie sich ... …mehr

Inhalt: Eleanor Oliphant ist anders. Sie lebt zurückgezogen, ohne jegliche soziale Kontakte, in ihrer kleinen Wohnung und ihr Leben besteht aus Arbeit und Wodka. Erst als sie sich verliebt wagt sie sich aus ihrem Schneckenhaus heraus. Denn für den Traummann muss man schließlich optimiert werden und das innerlich sowie äußerlich.
Dabei gerät sie in allerlei neue Situationen und fängt an, ihr Leben und sich selbst zu hinterfragen.

Meinung: Eleanor Oliphant ist anders, sympathisch und manchmal schwierig. Aber gerade das macht sie liebenswert und eben einfach klasse. Ich habe die ganze Zeit über mit ihr mitgelitten und mitgehofft und in der einen oder anderen Situation taten mir sie und ihre Gegenüber einfach leid. Denn Eleanor hat ihre eigene Sicht auf die Welt und versteht oftmals die Herangehensweisen anderer Leute überhaupt nicht.
Als sie den Mann ihrer Träume sieht, beginnt sie allerdings ihr erstes Treffen akribisch zu planen und begibt sich sogar in die Hände von Nageldesignern und Schuhverkäufern.
Und das ist nun mal nicht ganz einfach, wenn man den Menschen eigentlich gar keine Chance geben möchte, weil man denkt sie würden einen sowieso ablehnen.
Dieses Buch bringt den Leser zum Nachdenken, zum Lachen und zum Weinen. Denn oft hat Eleanor eine Denkart an sich, die einfach logisch ist, zu logisch, als das man im normalen Leben so denken kann, wenn man eben nicht Eleanor ist.
Ihre Geschichte ist sehr bewegend und ich mochte es zu lesen, wie sie aus ihrem Schneckenhaus herauskommt und für sich die Welt erkundet.
Ihr Kollege Raymond hat mir ebenfalls sehr gut gefallen, denn er ist der einzige an ihrem Arbeitsplatz, der sich die Mühe macht hinter die Fassade zu sehen.
Ich mochte das Buch, auch wenn mir das mit der „Besserung“ teilweise zu einfach ging. Es wäre zum Beispiel traurig, wenn neue Klamotten und Co. ausreichen würden, um nicht mehr gemobbt und gar akzeptiert zu werden. Was würde das über unsere Gesellschaft aussagen? Auch die Hilfe, die Eleanor bekommt, wirkt mir zu glatt und vor allem viel zu leicht.
Dennoch ist das Buch lesenswert, warmherzig und hat eine sympathische, etwas andersartige Protagonistin, die mich oft berühren konnte.

Fazit: Berührendes Buch, mit einer etwas anderen Heldin. Es hat zwar einige Schwächen, aber es bringt dem Leser zum Nachdenken, Lachen und Weinen und bekommt dafür von mir 4/5 Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Girdin Girdin

Veröffentlicht am 19.05.2017

Sympathische Protagonistin auf dem Weg sich selbst zu finden

„Ich, Eleanor Oliphant“ ist nicht nur der Titel des Romandebüts der Schottin Gail Honeyman sondern so stellt sich auch die Protagonistin im Buch dem Leser vor. Die bald 30jährige Eleanor hat eine bewegte ... …mehr

„Ich, Eleanor Oliphant“ ist nicht nur der Titel des Romandebüts der Schottin Gail Honeyman sondern so stellt sich auch die Protagonistin im Buch dem Leser vor. Die bald 30jährige Eleanor hat eine bewegte Vergangenheit, die sie für jeden deutlich spür- und sichtbar gezeichnet hat. Wäre das Leben so bunt wie ein Farbklecks stände Eleanor auf dessen dunkler Seite vergleichbar mit dem Schemen einer Frau auf dem Cover dieses Buches. Doch die Farben laufen ineinander und das Bunte, welches Spaß und Freude beinhaltet, ist auf dem Weg zu Eleanor. Schaut man auf die Rückseite des Buchumschlags bemerkt man links unten einen jungen Mann, der sich ebenfalls auf einem dunklen Randgebiet befindet, aber nicht nur bereits selbst vom bunten Glück gefärbt wurde sondern auch seinen Blick ins Helle in Eleanors Richtung wirft. Ein gutes Vorzeichen.

Eleanor ist studierte Altphilologin, arbeitet aber seit neun Jahren bei einer Grafikdesign-Agentur als Buchhalterin. Wenn sie sich tagsüber ihrer Zahlenwelt gewidmet hat, geht sie nach getaner Arbeit nach Hause und verbringt dort allein ihre Stunden bis zum nächsten Dienstantritt. Ihre Freizeit verbringt sie mit Lesen und Fernsehen Einmal in der Woche ruft ihre Mutter an, die im Gefängnis sitzt. Ein Freund ist ihr nur der Wodka, dem sie immer wieder gerne zuspricht.

Eines Tages sieht sie ihren Traummann bei einem Konzert, zu dem sie Eintrittskarten gewonnen hat, auf der Bühne. Fortan geht ihr der Gedanke nicht mehr aus dem Kopf, ihren Schwarm zu treffen und sie stellt sich vor, dass sie schon bald ein Paar sein werden. Während der neue Kollege Raymund sie ein Stück auf ihrem Heimweg begleitet sehen die beiden wie ein älterer Mann zu Fall kommt. Sie eilen ihm zu Hilfe und auch nach der gemeinsamen Aktion hält Raymund den Kontakt zu ihr. Doch seine Gegenwart findet Eleanor eher lästig als erfreulich. Sie folgt weiter ihrem Herzen, den Sänger für sich zu gewinnen. Sie hat noch einige Erfahrungen mit dem Leben zu meistern um zu erkennen, welche Gefühle ihr tatsächlich wichtig sind.

Von den ersten Seiten an wurde mir klar, dass Eleanor ein Erlebnis in ihrer Kindheit hatte, das sie mehr oder weniger erfolgreich verdrängt, sie aber traumatisiert und sichtbare Narben in ihrem Gesicht hinterlassen hat. Gail Honeyman lässt ihre Protagonistin den Roman selbst erzählen und auf diese Weise habe ich über Eleanors Vergangenheit nur so viel erfahren können, wie sie selbst bereit war preiszugeben. Das war anfangs recht wenig doch mit der Zeit hat sie sich immer mehr geöffnet und Gefühle zugelassen. Ihre Kindheit hat sie in Pflegefamilien verbracht. Ihre Mutter sitzt also vermutlich schon sehr lange im Gefängnis für ein von ihr verübtes Verbrechen. Worum es sich dabei handelt bleibt bis fast zum Ende hin unbenannt, allerdings hatte ich eine Vorahnung. Die Gespräche mit ihr durchbrechen das Einerlei ihres Alltags und vor allem ihrer Einsamkeit, sind ihr aber verhasst. Dennoch hält sie an den Telefonaten fest, vielleicht weil sie der letzte Kontakt zu einem Mitglied ihrer Familie sind. Sie weiß nicht, wer ihr Vater ist und sonst sind ihr keine Verwandten bekannt.

Um sich vor körperlichen und seelischen Wunden zu schützen, lebt Eleanor zurückgezogen, gerne beobachtet sie jedoch das Verhalten ihrer Mitmenschen. Sie hat es nie für nötig befunden, Freundschaften zu schließen, vermutlich weil sie durch den häufigen Wechsel der Pflegestellen immer wieder neu beginnen musste, Vertrauen aufzubauen. Sie war gut in der Schule und konnte ein Studium abschließen. Im weiteren Verlauf erzählt sie im Rückblick von einer Beziehung während dieser Zeit, die ihr sehr schlechte Erfahrungen gebracht hat. Ein weiterer Grund also für sie, sich von näheren Bekanntschaften fernzuhalten.

Bücher sorgen dafür, dass Eleanor ein breites Allgemeinwissen hat. Im Rahmen ihrer Begeisterung für den Sänger entdeckt sie das Medium Internet für sich, dass ihr letztlich mehr bringt als nur das Wissen über ihren Traummann. Aber bei all ihren äußeren Veränderungen und ihrer zaghaften Kontaktaufnahme hat sie immer die Stimme ihrer Mutter im Kopf, die sich negativ über jedes Tun äußert. Obwohl sie sich dessen absolut bewusst ist, findet sie nicht selber einen Weg aus dieser frühen Prägung dem Willen der Mutter zu folgen um keine Restriktionen befürchten zu müssen. Zunehmend genießt sie das Mitgefühl und die kleinen Aufmerksamkeiten der langsam vertrauter werdenden Personen. Aktuell positive Erfahrungen mit guten Ratschlägen decken sich mit dem früheren Erleben einer gelungenen Umsetzung der Empfehlung einer Fachkraft. Daraus folgt nicht nur für Eleanor eine Aufforderung, sich professionelle Hilfe zu suchen. Ihr wachsendes Selbstbewusstsein geht mit einem entsprechenden Feedback einher.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm zu lesen. Hauptsächlich beschreibt die Ich-Erzählerin ihren Alltag. Unterschwellig umgibt die Geschichte von Beginn an das Geheimnis um das besondere Geschehen in der Kinderzeit Eleanors. Es brauchte seine Zeit bevor die Protagonistin sich ihren Vorstellungen entsprechend für ihren Schwarm ausgestattet hatte, dadurch entstand im mittleren Buchteil eine gewisse Länge. Eleanor hat ganz eigene Ansichten über passendes Verhalten in allen möglichen Situationen, die sie durch ihre Beobachtungen, vielfältiger Lektüre und den Vorgaben ihrer Mutter entwickelt hat. Hieraus ergeben sich immer wieder amüsante Szenen. Sie wirkte schutzbedürftig auf mich, obwohl sie sich schon vielfach behauptet hatte.

Ich musste Eleanor einfach sympathisch finden und ich habe mich für sie gefreut, dass sie nach so langen Jahren des Alleinseins einen Weg zu sich selbst gefunden hat, der durch den Moment der vermeintlichen Liebe ausgelöst worden ist und auch eine Öffnung zu anderen hin bewirkt hat. Mir als Leser wurde dadurch wieder einmal klar, auf welche Dinge es im Leben wirklich ankommt: Vertrauen, Offenheit und Aufrichtigkeit. Dieses Buch empfehle ich gerne weiter. (4,5 Sterne)

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Luchia93 Luchia93

Veröffentlicht am 14.05.2017

Sehr mitreißend und emotional

*Kurze Zusammenfassung:*

Eleanor ist anders und lebt ziemlich isoliert. Das merkt man immer wieder, weil sie selbst bei den alltäglichsten Dingen nicht weiß, wie sie sich zu verhalten hat. Auf der Suche ... …mehr

*Kurze Zusammenfassung:*

Eleanor ist anders und lebt ziemlich isoliert. Das merkt man immer wieder, weil sie selbst bei den alltäglichsten Dingen nicht weiß, wie sie sich zu verhalten hat. Auf der Suche nach der Liebe findet sie sich selbst und beginnt ihr Leben mit anderen Augen zu sehen und will es verändern. In dieser Geschichte kann man miterleben, wie Eleanor schrittweise sich selbst entdeckt und dabei Höhen und Tiefen durchlebt.

*Eigene Meinung:*

Das Buch ist aus der Sicht von Eleanor geschrieben. Man kann ihre Gefühle und Gedanken sehr gut mitverfolgen. Dadurch konnte ich mich sehr gut in Eleanor hineinversetzen und sie hat mir sehr oft richtig leidgetan. Durch den detaillierten Schreibstil konnte ich mir alles sehr gut bildlich vorstellen. Es gab einige Situationen in denen ich auch lachen musste.

Ich finde es richtig gut, was das Buch alles vermittelt. Ich finde es kommt richtig gut rüber, wie wichtig es ist, sich selbst zu finden und sich selbst glücklich zu machen. Wie wichtig es ist seine Probleme zu verarbeiten und hinter sich zu lassen. An manchen Stellen hat es mich richtig zum Nachdenken angeregt. Ich konnte immer richtig mit Eleanor mitfiebern, denn ich habe gehofft, dass sich ihr Leben zum Positiven wendet.
Die Handlung war ziemlich mit dem Alltag verknüpft und sehr realistisch, denn man konnte Eleanor dabei begleiten, wie sie lebt und wie sie sich in bestimmten Alltagssituationen fühlt und was sie denkt. Ich finde dadurch konnte man sie sehr gut kennenlernen und ihre Entwicklung sehr gut mitverfolgen. Man lernt mit Eleanor zusammen ihre Vergangenheit kennen und sieht, wie sie Höhen und Tiefen durchlebt. Ich wurde zwischendurch immer wieder mal richtig überrascht. Vor allem am Ende war ich richtig verblüfft.

Die Charaktere finde ich sehr authentisch.
Eleanor ist zwar anders und man merkt, dass sie von ihren Kindheitserlebnissen geprägt ist, aber ich finde sie ist durchaus eine liebenswerte Person. Ich mag Eleanor ganz gerne und sie hat mir richtig leidgetan.
Raymond fand ich sehr sympathisch und mochte ihn im Laufe des Buches immer mehr. Er ist ein guter Mensch.
Die Mutter von Eleanor ist eiskalt und schadet Eleanor die ganze Zeit. Man merkt richtig wie sehr das Eleanor trifft.
Es gibt diverse Nebencharaktere, die Eleanor zum Nachdenken anregen bzw. ihr auch guttun und ihr Kraft geben.

*Fazit:*

Das Buch konnte mich absolut überzeugen. Es spricht sehr wichtige Dinge im Leben an. Ich finde man konnte sehr gut miterleben, wie Eleanor Höhen und Tiefen durchlebt und sich selbst findet. Fast alle Fragen wurden am Ende aufgeklärt. Ich finde das Buch sehr mitreißend und kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Zehra Zehra

Veröffentlicht am 14.05.2017

Eine Studie der Einsamkeit

Ich, Eleanor Oliphant ist eine Geschichte über Einsamkeit. Wie manche Menschen nicht nur zeitweise von der Einsamkeit besucht werden, stattdessen ist es für sie eine die Lebenslage bestimmender Zustand. ... …mehr

Ich, Eleanor Oliphant ist eine Geschichte über Einsamkeit. Wie manche Menschen nicht nur zeitweise von der Einsamkeit besucht werden, stattdessen ist es für sie eine die Lebenslage bestimmender Zustand. Und wieso deshalb auch die kleinsten Gesten von Freundlichkeit wichtig sein können.

Trotz ernster Themenbehandlung wie Depression, Kindesmisshandlung, Suizidgedanken, etc. ist die Geschichte dennoch voller Humor. Aufgrund der etwas weltfremden Art von der Hauptfigur Eleanor, kriegen wir als Leser Szenen zu lesen, die wenn auch traurig, einen dennoch zum Lachen bringen.

Auch wenn ich verstehen kann, wieso Eleanor zu der Person geworden ist, die sie nun mal ist und ich durchaus mit ihr fühle, fand ich sie ab und an ziemlich unsympathisch und an den Nerven reibend.

Eleanors Charakterisierung wird auch von dem Schreibstil betont. Der Roman liest sich nämlich als Gedankenstrom von Eleanor. Dadurch ist das ganze eigen, schrullig, witzig aber eben auch etwas ermüdend. Weil wir mitten im Kopf von Eleanor sind, wird auch wirklich jeder Gedanke und jedes Gefühl detailliert beschrieben - irgendwie schon zu detailliert?

Eleanors Vergangenheit, ihre Mutter, ihr geistiger Zustand waren für mich sehr von Interesse und so fand ich, dass das recht kurz kam. Ich hätte mir im Nachhinein gewünscht, dass sich die Storyline mit dem Musiker am Anfang schneller aufgelöst hätte, sodass wir später mehr Seiten zu diesem Punkt investieren können.
So war das Ende zwar ganz süß und optimistisch, aber ließ dann doch ein paar Fragen offen zurück.

Dennoch war Ich, Eleanor Oliphant ein unterhaltsames Leseerlebnis, weil ich einfach noch nie so eine Figur wie Eleanor erlebt habe - sie ist eben doch sehr besonders - und weil ich denke, dass die "Botschaft" des Romans wichtig ist. Ich denke, es ist durchaus lesenswert, auch wenn es mich nicht umgehauen hat.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Leyla1997 Leyla1997

Veröffentlicht am 11.05.2017

Kein einfaches Buch, das das Leben mit seinen vielen Höhen und Tiefen darstellt.

Kurze Inhaltsangabe: Wir begleiten den Roman über Eleanor, eine junge Frau mitten im Leben. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und auch eine schwere Vergangenheit zu verdauen. Dadurch ist ... …mehr

Kurze Inhaltsangabe: Wir begleiten den Roman über Eleanor, eine junge Frau mitten im Leben. Sie hat ein schwieriges Verhältnis zu ihrer Mutter und auch eine schwere Vergangenheit zu verdauen. Dadurch ist sie nahezu weltfremd und nicht in der Lage soziale Kontakte zu knüpfen. Für sie gibt es nur ihre tägliche Routine. Arbeit, Essen, vielleicht noch etwas lesen und dann trinken (Alkohol). Ändern tut sich das ab der Begegnung mit Raymond (etwa zum Beginn des Romans) und ab dieser Stelle steigen wir als Leser mit ein.

Eleanor Oliphant: Eleanor ist definitiv nicht die typische Hauptprotagonistin. Anfangs hatte ich sogar den Eindruck, dass sie komplett weltfremd ist! Durch bestimmte Bekanntschaften fängt sie langsam an richtig zu leben. Sie geht auf Feiern, begegnet neuen Freunden und verbringt nicht mehr die Abende allein zu Hause. Auch probiert sie neues aus, wie eine neue Frisur, oder besucht ein Nagelstudio. Sie beginnt also ein neues Leben voller neuer Dinge und das an der Seite von ihrem neu gewonnenen Kumpel Raymond (ein sehr liebenswürdiger Kerl mit einem unbezahlbar guten Charakter). Abschließend zu Eleanor kann ich nur sagen, dass es mir echt gefallen hat, Eleanors Charakterentwicklung zu lesen, immerhin ändert die den Roman über ihr gesamtes Wesen! Einfach nur unglaublich und davor habe ich großen Respekt.

Meine Meinung: Anfangs hatte ich leichte Probleme mich in Eleanor hineinzuversetzen. Sie hat mich mit ihrer Art einfach zu oft überrascht und verwirrt. Dies hielt aber meist nicht lange und ich begann immer wieder zu verstehen, was sie meint und vor allem warum sie ich verhält, wie sie es eben tut. Diese Lektüre ist teilweise sehr lustig geschrieben und trotzdem hat man diesen beißenden Nachgeschmack. Dadurch, dass Eleanor so wenig vom Leben versteht, entstehen viele lustige Momente im Buch, aber durch die Tatsache, dass der Leser nicht weiß, warum sie sich so benimmt, kann man einfach nicht wirklich mit oder auch über Eleanor lachen. Zumindest konnte ich das nicht. Teilweise hatte ich sogar Angst vor ihr. Sie führt kein einfaches Leben, ist emotional beschädigt und oft habe ich mich davor gefürchtet, was sie wohl als Nächstes machen wird. Im Endeffekt kann ich sagen, dass sie eine unglaublich traurige und furchtbare Geschichte erzählt, gepackt in einem teils lustigen Roman. Einen klaren Pluspunkt bekommt das Buch von mir, da es einige unerwartete Wendungen gibt, die man so gar nicht erwartet.

Mein Fazit: Kein einfaches Buch, das das Leben mit seinen vielen Höhen und Tiefen darstellt und auch wenn es „nur“ fiktive Figuren eines Romans sind, habe ich sie echt lieb gewinnen können!

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Autorin

Gail Honeyman

Gail Honeyman - Autor
© Philippa Gedge Photography

Gail Honeyman lebt und arbeitet in Glasgow. Sie bekam bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Ich, Eleanor Oliphant ist ihr erster Roman.

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