Die Unvollkommenen
 - Theresa Hannig - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Science Fiction Romane
400 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-7380-6
Ersterscheinung: 28.06.2019

Die Unvollkommenen

Roman

(34)

Bundesrepublik Europa, 2057: Es herrscht Frieden in der Optimalwohlökonomie, einem lückenlosen Überwachungssystem, in dem mithilfe von Kameras, Linsen und Chips alles erfasst und gespeichert wird. Menschen und hochentwickelte Roboter sollen Seite an Seite leben. Störenfriede werden weggesperrt.
So auch die Systemkritikerin Lila. Als sie im Gefängnis aus einem künstlichen Koma erwacht, stellt sie fest, dass ihr schlimmster Albtraum wahr geworden ist: Die BEU wird von einer KI regiert. Samson Freitag wird als Gottkönig verehrt und erpresst von den Bürgern optimalkonformes Verhalten. Für Lila steht fest, dass sie Samsons Herrschaft und die Entmündigung der Menschen beenden muss. Ihr gelingt die Flucht, doch Samson spürt sie auf und bietet ihr einen Deal an, den Lila nicht ausschlagen kann…

Rezensionen aus der Lesejury (34)

ThePassionOfBooks ThePassionOfBooks

Veröffentlicht am 15.08.2019

Die Unvollkommenen

Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung der Dystopie "Die Optimierer". Für mich war sie leider deutlich schwächer als der erste Band.

Lila wacht nach fünf Jahren Koma, der sog. Verwahrung, ... …mehr

Bei diesem Buch handelt es sich um die Fortsetzung der Dystopie "Die Optimierer". Für mich war sie leider deutlich schwächer als der erste Band.

Lila wacht nach fünf Jahren Koma, der sog. Verwahrung, auf und muss sich in einer für sie fremd gewordenen Welt und einem unbekannten neuen Lebensalltag zurecht finden. Gemeinsam mit ihr lernt man nach und nach das Leben in der Optimalwohlbevölkerung kennen. Alle Bürger sind optimiert und Leben in Frieden Seite an Seite mit den Robotern zusammen.
Blickt man jedoch hinter die Kulissen sieht es schon ganz anders aus. Sinnestäuschungen, Überwachung und Manipulation sind das wahr Geheimnis des Friedens. Die Themen hier waren gut gewählt und als Leser sieht man sich mit verschiedenen Fragen konfrontiert: Wie viel Macht sollte den KI gegeben werden? Wie viel Roboter und Technik unterstützen unseren Alltag tatsächlich und ab wann geben wir uns selbst dadurch auf? Alles interessante Ideen, deren Fragen geklärt werden wollen.

Leider hat das Buch einen großen Kritikpunkt. Das Ende! Obwohl sich über die vielen Kapitel mehr und mehr Spannung aufbaut versandet am Schluss alles. Statt einem großen Höhepunkt werden die letzten Abschnitte viel zu schnell abgehandelt und ein gutes Ende sieht anders aus. Vorhersehbar, langweilig und komplett unglaubwürdig. Das Verhalten der Protagonisten wird in keinster Weise erklärt und es gibt zu viele offene Fragen, die letztendlich nicht geklärt werden. Ich war leider extrem enttäuscht!

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ZuHaLiKo ZuHaLiKo

Veröffentlicht am 04.08.2019

kratzt an der Oberfläche des Themas

Teil 1 "Die Optimierer" habe ich nicht gelesen und kann das Buch daher nur wie folgt rezensieren:

Lila ist eine gescheiterte Revolutionsführerin und wacht nach 5 Jahren Strafe aus einem erzwungenen Koma ... …mehr

Teil 1 "Die Optimierer" habe ich nicht gelesen und kann das Buch daher nur wie folgt rezensieren:

Lila ist eine gescheiterte Revolutionsführerin und wacht nach 5 Jahren Strafe aus einem erzwungenen Koma auf. In einer Welt, in der Roboter von Menschen äußerlich nicht zu unterscheiden sind und in den fünf Jahren von Lilas Abwesenheit mehr Rechte bekommen haben, erfährt Lila in der "Strafanstalt" erst nach und nach von den Neuerungen. Mit einem Mitgefangenen gelingt ihr zunächst die Flucht aus dem "Internat" und gemeinsam machen sie sich auf den Weg Richtung Landesgrenze. Auf ihrer Flucht werden sie jedoch wieder gefangen genommen. Ihnen wird angeboten, am normalen Leben wieder teilzunehmen, wenn sie spezielle Aufgaben erfüllen.


Lila hat ein großes Problem mit den Rechten der Roboter und der damit einhergehenden Totalüberwachung, die im Laufe des Buches immer deutlicher zu Tage tritt.


Mich hat das Cover angesprochen, jedoch hat mich erst der Klappentext davon überzeugt, das Buch zu lesen.

Die Hauptperson ist eine interessante Persönlichkeit, die in der Geschichte glaubwürdige Standpunkte vertritt und nachvollziehbare Zweifel an der Einstellung anderer und ihrer eigenen hegt. Das mach sie sehr sympathisch.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Das Lesevergnügen war da. Die Geschichte wurde flüssig erzählt - ohne viele Schnörkel.

Aufgrund der Seitenzahl und des Umfangs der Geschichte, dass die Thematik nicht tief angegangen werden kann und wird. Eine hinreichende Lösung der Problematik bleibt aus.

Das Buch bereitet deshalb Vergnügen, weil es einen kurzen Einblick in die Gedankenwelt einer Betroffenen gibt, die dem System kritisch gegenüber steht. Es war in sich abgeschlossen und es ist absolut nicht nötig, Teil 1 zu lesen. Man kann der Handlung auch so sehr gut folgen.


Eingefleischte Fans entsprechender Literatur dürften aufgrund der wenig aufgefassten Vielschichtigkeit der Problematik "Überwachung - Roboter - Mensch" enttäuscht werden. Ich gebe eine klare Leseempfehlung für alle, die mal eine kleine Reise in die "Zukunftsmusik" unternehmen möchten.


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sun_flower sun_flower

Veröffentlicht am 03.08.2019

digitale neue Welt

„Die Unvollkommenen“ ist die Fortsetzung von „Die Optimierer“, lässt sich aber auch gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen, obwohl es an manchen Stellen durchaus mehr Sinn ergibt, wenn man ... …mehr

„Die Unvollkommenen“ ist die Fortsetzung von „Die Optimierer“, lässt sich aber auch gut lesen, ohne den Vorgängerband zu kennen, obwohl es an manchen Stellen durchaus mehr Sinn ergibt, wenn man das vorherige Buch kennt.

2057 ist die Optimalwohlökonomie noch weiter entwickelt, und die Bundesrepublik Europa hat sich zu einem lückenlosen Überwachungssystem entwickelt. Menschen werden „integriert“, und leben mit hochentwickelten Robotern zusammen.
Wer das System kritisiert oder sich dagegen auflehnt, wird weggesperrt.

Lila, die eigentlich Paula Richter heißt, erwacht im Gefängnis aus der „Verwahrung“, einem künstlichen Koma. Entsetzt stellt sie fest, dass die BEU von einer KI regiert wird, und dieser als Gottheit verehrt wird.

Vom Schreibstil her lass sich das Buch sehr flüssig, und ich fand es interesannt, die Gedankenspiele, was wäre wenn vom Vorgängerband weitergesponnen zu lesen. Eine komplett digitalisierte Welt klingt für mich definitiv nach einem Alptraum.
Was mir mittendrin auf die Nerven ging, war das ganze mit der Verehrung von Samson – mich hat das alles an Religionsfanatiker erinnert, und ich mag mir nicht vorstellen, war passieren würde, wenn es diese digitalisierte Welt mit integrierten, über ihre Chips von der ‚“Regierung“ steuerbaren Menschen tätsächlich eines Tages geben sollte.

Es lohnt sich auf jeden Fall, beide Bände zu lesen, und ich würde mich freuen, von dieser Autorin künftig noch mehr zu lesen.

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Squirrel Squirrel

Veröffentlicht am 03.08.2019

Optimalwohlökonomie im Jahr 2057

Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2057 hat sich weiter entwickelt. Das Internat für Störenfriede existiert weiterhin, doch es gibt mittlerweile eine Verwahrung. Dort werden Straftäter ruhig gestellt ... …mehr

Die Bundesrepublik Europa (BEU) im Jahr 2057 hat sich weiter entwickelt. Das Internat für Störenfriede existiert weiterhin, doch es gibt mittlerweile eine Verwahrung. Dort werden Straftäter ruhig gestellt und in einen komatösen Tiefschlaf versetzt. Für Bewegung und Ernährung während dieser Zeit sorgen Roboter. Es ist platzsparender und kostengünstiger, die Gefangenen so zu lagern.
Die BEU hat ein Auge auf alle Mitbürger und regelt das Leben der Menschen zum Wohle aller.

Lila ist eine von ihnen, sie erwacht aus dem künstlichen Koma und findet eine gruselige Wahrheit heraus. Die BEU wird von Samson Freitag beherrscht. Er wird als großer Erleuchter dargestellt und die Mehrheit der Menschen liebt und vergöttert ihn.
Samson hat die Macht über das optimalkonforme Leben in der BEU und predigt vom Reinen Land.
Er kann in den Geist der Menschen vordringen und so ihr Handeln beeinflussen.Linsen sind überflüssig geworden, es werden Chips implantiert. Ist jemand sehr traurig, werden Glücksstoffe freigesetzt und die Welt ist wieder in Ordnung. Dadurch werden Verbrechen reduziert und ungeplante Handlungen finden gar nicht erst statt.

Die Geschichte geht sofort interessant los, man verfolgt das neue Leben von Lila im Internat.
Sie ist in der Villa Baltic untergebracht, ein Platz für nicht systemkonforme Mitbürger. Für Lila heißt es lebenslänglich im Internat. Es fehlt ihr an nichts, das Essen ist hervorragend, die Wohnung luxuriös, das Freizeitangebot fast unendlich. Nur laufen ist untersagt, man darf sich nur mit einer Geschwindigkeit von maximal 1,5 Meter pro Sekunde bewegen. Joggen kann Lila von nun an vergessen.
Bei einem Ausflug zum Stand lernt sie Eoin Kophler kennen. Ein seltsamer Zeitgenosse, doch mit ihm könnte Lila einen Ausbruch wagen, denn er ist genauso wie sie davon überzeugt, die Welt wäre besser dran ohne Samson Freitag.

Das Buch schließt an „Die Optimierer“ an, es ist ratsam, den ersten Band zu lesen, da einige Charaktere auch in „Die Unvollkommenen“ auftreten.
Der Unterhaltungswert ist hoch, der Spannungsbogen steigt stetig an. Diese Zukunft ist erschreckend, auch wenn es alles prima ist und optimalwohlökonom angepriesen wird.
Roboter können das Leben erleichtert, nur wenn sie ein Eigenleben führen können, dann wird es gefährlich. Ein harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Maschine ist wünschenswert, doch wie hier im Buch kann es zu einer großen Gefahr werden.
Das Buch endet für mich zufriedenstellend, doch könnte es auch eine Fortsetzung geben. Das Thema bietet eine schier unendliche Auswahl an Zukunftsperspektiven


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angeltearz angeltearz

Veröffentlicht am 29.07.2019

Die Unvollkommenen

Das Buch ist in Science Fiction eingestuft, aber ich würde es auch direkt in Utopie schieben. Denn ich würde sagen, dass die Geschichte gar nicht so weit hergeholt ist. Jedenfalls in einigen Teilen.
Dass ... …mehr

Das Buch ist in Science Fiction eingestuft, aber ich würde es auch direkt in Utopie schieben. Denn ich würde sagen, dass die Geschichte gar nicht so weit hergeholt ist. Jedenfalls in einigen Teilen.
Dass es KI, also künstliche Intelligenzen, gibt ist nichts Neues. Ich finde künstliche Intelligenzen extrem gruselig und beängstigend. Etwas, vom Menschen hergestellt, dass sich selber entwickelt. Vielleicht irgendwann denkt, dass es intelligenter ist als der Mensch (wäre nicht schwer!) und dann die Menschheit unter sich begräbt. Ja, die Vorstellung ist krass und leider nicht weit hergeholt.
Deswegen mag ich die Geschichte in diesem Buch unheimlich gerne. Die Autorin hat sich da was ausgedacht, was wirklich passieren könnte.

Aber auch dieses Gedanke, dass die Menschheit sich so weit einschränkt. Dass alles nach einem perfekten Muster läuft und jeder Mensch an seinem Platz ist. Eigentlich ist es gar nicht so weit hergeholt, finde ich. Es ist bemerkenswert, dass die Autorin diese Ansätze hat. Dass sie das sie die Welt beobachtet und daraus diese Geschichte formt. Sie hat sich viele Kleinigkeiten genommen und die zu einem Buch gemacht, welches einerseits total drüber und andererseits total realistisch ist bzw. sein kann. Ich finde es gerade schwer auszudrücken. Es ist hoffentlich verständlich.

Ich mag den Schreibstil der Autorin total gerne. Sie ist schon sehr sachlich, hat aber die Emotionen am rechten Fleck. Da wo es übertrieben sein sollte, so wie bei dem Obergott Samson, ist es genau richtig. Und da wo Lila alles zu viel wird, ebenso. Die Autorin weiß was sie tut und das gefällt mir unheimlich gut. Ich habe den Eindruck, dass sie ihre Charaktere sehr mag und dass sie denen so viel Leben einhauchen möchte, wie sie kann. Sehr genial!

Entsprechend finde ich die Charaktere auch wirklich gut getroffen. Die rebellische Lila, die mit der ganzen Optimalwohlökonomie nicht klar kommt und dagegen ankämpft. Der Samson, der sich für einen Gott hält. Und dann eben die Nebencharaktere, die irgendwie alle an ihrem richtigen Fleck sind. Es gibt keine Charaktere, die ich für sinnlos halte. Auch hier ist auch jeder an seinen Platz. Schon ganz cool, dass das so durchgezogen wird.

Dieses Buch ist im Übrigen die Fortsetzung zu dem Buch “Die Optimierer”, lässt sich aber super alleine lesen. Natürlich ist es einfacher, wenn man die Vorgeschichte kennt. In dem vorherigen Buch geht es um Samson. Dem Samson, der hier in diesem Buch den Obergott macht. Es wird schon angerissen, wieso es überhaupt so weit gekommen ist und das reicht in meinen Augen vollkommen aus.

Dass Europa als ein Land bezeichnet wird und nicht mehr unterteilt ist, habe ich jetzt schon sehr oft in Büchern gelesen. Ich finde es interessant, dass viele Autoren sich politisch, allerdings durch die Hintertür, äußern. Und ja, ich finde es auch gut.

Das Ende des Buches fand ich sehr interessant, weil nichts darauf hingedeutet hat, dass es so endet. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es so okay ist oder ob ich es mir anders wünschen würde.
Trotzdem von mir gibt es eine dicke Leseempfehlung für dieses Buch.

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Autorin

Theresa Hannig

Theresa Hannig - Autor
© Olivier Favre

Theresa Hannig wurde 1984 in München geboren. Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und VWL und arbeitete als Softwareentwicklerin, Beraterin für IT-Sicherheit und als Projektmanagerin von Solaranlagen. Mit ihrem Debütroman „Die Optimierer“ gewann sie den Stefan-Lübbe-Preis 2016 und den Seraph 2018 für das Beste Debüt. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Nähe von München.

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