Teufelskrone
 - Rebecca Gablé - eBook

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19,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Historische Romane
926 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7775-0
Ersterscheinung: 30.08.2019

Teufelskrone

Ein Waringham-Roman
Historischer Roman

(45)

England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten – auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...

Rezensionen aus der Lesejury (45)

Feliz Feliz

Veröffentlicht am 19.09.2019

Endlich wieder ein Buch über die Waringhams

Ich liebe das Cover, weil es wunderbar zu den anderen Bänden der Saga passt ohne, dass sie sie zu sehr ähneln. Man erkennt auf hundert Meter, dass es sich um ein Buch von Rebecca Gablé handelt und es ... …mehr

Ich liebe das Cover, weil es wunderbar zu den anderen Bänden der Saga passt ohne, dass sie sie zu sehr ähneln. Man erkennt auf hundert Meter, dass es sich um ein Buch von Rebecca Gablé handelt und es macht sich einfach hervorragend im Regal.
Auch die Geschichte mag ich sehr gerne: Yvain of Waringham soll anders als sein älterer Bruder Guillaume, der Ritter König Richards ist, in den Dienst der Templer treten. Doch als er am Abend vor seiner Ernennung auf Prinz John trifft, sich mit diesem betrinkt und schließlich bei einem leichten Mädchen landet, anstatt in Andacht und Gebet zu versinken, wird er in Schande nach Hause geschickt. Doch dann bittet Prinz John darum, dass Yvain fortan als Knappe in seine Dienste tritt und dessen Vater nimmt das Angebot an. Nun stehen die Waringham-Brüder auf verschiedenen Seiten, denn seit der König nach einem Kreuzzug in Gefangenschaft geraten ist, rebelliert der Prinz zunehmend offen gegen dessen Herrschaft und selbst als Richard Löwenherz dann stirbt, scheint es, als könne sein jüngerer Bruder niemals aus dessen Schatten treten.
Ich liebe alle historischen Romane von Rebecca Gablé, schon allein weil sie es jedes Mal schafft, mich für die Zeit, über die sie erzählt, zu begeistern und interessieren. Ich kann noch immer die Verstrickungen der Rosenkriege und deren Könige aufzählen, ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings gefiel mir das letzte Waringham-Buch nicht ganz so gut, von daher dachte ich, dass die Reihe nun endgültig ein Ende gefunden hätte und habe mit einer gewissen Melancholie auf diese zurückgeblickt. Umso mehr habe ich mich auf dieses Buch gefreut, nicht nur weil es ein Waringham-Buch ist, aber nicht an das letzte anknüpft, sondern auch weil es über eine Zeit erzählt, über die man zwar ein theoretisches Wissen hat (und wenn nur durch Disney’s Robin Hood), man aber kein richtig tiefgreifendes Verständnis für diese Zeit entwickeln konnte. Auch dass hier mehr König John als Richard, der heute hauptsächlich als Löwenherz bekannt geworden ist, im Mittelpunkt steht, fand ich unglaublich spannend, weil ich über ihn recht wenig wusste und ich gespannt war, wie er zu seiner sehr negativen Sichtweise gekommen ist.
Ich wurde absolut nicht enttäuscht, was schon alleine daran lag, dass die Autorin es wieder einmal schafft, dass man so vollkommen in das Buch eintaucht, dass man sich selbst in dieser Zeit wähnt und man selbst nach dem Auftauchen ein paar Minuten braucht, um wieder in die Realität zurückzufinden. In dieser Intensität hat es lange kein Buch mehr geschafft, mich so zu fesseln. Das liegt nicht nur an dem wirklich sehr angenehmen Schreibstil, sondern auch daran, dass ich Yvain auf seine Art wirklich gerne mochte. Er ist ein typischer Waringham mit einer losen Zunge und einer unerschütterlichen Moralvorstellung, mit der er sich auch schon mal über den König hinwegsetzt. Gerade dass beide Könige nicht nur positiv, sondern auch mit allen ihren schlechten Eigenschaften gezeichnet werden, macht das Buch so lesenswert. Richard Löwenherz ist eben nicht nur der strahlende Kreuzfahrer, sondern auch jemand der England vielmehr als Geldquelle für diese Kreuzzüge und sein Lösegeld ansah, während John nicht nur der rebellische und unerfolgreiche Bruder war, sondern auch ein erfolgreicher Krieger und kluger Stratege, der aber als der König im Gedächtnis blieb, der seine königlichen Rechte durch die Magna Charta einschränken lassen musste. Gerade diese ambivalente Schilderung hebt das Buch von anderen ab und erscheint einem wie ein differenzierter Blick auf die Quellen, bei dem man aber auch die Menschen hinter den Erzählungen kennenlernt.
Alles in allem ist dieses Buch eines der besten, das ich seit langem gelesen habe, was sowohl an dem geschichtlichen Hintergrund als auch an der wunderbaren Figurenzeichnung liegt. Es hat definitiv einmal mehr bewiesen, warum Rebecca Gablé eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

BooksAreGreat BooksAreGreat

Veröffentlicht am 15.09.2019

Immer wieder gerne!

Meinung:

Endlich ein neues Buch von Rebecca Gable. Ihre historischen Bücher haben es mir besonders angetan. Ich habe mich sehr auf dieses Buch der Waringham-Reihe gefreut.

Geschichtlich spielt dieser ... …mehr

Meinung:

Endlich ein neues Buch von Rebecca Gable. Ihre historischen Bücher haben es mir besonders angetan. Ich habe mich sehr auf dieses Buch der Waringham-Reihe gefreut.

Geschichtlich spielt dieser Teil vor dem ersten Band der Waringham-Saga. Er ist somit eher als Prequel zu betrachten, wenn man das bei Büchern auch sagen kann.

Die Charaktere wirken interessant gezeichnet. So erhielt beispielsweise Richard Löwenherz einen ganz neuen Anstrich. Es hat mir gut gefallen, dass Gable nicht immer konform mit historischen Einschätzungen der Charaktere gegangen ist und hier auch mal etwas anders interpretiert hat. Das war sehr erfrischend.

Der Spannungsaufbau ist überaus geglückt. Ich konnte das Buch stellenweise nicht unterbrechen und wollte stets wissen wie es weiter geht. Spannung wird hier groß geschrieben. Aber vor allem der subtile Aufbau von dieser hat mich was die Spannungen und Verwicklungen der Charaktere zueinander angeht, überzeugt.

Der Schreibstil hat mich, wie bereits in ihren vorherigen Büchern, absolut überzeugt. Er ist flott, erwachsen, anspruchsvoll, spannend und dabei stets unterhaltend und nicht einfältig. Die Dialoge lesen sich sehr flüssig und haben stets Hand und Fuß. Man weiß oftmals nicht worauf gewisse Charaktere hinaus wollen, somit ist die Handlung auch nicht grundsätzlich vorhersehbar, was enorm zur Spannung beiträgt.

Die historischen Fakten wurden wieder mal gut recherchiert und mit den fiktiven Ereignissen auf eine unsichtbare und kaum merkbare Weise verbunden, sodass das Buch ein Gesamtbild ergibt, welches mich sehr positiv gestimmt hat. Ich habe es sehr gerne gelesen und fühlte mich stets auf einem hohen Niveau unterhalten.

Immer wieder gerne!

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Rissa Rissa

Veröffentlicht am 15.09.2019

Im Dienste von John Lackland

Inhalt
England, 1193: König Richard ist in Gefangenschaft geraten! Diese Nachricht muss der Königinmutter so schnell wie möglich überbracht werden, und so reitet Yvain of Waringham, Bruder eines Ritters ... …mehr

Inhalt
England, 1193: König Richard ist in Gefangenschaft geraten! Diese Nachricht muss der Königinmutter so schnell wie möglich überbracht werden, und so reitet Yvain of Waringham, Bruder eines Ritters aus Richards Gefolge, nach Winchester, wo er zudem noch mit dem Meister der Templer reden soll, um seine Aufnahme in den Orden zu erbitten.
Nach der Erfüllung seiner Aufträge trifft der Vierzehnjährige jedoch auf Richards Bruder John, den Mann, der auf gar keinen Fall zu früh von Richards Gefangennahme erfahren darf. Während Yvain noch geschickt Johns Fallen umschifft, kann er nicht ahnen, wie sehr dieses Zusammentreffen sein Leben beeinflussen soll...

Meine Meinung
Auf diesen Roman über König John habe ich mich schon im Vorfeld sehr gefreut, denn Romane über diese Zeit lese ich mit am liebsten. Nun war ich gespannt, wie eine meiner Lieblingsautorinnen die Zeit und insbesondere diesen nicht gerade beliebten König beschreibt.
In vielen anderen Romanen und auch in Rebecca Gablés Sachbuch Von Ratlosen und Löwenherzen wird kaum ein gutes Haar an John gelassen, und so war ich überrascht, dass hier doch ein paar positive Seiten von John aufgezeigt werden - die er auch besessen haben muss, denn sonst hätte wohl kaum jemand treu zu ihm stehen können.
Die Hauptperson ist jedoch Yvain of Waringham, zu Beginn knapp fünfzehn Jahre alt und Knappe, zunächst im Haushalt seines Vaters, später dann in Johns Diensten. Wer schon den einen oder anderen Waringham-Roman gelesen hat, erkennt vielleicht etliche Wesenszüge wieder, die auch spätere Generationen in sich tragen. So ist Yvain ziemlich direkt und nimmt kein Blatt vor den Mund, was ihn schon mal in Schwierigkeiten bringt. Er hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn - in Johns Haushalt auch nicht unbedingt gesund - und steht treu zu seinen Freunden. Auch die Pferdeliebe nimmt hier einen wichtigen Punkt ein, den auch wenn es die Zucht auf Waringham noch nicht gibt, so besitzt Yvain doch die Gabe, die in späteren Generationen gelegentlich auftritt.
Andere wichtige Personen in diesem Roman sind Guillaumes Frau Amabel, in die Yvain seit Jahren verliebt ist, und etliche andere Knappen aus Johns Haushalt, allen voran William de Braose.
Die meisten wichtigen Charaktere, fiktive wie historische, sind vielschichtig beschrieben. Sie haben positive wie negative Seiten, so dass sie menschlich erscheinen. Einzig zwei Personen stechen für mich da heraus, nämlich Yvain selbst, der der typische überaus sympathische Gablé-Held ist, sowie Pentecôte FitzHugh, ein anderer Knappe aus Johns Haushalt, der Yvain nicht leiden kann und ihm immer wieder Steine in den Weg legt. Mich hat dies jetzt nicht gestört, jedoch kann ich mir vorstellen, dass dies nicht jedem gefallen mag.
Dieser Roman umfasst rund 23 Jahre, in denen wir den fiktiven Yvain of Waringham an Johns Seite erleben, während sein Bruder Guillaume in König Richards Diensten steht. Es gibt viele spannende Ereignisse, die meisten davon historisch belegt, die einen selbst dann mitfiebern lassen, wenn man schon mehrfach darüber gelesen hat und sie eigentlich nicht mehr überraschen oder schockieren können sollten. Daneben erfahren wir aber auch ein wenig über das Leben in der kleinen Baronie Waringham, was Fans der Reihe besonders freuen dürfte. Man erfährt, warum die Waringhams keinen weiteren Familiennamen haben - was mich in Das Lächeln der Fortuna etwas stutzig gemacht hat - und bekommt eine Ahnung, wie eine weitere Gabe, nämlich die Kraft der Vorsehung, in die Familie gekommen ist. Bei einem so langen Handlungszeitraum lassen sich größere Zeitsprünge nicht vermeiden, manchmal von mehreren Wochen und Monaten, gelegentlich aber auch von einigen Jahren.
Auch wenn kriegerische Handlungen im Roman beschrieben werden, so wird doch auf die Ausschmückung grausamer Details verzichtet.
Der Schreibstil ist eher schlicht gehalten, dabei jedoch so temporeich, dass ich auch in diesem Roman nur so durch die Seiten geflogen bin und das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Da es sich um ein Prequel der Waringham-Reihe handelt und etliche Generationen vor Das Lächeln der Fortuna spielt, steht er mehr oder weniger für sich alleine und es ist nicht nötig, einen anderen Roman der Reihe oder überhaupt von der Autorin zu kennen, es nimmt aber auch keine Spannung, sollte man bereits mit den älteren Romanen vertraut sein.
Ein Nachwort über Fakt und Fiktion rundet den Roman perfekt ab, daneben gibt es noch ein Register der wichtigsten Charaktere.

Fazit
Ja, ich liebe die Romane von Rebecca Gablé! Und das wird sich wohl auch nicht ändern. Da die Autorin ihrem Stil hier treu bleibt, kann ich diesen Roman all denjenigen empfehlen, die schon andere Bücher von ihr mochten, wer jedoch mit ihren Geschichten wenig anzufangen weiß, sollte jedoch die Finger von ihrem neuesten Werk lassen.

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Loveday Loveday

Veröffentlicht am 15.09.2019

Im Schatten von Richard Löwenherz

Ich bin ein großer Fan von Rebecca Gablé und ganz im Speziellen der Waringham-Reihe und auch ihr neues Werk „Teufelskrone“ bildet hier keine Ausnahme.

Ganz besonders hat mich gefreut, dass „Teufelskrone“ ... …mehr

Ich bin ein großer Fan von Rebecca Gablé und ganz im Speziellen der Waringham-Reihe und auch ihr neues Werk „Teufelskrone“ bildet hier keine Ausnahme.

Ganz besonders hat mich gefreut, dass „Teufelskrone“ nicht nach „Palast der Meere“ angesiedelt ist, sondern noch fast 200 Jahre vor „Das Lächeln der Fortuna“ spielt und man ein bisschen mehr über den Ursprung der Waringhams aber auch der Plantagenets erfährt.

Ich selbst stehe total auf das kindlich, naive Ritter-Ideal und so habe ich sehr schnell Zugang zu Yvain gefunden. Trotz seiner (zu verzeihenden) Fehler entspricht er meinem Ritter-Ideal ziemlich deutlich (Robin und John toppt er allerdings nicht). Ich begleite Figuren, die von vorne herein der Underdog und scheinbar erst einmal durch ihre Position benachteiligt sind, sehr gerne auf ihrem Weg in die Welt und wie sie ihren Weg finden und gehen. Schön, dass sich die lose Zunge der Waringhams durch alle Bücher zieht. Das macht diese Familie umso sympathischer.

Aufgrund der Leseprobe habe ich damit gerechnet, dass Richard Löwenherz einen größeren Raum im Roman einnimmt. Im ersten Moment war ich ein wenig enttäuscht, dass er in der Handlung nicht so sehr vorkommt, auch wenn sein Schatten über dem gesamten Roman hängt. Aber ich habe dann doch einen guten Zugang zu John gefunden und ich bin froh, dass Richard nicht so fehlerlos und idealisiert dargestellt wurde, wie es so häufig der Fall ist, und John mehr Raum bekommen hat.
Die meisten Nebenfiguren blieben für mich blass, was mich aber nicht weiter gestört hat, da John und Yvain doch viel Raum einnehmen und sich toll entwickeln.

Cover und Schreibstil gefallen mir sehr gut und die historischen Fakten sind, wie üblich bei Rebecca Gablé, sehr gut recherchiert. Realität und Fiktion sind hervorragend miteinander verwoben und der Übergang von Realität auf Fiktion und umgekehrt gelingt mühelos und ist somit nicht spürbar.

Mein Fazit:
Ein würdiger weiterer Vertreter der Waringham-Reihe und eine absolute Leseempfehlung von meiner Seite. Frau Gablé ist wieder ein hervorragender Roman gelungen, den man kaum zur Seite legen kann. Das Leben von Yvain und König John, der Waringhams und Plantagenets ist klasse miteinander verwoben und macht diesen Roman absolut lesenswert.

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Wolfhound1 Wolfhound1

Veröffentlicht am 15.09.2019

Wieder mal ein gelungener Roman

Cover:
Ich muss ja sagen, dass mir die neuen Cover der Gablé-Romane sehr gut gefallen. So auch hier bei der Teufelskrone. Der dunkle Hintergrund passt auch sehr gut zum Grundtenor im Buch mit den Launen ... …mehr

Cover:
Ich muss ja sagen, dass mir die neuen Cover der Gablé-Romane sehr gut gefallen. So auch hier bei der Teufelskrone. Der dunkle Hintergrund passt auch sehr gut zum Grundtenor im Buch mit den Launen von John Ohneland, die Yvain aushalten muss.

Meine Meinung:
Der neueste Roman von Rebecca Gablé enthält wieder alles, was man von den Vorgängern kennt und liebt.
Es gibt den kleinen Bruder im Schatten des großen Bruders - und das in allen Gesellschaftsebenen -, unerwiderte Liebe, die zu verbotener Liebe führt, Ränkeschmiede, Politik, Intrigen, Leben am Hof und natürlich ganz viel Geschichte. Das alles hat Rebecca Gablé gekonnt in einen tollen historischen Roman verpackt.
Wir erleben, wie Yvain of Waringham in all den Irrungen und Wirrungen zwischen Richard Löwenherz und John Ohneland erwachsen wird und seinen Platz im leben findet.
Ich finde es immer wieder schön, dass es bei Gablé keine perfekte, unfehlbare Figur gibt, denn jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen.
Sehr gut gefällt mir, dass der Fokus bei den historischen Figuren auf John liegt und seine vielfältige Persönlichkeit mit seinen Gemütsschwankungen, seinen strategischen Stärken und Schwächen und auch seinen charakterlichen Unzulänglichkeiten sehr detailliert beleuchtet wird.
Parallelen zwischen Yvain und seinem Dienstherren gibt es auch, so sind beide im Schatten ihrer großen Brüder gestanden um auf unterschiedlichste Weisen aus dem Schatten zu treten und sich selbst einen Namen zu machen.
John stiehlt sich seine Braut und Yvain wird sie von seinem König vorgesetzt. Zu Anfang nicht begeistert, entwickelt Yvain doch bald eine gewisse Zuneigung zu Beatrix. Sie ist es auch, die die hellsichtige Ader in das Waringham-Blut mit einbringt. Auch bei Yvain erkennt man schon die besondere Fähigkeit, das Empfinden der Pferde zu erspüren. Hier habe ich auf die Gründung des Gestüts hingefiebert, was aber in diesem Band leider noch nicht geschehen ist. So habe ich aber immerhin (auch aufgrund des Nachwortes) Hoffnung auf einen weiteren Roman über die Waringhams.

Fazit:
Natürlich ist die Struktur der Bücher von Rebecca Gablé immer sehr ähnlich, dennoch macht es immer wieder sehr viel Spaß und Freude, in die Welt der Waringhams einzutauchen und somit Geschichte anschaulich präsentiert zu bekommen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Rebecca Gablé

Rebecca Gablé - Autor
© Olivier Favre

Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen …

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