Graue Nächte
 - Arnaldur Indriðason - eBook

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16,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Krimis
413 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-6067-7
Ersterscheinung: 21.12.2018

Graue Nächte

Island-Krimi

(41)

Frühling 1943. In Reykjavik ist die Lage angespannt, Island ist von den Amerikanern besetzt. In diesen unruhigen Zeiten wird eine Leiche an einem Strand, nahe des Stadtzentrums, entdeckt. Der Mann, ein Soldat, wurde offenbar ermordet. Ein weiterer Fall beschäftigt Kommissar Flóvent und seinen Kollegen Thorson von der Militärpolizei: Eine Frau, die oft mit Soldaten gesehen wurde, verschwindet spurlos. Stehen der Mord und das Verschwinden der Frau im Zusammenhang? Die Kommissare ermitteln in einem heiklen Umfeld ...

Rezensionen aus der Lesejury (41)

Sassenach123 Sassenach123

Veröffentlicht am 02.03.2019

Düster und spannend

Düster und spannend

Graue Nächte von Arnaldur Indriadson

Der Krimi spielt in Island zu zwei unterschiedlichen Zeiten.
Flòvent und Thorson ermitteln 1943 an einem brutalen Mord. Ein Mann in einer Kneipe ... …mehr

Düster und spannend

Graue Nächte von Arnaldur Indriadson

Der Krimi spielt in Island zu zwei unterschiedlichen Zeiten.
Flòvent und Thorson ermitteln 1943 an einem brutalen Mord. Ein Mann in einer Kneipe in Reykjavik wurde erstochen, in der Kneipe verkehren viele Soldaten. Island ist zu der Zeit von Amerikanern besetzt.Als eine Frau kurz darauf vermisst wird, wird klar, dass sie auch mit diesem Umfeld zutun hatte.
In der Zeit von 1941 werden die Isländer aus dem von Nazis besetzten Dänemark nach Hause gebracht. Der Leser bekommt mit, dass sich Widerstände bilden. Eine junge Frau vermisst ihren Zukünftigen. Ist es vielleicht der junge Mann der über Bord ging?

Der Autor erzählt eine zwar spannende Geschichte, allerdings mit mäßigem Tempo. Die Vorzüge dieses Krimis sind eher in den geschichtlichen Fakten zu suchen, die der Leser während des Lesens aufnimmt. Die dunkle Stimmung herrscht auch in den anderen Büchern des Autors vor die ich kenne. Für mich war es ein gutes Buch, muss aber dazu sagen, dass mir die Art der Skandinavischen Krimis sehr zusagt. Für Fans von Krimis und Thrillern ala Chris Carter könnte es sein, dass sie doch nicht das bekommen, was sie erwarten.

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amena25 amena25

Veröffentlicht am 01.03.2019

Graue Nächte

Der isländische Autor Indridason bleibt seinem Stil treu und wie bei seiner Krimireihe um Kommissar Erlendur geht es auch hier ruhig, düster und melancholisch zu. Der Titel ,,Graue Nächte“ passt außerordentlich ... …mehr

Der isländische Autor Indridason bleibt seinem Stil treu und wie bei seiner Krimireihe um Kommissar Erlendur geht es auch hier ruhig, düster und melancholisch zu. Der Titel ,,Graue Nächte“ passt außerordentlich gut zur Stimmung des Kriminalromans.
Wie schon der vorige Band ,,Der Reisende“ spielt auch dieser Band zur Zeit des 2. Weltkrieges in Island. Im Frühling 1943 ist Island von britischen und amerikanischen Truppen besetzt. Dies prägt die abgelegene Insel und die bis dahin eher ländliche Bevölkerung. Während die strategische Lage der Insel für die Soldaten sehr von Vorteil ist, werden die Bewohner und ihre Sprache von den Besatzern nur verächtlich belächelt. Allerdings verändert sich durch die Besatzungstruppen das Leben vieler Isländer. Insbesondere die Frauen, aber auch junge Männer finden in den Bars und Kneipen, in denen auch die Soldaten verkehren, schnell Kontakt.
Als ein junger Mann grausam mit einer Flasche ermordet hinter einer Soldatenkneipe aufgefunden wird, stellt sich schnell heraus, dass er im Homosexuellen-Milieu verkehrte.
Kurz darauf wird ein Mann ertrunken im Meer aufgefunden. Alles spricht für Selbstmord, wenn da nicht eine winzige Einstichstelle an der Wirbelsäule wäre. Nach und nach verweben sich die Handlungsstränge zu einem logischen Ganzen, in dem auch der Nationalsozialismus und sein Gedankengut in Island Auswirkungen zeigen.
Als Ermittler werden wie im vorigen Band der junge Flóvent von der Reykjaviker Polizei und der kanadische Soldat Thorson, der isländische Wurzeln hat und die Sprache fließend spricht, eingesetzt. Die beiden vertrauen sich und arbeiten gut zusammen, allerdings erfährt man relativ wenig über das Privatleben der beiden Männer. Wie schon in ,,Der Reisende“ dürften die beiden noch mehr Charakter und Eigenleben entwickeln.
Die Handlung wird häufig durch lange Dialoge, teils mit Wiederholungen wiedergegeben, was der Spannung leider etwas abträglich ist. ,,Graue Nächte“ ist empfehlens- und lesenswert, wenn man sich für die jüngere Geschichte Islands interessiert und mit dem melancholisch-schweren Grundton des Autors gut zurecht kommt.

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sunny-girl sunny-girl

Veröffentlicht am 24.02.2019

Düster

Das Buch ist der 3. Band der Reihe um Kommisar Flovent und Thorson. Man kann das Buch aber gut als Einzelband lesen. Er nimmt keinerlei Bezug auf die Vorgänger.
Das Buch beginnt mit 3 Handlungssträngen. ... …mehr

Das Buch ist der 3. Band der Reihe um Kommisar Flovent und Thorson. Man kann das Buch aber gut als Einzelband lesen. Er nimmt keinerlei Bezug auf die Vorgänger.
Das Buch beginnt mit 3 Handlungssträngen. Erst nach einigen Seiten merkt man, das zwei zusammengehören, nur zu verschiedenen Zeiten spielen. Hier wären Zeitangaben in den Kapitelüberschriften hilfreich gewesen. Im Buch werden die Zustände im Land und die Personen gut beschrieben. Nur kommt die Krimihandlung nicht so richtig voran. Etwas mehr Spannung hätte ich mir schon gewünscht. Auch hat mich der Anfang etwas verwirrt, bis ich gemerkt habe, dass die Handlungen zusammen gehören. Der Schreibstil ist typisch skandinavisch und so wie man es von Indridason gewohnt ist.

Fazit
Ein ruhiger Krimi, der mir etwas zu ruhig war, deshalb vergebe ich 3,5 Sterne.

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PMelittaM PMelittaM

Veröffentlicht am 16.02.2019

Island während des zweiten Weltkriegs

Nach der Besetzung Dänemarks durch das nationalsozialistische Deutschland wird den isländischen Staatsbürgern erlaubt, mit dem Schiff Esja nach Island auszureisen, die sogenannte Petsamo-Fahrt. Leider ... …mehr

Nach der Besetzung Dänemarks durch das nationalsozialistische Deutschland wird den isländischen Staatsbürgern erlaubt, mit dem Schiff Esja nach Island auszureisen, die sogenannte Petsamo-Fahrt. Leider schafft es ein Isländer nicht an Bord, da er kurz vor der Abreise festgenommen wird, seine Verlobte muss ohne ihn nach Hause fahren, und ein anderer kommt nicht auf Island an, da er vorher über Bord geht.

1943 wird auf Island eine Leiche angeschwemmt, zunächst sieht alles nach Selbstmord aus, nahezu gleichzeitig wird ein junger Mann tot geprügelt. Flóvent von der isländischen Polizei und Thorson von der Militärpolizei ermitteln.

Dies ist bereits der zweite Band, in dem der Autor in das während des zweiten Weltkrieges von Alliierten besetzte Island geht und dort seine beiden Protagonisten ermitteln lässt. Für mich ist es der erste der Reihe, was aber nicht weiter schlimm ist, da man diesen auch gut lesen kann, ohne Band 1 zu kennen. Ich selbst wusste bisher nichts über Island im zweiten Weltkrieg, so dass für mich schon alleine der historische Background interessant ist: Damit die Nazis Island nicht besetzen konnten, wurde dies zunächst von den Briten, später den US-Amerikanern vorweggenommen.

Die beiden Ermittler bleiben, obwohl jeder seine eigene Perspektive erhält, leider ziemlich blass, manchmal habe ich fast Probleme, sie auseinander zu halten. Mehr im Mittelpunkt der Charakterisierung steht die Frau, die, ohne ihren Verlobten, mit der Esja nach Island zurückkam und deren Name lange nicht erwähnt wird, sie erhält eine eigene Storyline, die mit der Petsamo-Fahrt beginnt. Insgesamt wird somit aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, der Autor verzichtet dabei auf Zeitangaben, so dass man erst nach und nach alles zeitlich richtig zuordnen kann. Da ein bestimmter Name in beiden Zeitlinien auftaucht, macht man sich direkt seine Gedanken über die Zusammenhänge, die am Ende aber doch ein bisschen anders waren, als ich zunächst vermutete. Am Ende hat der Autor dann auch alle Fäden aufgelöst und die Fälle zu einem zufriedenstellenden Ende geführt.

Sehr schade finde ich persönlich, dass es kein Nachwort gibt, das den Leser über den historischen Hintergrund aufklärt, meiner Meinung nach sollte so etwas in einem guten Roman nicht fehlen, und auch eine Karte hat mir gefehlt.

Erzählt wird ohne großen Spannungsaufbau – ein paar Spannungsmomente gibt es aber trotzdem – und dennoch las ich den Roman recht gespannt. Interessant finde ich vor allem wie schon erwähnt, den historischen Hintergrund, und die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Storylines. Der Roman ist in seiner Erzählweise eher gemütlich, auch wenn er nichts Gemütliches erzählt, wer Cosy Crime mag, ist hier fehl am Platz, ebenso Actionbegeisterte. Wer aber andere isländische Literatur mag, und ein Fan von Indridason ist, sollte einen Blick riskieren. Von mir gibt es knappe 4 Sterne.

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 13.02.2019

Islandkrimi

Arnaldur Indriðason beweist auch dieses Mal sein Geschick für spannende, nordische Unterhaltung und verflicht gekonnt historische Ereignisse mit Fiktion. Das Buch spielt - natürlich - in Island im Jahr ... …mehr

Arnaldur Indriðason beweist auch dieses Mal sein Geschick für spannende, nordische Unterhaltung und verflicht gekonnt historische Ereignisse mit Fiktion. Das Buch spielt - natürlich - in Island im Jahr 1943. Das Land ist von Briten und Amerikanern besetzt, die Bevölkerung hält größtenteils Abstand, aber für die jungen Mädchen sind die Soldaten natürlich ein Anziehungspunkt.
Kommissar Flóvent beschäftigt die Obduktion einer Wasserleiche, dann wird ein Soldat vor einer Kneipe ermordet und Flóvent arbeitet erneut mit dem Kanadier Thorson von der Militärpolizei zusammen. Die größte Frage ist: wer war dieser junge Soldat? Denn es wird keiner vermisst. Und warum werden ihre Ermittlungen immer wieder behindert? Und wie hängt alles mit der Fähre zusammen, die aus Schweden bzw. Dänemark angekommen ist?
Neben dem Kriminalfall erfährt man viel über Island und mich hat wieder die gute Recherchearbeit überzeugt.

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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Jóhann Páll Valdimarsson

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen …

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