Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen
 - Malin Persson Giolito - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Sonstige Belletristik
461 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-4986-3
Ersterscheinung: 26.10.2017

Quicksand: Im Traum kannst du nicht lügen

Roman

(18)

Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die Schülerin Maja Norberg als Schuldige vor Gericht. Ihre Freunde Dennis, Amanda und Sebastian, der Lehrer Christer, alle erschossen, von Maja. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur Mörderin und zur meist gehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt schuldig?
Aus Majas Sicht wird in diesem faszinierenden Roman die Vorgeschichte des Verbrechens erzählt. Eine aufwühlende Lektüre.
Im Traum kannst du nicht lügen wurde 2017 mit dem namhaften Glass Key Award (Skandinavischer Krimipreis) ausgezeichnet – der prestigeträchtigsten Auszeichnung für nordische Kriminalromane. Die Autorin Malin Persson Giolito reiht sich damit in die Liste der erfolgreichsten und berühmtesten Schriftsteller Skandinaviens ein. Ebenfalls Preisträger waren u.a.: Henning Mankell, Stieg Larsson, Jussi Adler-Olsen, Jo Nesbø, Arnaldur Indridason, Leif G. W. Persson

Rezensionen aus der Lesejury (18)

Wuenschvoll2013 Wuenschvoll2013

Veröffentlicht am 26.09.2019

Jahreshighlight

Ein Meisterwerk, welches sich authentisch mit einem komplexen Thema auseinandersetzt.
Das Buch lässt sich in drei Bereiche aufteilen: Die Zeit vor dem Amoklauf, der Amoklauf selbst und die Zeit der Haft ... …mehr

Ein Meisterwerk, welches sich authentisch mit einem komplexen Thema auseinandersetzt.
Das Buch lässt sich in drei Bereiche aufteilen: Die Zeit vor dem Amoklauf, der Amoklauf selbst und die Zeit der Haft und des Prozesses.
Die Geschichte ist packend. Ich konnte das Buch nicht zur Seite legen. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht.
Es war nicht langatmig, sondern auf den Punkt gebracht.
Das ist mein erstes Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Es wird mit Sicherheit nicht das Letzte sein. Ihr Schreibstil ist flüssig und modern. Mir gefällt ihre Schreib-/ Erzählweise sehr. Die Stilmittel sind weise eingesetzt worden.
Das Buch überzeugt für mich auf ganzer Linie.
Packende Story. Sie hat mich emotional sehr berührt. Ich fand es sehr erschreckend, aber auch faszinierend wie tief der menschliche Abgrund ist und was Hass für eine starke Emotion ist.
Die Aufteilung sagt mir auch sehr zu.
Das Cover passt zum Inhalt des Buches und hat mich ehrlich gesagt auch, als erstes angesprochen.
Der Klappentext hat mich auch sehr neugierig gemacht.
Zum Schluss möchte ich sagen, dass das Buch eine Bereicherung ist und eine klar Empfehlung.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Cirilla Cirilla

Veröffentlicht am 09.08.2019

Schwierig

Dieses Buch ist vor allem eins: anstrengend.
Bevor man es aufschlägt, sollte man wissen, dass man sich während der gesamten Geschichte im Kopf der Protagonistin Maja befindet. Und die ist ätzend, nervig, ... …mehr

Dieses Buch ist vor allem eins: anstrengend.
Bevor man es aufschlägt, sollte man wissen, dass man sich während der gesamten Geschichte im Kopf der Protagonistin Maja befindet. Und die ist ätzend, nervig, verurteilend, überheblich, fies, egoistisch - mit Absicht, denn die Autorin weiß, was sie da tut.

Die Story beginnt, als Maja vor Gericht sitzt. Alles ist bereits vorbei, wir erfahren am Rande von einem Schulmassaker, an dem sie hauptsächlich beteiligt gewesen sein soll.
Und während die Staatsanwältin die Anklageschrift verliest, während Tag um Tag der Verhandlung vergeht, fängt Maja an, zurückzudenken, abzuschweifen, zu überlegen.
Vieles hat am Anfang wenig mit der eigentlichen Geschichte und dem, was man so dringend wissen will, zu tun.
Es geht oft um kleine Anekdoten, Erinnerungen an früher und darum, wie Maja sich das Leben anderer so vorstellt.
Dabei steckt sie Menschen, die sie kaum kennt, in winzig kleine Schubladen - und ärgert sich darüber, dass andere das mit ihr machen.
In seitenlangen gedanklichen Monologen ergießt sie sich in diesen Vorstellungen. Es geht die ganze Zeit so "sie ist der Typ, der...", "ich schätze mal, er wird jeden Tag...", "ich kann mir richtig vorstellen, wie..."
Das sagt sehr wenig über die gemeinten Personen aus, dafür aber umso mehr über Maja selbst. Sie mag niemanden, findet jeden und jede scheiße und hält sich für ach so viel besser als alle anderen.
Um dem ganzen dann die Krone aufzusetzen, werden relativ zum Schluss die Lesenden selbst angesprochen und Maja mutmaßt, wie wir so drauf sind, aus welcher Gesellschaftsschicht wir kommen etc.
Im Prinzip liest man also hunderte Seiten, auf denen sie erklärt, wie "blöd" und "hässlich" und "oberflächlich" und "unwissend" jemand ist, wie deep sie selbst ist und dass sie die Partys und den oberflächlichen Kram eigentlich gar nicht mag (und da kann sie uns an manchen Stellen noch so oft sagen, dass sie sich ja auch manchmal dumm vorkommt oder irgendwas nicht verstanden hat, sie ist und bleibt arrogant).
Sie beleidigt gedanklich ihre Eltern und ihre beste Freundin (man bekommt regelrecht den Eindruck, die würde sie richtig hassen) und erklärt uns dann, dass sie diese Menschen trotzdem sehr liebt.
All das lesen wir, damit uns Maja am Ende sagt: "Na? Ihr mögt mich nicht, was? Ihr habt auch so gar nichts verstanden!"
Hm, ja, wahrscheinlich. *Augenrollen*

Im Buch werden außerdem wahnsinnig viele Themen untergebracht: Sexismus, Rassismus, Wirtschaft, Steuern, Drogen, (sexualisierte) Gewalt, psychische Erkrankungen, die Schere zwischen arm und reich...
Dabei hat Maja von allem eine Vorstellung, aber von nichts so wirklich Ahnung, was wiederum zu ihrem Alter und ihrem behüteten Lebensstil passt.
Gelegentlich fühlte ich mich sogar an mich selbst als Teenie erinnert (bis auf den Lebensstil) und war fast schon ein wenig peinlich berührt.

Eine Sache, die mir in diesem Buch ebenfalls eher weniger gefallen hat, waren die Beziehungen und die Glaubwürdigkeit.
Ich habe halt z.B. einfach nicht verstanden, was die Jungs von ihr wollten, warum sie was mit ihr anfingen. Viel showing, wenig telling, wie wir Engländer sagen. ;)
Es wird nichts romantisiert und es gibt auch keinen dicken Zuckerguss, was ich der Autorin hoch anrechne. Grade zum Schluss (ohne das ich spoilern will) fand ich Majas Stimme am stärksten, ihre Bürde schlimm und ihr Umfeld und den Umgang mit dem Thema noch schlimmer.
Dennoch habe ich nicht verstanden, wieso es überhaupt angefangen hat. Gut, dafür bräuchte man vielleicht Sebastians Stimme, oder die des anderen Jungen, Maja kann ja auch nicht alles wissen.

Gut gefallen hat mir dagegen aber das etwas zurechtgerückte Bild von Schweden, das mir dieses Buch durch die Wirtschafts- und Steuerthemen vermittelt hat. Grade hier in Deutschland neigt man ja dazu, die skandinavischen Länder als reinstes Paradies, in dem alles immer super läuft, darzustellen und das ist selbstverständlich Unsinn.
Natürlich gibt es auch dort Probleme, der Kapitalismus greift um sich, die Reichen werden reicher... verglichen mit Deutschland ist Schweden aber immer noch meilenweit vorne und die geben sich wenigstens Mühe und versuchen, ihr Land zu einem schöneren Ort für alle zu machen.

Bei der Art der Erzählung (alles in Majas Kopf und ausschließlich durch ihre Brille und Rückblenden) war ich meistens hin- und hergerissen. Mal hielt ich sie für ein großartiges Konzept für den Spannungsbogen, mal für völlig unnötiges in die Länge ziehen.

Der Schreibstil ist für mich das beste am gesamten Buch. Ich halte die Autorin für unheimlich klug und talentiert und das ist auch der Grund, warum ich dem Buch trotz meiner harschen Kritik 3 Sterne gebe. Weniger hat es einfach nicht verdient, schon gar nicht nur, weil hier anscheinend mein Geschmack nicht immer so getroffen wurde.

Für mich war es im Endeffekt aber leider zu überladen, zu viel pubertäres Geschwurbel und Teenie-Drama, zu viele gewollt unsympathische Charaktere, zu gewollt deep, zu gewollt provokant, einfach zu gewollt. Ich war ziemlich erleichtert, als ich die letzte Seite gelesen hatte und das Buch schließen konnte.

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MissRose1989 MissRose1989

Veröffentlicht am 08.06.2019

Wann beginnt Schuld?

Das Cover hat schon etwas, man sieht die Darsteller von Maja und Sebastian aus der Netflix-Serie zum Buch und das zerbrochene Glas zeigt schon, wie schwierig das Buch in vielen Fragen sein wird.
Zu Beginn ... …mehr

Das Cover hat schon etwas, man sieht die Darsteller von Maja und Sebastian aus der Netflix-Serie zum Buch und das zerbrochene Glas zeigt schon, wie schwierig das Buch in vielen Fragen sein wird.
Zu Beginn der Geschichte sind wir in einem Klassenraum, die 18-jährige Maja Norberg ist die Einzig, die das Massaker, was in dem Klassenraum passiert ist, überlebt hat, der Leser erlebt auch ihre Perspektive, was sie sieht und was sie erlebt. Überall ist Blut, sie sieht ihre Freunde um sich herum tot und die Polizei stürmt in den Raum, alles passiert wie in Zeitlupe. Ihrer besten Freundin Amanda, ihres Lehrers Christer und ihrer Mitschüler Samir und Dennis und ihr Freundes Sebastian sind tot, Maja begreift das erst nach und nach, was wirklich passiert ist, wirklich bewusst wird es ihr aber erst, wenn der Prozess beginnt, weil man erst nicht wirklich weiss, was passiert ist.
Zudem gibt es immer wieder Rückblenden und durch diese Rückblenden versteht man immer besser, was Maja in ihrem Leben bewegt hat und wie die Lage immer schwieriger für sie wurden.
Maja ist eigentlich eine liebe Person, die sich um ihre Schwester und die Schule kümmert, aber dann begegnet sie Sebastian und das Leben ändert sich komplett, teilweise kann man auch die Handlungen von Maja nicht nachvollziehen. Maja verstrickt sich immer wieder in die Geschichte rund um Sebastian und ignoriert auch die Warnsignale, die es immer wieder gibt. Auch als Leser merkt man immer wieder, dass man verschiedene Reaktionen nachvollziehen kann, weil die Eltern teilweise auch sehr fragwürdig agieren.
Den Untertitel kann man aber leider nicht nachvollziehen, weil natürlich erlebt Maja Erinnerungselemente in ihren Träumen, aber das erklärt das Lügen nicht wirklich. Weil das Unterbewusstsein baut ja auch Gebilde, die trotzdem Lügen sein können.
Der Stil von Malin Persson Giolito ist etwas knapp gehalten, er schreibt etwas kühl, aber das kann natürlich auch an der Übersetzung liegen, trotzdem kommen die Gefühle, die Maja bewegen sehr gut rüber und auch die Spannung fängt im Klassenzimmer an und hört erst mit dem Urteilsspruch auf, ist aber zu keinem Zeitpunkt langweilig oder überzogen, ein gewisser Realismus ist immer gegenwärtig. Malin Persson Giolito zeichnet wirklich realistische Bilder von verzweifelten Jugendlichen, die immer wieder gekränkt werden, erwachsen werden wollen, aber auf der anderen Seite eben in ihre Reaktionen noch wirklich Jugendliche sind.
Ein sehr spannender Thriller rum um Schuld und Unschuld, Erwachsen werden und erste Liebe, Fehler von Eltern und Verschweigen von Tatsachen, der aber den Leser nie zu sehr in den Verlauf der Geschichte sehen lässt und so einen sehr konstanten Spannungsbogen hat, ohne langweilig zu sein.

Fazit:
Sehr spannender Thriller, der schon die Frage aufwirft, wie weit geht Schuld, wann beginnt sie und wann endet sie? Man merkt über das ganze Buch hindurch, dass eine gewisse Spannung in der Luft liegt und man wird in den Sog aus Ereignissen gezogen, die weder Maja noch ihr Umfeld aufhalten kann. Der Höhepunkt wird mit dem Massaker im Klassenraum erreicht, aber danach wird die Spannung weiter oben gehalten und baut sich erst kurz vor Ende des Buches ab, so wie es in einem Thriller sein sollte.

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MrsBookwonderland MrsBookwonderland

Veröffentlicht am 03.06.2019

Tolles Buch

Darum geht es in "Quicksand":
Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund ... …mehr

Darum geht es in "Quicksand":
Stockholm: Nach einem Blutbad an einem Gymnasium steht die achtzehnjährige Maja vor Gericht. Sie hat geschossen, und unter den Toten sind ihre beste Freundin Amanda, ihr Freund Sebastian und der Lehrer Christer. Wie konnte es dazu kommen, dass dieses einstmals so beliebte Mädchen zur meistgehassten Person Schwedens wurde? Und ist sie überhaupt eine Mörderin?

Mein Fazit:

Das Cover ist an der dazugehörigen Serie von Netflix angelehnt, was mich jetzt gar nicht stört, allerdings wird so nichts mehr der Fantasie überlassen.

Der Schreibstil hat mir sehr sehr gut gefallen, er ist locker, leicht, spannend, traurig und schockierend zugleich. Ich bin hin und weg.

Das Buch konnte mich sehr überzeugen. Es hat mich verstört, verwundert, überrascht und einfach umgehauen. Es war für mich ein Erlebnis dieses Buch zu lesen. Ich mag diese Art von Story sehr, weil ich mich schon oft mit diesem Thema beschäftigt habe.. Es ist auch sehr aktuell und immer wieder Prisant.
Jeder der ein Buch über solch eine Thematik sollte dieses Buch unbedingt lesen, es ist einiges anders als man denkt aber dennoch einfach wow.

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Nina-26 Nina-26

Veröffentlicht am 02.06.2019

Ein super spannendes Buch , welches mit der Serie gleichzustellen ist !

Bevor ich wusste , das es ein Buch gibt , habe ich die Serie auf Netflix gesehen und betrauert , das es nur 6 Folgen davon gab , denn ich fand sie wirklich gut !

Oft sagt man , das Bücher besser sind ... …mehr

Bevor ich wusste , das es ein Buch gibt , habe ich die Serie auf Netflix gesehen und betrauert , das es nur 6 Folgen davon gab , denn ich fand sie wirklich gut !

Oft sagt man , das Bücher besser sind als die Serien/Filme und das stimmt in der Regel auch , einfach weil Bücher ausführlicher .

Ich finde , das das Buch Quicksand fast 1:1 mit der Serie gleichgestellt ist , ich konnte die gesehenen Szenen der Serie in dem Buch wiederfinden und war auch total drin in dem modernen und spannendem Schreibstil , der mich von Beginn an mitgerissen hat !

Natürlich hat meiner Meinung nach das Buch noch ein bisschen mehr geliefert , als die Serie , aber alles in allem kann ich keine großartigen Abwandlungen festellten und das finde ich wirklich großartig !

Vilen Dank für das bereitgestellte Exemplar, dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise !

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Autor

Malin Persson Giolito

Malin Persson Giolito - Autor
© Viktor Fremling

Malin Persson Giolito, 1969 geboren, wuchs in Stockholms Vorort Danderyd auf, dem Schauplatz des vorliegende Romans. Sie hat in Uppsala Jura studiert und arbeitet seit einigen Jahren bei der Europäischen Kommission in Brüssel. Sie lebt dort mit ihrem Mann und ihren Kindern. Wegen des großen internationalen Erfolgs von IM TRAUM KANNST DU NICHT LÜGEN will sie sich nun komplett dem Schreiben von Romanen widmen. Sie erntete in Schweden durchweg begeisterte …

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