Die Bücherjäger
 - Dirk Husemann - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Historische Romane
447 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-5657-1
Ersterscheinung: 29.06.2018

Die Bücherjäger

Historischer Roman

(52)

Ein Buch, das an eine Kette gelegt ist. Der Florentiner Poggio Bracciolini erkennt sofort, dass er einen Schatz vor sich hat. Er ist Meister im Aufstöbern antiker Texte – ein Bücherjäger, der sich in Klosterbibliotheken einschleicht. Doch diesmal kommt ihm jemand zuvor: Kaum hat Poggio die ersten Zeilen gelesen, ist das rätselhafte Buch verschwunden. Entschlossen nimmt er die Verfolgung der Diebe auf. Denn wenn dieser uralte Text in die falschen Hände gerät, wird er die gesamte abendländische Welt ins Wanken bringen.

Rezensionen aus der Lesejury (52)

ausWien ausWien

Veröffentlicht am 12.03.2019

Historisches Fangenspiel

Die Hauptfiguren sind ein Papst (eigentlich ein Pirat, der mit viel Witz und Hinterlist zum Papst wurde) und ein - nenne wir es - Schreiber (eigentlich ein Apothekersohn, der, nachdem er von seiner Familie ... …mehr

Die Hauptfiguren sind ein Papst (eigentlich ein Pirat, der mit viel Witz und Hinterlist zum Papst wurde) und ein - nenne wir es - Schreiber (eigentlich ein Apothekersohn, der, nachdem er von seiner Familie zum Geld verdienen zu einem Landwirt geschickt wurde, Bücher und Schriften liebt und diese Liebe - gepaart mit Neugierde - zu seinem Beruf machte). Sie haben sich im Kerker kennengelernt und sind seid damals nahezu unzertrennlich. Die besten Freunde. Im Laufe der Geschichte kommt noch eine Witwe dazu. Die Dialoge und Handlungen sind sehr schön an die damalige Zeit (die Zeit der drei Päpste) angelehnt. Mich stört ein wenig die egoistische Haltung jeder einzelnen Person. Jeder Schritt, jede Aktion ist vorherzusehen. Außerdem ist mir persönlich das Ende zu abrupt gekommen. Gerade eben noch haben sie ein Buch gerettet und schon ist das Buch aus. Es wäre bestimmt noch ein Kapitel möglich gewesen, in dem ein paar Punkte noch aufgeklärt werden. Schönes Buch, schöne Sprache, sehr kurzweilig, aber die Spannung fehlt und auch ein wenig der rote Faden.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Squirrel Squirrel

Veröffentlicht am 29.12.2018

Die abendländische Welt und ihre Geschichte ist in Gefahr

Poggio Bracciolini hat eine große Leidenschaft für Bücher. Er stöbert alte Folianten auf, um darin geheime Botschaften zu finden. Oft sind die Texte überschrieben worden, bzw. ausradiert, um Platz für ... …mehr

Poggio Bracciolini hat eine große Leidenschaft für Bücher. Er stöbert alte Folianten auf, um darin geheime Botschaften zu finden. Oft sind die Texte überschrieben worden, bzw. ausradiert, um Platz für neue Schriften zu haben. Papier, bzw. Tierhaut war damals schwer zu bekommen und auch kostspielig, daher wurden Bücher wieder verwendet, ohne Rücksicht, dass wichtige Schriften dabei verloren gingen.

Im Jahr 1417 reist er in Begleitung von Oskar von Wolkenstein zu einem Bergkloster, wo er ein Buch in Ketten vorfindet. Es eröffnet sich ihm eine unglaubliche Geschichte, die die komplette bisherige Laufbahn einiger Päpste, Könige und Kaiser zunichtemachen könnte. Die Zeit wurde manipuliert, damit ein König zum Kaiser werden konnte.

Am nächsten Tag brennt das Kloster und der Foliant ist verschwunden und mit ihm Agnes, eine Dienerin aus dem Kloster.

Die Geschichte der Bücherjäger jagt den Leser quer durchs Land und man wird auf eine abenteuerliche Reise mitgenommen. Unterbrochen wird das Buch durch Kapitel mit der Bezeichnung Stundenglas, was ich sehr hilfreich finde, so weiß man sofort, es handelt sich um die Vergangenheit von Poggio. Es ist ein farbenfrohes Abenteuer, welches mir großen Spaß gemacht hat.

Im Nachwort sind geschichtliche Hintergründe zu finden und Hinweise zur Wahrheit der Geschichte.

Eine namentliche Erwähnung der Hauptpersonen ist ebenfalls am Ende aufgeführt, auch welche Personen wirklich gelebt haben.

Ich bin kein großer Fan von historischen Geschichten, es ist auch mein erstes Buch von Dirk Husemann. Es hat mir sehr gefallen, meine Phantasie war gut ausgelastet und es war viel Spannung dabei.

Sehr schön finde ich die Gestaltung des Covers, das leicht erhabene Medaillon wirkt anziehend.

Dies war auch mit ein Grund, warum ich dem Buch eine 2. Chance gegeben habe. Aufgrund einer Leseprobe hatte es mich nicht angesprochen, doch bei einem weiteren Blick darauf, war ich doch sehr neugierig und habe es nicht bereut.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

denise7xy denise7xy

Veröffentlicht am 05.11.2018

Das Interessanteste rückte in den Hintergrund

*Erster Satz*

Der Papst rannte.

*Meinung*

Immer auf der Suche nach neuen Schätzen, begibt sich der Italiener Poggio in die entlegensten Gegenden nördlich und südlich der Alpen. 1417 wird er in einem ... …mehr

*Erster Satz*

Der Papst rannte.

*Meinung*

Immer auf der Suche nach neuen Schätzen, begibt sich der Italiener Poggio in die entlegensten Gegenden nördlich und südlich der Alpen. 1417 wird er in einem kleinem Bergkloster fündig, doch das gefundene Buch bergt einen gefährlichen Text, der die Weltanschauung verändern könnte und Poggio ist nicht der einzige, der davon weiß.

Durch einen personalen Erzähler geleitet, geht es ins Konstanz des 15. Jahrhunderts, an die Seite Poggios. Der Schreibstil war gut leserlich und sorgte für zügiges Vorankommen in der Geschichte. Diese ist in vier wesentliche Abschnitte unterteilt, in denen es jeweils einen kurzen Ausflug in Poggios Vergangenheit gibt. Diese waren einerseits gut, um zu verstehen, wie er an seinen gegenwärtigen Posten kam, aber andererseits auch etwas ausschweifend.
1417 gibt es drei Päpste in Europa und alle erheben Anspruch auf den Papststuhl im Vatikan. Um eine Einigung zu finden, treffen sie sich in Konstanz, doch wird dieses Zusammentreffen zu einer Falle und Papst Johannes der XXIII. muss fliehen. Währenddessen ist sein Schreiber Poggio zu einem kleinen, abgelegenen Bergkloster aufgebrochen. Dort ist er auf der Suche nach antiken Büchern und Texten. Ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen worde er fündig, sowohl in Sachen Texten, als auch in Sachen verschollen geglaubten Liebsten. Doch die Texte stellen sich als gefährliche Waffe in der Herrschaft Europas heraus.
Im Verlauf der Geschichte rückten die Texte und Bücher schnell mal in den Hintergrund und erhielten weniger Aufmerksamkeit als gedacht. Auch ist die Bedeutung der Bücher, im Kampf um die Macht, ganz und gar nicht vorhanden.

*Charaktere*

Poggio wächst als Sohn eines Apothekers auf, muss aber mit dreizehn Jahren auf dem Feld für sein Lebensunterhalt sorgen. Mit fortgeschrittenem Alter wird er zum Schürzenjäger und verguckt sich in die Fürstentochter. Diese wird zu seinem Verhängnis und er landet im Gefägnis, dort trifft er auf den späteren Papst Johannes XXIII.. Obwohl sicher ist, das Agnes die er im Bergkloster trifft, nicht die Fürstentochter ist, ihr aber zum verwechseln ähnlich sieht, himmelte er sie immer wieder ganz apathisch an. Dieses Verhalten war für mich nicht wirklich nachvollziehbar.

*Fazit*

Die Idee und der Inhalt der Bücher waren sehr interessant, doch leider wurden diese im Verlauf der Geschichte zunehmend unwichtiger. Der Rest konnte mich zwar gut unterhalten, aber mehr nicht. 3 Sterne

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AnnieHall AnnieHall

Veröffentlicht am 25.09.2018

Spannender und unterhaltsamer historischer Roman

Die Bücherjäger ist ein historischer Roman von Dirk Husemann und 2018 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Poggio Bracciolini ist ein Bücherjäger, der sich in Klosterbibliotheken einschleicht, um antike ... …mehr

Die Bücherjäger ist ein historischer Roman von Dirk Husemann und 2018 im Bastei Lübbe Verlag erschienen.

Poggio Bracciolini ist ein Bücherjäger, der sich in Klosterbibliotheken einschleicht, um antike Texte aufzuspüren. In einem Bergkloster am Bodensee entdeckt er ein altes Buch, das an eine Kette gelegt ist. Doch kaum hat Poggio die ersten Zeilen entziffert, ist der Foliant plötzlich verschwunden. Entschlossen nimmt Poggio die Verfolgung der Diebe auf, den der Inhalt des Buches ist zu brisant, um in falsche Hände zu geraten...

Dirk Husemann hat einen spannenden und unterhaltsamen Roman über ein geheimnisvolles Buch geschrieben, geschickt verknüpft er historische Fakten mit Fiktion und erweckt das Spätmittelalter wieder zum Leben. Die Figuren sind glaubwürdig, die Dialoge authentisch und die historischen Begebenheiten sehr gut recherchiert.

Ein überzeugender historischer Roman mit einer spannenden Geschichte und überraschenden Wendungen, fesselnd, kurzweilig und lesenswert.



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siko71 siko71

Veröffentlicht am 22.09.2018

Wie Bücher die Welt verändern können

Anfang des 15. Jahrhundert findet Poggio ein Buch, welches in Ketten gelegt ist. Er ist ein Meister seines Faches im Entziffern von seltenen Schriften und unter dem Pergament verborgenen Texten. Mit seinem ... …mehr

Anfang des 15. Jahrhundert findet Poggio ein Buch, welches in Ketten gelegt ist. Er ist ein Meister seines Faches im Entziffern von seltenen Schriften und unter dem Pergament verborgenen Texten. Mit seinem Meister Baldassare Cossa will er das Buch in Sicherheit bringen, damit der Text nicht in die Welt gerät, der diese komplett verändern würde.
Aber da sind noch andere Bücherjäger hinter dem Buch her, die es gilt abzuhängen.
Wie Pioggio es schafft, die gewaltigen Texte zu retten und in Sicherheit zu bringen erzählt Dirk Husemann in diesem gut recherchierten und zum Teil fictiven historischen Roman. Die Geschichte hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

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Autor

Dirk Husemann

Dirk Husemann - Autor
© Günter Blaszczyk

Dirk Husemann, Jahrgang 1965, gräbt als Wissenschaftsjournalist und Archäologe Geschichten aus. Er studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie in Münster und schreibt Reportagen und Sachbücher, zum Beispiel über die älteste Stadt der Welt in Syrien, die letzten Geheimnisse von Stonehenge oder Fleischdoping bei den antiken Olympischen Spielen. Sein Debütroman "Ein Elefant für Karl den Großen" wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 

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