Das Erbe der Rosenthals
 - Armando Lucas Correa - eBook

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15,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Sonstige Belletristik
432 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-4769-2
Ersterscheinung: 21.12.2017

Das Erbe der Rosenthals

Roman
Übersetzt von Ute Leibmann

(42)

1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird auseinandergerissen.
2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält Fotos und erste Hinweise. Doch erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe ...
Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein, seine Heimat zu verlieren, die Liebsten? Einfühlsam und sprachgewaltig erzählt Armando Lucas Correa die Geschichte zweier Mädchen, die zwei Kontinente und mehr als sechs Jahrzehnte trennen, die aber so vieles verbindet: die Liebe zu ihren Vätern, ihr Überlebenswille, die Hoffnung.

 

Rezensionen aus der Lesejury (42)

Piret Piret

Veröffentlicht am 16.01.2018

Gefühlsachterbahn

Der Roman wird zweigeteilt erzählt. Einmal die Vergangenheit, in welcher Hannah die Protagonistin ist und dann die Gegenwart, hier erfährt man alles was passiert aus der Sicht von Anna.
Hannah nimmt einen ... …mehr

Der Roman wird zweigeteilt erzählt. Einmal die Vergangenheit, in welcher Hannah die Protagonistin ist und dann die Gegenwart, hier erfährt man alles was passiert aus der Sicht von Anna.
Hannah nimmt einen mit auf ihre Odyssee nach der Flucht aus Berlin und ihre Reise auf der St Louis.
Mit Anna macht man sich auf die Suche nach ihrer Geschichte, ihrer Familie und ihrem Vater.
Das Buch beschreibt sehr bewegend anhand eines einzelnen, wenn auch fiktiven Schicksals wie grausam mit den Juden zur Zeit des Nationalsozialismus umgegangen wurde und welche Demütigungen sie erfahren mussten.

Der Schreibstil des Buches war, trotz des schweren Themas sehr angenehm und so konnte man das Buch sehr zügig lesen.
Was mich sehr angesprochen hat, war die Parallele zwischen Hannah und Anna. Da beide am Anfang des Buches etwa gleich alt sind, konnte man ihre Entwicklung gut vergleichen und das feststellen, was beide erst am Ende erkennen können: Wie ähnlich sie sich sind. Auch in der Hannah im hohen Alter konnte man noch gut das junge Mädchen erkennen.
Die Figuren, insbesondere Hannah und Anna haben mir sehr gut gefallen.
Die verschiedenen Zeitebenen und der Perspektivwechsel haben die Geschichte aufgelockert und dadurch noch interessanter gestaltet.
Gelungen fand ich, dass am Ende noch einige geschichtliche Fakten dargestellt wurden und man sich mit den Fotografien der Reisenden ein noch genaueres Bild von der St. Lous und den Begebenheiten machen konnte.

Fazit: Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. Das Buch hat mir Zugang zu einem Teil der Geschichte der Judenverfolgung/Kubas gewährt, dem ich vorher noch keine Beachtung geschenkt habe. Daher für alle zu empfehlen, die einen Einblick in möglicherweise weniger bekannte Details erhalten wollen.

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lenicool11 lenicool11

Veröffentlicht am 13.01.2018

Die Rosenthals und ihre bewegende Geschichte

Inhalt
1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch ... …mehr

Inhalt
1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird auseinandergerissen.

2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält Fotos und erste Hinweise. Doch erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe.

Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein, seine Heimat zu verlieren, die Liebsten? Einfühlsam und sprachgewaltig erzählt Armando Lucas Correa die Geschichte zweier Mädchen, die zwei Kontinente und mehr als sechs Jahrzehnte trennen, die aber so vieles verbindet: die Liebe zu ihren Vätern, ihr Überlebenswille, die Hoffnung.



Meine Meinung
Der Autor hat eine sehr bewegende Geschichte erzählt und hat sie von zwei 12 jährigen Mädchen erzählen lassen. Man trifft in dieser Geschichte 3 große Ereignisse die die Welt erschüttert haben. Ich finde der Satz Was bedeutet es, auf der Flucht zu sein, seine Heimat zu verlieren, die Liebsten? zeigt deutlich wo rum es in diesen Buch geht und ich finde der Autor hat es geschafft die Ängst und auch Hoffnung dieser Menschen sehr gut darzustellen. Mir war bis ich dieses Buch gelesen habe garnicht bewusst das Kuba auch sehr schlimm mit Minderheiten umgegangen sind. Es ist schon schrecklich zu was Menschen fähig sind. Der Autor hat zwar eine Fiktive Geschichte erfunden aber sie hat einen historisch belegten Kern. Vor allem Hannah merkt man an mit 12 aber auch mit 87 das sie einfach eine Starkes Mädchen und später Frau ist die nie mehr Glücklich werden konnte.
Ich bin von diesem Buch echt bewegt und gerührt gewesen. Und mir taten die Menschen so leid und ich konnte viele Schritte die dort getan wurden sehr gut nachvollziehen ich will nicht ins Detail gehen sonst würde ich Spoilern. Beide Zeitebenen sind wirklich toll und werden zu einer tollen Geschichte verwoben.


Fazit
Jeder der Familiengeschichten mag und vor allem mit einer dramatischen Geschichte um gehen kann die im 2 Weltkrieg spielt und später in der kubanischen Revoltion ist hier sehr gut aufgehoben.

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milkysilvermoon milkysilvermoon

Veröffentlicht am 12.01.2018

Eine jüdische Odyssee

Im Jahr 1939 muss die elfjährige Hannah Rosenthal mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, weil sie als Juden in ihrer Heimat, dem nationalsozialistischen Deutschland, in Gefahr sind. Ein Schiff soll sie ... …mehr

Im Jahr 1939 muss die elfjährige Hannah Rosenthal mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, weil sie als Juden in ihrer Heimat, dem nationalsozialistischen Deutschland, in Gefahr sind. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur wenige Passagiere dürfen die St. Louis dort verlassen. So wird auch Hannahs Familie auseinandergerissen, denn nur sie und ihre Mutter Alma dürfen einreisen.
Im Jahr 2014 sucht die elfjährige Anna Rosen nach den Wurzeln ihres Vaters, der bei den Terroranschlägen am 11. September ums Leben gekommen ist. Ein Brief ihrer Großtante gibt ihr erste Hinweise, aber auch neue Rätsel auf. Erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, um mehr zu erfahren, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe.

„Das Erbe der Rosenthals“ ist der gelungene Debütroman des Autors Armando Lucas Correa.

Meine Meinung:
Erzählt wird die Geschichte aus einer ungewöhnlichen, interessanten Perspektive, nämlich der Sicht der beiden Mädchen, deren Kapitel sich jeweils abwechseln. Darüber hinaus ist das Buch in vier Teile untergliedert. Der Aufbau des Romans mit den unterschiedlichen Zeitebenen sorgt für Abwechslung und gefällt mir sehr gut. Der Autor beweist, dass er mit Sprache hervorragend umgehen kann. Der Schreibstil ist angenehm, gefühlvoll und dem Alter der Mädchen angepasst.

Ich konnte gut in die Geschichte reinfinden, die Seiten ließen sich flüssig lesen. Die Geschehnisse konnten mich schnell fesseln und berühren.

Mit Hannah und Anna stehen zwei sympathische Hauptprotagonistinnen im Vordergrund. Vor allem das Schicksal Hannahs ging mir sehr nahe. Anna bleibt dagegen etwas blasser.

Der tiefgründige Inhalt des Romans konnte mich absolut überzeugen. Die Handlung, bei der es vor allem um die Themen Verfolgung, Flucht, Liebe, Verlust, Überlebenswille und Hoffnung geht, finde ich sehr bewegend. Erschreckend aktuell erschienen mir viele der Geschehnisse im Roman.

Lobenswert ist auch, dass der Autor sich auf historische Begebenheiten stützt und ein geschichtliches Ereignis wieder in Erinnerung ruft, das bisher wenig bekannt ist und im Zusammenhang mit dem Holocaust nur selten Erwähnung findet: die Fahrt des Luxusliner St. Louis von Hamburg in Richtung Kuba mit jüdischen Emigranten im Mai 1939. Eindrucksvoll werden die historischen Hintergründe mit den abgedruckten Passagierlisten und Fotos dokumentiert. Dieses Zusatzmaterial ist ebenso ein Plus des Romans. Weitere Informationen sind im Nachwort erhalten, das die ausführliche Recherchearbeit des Autors belegt.

Das Cover finde ich sehr hübsch. Der deutsche Titel des Buches weicht zwar stark vom Original („The German Girl“) ab, ist aber durchaus passend.

Mein Fazit:
„Das Erbe der Rosenthals“ von Armando Lucas Correa ist ein äußerst lesenswertes, emotionales Familiendrama, das mich sehr berühren konnte. Ich kann den Roman wärmstens empfehlen.

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anooo anooo

Veröffentlicht am 12.01.2018

Die Geschichte der St. Louis

Armando Lucas Correas Debütroman „Das Erbe der Rosenthals“ handelt von der Geschichte des Schiffs St. Louis.
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen von jeweils 12-jährigen Mädchen erzählt. Der ... …mehr

Armando Lucas Correas Debütroman „Das Erbe der Rosenthals“ handelt von der Geschichte des Schiffs St. Louis.
Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen von jeweils 12-jährigen Mädchen erzählt. Der eine Handlungsstrang spielt 1939 und der andere 2014. Irgendwann kreuzen sich die Handlungsstränge und man erfährt, dass die Mädchen miteinander verwandt sind.

Dass das Buch von so jungen Protagonisten erzählt wird, merkt man auch dem Schreibstil an, was ich als leicht zu lesen und als schönes Stilmittel empfand.

Trotz kleineren Schwächen kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen, denn es betreibt Aufklärungsarbeit über die doch eher unbekannte, wahre Geschichte der St. Louis und die Rolle die Kuba dabei spielte.

Was das ganze Buch so besonders macht ist vor allem das Nachwort, in dem die wahren Fakten erläutert werden sowie die beigefügte Passagierliste mit den original Unterschriften und Fotos. Das hat mich sehr berührt und das macht dieses Buch zu einem wertvollen historischen Werk.

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Donkelmann Donkelmann

Veröffentlicht am 11.01.2018

in der Zeit häutiger Flüchtlingswellen aktueller denn je

Es ist der Debütroman eines mehrfach für seinen Journalismus ausgezeichneten Autoren. Und ebenso meisterlich präsentiert er seinen Roman, mit dem er ein ganz persönliches Herzensthema verarbeitet hat. ... …mehr

Es ist der Debütroman eines mehrfach für seinen Journalismus ausgezeichneten Autoren. Und ebenso meisterlich präsentiert er seinen Roman, mit dem er ein ganz persönliches Herzensthema verarbeitet hat. Doch worum geht es?

Die elfjährige Anna ist ohne Vater aufgewachsen. Er kam bei einem Unfall ums Leben als ihre Mutter mit ihr noch schwanger war. Ein Brief von der Familie ihres Vaters, die auf Kuba lebt, und enthält Hinweise und Fotos der Familie ihres Vaters. In Anna wird das Interesse für die Familie des unbekannten Vaters geweckt. Doch erst als sie sich mit ihrer Mutter von New York auf eine für sie abenteuerliche Reise nach Kuba begibt, bekommt sie die Gelegenheit, in direkten Gesprächen mit der Großtante, die ihren Vater aufgezogen hat, und von der sie ihr Aussehen geerbt hat, ihren Vater und dessen Familie kennenzulernen. Parallel zu den Recherchen von Anna in der Gegenwart wird die Flucht von Hannah und ihren Eltern aus dem Deutschland von 1939 geschildert.

Correa hat sich einer wunderbaren, spannenden Struktur für diese Geschichte bedient. In zwei unabhängigen, parallelen Strängen wird abwechselnd aus unterschiedlicher Perspektive erzählt. Natürlich weiß man als Leser, dass beide Stränge zusammengehören. Aber die Parallelität schafft zunächst eine besondere Spannung. Erst in einem zweiten Teil begegnen sich Anna und ihre Großtante Hannah, wegen der sie ihren Namen hat, und einige Informationen zum Hergang in der Vergangenheit werden direkt im Dialog wiedergegeben. In einem dritten Teil gehen beide wieder getrennte Wege in abwechselnden Kapiteln.

Der Autor hat die Geschichte der »St. Louis« und einer jüdischen Familie auf hervorragende Weise fiktionalisiert. Zu keinem Zeitpunkt liest sich der Roman wie ein Sachbuch und dennoch spürt der Leser die Echtheit der Informationen. Ergänzt wird alles mit der Namensliste der Passagiere von 1939 und einigen Fotos von den Flüchtlingen auf dem Schiff der Hamburg-Amerika-Linie. Und auch das Nachwort ist immer noch für einen überraschenden Aha-Effekt gut. Einfach toll! Ein unfassbar spannender Roman über das Schicksal jüdischer Flüchtlinge vor und während des Zweiten Weltkrieges, der in der Zeit häutiger Flüchtlingswellen aktueller denn je ist. Meinerseits eine Bestnote!


© Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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Video

Armando Lucas Correa im exklusiven Interview

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Autor

Armando Lucas Correa

Armando Lucas Correa - Autor
© Hector Torres

Armando Lucas Correa lebt in Manhattan und arbeitet dort als Herausgeber des wichtigsten Magazins der spanischen Gemeinschaft in den USA, People en Español. Zuvor arbeitete er auf Kuba als Herausgeber eines Kulturmagazins. Für seine journalistische Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von der National Association of Hispanic Publications und der Society of Professional Journalism. Das Erbe der Rosenthals ist sein erster Roman. http://www.armandolucascorrea.com/

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