Die Optimierer
 - Theresa Hannig - eBook

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

8,49

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Science Fiction Romane
304 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-3976-5
Ersterscheinung: 29.09.2017

Die Optimierer

Roman

(53)

Deutschland im Jahr 2050. Samson Freitag ist Lebensberater aus Leidenschaft. In der durchstrukturierten Optimalwohlökonomie kümmert sich der Staat um seine Bürger, und dazu gehört die Zuteilung des passenden Berufs für jeden. Samson ist glücklich, seinen Teil zu einer optimalen Gesellschaft beizutragen. Bis zu dem Tag, an dem sich eine Frau nach seiner Beratung das Leben nimmt. Als Samson dann auch noch erfährt, dass er vor Jahren einen drastischen Fehler machte, der dem System durchging, beginnt er die Prozesse der Gesellschaftsoptimierung zu hinterfragen – mit ungeahnten Folgen ...

 

Rezensionen aus der Lesejury (53)

jeneza jeneza

Veröffentlicht am 07.01.2018

Jeder an seinem Platz! Oder doch nicht?

Inhalt:
Die Bundesrepublik Europa Im Jahre 2052. Deutschland hat sich mit anderen, wohlhabenden Staaten zur BEU zusammengeschlossen. Der von einem Zaun umgebene Staat wird dominiert von Technik und Robotern. ... …mehr

Inhalt:
Die Bundesrepublik Europa Im Jahre 2052. Deutschland hat sich mit anderen, wohlhabenden Staaten zur BEU zusammengeschlossen. Der von einem Zaun umgebene Staat wird dominiert von Technik und Robotern. In der Optimalwohlökonomie hat jeder Bürger den Platz, an dem er für die Gesellschaft am nützlichsten ist. Samson hat als Lebensberater die Aufgabe, diesen optimalen Platz für seine Klienten zu finden. Er ist glühender Verfechter des Systems und sammelt als Vorzeige-Bürger viele Sozialpunkte, die ihm eine baldige Beförderung in seinem Job sichern sollen. Als er dann jedoch eine falsche Beratung geführt haben soll und ihm die Schuld gegeben wird, beginnt für Samson eine Abwärtsspirale. Es folgt ein Schlag nach dem Anderen und Samson beginnt langsam am System zu zweifeln. Doch der Staat versucht weiterhin ihn zu optimieren und Samson kann nichts dagegen unternehmen.

Meinung:
Obwohl ich den Roman zu den Dystopien zähle, war er ganz anders, als ich erwartet habe. Vielleicht gerade deshalb, dass die Gesellschaft der Zukunft gar nicht so abwegig und weit entfernt zu sein scheint wie in anderen Büchern, die ich aus dem Genre bereits gelesen habe. Viele technische Neuerungen, die mit dem heutigen Stand in den nächsten 20 Jahren durchaus denkbar sind. Es gibt überraschend viele Parallelen zur heutigen Zeit. Das Thema der Überwachung durch Technik oder Vegetarismus und die damit zusammenhängende Umweltbelastung werden aufgegriffen.
Der Schreibstil hat mir besonders gut gefallen. Die Kapitel sind kurzgehalten, wodurch ergibt sich ein rascher Lesefluss. Zu Beginn wird sehr ausgiebig die neue Welt beschrieben, wodurch der Leser einen guten Einblick in das Leben im Jahre 2052 bekommt. Später nimmt das Tempo an Ereignissen und Wendungen zu. Durch die kurze Aufeinanderfolge von Geschehnissen fehlt es an einigen Stellen an Tiefe, die man hätte leicht ausbauen und weiterspinnen können.
Auch den Charakteren fehlt es teilweise an Tiefe, wodurch der Leser nicht unbedingt eine Beziehung zu diesen aufbaut. Samson ist ein untypischer Protagonist, er lehnt sich nicht gegen das System auf. Er ist einem daher weder sehr sympathisch, noch unsympathisch.

Fazit:
Theresa Hannig hat einen tollen Debütroman geschrieben, der erschreckende Befürchtungen für die nahe Zukunft vermuten lässt. Er regt definitiv zum Nachdenken an über die heutige Gesellschaft und die Entwicklung der Technik. Das Buch war für mich ein echter Pageturner. Ich bin gespannt, wie sich Theresa Hannigs Zukunftsvisionen in der Fortsetzung entwickeln werden.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

aimee aimee

Veröffentlicht am 07.01.2018

Totale Kontrolle – zum Wohle aller

Interessante, sehr gut recherchierte Zukunftsvision, die einem vor Augen führt, weshalb die Vorratsdatenspeicherung gar nicht so belanglos ist, wie sie uns oft erscheinen mag. Erschreckend und gut!

Zugegeben, ... …mehr

Interessante, sehr gut recherchierte Zukunftsvision, die einem vor Augen führt, weshalb die Vorratsdatenspeicherung gar nicht so belanglos ist, wie sie uns oft erscheinen mag. Erschreckend und gut!

Zugegeben, ich gehöre auch zu denjenigen, die es nicht weiter tragisch finden, von Amazon aufgrund meiner Kaufhistorie neue, auf mich „zugeschnittene“ Kaufempfehlungen zu bekommen, und wenn Google bereits vorher weiß, nach was ich suchen werde, spar ich mir das Tippen.

Theresa Hannig erschafft in ihrem Roman nun eine Welt, deren Bewohner gerade aufgrund solcher Daten und einer allumfassenden „Dokumentation“ ihrer Leben zu gläsernen Bürgern werde. Kurz das jeweilige Profil aufrufen und schon weiß man bestens „bescheid“ über denjenigen, der vor einem steht, welchen sozialen Status er hat, wie er sich in der Gesellschaft engagiert und wo sein optimaler Platz in der optimalwohlökonomischen Gesellschaft ist. Denn jeder hat einen Platz, an dem er für sich und alle anderen am nützlichsten wirken kann – bei manchen ist dies tatsächlich das heimische Sofa! Und auch der Protagonist Samson Freitag muss auf sehr schmerzliche Art erfahren, wie es ist, vom System „aussortiert“ zu werden.

Unbedingt lesenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

luelue83 luelue83

Veröffentlicht am 06.01.2018

Zwiegespalten aber begeistert

Zwiegespalten aber begeistert hinterlässt mich der Debüt Roman von Theresa Hannig.

Samson Freitag geht in seiner Job auf. Sie ist seine Passion, sein Leben. Er arbeitet für die Lebendsberatung der Bundesrepublik ... …mehr

Zwiegespalten aber begeistert hinterlässt mich der Debüt Roman von Theresa Hannig.

Samson Freitag geht in seiner Job auf. Sie ist seine Passion, sein Leben. Er arbeitet für die Lebendsberatung der Bundesrepublik Europa die sich zur Aufgabe gemacht hat, alles und jeden an den richtigen Platz zu bringen und so die Gesellschaft bis ins kleinste zu optimieren. Er entscheidet wie Personen, aufgrund Ihrer Qualifikationen, der Gesellschaft am nützlichsten sind. Sogar die Entdeckung des heißesten Kanidaten für die Wahl des Präsidenten der Bundesrepublik, geht auf sein Konto. In Samsons Welt werden unangenehme Aufgaben von hoch entwickelten Robotern ausgeführt und alles wird überwacht und kontrolliert. Augenscheinlich notwendig damit die Bewohner der Optimalwohlökonomie in Sicherheit und Wohlstand leben können.....

Aber in wieweit kann und möchte man Maschinen und algorithmen handeln und entscheiden lassen?

Das Cover gefällt mir sehr gut da es perfekt zum Thema und zum Titel passt. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Man kann sich die Welt in der Samson lebt sehr gut vorstellen ohne das die Sprache zu bildhaft und blumig ist. Vielmehr finde ich Sie sehr knackig und präziese.

Es werden, vorwiegend in der ersten Hälfte des Buches, interessante Ideen in Bezug auf die Nutzung von Daten und Entwicklung der Roboter aufgegriffen die mich zum Nachdenken gebracht haben.
In der zweiten Hälfte erfährt man viel über Samson und sein Umfeld sowie seiner Lebensweise. Der Musterbürger gerät in die Krise seine Lebends. Eine Beratung geht absolut schief, seine, in seinen Augen perfekte Beziehung, zerbricht und seine Eltern werden in einer Zwangsvegitarisierten Gesellschaft, beim Fleischverzehr erwischt. All das kostet Samson wichtige Sozialpunkt und reißt Ihn in einen Abwärtsstrudel. Die Geschichte endet in einem für mich überrasschenden, offenen Schluss
.
Leider haben die Figuren und auch der Protagonist Samson keine Tiefe entwickelt, was sich für mich bis zum Ende nicht geändert hat. Desweiteren hatte ich zum Ende hin das Gefühl das der Autorin die Seiten ausgingen was zur Folge hatte das die Handlung zügig und an manchen Stellen ein bisschen zu knapp geschrieben wurde
Alles in allem würde ich das Buch trotzdem empfehlen

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LaW1990 LaW1990

Veröffentlicht am 05.01.2018

Optimal integriert?

Der Debütroman „Die Optimierer“ von Theresa Hannig ist eine teils erschreckend realistisch gestaltete Zukunftsvision auf 300 Seiten, in welcher die Optimalwohlökonomie für Wohlstand und Sicherheit sorgt.

2052 ... …mehr

Der Debütroman „Die Optimierer“ von Theresa Hannig ist eine teils erschreckend realistisch gestaltete Zukunftsvision auf 300 Seiten, in welcher die Optimalwohlökonomie für Wohlstand und Sicherheit sorgt.

2052 hat sich die Bundesrepublik Europa, ein Zusammenschluss der wohlhabenden Ländern Europas, von der restlichen Welt abgegrenzt und mit Hilfe hochentwickelter Roboter das System von Profit-Orientierung zum Streben nach größtmöglichem Wohl verändert. Jeder Mensch hat dabei seinen perfekten Platz in der Gesellschaft, bei der er den größten Nutzen für die Allgemeinheit hat.
Für genau diese Platzzuweisung gibt es die Lebensberater, wie Samson Freitag einer ist. Dieser berät seine Kunden und findet mit den Informationen der Totalüberwachung den bestmöglichen Platz.
Als Samson zur Beratung von Martina Fischer unterwegs ist, ahnt er noch nicht, was für Folgen das für ihn haben wird. Schon bald steht er vor einem Abwärtsstrudel, welcher ihn immer weiter hinunterzieht, während das System ihn zwanghaft optimieren will.

Das Buch benötigt zu Beginn etwas Vorlauf, es führt im ersten Drittel hauptsächlich Samson, die neue Gesellschaft und die Technologie ein, also all das, was die Umwelt ausmacht und Grundlage für die Entwicklung der Geschichte ist. Nach und nach nimmt die Geschichte dann aber Fahrt auf und entwickelt sich bis zum Ende zu einem rasenden Strom, welcher alles und teils auch zu sehr die Geschichte selbst mitreißt.
Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, vor allem die wirklich guten Ideen wie die Welt in der Zukunft aussehen könnte und was das für die Menschen heißt. Dabei sind es die meist sehr realistisch anmutenden Prognosen, welche das Konstrukt tragen und erst zum Ende hin in etwas mehr Fiktion aufgehen.
Trotz des raschen und phantastischeren Endes ist es genau dieses, welches mich letztendlich von der Geschichte überzeugt hat, nämlich dass es dabei einen Moment dauerte, bis ich die Situation erkannte und tatsächlich neugierig bin, was das nun für die Fortsetzung bedeutet.

Der Schreibstil ist angenehm und durch die kurzen Kapitel auch leicht herunterzulesen ohne zu bedrücken oder anstrengend zu werden, das Cover passt mit seiner utopischen Aufmachung und der auffälligen gelben Farbe zur Geschichte und unterstreicht so den Fiktionsaspekt.

Insgesamt kann ich den Roman jedem empfehlen, der auf der Suche nach lockerer Leseunterhaltung ist und/oder Interesse an Zukunftsentwürfen zu Gesellschaft und Technik hat.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Farraige Farraige

Veröffentlicht am 05.01.2018

Jeder an seinem Platz!

Theresa Hannig hat mit ihrem Debütroman "Die Optimierer"eine wunderbar dystopische Welt geschaffen, in der reichen Staaten der EU die BEU gegründet haben und nun ein Land sind, in dem jeder Bürger vollkommen ... …mehr

Theresa Hannig hat mit ihrem Debütroman "Die Optimierer"eine wunderbar dystopische Welt geschaffen, in der reichen Staaten der EU die BEU gegründet haben und nun ein Land sind, in dem jeder Bürger vollkommen überwacht wird. Hierbei bekommt jeder genau die Arbeit, die am meisten für die Gesellschaft bringt und dabei seinen Talenten und Neigungen entspricht. Wer keine Talente hat, kommt in Kontemplation, was heißt, dass er nicht mehr arbeiten darf, was jedoch an sich kein Problem ist, durch das bedingungslose Grundeinkommen.
Klasse, findet Samson Freitag, ein Lebensberater, der "für jeden den richtigen Platz findet". Aber dann gerät sein Leben außer Kontrolle und er beginnt Fragen zu stellen...

Der Schreibstil macht das Buch zu einem richtigen Schnellleser. Ohne Leserunde hätte ich es in maximal zwei Tagen gelesen. Die Autorin lässt das ein oder andere Kunstwort einfließen, doch ansonsten ist der Text eher simpel verfasst ohne dabei langweilig zu werden.
Am Anfang wird noch sehr viel beschrieben und dann wird der Roman immer schneller. Würde ich eine Spannungskurve zeichnen wäre es wohl eine e-Funktion. Insgesamt hätte ich mir allerdings noch mehr Drama gewünscht.
Was ich aber richtig gut fand, waren die vielen, sehr realistischen Ideen. Das Ende fand ich persönlich dann schon wieder recht abgedreht und gleichzeitig ziemlich vorhersehbar.

Das Cover finde ich eher langweilig, doch es passt schon zum Roman.

Die Charaktere finde ich insgesamt schon interessant, nur fehlt es ihnen leider an Tiefe. Ich habe nicht das Gefühl auch nur eine Person in dem Buch wirklich kennengelernt zu haben. Am Anfang finde ich passt das noch sehr gut, weil das System auf ein wirkliches Begegnen nicht ausgelegt ist, aber später fände ich etwas mehr Details ganz gut.

Dafür finde ich, dass die Welt in sich ziemlich schlüssig ist und auch Tiefe hat. Auch wenn sie mir schon fast etwas zu scifi ist...

Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten. Es gab einige Ideen die ich gerne mochte und die beschriebene Welt erschien mir interessant. Dennoch glaube ich, dass da noch mehr geht. Aber vielleicht ist Theresa Hannig ja auch eine e-Funktion... ;)

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Theresa Hannig

Theresa Hannig - Autor
© Olivier Favre

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman Die Optimierer gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

Mehr erfahren
Alle Verlage