Das Fundament der Ewigkeit
 - Ken Follett - eBook

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

25,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Historische Romane
1.162 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-4282-6
Ersterscheinung: 12.09.2017

Das Fundament der Ewigkeit

Historischer Roman
Übersetzt von Dietmar Schmidt, Rainer Schumacher

(8)

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Roman des internationalen Bestsellerautors: 
 
1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.
Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

Rezensionen aus der Lesejury (8)

ThePassionOfBooks ThePassionOfBooks

Veröffentlicht am 19.10.2017

Das Fundament der Ewikgeit

Nach vielen Jahren des Wartens gibt es nun endlich einen dritten Teil zur Kingsbrigde-Reihe und als bekennender Ken Follett Fan musste dieser natürlich sofort bei mir einziehen. Das Cover ist wunderschön ... …mehr

Nach vielen Jahren des Wartens gibt es nun endlich einen dritten Teil zur Kingsbrigde-Reihe und als bekennender Ken Follett Fan musste dieser natürlich sofort bei mir einziehen. Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt gut zu den anderen beiden Bänden. Inhaltlich bewegen wir uns dieses Mal allerdings in eine ganz andere Richtung. Es gibt zwar immer wieder Andeutungen und kurze Rückblicke zu "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt", aber die Geschichte selbst hat keinen direkten Bezug mehr zu den früheren Figuren.

Während in den beiden Vorbänden jeweils ein Architekt und seine Bauwerke im Vordergrund der Geschichte standen, so geht es dieses Mal um Spione und zwar die von Königin Elizabeth I. Diese Spione bilden die Grundlage für den heutigen Secret Service. Ich finde die englische Geschichte rund um König Henri VIII. sehr interessant und habe mich daher schon vor dieser Lektüre auch mit dem Leben von Königin Elizabeth I. und Maria Stuart befasst. Mich hat es sehr beeindruckt wie detailliert Ken Follett die einzelnen historischen Bezüge, Ereignisse und Personen in seine Geschichte hineinfließen lässt und mit den frei erfundenen Elementen verwebt.
Den Hauptfokus der Geschichte bildet der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken. Dabei erfährt man die unterschiedlichen Ansichten, Ziele und Pläne beider Seiten und es kommt immer wieder zu geschickten Intrigen und Verschwörungen, bei denen auch vor Mord nicht zurück geschreckt wird.

Eine der Hauptfiguren is Ned Willard, der in die Dienste von Königin Elizabeth I. tritt und Spion wird. Königin Elizabeth I. vertritt die Ansicht, dass niemand für seinen Glauben hingerichtet werden soll und diese Meinung teil Ned ebenfalls. So wird er zu einem treuen Diener der Königin. Privat hat erlebt er ein Unglück nach dem anderen und seine große Liebe scheint verloren. Im Laufe der Jahre erlebt man allerdings immer wieder einige interessante Wendungen in seinem Leben.
Mit der Zeit lernt man sehr viele Figuren kennen, von denen ich einige wirklich in mein Herz geschlossen habe und andere abgrundtief hasse. Ich möchte hier allerdings nicht auf die Geschichte vorgreifen.

Der Schreibstil des Autors ist dabei gewohnt fesselnd und schon nach wenigen Seiten war ich komplett in die Geschichte eingetaucht und habe alles um mich herum ausgeblendet und vergessen. Ken Follett schafft es immer wieder verschiedene Handlungsstränge und Spannungsbögen aufzubauen, die sich am Ende in einem großen Finale bündeln. Normalerweise bevorzuge ich dann meistens die Kapitel zu einer bestimmten Person, während ich andere eher langweilig finde, aber das war hier überhaupt nicht der Fall. Und so waren die rund 1000 Seiten leider viel zu schnell zu Ende gelesen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

lehmas lehmas

Veröffentlicht am 17.10.2017

Ein spannender Kingsbridge-Roman zur Zeit Elizabeth I.

Nach „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ gibt es nun endlich Nachschlag in Sachen Kingsbridge. Diesmal führt uns Ken Follett in die Zeit von Elizabeth I., einer Zeit voller Kriege zwischen Katholiken ... …mehr

Nach „Die Säulen der Erde“ und „Die Tore der Welt“ gibt es nun endlich Nachschlag in Sachen Kingsbridge. Diesmal führt uns Ken Follett in die Zeit von Elizabeth I., einer Zeit voller Kriege zwischen Katholiken und Protestanten. Die protestantische Elizabeth Tudor gewinnt den Kampf um die Krone und beginnt ihre lange und erfolgreiche Regierungszeit, die allerdings nie leicht war. Nicht nur die anderen europäischen Königreiche waren eine Bedrohung, sondern auch die Gegner im eigenen Land, wo es einige Intrigen aufzudecken und zu vereiteln gab.

Um gegen die vielen Gefahren gewappnet zu sein, baut Elizabeth den ersten Geheimdienst auf. Geheimagent erster Stunde ist der fiktive Charakter Ned Willard, an dessen Seite wir durch das ganze Königreich und durch Europa reisen. Der weibliche Gegenpart dazu ist die katholische Margery. Aber aufgrund der unterschiedlichen Religionen scheinen Liebe und Heirat in weiter Ferne.

Ken Follett versteht es wieder einmal, den Leser zu fesseln. Die Seiten fliegen nur so dahin und fast ist man froh, dass das Buch nicht das schlankste Exemplar ist und man so recht viele Stunden dem Lesevergnügen frönen kann. Man muss die beiden Vorgängerromane nicht gelesen haben, um „Das Fundament der Ewigkeit“ zu verstehen. Die einzige Verbindung zu den Vorgängern bestehen in der fiktiven Stadt Kingsbridge und einigen kleinen Rückblenden zu den Erbauern der Kathedrale. Das Buch könnte also genau so gut ein Einzelband sein. Die fiktive Geschichte ist perfekt in den historischen Hintergrund eingewebt. Aber nichts anderes habe ich von Ken Follett erwartet. Ihr merkt, die Erwartungen waren hoch.

Von der gestalterischen Seite bin ich etwas enttäuscht. Für stolze 36 EUR hatte ich hier eine etwas schönere Ausstattung erwartet. Die Landkarte ist noch ganz gut geworden, aber andere Bilder wirken fast kitschig. Irgendwie passen sie für mich nicht so gut zum Anfang. Auch den Kapitelanfang hätte man etwas liebevoller gestalten können. Dies nur eine kleine Kritik am Rande für eine ansonsten spannende Lektüre, die viele Stunden Lesespaß bereitet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Buecherkleeblatt Buecherkleeblatt

Veröffentlicht am 15.10.2017

ein wortgewaltiges Abenteuer

England, 1558: Die Kathedrale von Kingsbridge wacht ehrfürchtig über ihre Stadt. Doch was über die Grenzen hinaus vor sich geht, kann sie nicht beeinflussen. So auch das Leben von Ned Willard und Margery ... …mehr

England, 1558: Die Kathedrale von Kingsbridge wacht ehrfürchtig über ihre Stadt. Doch was über die Grenzen hinaus vor sich geht, kann sie nicht beeinflussen. So auch das Leben von Ned Willard und Margery Fitzgerald. Sie lieben sich, sind jedoch nicht dazu bestimmt, zu heiraten. Denn Margery ist einem anderen gegen ihren Willen versprochen. Und so wendet sich Ned einer neuen Aufgabe zu. Als Berater von Königin Elizabeth deckt er so manche Verschwörungen auf und rettet ihr dadurch mehr als einmal ihr Leben. Denn Maria Stuart, Königin von Schottland, besteht auf ihrem Recht, den englischen Thron ebenfalls ihr Eigen zu nennen.
So beginnt ein Kräftemessen, in welchem Mittelpunkt auch Ned zu stehen scheint. Zu seinen weiteren Aufgaben gehört es, Katholiken, die sich gegen die Protestanten wenden, aufzufinden, damit diese dem Hochverrat überführt werden können.
Der Glaubensstreit zieht sich durch das ganze Land, bis über die Grenzen hinaus. Europa scheint gespalten und an jeder Ecke gibt es Verschwörungen.
Ob jeder sein Glück findet, scheint ungewiss. Denn nur eins ist sicher: ein Krieg ist unvermeidlich.

Der dritte Teil der Kingsbridge-Saga wurde von vielen sehnsüchtig erwartet. So auch von mir und mit Freuden bin ich an das über 1000 Seiten fassende Werk herangegangen.

Wie in jedem großen historischen Werk, dass sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt, lernen wir natürlich viele, viele Namen kennen. Diese Mal sind es historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor und andere hochkarätige Adlige. Aber auch Bischöfe oder historisch belegte Personen, die das 16. Jahrhundert geprägt haben, kommen zu Wort.

Aber es sind ja die fiktiven Charaktere, die uns interessieren. In diesem Fall Ned Willard, Margery Fitzgerald, Sylvie Palot und Pierre Aumande. Sie sind die Träger der Geschichte und sorgen dafür, dass uns nicht langweilig wird.

Interessanterweise erwartet uns diesmal keine große Schlacht um die Kathedrale von Kingsbridge. Diese thront nun seit langer Zeit schon über ihrer Stadt und ist Dreh- und Angelpunkt für verschiedene Situationen. Und doch steht sie nicht wirklich im Mittelpunkt. Denn wir begeben uns auch außerhalb von Kingsbridge, so z.B. nach Paris, Antwerpen oder London. Denn dort spielt sich Ungeheuerliches ab. Der Glaubens"krieg" zwischen Katholiken und den Anhängern der neuen Religion, den Protestanten schwellt immer weiter vor sich hin, bis es zum Höhepunkt in der sog. Bartholomäusnacht kommt.

Kingsbridge ist diesmal "nur" Wohnort von Ned und Margery, bis sich Ned in den Dienst von Königin Elizabeth begibt und damit nach London zieht.
Was in Band 1 und 2 noch so eine große Faszination ausstrahlt (der Bau der Kathedrale, die Ausweitung der Stadt Kingsbridge) rückt hier in den Hintergrund. Kingsbridge hat sich etabliert und ist anerkannt. So geht es nun darum, sich auch außerhalb der Stadtmauern einen größeren Namen zu machen.
Die Bewohner schwärmen aus und suchen ihr Glück in der Ferne. Die Karriere findet nun in größeren Metropolen statt.

Auch wenn mich der Umstand, dass Kingsbridge nicht mehr im Mittelpunkt steht, schon etwas traurig gestimmt hat, ist es dem Autor trotzdem gelungen, einen spannenden historischen Roman zu verfassen, der uns über Jahrzehnte hinweg die religiöse Entwicklung Europas sowie der Kampf gegen den angeblich falschen Glauben aufzeigt.

Die historischen Begebenheiten werden geschickt mit fiktiven Geschehnissen gefüllt, so dass sich ein die halber Welt umfassender Roman ergibt. Wir starten im beschaulichen Kingsbridge, befinden uns jedoch bald in London und Paris. Das Besegeln der Weltmeere wird uns ebenso vertraut, wie der Handel der Kaufleute in Antwerpen oder Amsterdam. Buchschmuggel und geheime Messen werden durchgeführt und das Schmieden der Komplotte gegen den Hochadel geht uns ins Blut über. Der Scheiterhaufen hört nicht auf zu rauchen und hinter jeder Ecke lauert eine neue Verschwörung. Man weiß nie, was als nächstes kommt.

Die Intrigen, Rachefeldzüge und politisch geführten Schachzüge führten damals zu vielen Möglichkeiten. Es wäre ja furchtbar langweilig geworden ohne diese Machtspiele.

Und wenn Autoren es schaffen, dies auch noch richtig interessant zu verpacken und aufzuschreiben, freut sich das Leserherz. Und den Autor freut es, wenn sich seine Leser freuen.
Dabei noch als Nebeneffekt etwas über englische und französische Geschichte zu lernen, ist für mich persönlich auch von Vorteil.

Die Charaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet. Sie haben Tiefe, machen ihre Fehler, lernen jedoch auch daraus. Sogar die Gegenspieler sind sehr gut gelungen.

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und spannend. Einzig mit machen doppelten Namen (viele Henris, Charles usw.) haben mich durcheinander gebracht. Doch hier bekommt man Hilfe durch ein Glossar am Anfang sowie am Ende des Buches.

Es wird Bezug genommen auf die ersten Bände „Die Säulen der Erde“ sowie „Die Tore der Welt“. Durch kleine Rückblenden bekommt man kleine Inhaltsangaben, allerdings ist für den dritten Band keine Vorkenntnis nötig. Ich muss jedoch erwähnen, dass auch die ersten Bände einfach nur lesenswert sind.

Die Liebesgeschichte nimmt diesmal keinen so großen Platz ein, auch wenn sie sich durch das komplette Buch zieht. Sie wird an den richtigen Stellen ausgebaut. Somit ist für das Herz was dabei, aber nicht übertrieben.

Fazit:
Eine wortgewaltige Reise durch das 16. Jahrhundert zur Zeit Queen Elizabeths.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LaW1990 LaW1990

Veröffentlicht am 07.10.2017

9 Jahre Warten haben ein Ende: Die Geschichte um Kingsbridge geht weiter.

Ken Folletts neuer historischer Roman rund um den fiktiven Ort Kingsbridge in England spielt ab dem Jahre 1558 und behandelt die Glaubenskriege rund um Katholiken und Protestanten. Nach dem Tod Mary Tudors ... …mehr

Ken Folletts neuer historischer Roman rund um den fiktiven Ort Kingsbridge in England spielt ab dem Jahre 1558 und behandelt die Glaubenskriege rund um Katholiken und Protestanten. Nach dem Tod Mary Tudors steht England vor der Frage wer das Land regieren soll, die katholische Maria Stuart oder die protestantische Elizabeth Tudor. Ein Kampf um die Krone entflammt, ob im Verborgenen oder ganz offen auf den Straßen. Auch als Elizabeth I. den Thron bestiegen hat, wird die Situation nicht leichter: Die europäischen Mächte stehen gegen die neue Königin und auch im eigenen Land lauern Verschwörungen und Intrigen.

Auch auf die Bevölkerung im beschaulichen Kingsbridge nimmt der Glaubensstreit Einfluss und der junge Ned Williams macht sich im Dienste Elizabeths auf, Verschwörungen gegen den Thron aufzudecken und reist von London nach Paris und Antwerpen. Überall lauern Gefahren, aber auch neue Bekanntschaften. Wird Ned es schaffen alle Verräter aufzuhalten und was passiert mit seiner verlorenen großen Liebe Margery?


Ken Follett gelingt es spielend in ein paar Seiten und mit einigen wenigen Anspielungen auf die beiden Vorgänger, das vertraute Gefühl von Kingsbridge wiederaufzubauen. Ich fühlte mich sofort wieder heimisch und eingebunden in die Geschichte. Die Masse an Charakteren ist typisch, etwas komplex, aber auch verständlich bei fast 1200 Seiten. Durch kleine Erinnerungen im Text gelingt es jedoch auch nach einer Lesepause, länger nicht auftauchende Personen korrekt einzuordnen.

Die Geschichte variiert stärker von den Vorgängern, in denen es jeweils mehr um den Bau eines Bauwerks, Kathedrale und Brücke, ging. Hier steht mehr die Spionage und die Verschwörungen rund um den Glaubenskonflikt im 16. Jahrhundert im Vordergrund. Dies bietet so natürlich zusätzliche Möglichkeiten und Schauplätze in Europa, was der Geschichte gut tut und andere Sichtweisen bietet.

Verschiedene Sichtweisen der unterschiedlichen Charaktere sind es auch, welche den Roman abwechslungsreich halten und dem Leser einen größeren Überblick über das gesamte Geschehen ermöglichen, als es die Romanfiguren selbst jeweils haben. Kurze Ich-Perspektiven lassen zusätzlich direkter in das Seelenleben blicken.

Die Follett typischen plötzlichen Wendungen und Schicksalsschläge sind selbstverständlich vorhanden und so ertappt man sich mehrmals dabei, wie man sich für manch eine Person freut, aber bereits im selben Moment denkt „oh das wird jetzt sicher gehörig schief gehen“. Der Spannungsbogen wird so gut getragen und trotz der Länge des Buches ergeben sich kaum uninteressante Stellen.
Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Verbindung aus historischen Ereignissen, realen Persönlichkeiten und fiktiven Figuren wunderbar gelingt und ein harmonisches Gesamtbild abgibt.

Wer die beiden Vorgänger mochte wird auch mit diesem Buch seinen Spaß haben und einige Tage tolle Unterhaltung genießen. Auch wenn man die ersten zwei Teile nicht gelesen hat, kann man getrost zugreifen, denn die Geschichte ist unabhängig und enthält nur die eine oder andere kleine Anspielung. Wer sich allerdings nicht langsam auf eine Geschichte und seine Personen einlassen will beziehungsweise kann, sollte eher Abstand halten und zu einem kürzeren Roman greifen.

Einen minimalen Abzug meiner persönlichen Meinung gibt es dafür, dass der Roman diesmal nicht so einen roten Faden in der Geschichte hat, wie es für mich immer das jeweilige fortschreitende Bauprojekt war.
Nichtsdestotrotz verdient eine solche Geschichte diese Anzahl an Seiten und ich habe das lange Warten und den Kauf in keinem Fall bereut.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gudrun67 Gudrun67

Veröffentlicht am 05.10.2017

Das Buch vereint Kriegsgeschehen, reale Geschichtslektion in Hülle und Fülle und viele emotionale Etappen. Dadurch entsteht keinerlei Langeweile.

Beim Cover, sowohl des Umschlagblattes wie auch des Buches selbst, wurde auf kleinste Details geachtet und es ist vortrefflich gewählt. Die Farbgebung wirkt zurückgenommen und doch ist genau dies in diesem ... …mehr

Beim Cover, sowohl des Umschlagblattes wie auch des Buches selbst, wurde auf kleinste Details geachtet und es ist vortrefflich gewählt. Die Farbgebung wirkt zurückgenommen und doch ist genau dies in diesem Falle super stimmig und macht neugierig, was denn der Inhalt alles so zu bieten hat. Selbst die Haptik mit den erhobenen Schriftzeichen und der Abbildung sind klasse gemacht. Ich musste immer und immer wieder darüberstreichen. Die Klappeninnenseiten zeigen in einer wunderschönen Karte die Orte auf, in denen die Handlung sich abspielt und wurde auch von mir immer wieder begutachtet, da für mich dann das Leseerlebnis umso eindringlicher war.

Der Autor hat als Gedächtnisstütze, wie er sich auch in netten Worten zu Beginn und auch am Schluss des Buches an den Leser wendet, ein Personenverzeichnis vor- bzw. hintangestellt. Obwohl ich das Buch nicht, so wie Ken Follett hierin erläutert hat, über längere Zeit weggelegt habe, war ich doch sehr dankbar für dieses und auch das Verzeichnis zum Ende des Buches, da sehr viele Mitwirkende mit für mich oftmals schwer zu unterscheidenden Namen vorkommen und so konnte ich immer wieder nachgucken, um wen es sich denn dabei handelt oder aber auch, wie eben am Ende des Buches, das Verzeichnis der Personen, die es wirklich gab. Das hat ebenfalls das Erlebnis an sich nochmals verstärkt.



Nach "Die Säulen der Erde" und "Die Tore der Welt" ist "Das Fundament der Ewigkeit" der 3. Kingsbridge-Roman. Obwohl ich die beiden Vorgänger ebenfalls gelesen habe, ist es durchaus kein Problem, diesen Folgeband ohne weitere Vorkenntnisse zu lesen, denn der Schreibstil ist super eingängig und gut nachvollziehbar. Ich denke aber auch, dass man, wenn man dies verinnerlicht hat, sich die beiden Vorgänger sicherlich nicht entgehen lassen will. Wie schon erwähnt, habe ich die beiden vorherigen gelesen und das ist schon einige Jahre her, aber, die Einflechtung auf vorangegangene Vorkommnisse haben mir diese wieder lebhaft vor Augen geführt. Daran kann man sehen, dass diese, wie auch der jetzige Roman, bleibenden Eindruck hinterlassen.

Obwohl dieses Buch aufgrund der Thematik und der intensiven Details keine leichte Kost ist, lässt es sich wunderbar lesen und begreifen. Ausserdem sind so viele spannende Momente eingebaut, dass der Spannungsbogen durchweg oben gehalten wurde. Hier möchte ich in Kürze die Stimmungen, wie ich dieses Buch empfinde, widergeben: charaktervoll, spannend, beeindruckend, interessant, lehrreich, wissenswert, geistreich, unverblümt, schonungslos und dennoch niveauvoll, authentisch...

Diese Emotionen fußen auf Lug und Trug, Verrat, Intrigen Neid, Habgier, Machtkämpfe, Standesdünkel aber auch auf Liebe, Vertrauen und Zusammenhalt.

Die jeweiligen Geschehnisse werden immer wieder abwechselnd aus Sicht der jeweils Betroffenen geschildert. Dies führt einerseits dazu, dass die Spannung stetig aufgebaut oder hochgehalten wird und andererseits zeigt dies dem Leser ein vollständiges und aufschlussreiches Bild der Vorgänge. Dies bezieht sich auch auf die dargestellten örtlichen Begebenheiten, die jeweils ein lebhaftes Bild vor Augen führen, so dass man sich als Leser vor Ort in damaliger Zeit wähnt.

Obwohl der geschichtliche Hintergrund, der sich äusserst detail- und umfangreich durch´s komplette Buch zieht, schon das ein odere andere Mal die Zusammenhänge aus den Augen verlieren lässt, schafft es der Autor immer und immer wieder, durch gut eingeflochtene Erklärungen und Hinweise, dem Leser die Zusammenhänge und Vorgänge begreiflich und verständlich zu machen.

Stück für Stück werden die immensen Sachverhalte intensiv und authentisch dargestellt und zeigen auf, wie alles ineinander versponnen ist und dies gekonnt durch die Verflechtung von Realität und Fiktion.

Die enthaltenen Informationen über beispielsweise die Religionen und die Machtkämpfe dazu, wie auch über die Seefahrt und den Beschaffenheiten der unterschiedlichen Schiffe, Galeonen, Kauffahrer etc. sowie die Gefahren, die die Schifffahrer erwarten konnten und die Vorgehensweisen der unterschiedlichsten Manöver lassen auf äusserst intensive und genaue Recherchearbeit schließen, denn die Details werden so ausführlich dargestellt, dass man erstens vielerlei super interessante und spannende Lektionen erfährt und zweitens man das Gefühl hat, als befände man sich direkt an Ort und Stelle.

Die Herangehensweisen der Spionagenetzwerke und deren Drahtziehern auf den jeweiligen Seiten, werden eindringlich durchleuchtet und die Szenerieen, die sich dem Leser bieten, zeigen die Intelligenz aber eben auch die Grausamkeiten in lebhaften und schonungslosen Bildern äusserst nachvollziehbar auf.



Die ohnehin umfangreichen Ausführungen, die sich über 1162 Seiten erstrecken, werden noch durch "Zusammenfassungen", beispielsweise in Form von Erzählung eines Protagonisten, ergänzt, die eine Fülle an zusätzlichen fiktiven aber auch realen Informationen liefern.



Mein Fazit: Das Buch vereint Kriegsgeschehen, reale Geschichtslektion in Hülle und Fülle und viele emotionale Etappen. Dadurch entsteht keinerlei Langeweile.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Video

"Das Fundament der Ewigkeit" von Ken Follett - ab 12.09.2017 im Handel

Abspielen

Autor

Ken Follett

Ken Follett - Autor
© Olivier Favre

Ken Follett, Autor von über zwanzig Bestsellern, wird oft als „geborener“ Erzähler gefeiert. Betrachtet man jedoch seine Lebensgeschichte, so erscheint es zutreffender zu sagen, er wurde dazu „geformt“. Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 im walisischen Cardiff als erstes von drei Kindern des Ehepaares Martin und Veenie Follett geboren. Nicht genug, dass Spielsachen im Großbritannien der Nachkriegsjahre echte Mangelware waren – die zutiefst religiösen Folletts erlaubten ihren …

Mehr erfahren
Alle Verlage