Verborgen im Gletscher
 - Arnaldur Indriðason - eBook

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16,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Krimis
365 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7778-1
Ersterscheinung: 31.10.2019

Verborgen im Gletscher

Island Krimi
Übersetzt von Anika Wolff

(41)

In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...

Rezensionen aus der Lesejury (41)

Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 31.12.2019

Gletschertod

Durch den Klimawandel kommt es in Island dazu, dass ein Gletscher schmilzt und so entdeckt eine Touristengruppe eine Leiche. Hierbei handelt es sich um Sigurvin, einen Geschäftsmann, der seit numehr dreißig ... …mehr

Durch den Klimawandel kommt es in Island dazu, dass ein Gletscher schmilzt und so entdeckt eine Touristengruppe eine Leiche. Hierbei handelt es sich um Sigurvin, einen Geschäftsmann, der seit numehr dreißig Jahren als vermisst gilt. Die Ermittlungen werden wieder aufgenommen und zwar von Konrad, der zwar mittlerweile im Ruhestand hat, aber ganz viel Zeit für Befragungen etc hat. Der damals verdächtige Hjaltalin sitzt erneut in Untersuchungshaft, ist aber schwer krank und beteuert weiterhin seine Unschuld.
Es handelt sich hier um einen eher ruhigen Krimi, der sich viel Zeit lässt und Raum für Beschreibungen und Erzählstränge lässt. Die Auflösung ist gut nachvollziehbar.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

sunny-girl sunny-girl

Veröffentlicht am 15.12.2019

Düster und spannend

Im Gletscher taucht die Leiche des seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns auf. Kommissar Konrad hat damals ermittelt und auch heute als Rentner lässt ihn der Fall nicht los. Denn der Täter konnte nicht ... …mehr

Im Gletscher taucht die Leiche des seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmanns auf. Kommissar Konrad hat damals ermittelt und auch heute als Rentner lässt ihn der Fall nicht los. Denn der Täter konnte nicht ermittelt werden. Konrad fängt auf eigene Faust an nach neuen Anhaltspunkten zu suchen. Zumal er auch auf einen unklaren Verkehrsunfall stößt.
Das Buch wird fast ausschließlich aus Sicht von Konrad erzählt. Es werden nicht nur die aktuellen Ereignisse erzählt, sondern er reflektiert sein Leben. Man erfährt viel von seiner Jugend und sein Verhältnis zu seinen Vater und über seine verstorbene Frau.
Dem Autor gelingt die Charakterisierung der Akteure sehr gut. Auch lässt er aktuelle Probleme in Island mit einfließen. Die Krimihandlung plätschert so vor sich hin. Die Spannung wird eher durch die zwischenmenschlichen Beziehungen erzeugt.
Das Buch ist nicht für Liebhaber rasanter Thriller. Wer einen ruhigen Krimi mit skandinavischen Touch sucht, ist hier gut bedient.

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amena25 amena25

Veröffentlicht am 09.12.2019

Typischer Indriðason-Krimi



Eine Touristengruppe in Island stößt auf dem Langjökull-Gletscher, der aufgrund der Klimaerwärmung jedes Jahr kleiner wird, auf die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Mannes. Nach einem Streit ... …mehr



Eine Touristengruppe in Island stößt auf dem Langjökull-Gletscher, der aufgrund der Klimaerwärmung jedes Jahr kleiner wird, auf die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Mannes. Nach einem Streit mit einem Kollegen war der Geschäftsmann Sigurvin verschwunden, nur sein Auto wurde gefunden. Der Kollege wurde damals verdächtigt, da aber keine Leiche gefunden wurde und jegliche Beweise fehlten, wurde der Fall zu den Akten gelegt. Lediglich Kommissar Konráð, der damals mit den Ermittlungen betraut war, konnte persönlich nie mit dem Fall abschließen.
Nach dem Fund im Gletschereis beschließt Konráð, obwohl er inzwischen pensioniert ist, den Fall neu aufzurollen. Er geht alten und neuen Spuren nach und stößt dabei auf persönliche Verstrickungen der Beteiligten, aber auch auf die schlampige Arbeit der Polizei.
Wie bei Indriðason üblich, ist der Krimi wenig actiongeladen oder reißerisch, sondern eher ruhig, fast schon melancholisch. Man folgt Kommissar Konráð in dessen Alltag, bei Besuchen seiner Enkel und seines Sohnes, bei privaten und beruflichen Erinnerungen. Vorherrschend ist es dunkel und kalt, was sich auch auf die Stimmung des Lesers auswirkt. Dazu kommen die Schilderungen der beteiligten Figuren, die häufig von zuviel Alkoholkonsum und Armut gezeichnet sind.
Wer Indriðason und seinen ruhigen Erzählgestus mag, bekommt einen gut konstruierten und schlüssigen Kriminalfall, dem es allerdings etwas an Spannung mangelt. Wem das zu grau, traurig und trübselig ist, der sollte besser die Finger davon lassen.

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Hellena92 Hellena92

Veröffentlicht am 06.12.2019

War mir zu langweilig

In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmannes entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes ... …mehr

In den Tiefen des Langjökull-Gletschers wird die Leiche eines seit Jahrzehnten vermissten Geschäftsmannes entdeckt. Damals wurde die Suche nach ihm eingestellt. Zwar war ein Kollege des Mannes des Mordes verdächtigt worden, aber die Beweise fehlten. Kommissar Konráð blieb jedoch stets von dessen Schuld überzeugt. Inzwischen ist Konráð pensioniert, aber der Fund des Vermissten lässt die Erinnerungen wieder wach werden. Und Konráð beschließt, den Fall noch einmal aufzurollen. Mit dramatischen Folgen ...
Mein Fazit:
Mich konnte der Krimi nicht überzeugen und ich habe ihn abgebrochen. Der Erzählstil ist sehr langweilig und plätschert so dahin. Meines Erachtens nach gab es keinen wirklichen roten Faden und alles wirkte sehr konstruiert. Dadurch ist keinerlei Spannung entstanden und wie gesagt, dann brach ich irgendwann ab.

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Buchgarten Buchgarten

Veröffentlicht am 29.11.2019

ungewöhnlicher ruhiger Krimi, dessen Erzählweise man mögen muss


Meine Meinung:

Schwierig zu beschreiben, da die Erzählweise so ganz anders ist, als ich es gewohnt bin.
Die Geschichte wird aus Sichtweise des Ex-Polizisten Konráo erzählt. Wobei ganz zu Beginn der Geschichte ... …mehr


Meine Meinung:

Schwierig zu beschreiben, da die Erzählweise so ganz anders ist, als ich es gewohnt bin.
Die Geschichte wird aus Sichtweise des Ex-Polizisten Konráo erzählt. Wobei ganz zu Beginn der Geschichte auch ein weit die Erlebnisse eines Opfers geschildert werden.
Beim Lesen fühlte ich mich, als wäre ich ein Stück weit in Konráos Kopf – würde seine Gedankensprünge miterleben. Bei den „Zeugenbefragungen“ dabei sein, Ein Stück weit die Ermittlungsarbeit begleiten.
So wurde ich als Leser immer wieder unvermittelt in andere Zeitebenen katapultiert. War ich in einem Moment noch im Hier und Jetzt – wurde ich im nächsten Moment in die Vergangenheit katapultiert – erlebte einen kurzen Einblick ins tatsächliche Geschehen, um kurz darauf das gerade erfahrene – nochmals aus dem Blickwinkel des Zeugen zu erfahren.
Auch immer wiederkehrende Erinnerungen Konráos an seine eigene Vergangenheit – seine Kindheit, der Tod seines Vaters – der Versuch einer Aufklärung dessen – und der Tod seiner Frau – der ihn immer noch belastet. In Erinnerungen an ihre gemeinsame Zeit versinken lässt.
Ganz, so wie es einem Menschen tagtäglich ergeht. Ein Leben in der Gegenwart, dem Versuch den Mordfall zu klären – gleichzeitig aber auch dem Versuch die Vergangenheit zu bewältigen. Unerledigtes noch zu erledigen. Antworten zu finden.

Dieser immer wieder unerwartete, nicht erkennbare Wechsel der Ebenen führte bei mir stellenweise zu Verwirrungen und ich brauchte immer ein paar Zeilen, bis ich wusste wo ich mich gerade befand.

Der Focus der Geschichte lag in meinen Augen auf 2 großen Punkten. Konráos Vergangenheit und dem Lösen des aktuellen Falles. Dabei lebte die Ermittlungsarbeit von „Zeugenbefragungen“, die meist unspektakulär – ja an vielen Stellen sogar als „langweilig“ empfunden werden konnten.
Gleichzeitig aber wohl sehr nah an der alltäglichen Arbeit eines Ermittlers liegen dürften. (Abschweifende Zeugen, die lange brauchen – um etwas für den Ermittler Wichtiges zu sagen. Viele Einblicke in den Privaten Alltag der Zeugen, den sie dem Ermittler unbedingt mitteilen wollen).
Ein weiterer Focus lag auf der Beschreibung des Gesellschaftlichen Lebens in Island zur Zeit des Mordes. Dem Alltag der Isländer, ihren Einstellungen zum Leben (Allkohol).


Fazit:
Ein ruhiger Krimi, deren Erzählweise einem liegen muss. Das vermischen verschiedenster Zeitebenen, langsame stellenweise langatmige Zeugenbefragungen/Ermittlungsarbeit, ein starker Focus auf der unerledigten Vergangenheit des Ermittlers.
Die einfühlsame Beschreibung des gesellschaftlichen Lebens der Isländer zum Zeitpunktes Mordes und auch aktuell.


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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Jóhann Páll Valdimarsson

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen …

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