Wild Games - In einer heißen Nacht
 - Jessica Clare - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Liebesromane
239 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-5629-8
Ersterscheinung: 29.06.2018

Wild Games - In einer heißen Nacht

Roman
Übersetzt von Angela Koonen

(61)

Undercover bei einer Reality-Show mitmachen oder den Job verlieren - Journalistin Abby hat die Qual der Wahl. Zähneknirschend erklärt sie sich bereit, beim Fernsehen hinter den Kulissen zu recherchieren. Kurz darauf findet sie sich in einem knappen Bikini auf einer einsamen Insel wieder, umgeben von lauter durchgeknallten Kandidaten. Einer davon ist besonders nervig: Der arrogante Dean droht Abby in den Wahnsinn zu treiben - spätestens, als er sie vor laufender Kamera heiß küsst ...

Rezensionen aus der Lesejury (61)

skyprincess skyprincess

Veröffentlicht am 16.10.2018

Reality-TV mit echten Gefühlen

Reality-TV gemischt mit einer Portion Drama und echten Gefühlen. Dies beschreibt der Roman „Wild Games- In einer heißen Nacht“ aus der Feder von Jessica Clare.

Abby steht vor der Wahl; entweder verliert ... …mehr

Reality-TV gemischt mit einer Portion Drama und echten Gefühlen. Dies beschreibt der Roman „Wild Games- In einer heißen Nacht“ aus der Feder von Jessica Clare.

Abby steht vor der Wahl; entweder verliert sie ihren Job als Journalistin oder sie nimmt an einer Realityshow teil und recheriert verdeckt hinter den Kulissen. Zähneknirschend beißt sie in den sauren Apfel und findet sich plötzlich in einem knappen Bikini auf einer traumhaften Insel mit den anderen Kandidaten wieder. Wäre dies nicht das schlimmste Übel muss sie sich auch noch mit dem arroganten Dean herumschlagen. Wenn er doch nur nicht so gut aussehen würde…

Das Cover stach mir sofort ins Auge. Die Kombi von Rot und Schwarz passt einfach super zusammen und ist einfach ein totaler Eyecatcher.

Für mich war es der erste Roman von Jessica Clare und ich muss sagen, ich bin wirklich begeistert. Der Schreibstil war sehr flüssig, man konnte sich gut in die Charaktere und die Szenen hineinversetzen und die Seiten flogen nur so dahin.

Auch die Charaktere waren gut ausgearbeitet, obwohl ich gerne noch etwas mehr aus Dean seiner Sicht gelesen und erfahren hätte, da mir sein Charakter, für meinen Geschmack, etwas zu kurz kam. Ich brauchte anfangs auch eine Weile, um mir über ihn ein Bild zu machen, aber nach ein paar Kapiteln ging das auch. Allerdings hätte ich mir auch ein paar Kapitel aus seiner Sicht gewünscht.

Abby war wirklich ein toller Charakter. Eine ganz normale junge Frau, die vor allem nicht auf dem Mund gefallen ist und immer einen Spruch auf den Lippen hatte. Zudem wirkte sie sehr unabhängig und schlagfertig. Sie konnte sich Dean gegenüber mehrfach behaupten, was ich einfach toll fand.

Ich habe von Anfang an eine seichte Unterhaltung für zwischendurch erwartet und genau das bekommen. Auch wenn das Ende sehr vorhersehbar war und es deutlich an Tiefe gefehlt hat, fühlte ich mich trotzdem gut unterhalten und werde auch Teil 2 auf meine Leseliste setzen.

FAZIT: Ein leichter Unterhaltungsroman für zwischendurch. Eine lockere Geschichte zum träumen und zum Entfliehen des Alltags. Leseempfehlung!

Ich danke dem Bastei Lübbe Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar.



Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Manja1982 Manja1982

Veröffentlicht am 30.09.2018

ein wirklich guter Auftakt der Reihe

Meine Meinung
Von Jessica Clare habe ich bereits eine andere Reihe gelesen und war wirklich sehr angetan davon. Umso gespannter war ich nun auf „Wild Games – In einer heißen Nacht“ aus ihrer Feder.
Das ... …mehr

Meine Meinung
Von Jessica Clare habe ich bereits eine andere Reihe gelesen und war wirklich sehr angetan davon. Umso gespannter war ich nun auf „Wild Games – In einer heißen Nacht“ aus ihrer Feder.
Das Cover wirkt wirklich gut auf mich und der Klappentext macht neugierig.

Die hier auftauchenden Charaktere sind der Autorin gelungen. Sie beschreibt sie vorstellbar, die Handlungen sind nachzuvollziehen und verständlich.
Abby ist eine junge Frau, die ihren ganz eigenen Kopf hat. Sie ist Journalistin, ist ziemlich klug und hat auch immer einen lockeren Spruch auf Lager. Mir gefiel das Abby weiß wie sie sich behaupten muss, wie sie sich durchsetzt.
Dean war mir irgendwie ein Rätsel, ich habe mich ehrlich gesagt schwer getan mit ihm. Klar er sieht gut aus und ist charmant aber soll das wirklich alles sein? Erst mit zunehmender Seitenzahl lernte ich Dean dann wirklich kennen und habe auch seine andere, liebevolle Seite entdeckt. Und ab da wars dann um mich geschehen und ich habe Dean dann gemocht.

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich richtig gut. Ich bin flüssig durch diesen Roman gekommen, konnte gut folgen und habe ich alles verstehen können.
Geschildert wird das Geschehen aus der Sichtweise von Abby. Somit ist man als Leser immer an ihr dran und kann ihren Gedanken und Gefühlen gut folgen.
Die Handlung ist unterhaltsam und kurzweilig. Es ist der Auftaktband einer neuen Reihe und bietet einiges an Abwechslung. Den Leser erwarten hier eine wirklich schöne Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen. Die Emotionen waren für mich nachvollziehbar und sie kamen bei mir an.

Das Ende ist dann passend zur Gesamtgeschichte gewählt. Es schließt die Geschichte gut ab und macht alles rund. Ich freue mich schon darauf Band 2 zu lesen.

Fazit
Abschließend gesagt ist „Wild Games – In einer heißen Nacht (Wild-Games-Reihe 1)“ von Jessica Clare ein guter Auftakt der Reihe.
Gut gezeichnete Charaktere, ein flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die emotional gehalten ist und in der man kurzweilig gut abtauchen kann, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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Buecherkueken Buecherkueken

Veröffentlicht am 23.09.2018

Teamarbeit mit Hindernissen

Sechs Wochen auf einer tropischen Insel. Klingt doch traumhaft. Außer man wurde von seiner Chefin dazu verdonnert an einer Gameshow teilzunehmen, die eben da gedreht wurde. Und wäre das noch nicht schlimm ... …mehr

Sechs Wochen auf einer tropischen Insel. Klingt doch traumhaft. Außer man wurde von seiner Chefin dazu verdonnert an einer Gameshow teilzunehmen, die eben da gedreht wurde. Und wäre das noch nicht schlimm genug so muss auch Abby auch noch mit diesem Unsympathen Dean zusammenarbeiten. Wobei, schlecht aussehen tut er ja nicht gerade.

Eigentlich bin ich nicht so der Fan von Blümchencovern, aber die hier vorliegende Kombination aus Zeichnungen und realen Blüten finde ich sehr gelungen und ansprechend.

Mit dem ersten Teil ihrer Wild-Games-Reihe hat mich die Autorin schon nach wenigen Seiten überzeugt und in den Bann gezogen. Ihre Ich-Erzählerin Abby ist aber auch so was von begeistert von ihrer etwas unfreiwilligen Gameshowteilnahme – oder auch nicht. Ihre Gedanken und Aussagen, die sie gerne mit beißendem Spot, Ironie oder Sarkasmus versetzt sind einfach herrlich und immer wieder für einen Schmunzler gut. Abby ist ein Hauptcharakter ganz nach meinem Geschmack und ich bin ihr gerne durch die Geschichte gefolgt und habe miterlebt wie sie sich nicht so schnell klein kriegen lässt.
Durch die Ich-Perspektive erfährt man zwar eher wenig von den anderen Charakteren des Buches, aber trotzdem sind sie gut gezeichnet und dargestellt, so das sie in den ihnen zugedachten Szenen durchaus präsent sind und nicht nur schmückendes Beiwerk.

Sprachlich voller Wortwitz lässt sich das Buch flüssig lesen und eignet sich sehr gut dazu sich an einem regnerischen Herbsttag gedanklich in sonnigere Gefilde entführen zu lassen.
Für mich ein Lesevergnügen mit Schmunzelgarantie.

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aufgehuebschtes aufgehuebschtes

Veröffentlicht am 21.09.2018

Kurzweilige Strandlektüre

Der Klappentext:
Undercover bei einer Reality-Show mitmachen oder den Job verlieren - Journalistin Abby hat die Qual der Wahl. Zähneknirschend erklärt sie sich bereit, beim Fernsehen hinter den Kulissen ... …mehr

Der Klappentext:
Undercover bei einer Reality-Show mitmachen oder den Job verlieren - Journalistin Abby hat die Qual der Wahl. Zähneknirschend erklärt sie sich bereit, beim Fernsehen hinter den Kulissen zu recherchieren. Kurz darauf findet sie sich in einem knappen Bikini auf einer einsamen Insel wieder, umgeben von lauter durchgeknallten Kandidaten. Einer davon ist besonders nervig: Der arrogante Dean droht Abby in den Wahnsinn zu treiben - spätestens, als er sie vor laufender Kamera heiß küsst ... (Homepage*)


Das Cover ist doch wirklich mal ansprechend. Und als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich doch tatsächlich direkt an eine deutsche Trash-TV-Produktion.. Naja. Ich war aber gespannt, denn ein solches Szenario hatte ich bisher in noch keinem Roman gefunden. Mir war jedoch auch klar, dass es wohl eine sehr vorhersehbare Geschichte sein wird. Und so war es.


Dennoch mochte ich das Buch wirklich. Der Schreibstil von Jessica Clare ist so 'normal', dass es auch ich hätte schreiben können. Sehr ehrlich und schonungslos (wie zB eine Beschreibung eines Knöchels welcher knackt, sodass es gleich in meinem Fuß kribbelte) und einfach auch humorvoll. Ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen, da es irgendwie genau den richtigen Moment abgepasst hatte. Ich war in der Stimmung für eine leichte, lustige Geschichte, welche ich hier bekommen habe.


Eine mega tiefgründige Geschichte haben wir hier nicht vorliegen. Wir erfahren sehr wenig über die Vergangenheit unserer beiden Protagonisten, welche im Klappentext schon namentlich erwähnt wurden, sodass da auch kein Drama verborgen ist. Wir sind also im hier und jetzt und wissen letztlich über die beiden genauso wenig, wie Abby und Dean, als sie aufeinander treffen.


Der Aufbau des Romanes ist wirklich 'standarisiert'. In Kapitel gegliedert und aus der Ich-Perspektive erzählt. Wir erfahren ständig, was im Kopf von Abby passiert und das ist teilweise so treudoof, dass man nur schmunzeln konnte.

Ich werde auch Band 2 dieser Reihe lesen und schauen, ob mich Jessica Clare da ebenso positiv überraschen kann.


Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag und an NetGalley für dieses Rezensionsexemplar.

*Werbung gemäß §2 Nr. 5 TMG

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Seitenseglerin Seitenseglerin

Veröffentlicht am 20.09.2018

Eine Geschichte mit viel Potenzial, das aber leider nicht genutzt werden konnte

* Die Rezension enthält leichte Spoiler! *


Inhalt

Abby ist eine professionelle Buchrezensentin, die regelmäßig Bücher liest und diese im Anschluss ohne Skrupel und mit großer Genugtuung verreißt. Nun ... …mehr

* Die Rezension enthält leichte Spoiler! *


Inhalt

Abby ist eine professionelle Buchrezensentin, die regelmäßig Bücher liest und diese im Anschluss ohne Skrupel und mit großer Genugtuung verreißt. Nun soll sie jedoch plötzlich im Rampenlicht stehen, und ihre Chefin macht deutlich, dass sie keine Wahl hat. Entweder sie wird Teilnehmerin bei der Reality-Show Endurance Island, recherchiert dort verdeckt und erhält dafür unter anderem einen wertvollen Buchvertrag, oder sie wird keine Aufträge mehr bekommen. Zähneknirschend und nur sehr widerwillig stimmt Abby schließlich zu. Und das Schicksal scheint es leider nicht gut mit ihr zu meinen, denn sie hat das Pech, ausgerechnet mit dem arrogantesten, unsympathischsten Teilnehmer in einem Team zu landen. Tagelang alleine mit ihm in einem provisorischen, selbst gebauten Camp, ohne richtiges Essen und nur in Gesellschaft von nervigen Sandflöhen. Einfach furchtbar, dieser Kerl! Oder?

Übersicht

Einzelband oder Reihe: Einzelband
Genre: Liebesroman
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenzahl: 240
Erzählweise: Ich-Erzähler, Präteritum
Perspektive: aus weiblicher Perspektive
Kapitellänge: mittel
Tiere im Buch: - Fische werden getötet, um sie zu essen, jedoch wird das nicht näher beschrieben.

Warum dieses Buch?

Zwischendurch darf es auch einmal eine (leichte) Liebesgeschichte sein. Obwohl ich eigentlich zurzeit nur selten Liebesromane lese (oft sind sie mir zu langweilig), habe ich hier nur allzu gerne eine Ausnahme gemacht, weil Reality-TV ein Guilty Pleasure von mir ist.

Meine Meinung

Einstieg (+)

Der Einstieg ist mir sehr leicht gefallen. Die Geschichte beginnt direkt, hat nur eine sehr kurze Einleitung, und auch danach verliert die Autorin keine Zeit: Nach wenigen Seiten befindet sich die Hauptfigur bereits mit ihren KonkurrentInnen auf der Insel. Kleine Interviewausschnitte sind jedem Kapitel vorangestellt, die uns Deans Sicht der Dinge mitteilen.

"'Ich freue mich auf den Wettbewerb. Gegen die Kräfte der Natur anzutreten... und gegen die Mitspieler. Ob ich mit den Frauen flirten werde? Wenn es mich dem Sieg näher bringt, ja, aber ich bin nicht darauf aus, eine kennenzulernen. Ich bin darauf aus zu gewinnen.' - Vorabinterview mit Dean Woodall" E-Book, Position 32

Schreibstil (+/-)

Am Schreibstil gibt es eigentlich nichts auszusetzen, wenn man weiß, worauf man sich bei dieser Art von Literatur einlässt. Er ist einfach (dabei nicht ZU einfach), flüssig, anschaulich und enthält nur in sehr seltenen Fällen Wiederholungen (diese haben mich aber niemals gestört). Die Emotionen der Hauptfigur und die Anziehungskraft zwischen Abby und Dean werden gelungen beschrieben und beim Lesen spürbar. Jedoch sollte man sich keine poetischen Hochleistungen oder viel Anspruch erwarten. Dass die Sprache jedoch oberflächlich bleibt, sowohl bei Gedanken und Gefühlen der Figuren als auch bei den Schilderungen verschiedener Entwicklungen nicht genug in die Tiefe geht, ist schade, ich hätte mir hier etwas mehr erhofft, da ich viel Potential in der Geschichte erkannt habe. Mehr Worte hätten der Geschichte definitiv gutgetan. Erfrischend fand ich jedoch, dass die Geschichte nur aus einer Perspektive erzählt wird. Zum einen wird so das Buch nicht unnötig aufgebläht, zum anderen bleibt es spannender, weil man nicht weiß, was Dean genau denkt.

Inhalt, Themen, Botschaften & Ende (+/-)

Wenn man zu solch einem Buch greift, bei dem schon alles von Cover bis Klappentext „leichte Liebesgeschichte“ für zwischendurch schreit, weiß man eigentlich, was einen erwartet und worauf man sich einlässt. Ich lese solche Geschichten mittlerweile nur noch ganz selten, aber manchmal tun ein bisschen unkomplizierte Liebe und eher anspruchslose Unterhaltung ja auch ganz gut. Dennoch hätte ich mir hier mehr Tiefe gewünscht, vor allem da die Geschichte so viel Potential hat: Ein harter Wettkampf mitten im Paradies, eine Gruppe ganz unterschiedlicher Menschen auf engstem Raum. Das, was auch bei den TV-Formaten lockt - Drama, ein kompliziertes Beziehungsgeflecht, hochkochende Emotionen –, wollte ich auch hier erleben, vielleicht sogar - weil es sich ja um ein Buch handelt und man so zumindest ganz nah an den Figuren und der Heldin ist und mehr Nuancen wahrnimmt - noch intensiver und emotionaler. Leider wurden meine Hoffnungen enttäuscht. Viel Potential wird nach einem starken Anfang verschwendet: Die Geschichte ist sehr dünn und handlungsarm, oft oberflächlich (die Beziehungen zwischen den Figuren werden kaum thematisiert) und absolut vorhersehbar. Es ist leider eine dieser Geschichten, bei denen der Schauplatz nur den Handlungsrahmen für die alles dominierende Liebesgeschichte bildet, um die es eigentlich WIRKLICH geht. Sowohl die Geschichte als auch das Ende enthalten leider auch das eine oder andere Klischee und kleinere Logikfehler (diese haben mich aber meist nicht wirklich gestört).

Wenn man die Erwartungen jedoch zurückschraubt, wenn es einem ohnehin nur um die Lovestory geht und wenn man im Vorhinein weiß, dass die Reality-TV-Idee nur ein Vorwand ist und nicht wirklich ausgebaut wird, glaube ich, dass man mit dieser Geschichten dennoch einige unterhaltsame Stunden haben kann. So mochte ich den Anfang beispielsweise sehr, Abby lässt sich hier von Dean absolut nichts gefallen und die Wortgefechte der beiden sind manchmal wirklich amüsant zu lesen. Auch was die Liebesgeschichte betrifft, gibt es kribbelnde, vor gegenseitiger Anziehung nur so sprühende Stellen und gelungene Momente, in denen die Zuneigung füreinander deutlich wird. Jedoch ging mir das das Ganze insgesamt – und das liegt mit Sicherheit an der Kürze des Romans – alles zu schnell (teilweise werden Tage übersprungen und in nur wenigen Worten zusammengefasst). Diese amüsante Phase voller Hassliebe war zu bald vorbei, glühende Abneigung wandelte sich viel zu schnell in Anziehung und schlussendlich in Verliebtheit.

Protagonistin (+/-)

Eigentlich mochte ich Abby, auch wenn sie keine besonders komplexe Figur ist, und fand sie am Anfang wirklich sympathisch. Sie scheint intelligent zu sein, schreibt Rezensionen wie ich – ich konnte mich schnell mit ihr identifizieren. Am Beginn ist sie eine starke weibliche Hauptfigur, beobachtet genau, bevor sie handelt, ist impulsiv und lässt sich absolut nichts gefallen. Doch sobald sich die Geschichte mit Dean vertieft, scheint sie sich total zu verändern. Bei jeder seiner Bewegungen, bei jeder Gesichtsregung vermutet sie, dass er das Interesse verliert oder auf sie böse ist. Sie wird auf einmal unsicher, bekommt Selbstzweifel, ihre Gedanken kreisen ständig um Dean. Was mich am meisten gestört hat: Er wird zunehmend als perfekt und sogar „Gott“ (jedes Mal habe ich hier mit den Augen gerollt) bezeichnet und Abby fragt sich ständig, ob sie gut genug für ihn ist. Das Schlimmste: Alle ihre Zweifel beziehen sich nur auf ihr Äußeres, als wäre das alles, was bei einer Frau zählt. Was mit ihrer Intelligenz, ihrer starken Persönlichkeit und ihrem Selbstbewusstsein ist? Tja, darauf hat Abby wohl ganz vergessen…

Nebenfiguren (-!)

Die Nebenfiguren konnten mich leider nicht überzeugen. Sie sind durchgehend viel zu blass gezeichnet und absolut austauschbar. Ich weiß, dass Abby nicht viele davon näher kennenlernt, aber dennoch hätten die Nebenfiguren mehr Persönlichkeit erhalten müssen. Dean ist zwar minimal besser ausgearbeitet, aber auch über ihn erfährt man so gut wie nichts. Er ist so austauschbar wie alle anderen Figuren, entspricht dem Prototyp des arroganten, harten Kerls mit der weichen Schale und wird wohl schnell vergessen sein.

Spannung & Atmosphäre (+/-)

Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich die Geschichte sehr schnell und angenehm lesen. Langweilig wurde mir meist trotz der großen Vorhersehbarkeit nicht, spannend fand ich vor allem die Streitereien zwischen Abby und Dean und natürlich die Wettkämpfe. „Wildgames – in einer heißen Nacht“ ist, was Spannung und Insel-Atmosphäre betrifft, ein nettes Leseerlebnis ohne große Überraschungen oder Innovationen – aber auch nicht mehr.

Feministischer Blickwinkel (+/-)

Am Beginn zeigt sich Abby noch selbstbewusst, frech und stark, kritisiert sogar machohaftes Verhalten. Aber eine Frau, die sich später selbst nur aufs Aussehen reduziert, einen Mann ständig als Gott bezeichnet und sich durchgehend fragt, ob sie gut genug für ihren perfekten Schwarm ist, ist natürlich alles andere als feministisch. Generell werden Frauen (und teilweise auch Männer) in der Show oft aufs Äußere reduziert, müssen extrem viel Haut zeigen – Dinge, die in solchen Shows leider auch in der Realität immer noch häufig passieren (und auch kritisiert gehören!). Am wenigsten hat mir gefallen, dass die Medien Abby den Beinamen „die Bücherbitch“ gegeben haben und das sie das nicht im Geringsten stört, sondern dass sie auch noch irgendwie stolz darauf zu sein scheint. Sexistische Sprache ist niemals cool - sie diskriminiert, fördert Rollenstereotypen und ist hinderlich für die Gleichberechtigung. Solche Dinge sollten in Medien wie Büchern reflektiert und kritisiert und nicht als lustig dargestellt werden.

„Da konnte er keine Romanze gebrauchen – vor allem nicht mit einer wie mir, die eindeutig nicht der Playboy-Bunny-Typ war. Für einen Gott wie Dean war ich zu normal.“ Position 968

Mein Fazit

„Wildgames – in einer heißen Nacht“ ist eine nette, vorhersehbare Geschichte, die ihr Potenzial und ihren Schauplatz leider nicht nutzen kann und die mich daher leider enttäuscht hat. Schließlich war es gerade dieser Handlungsrahmen, der mich interessiert hat - ich wollte (wie bei den TV-Sendungen) Drama, hochkochende Emotionen, interessante Gruppendynamiken und ein kompliziertes Beziehungsgeflecht zwischen den TeilnehmerInnen sehen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig lesbar, die Liebesgeschichte entwickelt sich zwar zu schnell, bietet aber trotzdem einige kribbelnde, gelungene Momente. Die Hauptfigur zeigt sich am Beginn des Buches stark und frech, zweifelt im Laufe der Geschichte aber zunehmend an sich selbst (bzw. ob sie für ihren angeblich perfekten Schwarm gut genug ist). Eine große Schwäche hat die Geschichte leider: ihre Oberflächlichkeit. Die Figuren sind blass und austauschbar, bei den Beziehungen der TeilnehmerInnen, Gedanken und Gefühlen geht die Autorin nicht in die Tiefe (deshalb konnte ich auch nicht richtig mitfühlen und mitfiebern) und die Geschichte hält kaum Überraschungen, aber dafür einige Klischees bereit. Ohne Frage hätten dem Buch hundert Seiten mehr gutgetan, weil die Autorin dann mehr Zeit gehabt hätte, ihre Geschichte besser auszubauen. „Wildgames – in einer heißen Nacht“ soll eine leichte Liebesgeschichte sein – mir war sie leider etwas zu leicht. Wenn man die Erwartungen aber zurückschraubt und wenn es einem ohnehin nur um die Lovestory geht, kann man mit dieser Geschichte aber mit Sicherheit trotzdem einige unterhaltsame Stunden erleben.

Bewertung

Idee, Themen, Botschaft: 4 Sterne
Ausführung: 2 Sterne
Worldbuilding: 3 Sterne
Einstieg: 4 Sterne
Schreibstil: 3 Sterne
Protagonistin: 3 Sterne
Nebenfiguren: 1 Sterne
Liebesgeschichte: 3 Sterne
Atmosphäre: 2,5 Sterne
Spannung: 2,5 Sterne
Ende: 3 Sterne
Emotionale Involviertheit: 2 Sterne
Feministischer Blickwinkel: +/-

Insgesamt:

❀❀,5 Lilien

Dieses Buch bekommt von mir 2,5 leider enttäuschte Lilien!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Jessica Clare

Jessica Clare - Autor
© © Jessica Clare

Jessica Clare lebt mit ihrem Mann in Texas. Ihre freie Zeit verbringt sie mit Schreiben, Lesen, Schreiben, Videospielen und noch mehr Schreiben. Sie veröffentlicht Bücher in den unterschiedlichsten Genres unter drei verschiedenen Namen. Als Jessica Clare schreibt sie erotische Liebesgeschichten. Ihre Serie Perfect Passion erschien auf den Bestseller-Listen der New York Times und der USA Today.Mehr Information unter: www.jillmyles.com

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