Als wir im Regen tanzten
 - Michaela Saalfeld - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Historische Romane
463 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7239-7
Ersterscheinung: 31.07.2019

Als wir im Regen tanzten

Roman

(27)

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden – oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät?
Liebe und Hoffnung, Mut und Verzweiflung – der große Berlin-Roman zur Weimarer Republik

Rezensionen aus der Lesejury (27)

Lese_gerne Lese_gerne

Veröffentlicht am 22.08.2019

Als wir im Regen tanzten - bevor man sich an den Buch wagt zuerst Teil ein lesen!!!!

Berlin 1928: Berlin ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind ein Traumpaar der Filmwelt. Doch Recha ist Jüdin und die Nationalsozialisten ... …mehr

Berlin 1928: Berlin ist die Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind ein Traumpaar der Filmwelt. Doch Recha ist Jüdin und die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr Zustimmung auch von UFA. Willi nimmt diese Situation nicht Ernst und entfremdet sich so Recha. Die Frage ist, werden beide wieder zu einander finden?

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Vom Michaela Saalfeld gibt es schon den ersten Teil „Was wir zu hoffen wagten“ zu lesen. Zwar ist „Als wir im Regen tanzten“ ein selbstständiges Buch, allerdings würde jedem raten zuerst den ersten Teil und besonders das Nachwort zu lesen um das gewisse Verständnis für dieses Buch zu haben. Leider führt der Klappentext etwas in die Irre. Der Autorin ging es nicht hauptsächlich um die Weimarer Republik. Auch wenn schon die ersten Anzeichen vom Aufstreben der Nationalsozialisten angesprochen wird. Sondern eher um die Filmproduktion der damaligen Zeit. Das hebt sie im Nachwort des ersten Teiles auch hervor. Dass wir im zweiten Teil mehr über Willi zur Nieden und seinem Beruf als Filmproduzent lesen werden. Der Stummfilm verschwindet langsam und der Tonfilm wird neu eingeführt. Viele Schauspieler, die erfolgreich im Stummfilm waren fühlen sich im Tonfilm nicht wohl und scheitern hier mit ihrer Karriere. Im Buch werden auch mehr die familiären Probleme der Familie zur Nieden und Willis Schwestern Felice und Ille erzählt. Um die Weimarer Republik geht es hauptsächlich nicht. Zwar muss ich zugeben, dass mir Teil eins auch besser gefallen hat, da er dramatischer ist und die Geschichte der belgischen Stadt Ypern im ersten Weltkrieg erzählt. Allerdings hätten sich viele Leser durch das lesen des ersten Teils besser über das Buch informieren können. Viele wussten gar nicht, dass es eine Vorgeschichte gibt. Deshalb sind viele kritische Stimmen auch dadurch entstanden. Zum ersten Teil gibt es noch die Kurzgeschichte „In der Nacht weint meine Stadt“ (nur als E-Book erhältlich) zu lesen. Diese Geschichte handelt während der Zeit von „Was wir zu hoffen wagten“.

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Leseigel Leseigel

Veröffentlicht am 18.08.2019

Geplatzte Lebensträume und Hoffnung auf bessere Zeiten

Berlin im Jahr 1928. Recha, Jüdin und einst gefeierter Stummfilmstar, bekommt die ersten Auswirkungen des Erstarkens der NSDAP zu spüren. Sie bekommt keine guten Filmrollen mehr und muss sich die Anzüglichkeiten ... …mehr

Berlin im Jahr 1928. Recha, Jüdin und einst gefeierter Stummfilmstar, bekommt die ersten Auswirkungen des Erstarkens der NSDAP zu spüren. Sie bekommt keine guten Filmrollen mehr und muss sich die Anzüglichkeiten des strammen Nazis und Schauspielerkollegen Gernot gefallen lassen. Auch das neue Medium Tonfilm bedroht ihre Karriere. Ihr Mann Willi, einst gefeierter Regisseur, versucht alles ,den Erfolg seines allersten Filmes zu wiederholen. Jeder der beiden Eheleute ist gefangen in seinen eigenen Problemen und vergisst darüber den anderen.. Dies führt zu einer zunehmenden Entfremdung. Parallel dazu erzählt die Autorin die Geschehnisse rundum die Rechtsanwältin Felice , Rechas Schwägerin und Willis Schwester und ihrer Familie. Felice und ihr Mann haben die beiden Mädchen von Felices Schwester Ille bei sich aufgenommen, als diese ins Gefängnis musste. Ille möchte die Kinder wieder zurück haben. Ein erbitterter Kampf entbrennt.
Das vorliegende Buch ist der 2. Band um die beiden Ehepaare. Vielleicht würde ich etwas anders urteilen, wenn ich den 1. Band kennen würde. So waren Hinweise auf die vergangenen Ereignisse nicht immer hilfreich. So war es mit den häufigen Erwähnungen des ersten und so überaus erfolgreichen Film von Willi. Es wiederholte sich ständig, was mir dann Zuviel wurde und mich regelrecht geärgert hat. Die im Buch geschilderten Ereignisse sind zum Teil sehr dramatisch, wirken aber allzu gewollt und haben einige Ungereimtheiten. Das führte dazu, dass ich mit den handelnden Personen nicht richtig warm wurde. Jedes Mal, wenn ich etwas Mitgefühl empfunden habe, habe ich mich kurz darauf über eine für mich nicht logische Handlung geärgert. Was ich aber schmerzlich vermisst habe, ist die Thematisierung der politischen Verhältnisse und deren stärkere Einbindung in die Handlung. Gelegentlich klingt es an, bleibt aber sehr oberflächlich. Über den Schluss habe ich mich dann geärgert, weil er für mich zu sehr "Heile Welt " war. So hat der Roman für mich Licht, aber auch
einiges an Schatten. Er war leicht und streckenweise unterhaltsam zu lesen, konnte aber meine in ihn gesetzten Erwartungen nicht zu meiner Zufriedenheit erfüllen.

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Franzip86 Franzip86

Veröffentlicht am 18.08.2019

Hat mich leider gar nicht überzeugen können...

Inhalt: Berlin 1929, Recha ist mit Willi verheiratet und beide leben und lieben den Film. Leider wird das Filmgeschäft immer umkämpfter und dies muss auch Willi von Nieden erkennen, dass er nicht wieder ... …mehr

Inhalt: Berlin 1929, Recha ist mit Willi verheiratet und beide leben und lieben den Film. Leider wird das Filmgeschäft immer umkämpfter und dies muss auch Willi von Nieden erkennen, dass er nicht wieder einen Erfolg wie mit seinem ersten Film schafft... Auch für Recha wird es immer schwieriger im Filmgeschäft, denn sie muss immer mehr mit ihrer jüdischen Herkunft leben...

Felice, Willis Schwester muss um ihre Familie kämpfen...

Meinung: Wie schon der erste Teil, war auch dieses Buch langweilig, langatmig und nicht sehr spannend zu lesen. Das ich dieses Buch lesen wollte, war der, dass ich wissen wollte, wie es mit Felice und ihrer Familie weiter geht. Auch wenn man eine andere Geschichte um Felice hätte finden können, war die Geschichte um Felice die spannendste... Diese hat sich für mich gut lesen lassen. Leider traf dies für die Sichtweise von Willi und Recha nicht zu... Recha hätte auch spannend werden können, wenn man nicht immer so abgeschweift wäre. Aber die Geschichte um Willi war einfach nur langweilig und langatmig, eigentlich schon wie im ersten Teil.

Auch bei diesem Buch muss ich leider den Klappentext ankreiden, denn nach dem Klappentext habe ich gedacht, dass es ein bisschen um die jüdische Herkunft von Recha gehen könnte, da ja 1929 auch die Nazis langsam an Macht gewinnen, dies war aber wieder nur ein Randthema.

Leider kann ich für dieses Buch nur 3 von 5 Sterne vergeben.

Falls es einen 3. Band geben sollte, muss ich mir überlegen diesen zu lesen, und wenn nur, wie ich wissen möchte, wie es mit Felice weitergeht!

Vielen Dank an die Lesebuch, das ich das Buch in der Leserunde mitlesen durfte, der Austausch war wieder sehr schön!

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FinjaNF FinjaNF

Veröffentlicht am 18.08.2019

Nicht so spannend wie erwartet...

Berlin 1928. Die Schauspielerin Recha und ihr Ehemann Willi sind Berlins Traumpaar. Doch zehn Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges werden die Zeiten schwieriger. Die Nationalsozialisten werden immer ... …mehr

Berlin 1928. Die Schauspielerin Recha und ihr Ehemann Willi sind Berlins Traumpaar. Doch zehn Jahre nach Ende des ersten Weltkrieges werden die Zeiten schwieriger. Die Nationalsozialisten werden immer präsenter. Recha bekommt dies nicht nur als Schauspielerin zu spüren. Als Jüdin bekommt sie immer weniger Rollenangebote und auch Willi kann nur sehr schwer als Regisseur für Stummfilme wieder Fuß fassen. Es beginnt ein Kampf um die Liebe zwischen Recha und Willi aber auch um die berufliche Zukunft.

Der Roman „Als wir im Regen tanzten“ von Michaela Saalfeld hat mich leider nicht so angesprochen, wie ich es mir erhofft hatte. Der Vorspann war wirklich klasse und hat mich vom ersten Moment an neugierig auf die Geschichte um Recha und Willi gemacht. Doch die ersten Kapitel waren sehr undurchsichtig, da viele Nebencharaktere auftauchten und auch Namen genannt wurden, die ich nicht zuordnen konnte. Dadurch war es am Anfang nicht so flüssig zu lesen und auch die Spannung auf die Geschichte nahm ab.

Im zweiten Abschnitt empfand ich das Lesen jedoch wesentlich flüssiger und es kam bei mir doch wieder mehr Neugierde auf, wie es weitergehen würde. Die Geschichte um Felice und ihre Familie fand ich interessant, allerdings hat es zu viel Raum eingenommen und verlief auch teilweise unlogisch.

Ich hatte mich sehr dafür interessiert, wie es mit Recha in dieser schwierigen Zeit weiter gehen wird, aber leider kam sie meiner Meinung nach zu kurz. Auch das sie und Willi nie wirklich miteinander gesprochen haben, hat mich nach einigen Kapiteln dann doch gestört.
Willi wurde dann zwar im letzten Abschnitt ein wenig präsenter, aber auch das hat mich nicht mehr abgeholt, da es auch hier teilweise unlogisch verlief und auch nicht mehr spannend wurde.

Die Erwartungen, die ich an den Roman von Michaela Saalfeld hatte, sind leider nicht ganz erfüllt wurden. Zu wenig Recha, zu unlogische Handlungen.

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Bavaria123 Bavaria123

Veröffentlicht am 18.08.2019

Im Regen stehen

Das Cover hat mich absolut angesprochen. Ich fühlte mich sofort in das alte Berlin zurückversetzt, über das dunkle Wolken ziehen. Und es scheint vordergründig um eine Frau zu gehen.

Die Inhaltsangabe ... …mehr

Das Cover hat mich absolut angesprochen. Ich fühlte mich sofort in das alte Berlin zurückversetzt, über das dunkle Wolken ziehen. Und es scheint vordergründig um eine Frau zu gehen.

Die Inhaltsangabe hat es dann geschafft, mich total für das Buch zu interessieren. Eine spannende Zeit, Ende der 20er Jahre, zumal die Protagonistin als Jüdin in eine schwierige Zukunft schaut.

Die ersten Seiten fand ich als ansprechend geschrieben, und obwohl ich den ersten Band lediglich als Titel und Cover kannte, war der Einstieg in die Geschichte problemlos. Dann aber wurde der Schreibstil für meinen Geschmack immer mehr und etwas zu häufig mit Retrospektiven und Wiederholungen gespickt. Dadurch wurde das Lesen doch arg zäh und schleppend. So stand die Handlung teilweise mir zu lang im Regen.

Ich hatte das Gefühl, als wenn auch die Geschichte der Recha ein wenig in den Schatten gerückt wird und stattdessen eher die Anwältin Felice mit ihren Problemen um die von ihr aufgenommenen Nichten ins Rampenlicht kommen. Aber so ganz warm werde ich mit dieser Figur nicht.
Ganz besonders schade ist es, dass die geschichtlichen Aspekte einer Stadt Berlin zwischen den beiden Weltkriegen einfach zu kurz kommt. Da hab ich mir als geschichtsinteressierte Leserin doch ein wenig mehr erwartet.

Besonders gefallen haben mir die Einschübe "Es ist" von Kurt Tucholsky.

Alles in allem hat mich das Buch nicht ganz überzeugt. Vielleicht waren meine Erwartungen daran einfach nicht passend. Ich vergebe 3,5 Sterne und kann das Buch nicht eindeutig weiter empfehlen.

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Autorin

Michaela Saalfeld

Als Autorin und Historikerin hat sich Michaela Saalfeld ganz der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschrieben. Mit ihrem Roman über die Anfänge der ersten deutschen Demokratie hat sie sich einen lebenslangen Wunsch erfüllt. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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