Die rote Löwin
 - Thomas Ziebula - eBook

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8,49

Bastei Entertainment
Historische Romane
384 Seiten
ISBN: 978-3-7325-3070-0
Ersterscheinung: 13.01.2017

Die rote Löwin

Historischer Roman

(22)

Anno 1207. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Runja und ihr Bruder auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machthungrigen Domdekans Laurenz. Der sieht in Runja die einmalige Gelegenheit, seinen Rivalen Pirmin auszuschalten. Denn Runja hat verblüffende Ähnlichkeit mit dessen toter Frau. Während er ihren Bruder als Geisel hält, zwingt Laurenz Runja in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Mörderin ausgebildet wird. Doch das Schicksal will es, dass sie sich in Pirmin verliebt. Nun muss sie sich zwischen dem Leben ihres Bruders und dem ihres Geliebten entscheiden.

Rezensionen aus der Lesejury (22)

Zeilenliebe Zeilenliebe

Veröffentlicht am 20.07.2017

Unnötig brutal

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich so eine Art Fan des Autors Tom Jacuba bin. Von ihm habe ich euch bereits die drei Teile der Kalypto-Trilogie vorgestellt (Band 1, Band 2, Band 3). ... …mehr

Wer meinen Blog aufmerksam verfolgt, der weiß, dass ich so eine Art Fan des Autors Tom Jacuba bin. Von ihm habe ich euch bereits die drei Teile der Kalypto-Trilogie vorgestellt (Band 1, Band 2, Band 3). Als ich erfahren habe, dass Tom Jacuba unter dem Synonym Thomas Ziebula einen historischen Roman veröffentlicht, war mir klar, dass ich ihn lesen muss.


Allgemeines:

Die rote Löwin ist im Januar 2017 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe erschienen. Autor Thomas Ziebula schreibt unter verschiedenen Synonymen und war mir zuletzt als Tom Jacuba von seiner High-Fantasyreihe Kalypto bekannt.

Das Cover ist eines, das sofort ins Auge springt. Durch die gewählten konträren Farben schaut man hin und möchte wissen, was sich hinter dem Titel und der dort abgebildeten Frau verbirgt.

Inhalt:

„Anno 1205. Nach dem Tod ihrer Eltern sind Runja und ihr Bruder auf sich allein gestellt. In Magdeburg geraten sie in die Fänge des machthungrigen Domdekans Laurenz. Dieser sieht in Runja die einmalige Gelegenheit, seinen Rivalen Pirmin auszuschalten. Denn Runja hat verblüffende Ähnlichkeit mit dessen toter Frau. Während er ihren Bruder als Geisel hält, zwingt Laurenz Runja in den Orden der Vollstrecker, wo sie zur Mörderin ausgebildet wird. Doch das Schicksal will es, dass sie sich in Pirmin verliebt. Nun muss sie sich zwischen dem Leben ihres Bruders und dem ihres Geliebten entscheiden.“ (Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:

Wenn ich Kalypto nicht so geliebt hätte, hätte ich Die rote Löwin abgebrochen. So ist es leider und das kann ich auch nicht beschönigen oder anders ausdrücken.

Das liegt überhaupt nicht am Schreibstil des Autoren, der wie immer authentisch war und überzeugend in die Welt der Protagonisten gepasst hat. Es liegt auch nicht an der Geschichte, die für mich (wie vom Autor gewohnt) spannend war, und mich auf aufwühlende Art und Weise mitgenommen hat, in eine längst vergessene Zeit. Auch die Protagonisten, die mir zwar nicht alle gefallen, die aber dennoch gut beschrieben und entworfen waren, haben mich nicht dazu gebracht, Die rote Löwin nicht so sehr zu mögen. Nein, es war die Gewalt.

Ein historischer Roman enthält stets eine andere Dosis der Gewalt, eine andere Dosis Sex und andere Beschreibungen, die uns eventuell manchmal nicht als zeitgemäß erscheinen. Das weiß ich, das gehört zum Genre, mit so etwas kann ich umgehen. In der actiongeladenen roten Löwin gab es jedoch ein solches Ausmaß an Brutalität und Gewalt, dass es mir schwerfiel, einige Stellen zu lesen und ich bei so mancher Szene eine halbe Seite überspringen musste, damit mir nicht schlecht wurde. Kämpfe und Hinrichtungen wurden in allen Details und in aller Brutalität beschrieben. Protagonistin Runja ging es beinahe ausschließlich um Rache, die sie in allen erdenklichen Ausführungen umgesetzt hat. Manchmal lässt sie das sehr kalt wirken und als Leser distanziert man sich dadurch irgendwie von ihr. Es gab auf der Ebene der Handlung eine Schaufel zu viel Rache, Mord und Totschlag, das kannte ich so bisher noch nicht von Thomas Ziebula.

Nun denkt ihr vielleicht, wie zart besaitet ist die Bloggerin denn? Nein, das bin ich nicht. Unangemessene Gewalt an beinahe jeder Stelle des Buches – das ist vielen Lesern schlicht und einfach zu viel. Ich habe einige andere Rezensionen gelesen, bevor ich begann, die meinige zu schreiben. Ich sehe das nicht als Einzige so und bin beruhigt, dass viele andere Blogger ebenfalls davon berichten, wie überaus brutal dieser temporeiche historische Roman ist. Eine vom Verlag gegebene Leseempfehlung ab 16 Jahren sehe ich sogar noch als kritisch an. Wie brutal muss ein Buch sein, damit es erst für Erwachsene empfohlen wird?

Fazit:

Schreibstil, Handlungsort und grundlegende inhaltliche Entwicklungen der Geschichte überzeugen mich erneut von Thomas Ziebula (alias Tom Jacuba). Leider kann ich jedoch keine Leseempfehlung für Die rote Löwin aussprechen, da das Buch auf mich unnötig brutal wirkt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

MarySophie MarySophie

Veröffentlicht am 19.07.2017

Die rote Löwin

Seedorf, 1205

Runja und ihr Bruder Waldemar verlieren auf eine sehr grausame und traurige Weise ihre gesamte Familie und ihr Heim. Sie fliehen nach Magdeburg, in der Hoffnung, dort ein neues Leben beginnen ... …mehr

Seedorf, 1205

Runja und ihr Bruder Waldemar verlieren auf eine sehr grausame und traurige Weise ihre gesamte Familie und ihr Heim. Sie fliehen nach Magdeburg, in der Hoffnung, dort ein neues Leben beginnen zu können. Dort treffen sie durch einen Zufall den Domdekan Laurenz, nach außen nett und verständnisvoll, doch insgeheim schmiedet er einen teuflischen Plan.
Runja sieht der verstorbenen Frau von Pirmin verblüffend ähnlich und dies will sich Laurenz zu Nutze machen und so seinen Konkurrenten aus dem Weg schaffen. Die junge Frau wird in den Orden der Vollstrecker aufgenommen und lernt dort „die Kunst“ des Tötens. Und schließlich muss Runja eine Entscheidung treffen: das Leben ihres Bruders, oder das ihres Geliebten Pirmins.

Cover:
Das Cover ist für mich ein Hingucker. Es ist sehr ausdrucksstark und mystisch. Normalerweise bewundere ich meistens bei diesen Büchern das Cover, doch der Inhalt ist nicht mein Geschmack. Jedoch finde ich es sehr gut, dass bei diesem Buch der Hinweis „Historischer Roman“ darauf steht. Dadurch wurde auch mein Interesse für den Inhalt geweckt.

Schreibweise:
Anfangs musste ich ab und an einen Satz wiederholt lesen, um auf jedes Detail richtig zu achten. Jedoch hat sich dies dann schnell gelegt und ich kam immer besser mit der Schreibweise zurecht. Mit der Zeit wurde ich immer mehr in einen Lesesog gezogen, sodass ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen konnte. Gerade die letzten Kapitel sind so schnell vorbeigezogen.
Die Geschichte wurde aus zwei Sichtweisen geschrieben, von Runja und Laurenz. Besonders spannend wurde es für mich, als diese Erzählstränge sich dann getroffen haben.

Protagonisten:
Viele Charaktere wurden sehr interessant dargestellt. Sie hatten zwar ziemlich wenig Platz um zu wachsen, jedoch gab es immer wieder Überraschungen, die man nicht erwartet hat. Einige Personen, besonders Runja und auch Laurenz hatte ich anfangs falsch eingeschätzt. Sie haben sich durch ihre Handlungen und Taten auch immer mehr ihre Sympathie bei mir verspielt.

Fazit:
Ich hatte anfangs doch etwas Angst das Buch zu beginnen, nachdem der Autor gewarnt hat, dass das Buch auch ein Thriller ist und nichts für schwache Nerven. Jedoch war meine Angst unbegründet. Natürlich waren einige Szenen nicht schön, jedoch passten sie einfach in das Buch und zu den Charakteren.
Manchmal hätte ich mir mehr Erläuterungen gewünscht, oder auch eine bessere Beschreibung der Charaktere. Dadurch hatte ich teilweise das Gefühl, dass mir zwischendurch etwas gefehlt hat. Jedoch fand ich die Handlung sehr spannend und gut dargestellt. Es war kein schlechtes Buch, jedoch hat ab und an für mich einfach noch etwas gefehlt. Trotz allem vergebe ich gute 4 Sterne.

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Aramara Aramara

Veröffentlicht am 09.04.2017

Temporeich, spannend und grausam

"Die Rote Löwin", definitiv ein Historischer Thriller.
Sie kämpft um Rache, wird benutzt, verstrickt sich immer weiter in die Machenschaften dieser Zeit. Runja ist eine starke Frau und wird vieles erleben ... …mehr

"Die Rote Löwin", definitiv ein Historischer Thriller.
Sie kämpft um Rache, wird benutzt, verstrickt sich immer weiter in die Machenschaften dieser Zeit. Runja ist eine starke Frau und wird vieles erleben müssen, wird vieles verlieren und selbst ein anderer Mensch werden.
Der Einstieg in die Historie fällt sehr leicht, die Sprache ist eingängig, gut zu verstehen. Die Veränderungen in Runja werden psychologisch sehr gut deutlich, besonders an den grausamen Stellen bekommt man selbst eine Gänsehaut, wozu sind Menschen nur fähig? Aber der Autor beschreibt hemmungslos die Gräueltaten vergangener Zeit - und das ist gut so!
Die Geschichte an sich ist super, recht temporeich und bleibt dadurch spannend. An der einen oder anderen Stelle fand ich sie allerdings etwas vorhersehbar.
Alles in allem ein gelungener Historischer Thriller, den man sehr gut lesen und verstehen kann. Allerdings nichts für schwache Nerven!

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nicki2905 nicki2905

Veröffentlicht am 31.03.2017

Sehr brutal, aber angenehm

Das Cover ist schön gestaltet und ist in perfekter Harmonie mit der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, nicht hochgestochen oder mit komplizierten Phrasen, wie es in der damaligen Zeit ... …mehr

Das Cover ist schön gestaltet und ist in perfekter Harmonie mit der Geschichte. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, nicht hochgestochen oder mit komplizierten Phrasen, wie es in der damaligen Zeit üblich war zu sprechen, aber dennoch sehr realistisch. Es steckt keine wirkliche Liebesgeschichte dahinter, sondern ein etwas brutaler Historischer Roman. Er spiegelt ein wirklich schönes Bild der damaligen Zeit wieder, einer Zeit die keineswegs friedlich war. Mir gefällt es, dass das Buch aus drei Perspektiven erzählt wird, so hat man immer einen anderen Blickwinkel auf die Geschehnisse. Ich finde es auch noch Erwägendswert, dass alle Historischen Details wirklich perfekt recherchiert wurden, was die Geschichte nochmals perfekt abrunden. Anfangs war ich skeptisch, da ich normalerweise nur Historische Romane aus dem 18-19 Jahrhundert lese, aber dieser Roman hat mich wirklich sehr beeindruckt. Sehr empfehlenswert!

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ChattysBuecherblog ChattysBuecherblog

Veröffentlicht am 15.03.2017

Mein Leseeindruck

Auch dieses Buch bewerte ich von außen nach innen.

Beginnen wir also mit der Vorderseite des Covers. Eine Frau mit roten Haaren, eingehüllt in einen Häschermantel. Ob das die Frau vom Titel war? Was hatte ... …mehr

Auch dieses Buch bewerte ich von außen nach innen.

Beginnen wir also mit der Vorderseite des Covers. Eine Frau mit roten Haaren, eingehüllt in einen Häschermantel. Ob das die Frau vom Titel war? Was hatte es aber mit der Löwin auf sich?

Schnell noch ein Blick auf die Rückseite. Der Rückentext macht sehr neugierig. Wie wird sich Runja wohl entscheiden? Oder gibt es eine Lösung, damit sie sich nicht entscheiden muss?

Den Preis von 10,00 € für ca. 380 Seite finde ich für dieses Genre passend.

Nun zum Inhalt. Schon beim Aufschlagen findet der Leser eine Karte aus dem Jahre 1205 mit dem Titel: Zwischen Elbe und Ostsee.

Es folgt das Personenverzeichnis mit der Kennzeichnung der "echten" historischen Personen.

Und schon erwartet den Leser eine Zeittafel. Beginnend 805 n.Chr. bis 1207 mit aalen historischen Ereignissen.

Nun kommen wir zur Unterteilung. Das Buch ist in wiederum drei Bücher unterteilt. Das erste Buch trägt den Titel: Der schwarze Abt. Ob die Namensgleichheit zum berühmten Edgar-Wallace-Krimi beabsichtigt ist?

Wir treffen auf die achtzehnjährige Runja, die eigentlich Rubina heißt und ihren Bruder Waldemar. Nach einem blutrünstigsten Kampf mit Wölfen, schwören sie sich ewige Treue und Fürsorge.

Ich muss gestehen, dass ich anfänglich etwas Probleme mit der Geschichte hatte. Die Protagonisten, die Handlungen, alles war für mich verwirrend. Aber so nach und nach ist dann der Knoten geplatzt und ich war definitiv in der Geschichte angekommen.

Der Autor bedient sich eines Schreibstils, der den Leser an die Story bindet. Auch die einzelnen Charaktere fügen sich in den Plot ein und bilden eine Einheit, die das Lesen sehr angenehm macht.

Fazit:

Anfangs irritiert, im weiteren Fortlauf der Story aber, wurde ich magisch in die Geschichte gezogen.

Es war ein toller historischer Roman, für den man sich Zeit nehmen sollte.

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