Im Traum kannst du nicht lügen
 - Malin Persson Giolito - eBook

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11,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Sonstige Belletristik
461 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-4986-3
Ersterscheinung: 26.10.2017

Im Traum kannst du nicht lügen

Roman

(31)

Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die Schülerin Maja Norberg als Schuldige vor Gericht. Ihre Freunde Dennis, Amanda und Sebastian, der Lehrer Christer, alle erschossen, von Maja. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur Mörderin und zur meist gehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt schuldig?
Aus Majas Sicht wird in diesem faszinierenden Roman die Vorgeschichte des Verbrechens erzählt. Eine aufwühlende Lektüre.
Im Traum kannst du nicht lügen wurde 2017 mit dem namhaften Glass Key Award (Skandinavischer Krimipreis) ausgezeichnet – der prestigeträchtigsten Auszeichnung für nordische Kriminalromane. Die Autorin Malin Persson Giolito reiht sich damit in die Liste der erfolgreichsten und berühmtesten Schriftsteller Skandinaviens ein. Ebenfalls Preisträger waren u.a.: Henning Mankell, Stieg Larsson, Jussi Adler-Olsen, Jo Nesbø, Arnaldur Indridason, Leif G. W. Persson

Rezensionen aus der Lesejury (31)

Drakonia Drakonia

Veröffentlicht am 19.11.2017

Im Traum kannst du nicht lügen


Meine Meinung:
Das Buch ist raffiniert und ungewöhnlich aufgebaut. Man startet hier nicht mit der Tat und erzählt bis zur Verhandlung. Im Prolog liest man zwar die Tat, aber nachdem es geschah. Die eigentliche ... …mehr


Meine Meinung:
Das Buch ist raffiniert und ungewöhnlich aufgebaut. Man startet hier nicht mit der Tat und erzählt bis zur Verhandlung. Im Prolog liest man zwar die Tat, aber nachdem es geschah. Die eigentliche Geschichte startet ein paar Monate später mit der Hauptverhandlung gegen die Protagonistin Maja. Durch die verschiedenen Handlungsstränge erfährt man immer mehr von Maja und auch den anderen Charaktere. Natürlich auch von der Tat die ihr vorgeworfen wird.
Maja schweift in ihren Gedanken oft ab, so sind die Gedanken oftmals nicht chronologisch. Generell ist das Buch nicht chronologisch aufgebaut. Aber mir hat diese Art bei diesem Buch sehr gut gefallen. Obwohl es durcheinander war, kam ich super mit der Geschichte klar.

Es ist kein klassischer Thriller oder Krimiroman, in dem ein Kommissar etc. Ermittelt und am Schluss den Bösen zur Strecke bringt. Man liest hier aus der Sicht der mutmaßlichen Täterin. Man denkt eigentlich das alles logisch und klar erscheint, immerhin ist Maja für mehrfachen Mord angeklagt. Durch den Prolog erscheint die Situation klar. Der weitere Verlauf der Geschichte ist dennoch spannend und teilweise auch überraschend. War es Maja oder nicht ?

Fazit
Ein wirklich tolles Buch was mir sehr gut gefallen hat. Ich hoffe noch mehr von der Autorin zu lesen

5 von 5 Büchern


Anmerkung: "Im Traum kannst du nicht lügen" wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zu Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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Lesemaus1104 Lesemaus1104

Veröffentlicht am 15.11.2017

Ist Maja wirklich schuldig?

Im Traum kannst du nicht lügen der schwedischen Autorin Malin Persson Giolito.



Das Buch beginnt mit der beginnenden Verhandlung in der Sache Der Staat gegen Maria Norberg. Sie wird beschuldigt an dem ... …mehr

Im Traum kannst du nicht lügen der schwedischen Autorin Malin Persson Giolito.



Das Buch beginnt mit der beginnenden Verhandlung in der Sache Der Staat gegen Maria Norberg. Sie wird beschuldigt an dem Amoklauf an ihrer Schule mit beteiligt gewesen zu sein. Nach ein paar Seiten will man unbedingt wissen, was den wirklich passiert ist und ob Maja wirklich schuldig ist.

Die Autorin Malin Persson Giolito greift ein heikles Thema auf und geht damit in die Tiefe der einzelnen Protagonisten. Hier kommen die Ängste, Emotionen und Gedanken hervor, die solch eine Tat mit sich bringt.

Maja steckt voller Wut und man fragt sich, warum dieses. Auch gegen ihre Eltern ist sie wütend und man hat das Gefühl, sie mag diese nicht so. Auch kommt die Protagonistin am Anfang ein wenig menschenverachtend rüber. Aber umso mehr in dem Buch liest, umso mehr versteht man den Zorn und die Haltung gegenüber andere Menschen von Maja. Auch eine gewisse Schuld lässt diese Gefühle zu.

Der Roman ist in mehreren Abschnitten aufgeteilt, worin einmal das Klassenzimmer, wo die Tat gegangen worden ist vorkommt. Aber auch die Hauptverhandlung und das Frauengefängnis ist hier Thema. Und selbstverständlich Sebastian und Maja mit einem eigenen Abschnitt.

Dann wird das jetzige Leben beschrieben und das Leben danach, bzw. wie es soweit kommen konnte, der Amoklauf. Immer wieder mit Rückblenden, was gewesen ist.

Sehr gut sind auch die Nebenprotakonisten wie ihre Freundin Amanda oder Samir, der Lehrer Christer, die aber trotzdem eine wichtige Rolle spielen.

Man gerät immer tiefer in die Beziehung von Sebastian und Maja und irgendwie ist Maja auch ein Opfer trotz ihrer Schuld.


Es gibt viele Bücher über Amoklauf und alle sind auf ihre Art gut. Doch dieser unterscheidet sich, weil er aus der Sicht einer "Täterin" geschrieben ist. mit all den Facetten und Gefühlen und Gedanken.


Das Cover sagt mir jetzt nicht so zu. Es scheint ein Schwimmbad zu sein, aber ehrlich ist mir nicht so ganz klar, was es mit der Tat zu tun hat. Vielleicht weil es im "reichen" Milieu abspielt und gehört ein privater Pool dazu? Wegen der Partys, die stet stattfanden? Keine Ahnung.
Ich finde „In Traum kannst Du nicht lügen“ ein sehr spannender Roman. Spannungsbogen ist von Anfang an da, denn man möchte wissen, wie es so weit gekommen ist und was mit Maja ist. Jedenfalls hat der Roman nordischen Krimipreis verdient. Ich habe gedacht, es ist sogar ein Hinweis – bewu0ßt oder unbewusst – auf einen anderen Amoklauf Roman zu lesen darin (S. 60). 19 Minuten seit dem Anschlag. Es gibt einen Roman, der heißt 19 Minuten von Jodi Picoult.

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silvery silvery

Veröffentlicht am 11.11.2017

Schuldig?

Die achtzehnjährige Maja wird angeklagt, ihre beste Freundin und ihren Freund erschossen zu haben. Die Verteidigung plädiert auf Notwehr, doch die Öffentlichkeit hat sich ihre Meinung schon längst gebildet: ... …mehr

Die achtzehnjährige Maja wird angeklagt, ihre beste Freundin und ihren Freund erschossen zu haben. Die Verteidigung plädiert auf Notwehr, doch die Öffentlichkeit hat sich ihre Meinung schon längst gebildet: sie soll zusammen mit ihrem Freund das Schulmassaker geplant und durchgeführt haben. Sie ist das Monster und das meistgehasste Mädchen Schwedens.

Der Aufbau des Buches hat mir sehr gut gefallen. Es ist aus Majas Sicht geschrieben und beginnt mit dem ersten Prozesstag. In mehreren Abschnitten wird abwechselnd die Gegenwart (vor Gericht und im Gefängnis) und die Vergangenheit (wie ist es zu der blutigen Tat gekommen) geschildert. Dadurch lernt man Maja, ihre Gefühle und Motive sehr gut kennen. Die Handlung, die zu Anfang noch völlig ungreifbar war, wird immer nachvollziehbarer.

Was mir sehr gefallen hat, ist, dass dem Leser nicht vorgeschrieben wird, was er für die Wahrheit halten soll. Dadurch, dass Maja selber Zweifel hat und sich an manche Dinge nicht mehr richtig erinnert, steckt man als Leser selber in der Rolle des Richters, dessen Aufgabe es ist, zu beurteilen, inwieweit Maja schuldig ist oder nicht.
Dadurch, dass nicht alles fest vorgegeben ist, regt das Buch zum Nachdenken an. Darüber, wie sehr wir selber von Emotionen gelenkt werden, oder wie schnell wir uns Vorurteile bilden über Menschen, über die wir so gut wie nichts wissen. Nach der Lektüre des Buches, wenn man alle Hauptcharaktere sehr gut kennen gelernt hat, urteilt man vielleicht anders als noch zu Anfang des Buches.

Obwohl das Buch sehr gut geschrieben ist und man als Leser richtig mitfiebert, habe ich einen winzigen Kritikpunkt: manchmal kamen mir ein paar Passagen etwas langatmig vor, vor allem wenn Majas Gefühle auf mehreren Seiten beschrieben wurden. Das hätte man an manchen Stellen vielleicht noch etwas kürzen können oder auch weglassen, da es mir manchmal so vorkam, als hätte ich ein paar Sachen doppelt gelesen.

Doch trotz dieses kleinen Kritikpunkts hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ich mag es sehr, wenn man die Charaktere in einem Buch richtig gut kennen lernt und auch die Konstellationen der verschiedenen Charaktere vielschichtig sind und nicht einfach zu greifen. So dass man als Leser die Charaktere immer besser kennen lernt und bis zum Ende hin immer mehr mitfiebert. Das ist hier richtig gut gelungen. Man fiebert dem Richterspruch entgegen, hofft und bangt mit Maja mit, weil sie einem mit der Zeit ans Herz gewachsen ist, so dass sich die Spannung zum Schluss bis ins Unendliche steigert.

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Gina1 Gina1

Veröffentlicht am 07.11.2017

Spannender sozialkritischer Krimi

Die Autorin hat es geschafft eine Atmosphäre zu schaffen die einen verzweifeln lässt. Ist sie schuldig oder nicht? Durch die ständig eingeschobenen Geschichten aus Majas früherem leben, vor der schiesserei, ... …mehr

Die Autorin hat es geschafft eine Atmosphäre zu schaffen die einen verzweifeln lässt. Ist sie schuldig oder nicht? Durch die ständig eingeschobenen Geschichten aus Majas früherem leben, vor der schiesserei, hat man einen guten Einblick bekommen aber auch Sympathien zu ihr und den anderen aufgebaut bzw. Verloren. Ich bin ein großer Fan von diesem schreibstil, denn er erlaubt dem Autor einen spannungsbogen zu kreieren, der den Leser fesselt und nicht mehr loslässt.
Ich kann es nur empfehlen zu lesen, denn in diesem Buch werden auch missstände in der Gesellschaft beleuchtet und kritisch dargestellt. Aufjedenfall ein Buch, das es sich lohnt zu lesen!

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jasbr jasbr

Veröffentlicht am 05.11.2017

Schuldig oder nicht?

Cover und Titel des Buches finde ich ehrlich gesagt nicht besonders aussagekräftig und hätte ich den Klappentext nicht gelesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich auch nicht in die Hand genommen - es ist ... …mehr

Cover und Titel des Buches finde ich ehrlich gesagt nicht besonders aussagekräftig und hätte ich den Klappentext nicht gelesen, hätte ich das Buch wahrscheinlich auch nicht in die Hand genommen - es ist einfach ziemlich unscheinbar. Dann war ich aber wirklich angefixt und die Leseprobe hat ihr Übrigens getan. Ich war einfach neugierig, wie ein Buch von einer Attentäterin erzählt. Kann sie mich auf ihre Seite ziehen oder finde ich sie von Anfang bis Ende einfach nur schrecklich?

Erzählt wird das Buch aus Sicht von Maja, einer jungen Schülerin, die kurz vor dem Abitur steht, aus einem guten Elternhaus kommt und von der man alles erwartet, außer dass sie zusammen mit ihrem Freund in der Schule ihre Mitschüler und Lehrer erschießt. Ich gestehe: Ich habe mir sofort eine Meinung zur Protagonistin gebildet und fand sie einfach nur schrecklich. Besonders auf den ersten 100 Seiten wirkt sie gefühllos, kalt und unsympathisch. Damit war mir auch sofort klar, dass sie schuldig ist und unbedingt verurteilt werden muss.

Das Buch wechselt immer wieder die Perspektiven: Mal ist man im Gerichtssaal bei der Verhandlung, mal mit Maja im Untersuchungsgefängnis und nach und nach lernt man immer mehr über ihre Vergangenheit, ihre Umstände und ihre Freunde kennen. Am Anfang fand ich es etwas schwierig, dass immer gewechselt wird und man als Leser nur Bruchstücke von dem erfährt, was man eigentlich jetzt sofort wissen will. Das Buch fordert auf jeden Fall zu Geduld heraus.

Aber die Geduld lohnt sich: Nach und nach ergeben die Bruchstücke an Informationen, die man erhält, ein Gesamtbild. Und plötzlich scheint dann doch nicht mehr alles so offensichtlich zu sein, wie man anfangs dachte. Ich kam dann doch ins Schwanken, mein Hass auf die Protagonistin ließ nach, nahm dann wieder zu, ich konnte sie teilweise verstehen, dann wieder nur über ihre Handlungen den Kopf schütteln. Es war ein stetiges Auf und Ab bis zum Ende.

Der Schreibstil ist sehr nüchtern gehalten. Viele Emotionen werden nicht zugelassen, was ein harter Kontrast zum Inhalt des Buches ist. Daran musste ich mich erst gewöhnen, dann hat es aber einfach super zum Buch gepasst und den Lesefluss sogar noch angeregt.

Etwas gestört hat mich, dass manchmal in meinen Augen wichtige Passagen ziemlich kurz dargestellt, Nichtigkeiten an der ein oder anderen Stelle dafür ausführlich beschrieben wurden. Zwar half es, die Gedankenwelt der Protagonistin nachzuvollziehen, trotzdem was manches in meinen Augen überflüssig.

Insgesamt war das Buch wirklich für einige Überraschungen gut. Es hat mich zum Nachdenken angeregt, teilweise sehr mitgenommen und mir gezeigt, dass man sich nie zu früh eine Meinung bilden sollte. Es ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Von mir gibt es deswegen 4,5 Sterne.

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Autor

Malin Persson Giolito

Malin Persson Giolito - Autor
© Viktor Fremling

Malin Persson Giolito, 1969 geboren, wuchs in Stockholms Vorort Danderyd auf, dem Schauplatz des vorliegende Romans. Sie hat in Uppsala Jura studiert und arbeitet seit einigen Jahren bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Sie lebt dort mit ihrem Mann und ihren Kindern. Wegen des großen internationalen Erfolgs von IM TRAUM KANNST DU NICHT LÜGEN will sie sich nun komplett dem Schreiben von Romanen widmen. Sie erntete in Schweden durchweg begeisterte …

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