Die Melodie der Schatten
 - Maria W. Peter - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Historische Romane
672 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-6138-4
Ersterscheinung: 26.10.2018

Die Melodie der Schatten

Schottland-Roman

(58)

"Ein verfluchter Flecken Erde, diese Highlands. Ein Land, das von Tränen und Blut getränkt ist." 

Schottland, 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Halbtot vor Angst und Erschöpfung schlägt sie sich bis zu einem abgelegenen Herrenhaus durch. Doch der Besitzer ist Fiona ebenso unheimlich wie das alte Gemäuer. Nachts quälen sie dunkle Traumbilder und seltsame Geräusche: Schritte, Stimmen, eine wiederkehrende Melodie. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Haus, seit die gälischen Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Oder ist Fiona dabei, den Verstand zu verlieren? 

Eine junge Frau auf der Flucht, ein Landstrich voller Mythen und Legenden und ein geheimnisumwobenes Herrenhaus. Ein Historischer Roman in der Tradition der Schauerliteratur – unheimlich packend und atmosphärisch.

Rezensionen aus der Lesejury (58)

Petra_Sch Petra_Sch

Veröffentlicht am 05.12.2018

Dunkle Geheimnisse und Schatten der Vergangenheit in den schottischen Highlands

*Kurz zum Inhalt:*
Schottland 1837. Die 19jährige Fiona Hemington reist zu ihrer Tante in die schottischen Highlands, als ihre Kutsche überfallen wird. Fiona überlebt als einzige und kann fliehen. Mitten ... …mehr

*Kurz zum Inhalt:*
Schottland 1837. Die 19jährige Fiona Hemington reist zu ihrer Tante in die schottischen Highlands, als ihre Kutsche überfallen wird. Fiona überlebt als einzige und kann fliehen. Mitten in der Nacht strandet sie auf einem düsteren Landsitz, auf dem es nur wenige Bedienstete gibt. Nicht nur das alte Gemäuer, sondern auch dessen Besitzer, Baronet Laird Aidan Thirstane, flößen Fiona Angst ein.
Fiona sieht dunkle Schatten und hört seltsame Klänge - ist Thirstane Manor tatsächlich verflucht, weil die Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Oder verliert Fiona ihren Verstand? Und wieso kommt ihr Vater nicht, um sie abzuholen?


*Meine Meinung:*
Der Schreibstil ist flüssig und schnell zu lesen und sehr atmosphärisch. Die Charaktere und die Orte der Handlung sind detailliert und lebendig beschrieben. Maria W. Peter schafft es hervorragend, historische Geschichtsdetails mit einer fiktiven Handlung zu verweben.
Die Wäscherin Elspeth ist mir sofort ans Herz gewachsen, sie ist so naiv, unbekümmert und liebevoll.
Aber auch Fiona, die ich am Anfang noch nicht so recht einschätzen konnte, durchlebt eine große Wandlung und wird zu einer starken selbständigen Frau.

Die Auslassungen und Anspielungen in der Geschichte lassen einen im Dunklen tappen und das Ganze dramatisch, mystisch und schaurig wirken. Mit jedem Hinweis, den die Autorin einstreut, glaubt man, der Lösung einen Schritt näher zu kommen - doch dem ist nicht so. Auch wenn Fiona manchmal glaubt, dem Wahnsinn zu verfallen, muss man als Leser einfach an eine rationale Lösung glauben - denn wenn es ein Gruselroman gewesen wäre, wäre ich enttäuscht gewesen.
Doch die Auflösung ist furchtbar und grauenvoll, und man kann sich die Zustände der damaligen Zeiten gar nicht wirklich vorstellen.

Sehr gut und hilfreich sind das ausführliche Nachwort, das Glossar, die Erklärungen über die schottische Sprache, das Verzeichnis der handelnden Personen und die Erklärungen über die Historischen Persönlichkeiten am Ende des Buches.

Das Cover gefällt mir auch äußerst gut - zeigt es doch die junge Fiona in der Wildnis der Highlands, und im Hintergrund sieht man Thirstane Manor. Die gedeckten Farben lassen alles schaurig und düster wirken.


*Fazit:*
Tolle Geschichte mit einer Protagonistin, die an Stärke wächst, und einem Protagonisten mit einem traurigen Schicksal, verwoben zu einem historischen Roman nach Art eines Schauermärchens. Eindeutige Leseempfehlung!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Suzi Suzi

Veröffentlicht am 05.12.2018

Dunkle Vergangenheit, Liebe und Geheimnisse in den schottischen Highlands!

Maria W.Peter gelingt es hervorragend reale Personen und geschichtliche Ereignisse mit fiktiven Charakteren zu einer stimmigen Story zu verschmelzen. Ihr fundiertes Wissen zum Thema, als auch die plastische ... …mehr

Maria W.Peter gelingt es hervorragend reale Personen und geschichtliche Ereignisse mit fiktiven Charakteren zu einer stimmigen Story zu verschmelzen. Ihr fundiertes Wissen zum Thema, als auch die plastische Beschreibung sowohl der Figuren, als auch Handlung und Umgebung, haben mich auch bei diesem Buch wieder sehr beeindruckt.
Das Buch beginnt mit einem gelungener Einstieg der gleichzeitig Fragen aufwirft und Spannung aufbaut.
Nach einem Überfall, bei dem sie die einzige Überlebende ist, schleppt sich Fiona zu einem alten Herrenhaus. Schon der ersten Anblick löst bei ihr Unbehagen und die Bewohner strahlen widersprüchliche Botschaften aus. Da Fiona sehr sensibel und emphatisch ist spürt sie in den unterschwelligen Emotionen, das der Herr des Hauses mit ihr ein Problem zu haben scheint.
Vom ängstlichen und unsicheren Mädchen, der offensichtlich immer eingeredet wurde, sie sei nicht ganz normal, wächst Fiona über sich hinaus. Sie bietet Aidan die Stirn und tritt auch gegenüber seiner selbstsüchtigen Verlobten für Gerechtigkeit ein. Trotzdem ist es für mich in erster Linie Neugierde, statt Mut, dass sie fast instinktiv ihren Beobachtungen nachgeht und sich damit durch ihr eher unüberlegtes Handeln in Gefahr begeben könnte.
Mit jedem kleinen Hinweis, mit dem man denkt, etwas näher an die Auflösung des ganzen Mysteriums zu gelangen, werden neue Rätsel angedeutet; die jeweilige Situation bzw. Entwicklung ändert sich immer wieder aufs Neue schlagartig. Das macht dieses Buch unglaublich fesselnd und spannend!
Sehr bereichernd finde ich auch, das immer wieder, fast beiläufig, Schilderungen vom harten Leben in den Highlands anklingen.

Für mich ist dies (wieder) ein absolut gelungenes Buch von Maria W.Peter! Ich konnte es gar nicht aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht! Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Sassenach123 Sassenach123

Veröffentlicht am 04.12.2018

Ein toller Roman mit Suchtfaktor

Ein toller Roman mit Suchtfaktor

Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

" Ein verfluchter Flecken Erde, diese Highlands. Ein Land, das von Tränen und Blut getränkt ist?"
Dies ist der erste Satz, ... …mehr

Ein toller Roman mit Suchtfaktor

Die Melodie der Schatten von Maria W. Peter

" Ein verfluchter Flecken Erde, diese Highlands. Ein Land, das von Tränen und Blut getränkt ist?"
Dies ist der erste Satz, der den Leser auf das Buch neugierig machen soll. Bei mir hat es funktioniert, aber dieser Roman ist noch so viel mehr.

Wir befinden uns in Schottland im Jahr 1837.
Fiona Hemington ist mit ihrer Tante und dem Familienanwalt in einer Kutsche unterwegs nach Inverness. Sie soll dort bei ihrer Tante leben, da ihre Mutter früh verstorben ist. Ihr Vater, der Earl, hat keine Zeit für seine fast erwachsene Tochter, die obendrein zu Anfällen neigt, für die sich ihr Vater schämt. Er ist Richter und genießt dadurch eine gehobene Stellung, nichts soll seinem Ansehen schaden.
Als die Kutsche überfallen wird, kann Fiona durch einen glücklichen Zufall entkommen, sie ist die einzige Überlebende. Sie rettet sich auf das nahe gelegene Anwesen. Doch auf Thirstane Manor wird sie nicht mit offenen Armen empfangen, der Hausherr Laird Aidan ist sehr schroff zu ihr.
Nach kurzer Zeit merkt man als Leser, dass einiges mysteriös ist. Fiona entdeckt Ungereihmtheiten und wird von wirren Träumen gequält. Und was hat es mit der geheimnisvollen schwarzen Gestalt auf sich?

Maria W. Peter hat mit diesem Roman vieles perfekt und harmonisch vereint. Sie bringt dem Leser viele interessante Fakten über die schottische Geschichte zur damaligen Zeit näher. Die Handlung selbst ist spannend, mehr als einmal glaubte ich mich der Lösung näher gekommen zu sein, um am Ende vor neuen Rätseln zu stehen. Dies verschafft dem Roman einen enormen Sogeffekt, da man unbedingt wissen möchte, wie alles zusammenhängt.
Am Ende laufen aber alle Fäden nachvollziehbar ineinander.
Eine weitere Komponente sind die mythenhaften Vorkommnisse,auf die man erst auch keine plausible Antwort findet. Die Träume und Anfälle Fionas bringen zusätzliche Ungereihmtheiten mit sich.
Fiona und Aidan kommen sich im Verlauf des Buches ein wenig näher, aber es gibt natürlich etwas, was zwischen den beiden steht( es wäre kein Roman von Maria W. Peter, wenn es einfach wäre).
Die rar gesäten Dienstboten wirken zu Beginn auf Fiona seltsam, die Dorfbewohner versorgen sie obendrein mit Schauergeschichten eines Fluches.
Mehr möchte ich nicht verraten, denn um den Zauber dieses Romans zu erleben, muss man sich selbst ein Bild machen, und dass sollten Sie unbedingt tun. Ich kann " Die Melodie der Schatten" jedem uneingeschränkt empfehlen!

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HannasBuecherwelt HannasBuecherwelt

Veröffentlicht am 02.12.2018

Lesenswert

"Die Melodie der Schatten" entführt den Leser in die magischen Highlands mit viel Spannung und überraschenden Wendungen. Neben einem wirklich angenehmen Schreibstil überzeugt die Autorin mit interessanten ... …mehr

"Die Melodie der Schatten" entführt den Leser in die magischen Highlands mit viel Spannung und überraschenden Wendungen. Neben einem wirklich angenehmen Schreibstil überzeugt die Autorin mit interessanten und charakterstarken Protagonisten. Fiona, die Hauptperson der Geschichte hat mich persönlich besonders berührt. Sie hat eine spannende Hintergrundgeschichte und sie macht im Laufe des Buches eine tolle Entwicklung mit. Trotzdem muss ich sagen, dass das Buch an einigen Stellen Längen hat, wo ich mir doch noch ein klein wenig mehr Handlung gewünscht hätte.

Insgesamt fand ich das Buch toll. Es liest sich sehr gut und es ist fast immer spannend. Ich denke nicht, dass dies das letzte Buch war, was ich von Maria W. Peter gelesen habe.

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Svanvithe Svanvithe

Veröffentlicht am 02.12.2018

Die Melodie der Schatten

Schottland, 1837

Fiona Hemington ist eine scheue und unsichere junge Frau, die nicht auffallen und im Hintergrund bleiben will. Doch gibt es einen Grund für ihre Furchtsamkeit: Sie leidet unter plötzlichen ... …mehr

Schottland, 1837

Fiona Hemington ist eine scheue und unsichere junge Frau, die nicht auffallen und im Hintergrund bleiben will. Doch gibt es einen Grund für ihre Furchtsamkeit: Sie leidet unter plötzlichen Attacken, die sie zuckend und ohnmächtig zu Boden stürzen lassen. Noch viel verstörender sind die häufigen Albträume und zudem die Melodien, die sie schon ihr ganzes Leben verfolgen und im Grunde ihre Gefühle und Gedanken widerspiegeln. Sprechen kann sie darüber mit niemanden, vor allem nicht mit ihrem Vater, Earl Hemington, Richter seiner Majestät des Königs, ohne befürchten zu müssen, in einer Anstalt zu landen.

Auf dem Weg zu ihrer Tante in den schottischen Highlands ist sie nach dem Überfall auf die Kutsche, bei dem sie als einzige mit dem Leben davonkommt, gezwungen, Zuflucht auf Thirstane Manor zu erbitten. Ein Herrensitz, der mit düsterem Laird und wenigem Personal mehr als uneinladend erscheint. Schon bald verstärken sich Fionas Traumbilder. Dunkel sind sie und werden von seltsamen Geräuschen und Stimmen begleitet. Und auch die Töne nehmen zu, besonders eine Melodie kehrt immer wieder...


Maria W. Peter führt mit „Die Melodie der Schatten“ in das Jahr 1837 nach Schottland und spricht in ihrer Geschichte einen Teil der wechselhaften Historie dieses Landstrichs und seiner Bewohner an. Daneben bindet sie Mythen, Legenden und Gebräuche ein und ergänzt sie mit authentisch wirkenden Beschreibungen einer Kulisse, die außerdem eine dichte und rätselvolle und undurchsichtige Atmosphäre entfaltet. Über dem ganzen Geschehen liegen viele Geheimnisse, so dass die Lektüre zu einem wahren Ereignis wird, während der Lesers beim Rätseln und Überlegen ständig auf der Suche nach einem der wenigen Hinweise ist.

Bei der Findung und Entwicklung ihrer beiden Hauptfiguren hat die Autorin hervorragende Arbeit geleistet. In Fiona und Aidan entdeckt der Leser keine zwei strahlenden Helden, sondern Persönlichkeiten, die bereits einiges in ihrem Leben durchgemacht haben und davon geprägt wurden.

Maria W. Peter gelingt es, die sich aufblühenden Gefühle von Fiona und Aidan ohne Pathos zu vermitteln. Zu Beginn empfindet Fiona Aidan als unheimlich und sieht sich von seinen ständig wechselnden Stimmungsschwankungen herausgefordert. Während sie eine neue Seite an ihm bemerkt, bleibt eine andere verborgen. Aber trotzdem wird es offenkundig, dass sie ihn mehr als nur mag, und so unglaublich es auch klingt, zum ersten Mal in ihrem Leben verspürt Fiona so etwas wie Freiheit in ihrer Entscheidung.

Aidan ist ein äußerst komplexer Charakter, dessen Verhalten ihn am Anfang nicht unbedingt zum Sympathieträger macht. Erst nach und nach werden bei ihm Schicht für Schicht seines Wesens freigelegt. Er ist ein Mann, der jahrelang gegen die Dunkelheit ankämpfen musste, die ihn zu überwältigen drohte, und es auf eine gewisse Art und Weise geschafft hat, sich seinen Dämonen zu stellen. Mit der Anwesenheit von Fiona beginnt eine Verwandlung, es treten lange verloren geglaubte Empfindungen zutage. Und doch vermag er diesen nicht nachzugeben, zu sehr schmerzen die Vergangenheit und drückt die Last einer vermeintlichen Schuld.

Daneben kann sich Fiona durchaus behaupten. Zunächst lassen sich ihre versteckten Stärken lediglich erahnen, da sie augenscheinlich beeinflusst von der ihr bislang entgegen gebrachten Ablehnung und Ausgrenzung ist. Ihre Art und Weise auf Menschen zuzugehen, ihre positive Einstellung, Hochsensibilität und Feinsinnigkeit, die nur wenigen Menschen inne wohnt, sprechen von Anfang an für sie. Erst recht, als sie ihren eigenen Bedürfnissen mehr Wert beimisst und ihr Leben mit Sinn ausstatten und frei von Zwängen sehen will.

„Die Melodie der Schatten“ ist ein akribisch recherchierter historischer Roman, der nicht allein wegen seiner umfangreichen Zusatzinformationen wissenserweiternd und überzeugend ist, sondern daneben eine ergreifende Handlung sowie außergewöhnliche und vielschichtige Protagonisten präsentiert, denen mit Begeisterung Lesezeit gewidmet werden kann.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Maria W. Peter

Maria W. Peter - Autor
© Olivier Favre

Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. …

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