Todesengel
 - Andreas Eschbach - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Sonstige Belletristik
541 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-4509-1
Ersterscheinung: 20.09.2013

Todesengel

Roman

(11)

Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind - erschossen von unbekannter Hand. Sassbeck glaubt, dass ihn ein Wunder gerettet hat. Die Polizei dagegen fragt sich, ob nicht er geschossen hat. In Notwehr. Oder schlimmer: in Selbstjustiz. Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise, dass Sassbecks Geschichte stimmt. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige. Praise macht den "Todesengel" zum Star - und löst damit eine Katastrophe aus ... Dieses E-Book von Andreas Eschbach enthält neben dem Roman "Todesengel" ein Interview mit dem bekannten deutschen Kriminologen Prof. Dr. Christian Pfeiffer.

Pressestimmen

"Ein brisantes Thema, ein sagenhafter Thriller."
"Ein Thriller der Sonderklasse, der Tabus schonungslos in Frage stellt und bis zum Ende fesselt. Gesellschaftskritik kann auch spannend sein."
"Ein Thriller, der auch lange nach der Lektüre noch nachklingt."

Rezensionen aus der Lesejury (11)

sChiLdKroEte62 sChiLdKroEte62

Veröffentlicht am 30.03.2019

Interessanter, aufrüttelnder Thriller

Erich Sassbeck wird brutal angegriffen als er zwei Jugendliche vom Vandalismus in einer U-Bahn-Station abhalten will. Die Schlägerei droht ihn das Leben zu kosten. Doch dann taucht eine engelhafte Gestalt ... …mehr

Erich Sassbeck wird brutal angegriffen als er zwei Jugendliche vom Vandalismus in einer U-Bahn-Station abhalten will. Die Schlägerei droht ihn das Leben zu kosten. Doch dann taucht eine engelhafte Gestalt auf, erschießt die Gewalttäter und rettet so Erich Sassbecks Leben. Die Polizei glaubt Sassbecks Erzählungen über den Engel nicht und verdächtigt ihn in Notwehr oder Selbstjustiz geschossen zu haben. Der Journalist Ingo Praise interviewt den Rentner nach dem Vorfall und glaubt dessen Geschichte. Er findet Beweise, dass tatsächlich ein Unbekannter durch die Stadt streift und versucht Unschuldige zu beschützen. Mit dieser Entdeckung nimmt das Verhängnis seinen Lauf.

Andreas Eschbach behandelt in dieser Geschichte ein brisantes, aktuelles Thema. Es geht um Gewalttaten, Notwehr, Zivilcourage und Selbstjustiz. Der Autor stellt hierbei die Behandlung der Gewalttäter durch den Rechtsstaat, auch im Vergleich zum Verhalten gegenüber anderen Straftätern, heraus. Die Bestrafung von Leuten, die in Notwehr oder aus Zivilcourage gehandelt haben und das Vergessen bzw. die mangelnde Unterstützung der Opfer, werden ebenfalls in den Vordergrund gerückt. Fakten und versteckte Kritik zu diesem Thema verpackt Autor geschickt in der Handlung des Buches.

Die Geschichte ist in Kapitel eingeteilt und erzählt die Vorkommnisse aus verschiedenen Perspektiven. Durch den Einblick in unterschiedliche Sichtweisen erlangt der Leser ein umfassendes Bild. Der Schreibstil des Autors ist flüssig und leicht zu lesen.

Alles in allem hat mir „Todesengel“ sehr gut gefallen. Bei mir kam nicht allzu viel Spannung auf, aber dennoch habe ich mich keineswegs gelangweilt. Es handelt sich im einen interessanten Thriller, der aufrüttelt und einen nachdenklich und, sollten die angeführten Urteile stimmen, ein wenig am Rechtsstaat zweifelnd zurück lässt.

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Nelem Nelem

Veröffentlicht am 20.02.2019

Jugend und Erwachsenen Krimi

Ein wirklich toller Krimi …mehr

Ein wirklich toller Krimi

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cvcoconut cvcoconut

Veröffentlicht am 05.02.2019

Selbstjustiz

Ein alter Mann wird brutal niedergeschlagen. Er sieht eigentlich schon sein Ende, da taucht ein Engel auf und ermordet seine Angreifer. Als er später von der Polizei vernommen wird, glauben die ihm natürlich ... …mehr

Ein alter Mann wird brutal niedergeschlagen. Er sieht eigentlich schon sein Ende, da taucht ein Engel auf und ermordet seine Angreifer. Als er später von der Polizei vernommen wird, glauben die ihm natürlich kein Wort. Doch wer ist der geheimnisvolle Retter?
Schon lange hat mich ein Hörbuch nicht mehr so gepackt wie dieses. Gekauft habe ich es, weil mir das Cover ins Gesicht gesprungen ist und weil ich den Sprecher für solche Geschichten mag. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Journalist Ingo Praise beginnt zu recherchieren und hat bald eine Wahnsinns Story am Start. Was anfangs recht harmlos aussah, entpuppt sich immer mehr zur Verschwörung. Denn es passieren immer mehr solche Vorfälle.
Die Geschichte hat mich einfach in den Bann gezogen und ich wollte nur wissen, was hinter dem Todesengel steckt.
Ein großes Thema hier ist auch die Selbstjustiz. Doch das kommt sicher auch immer auf die Situation an und wie weit man gehen darf.
Ein klasse Buch, was ich einfach nur empfehlen kann!

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j125 j125

Veröffentlicht am 01.10.2018

Regt zum Nachdenken an

_Hinweis: Aufgrund eines Fallbeispiels ist meine Rezension etwas lang geraten_

*Inhalt:*
Ein älterer Mann wird von Jugendlichen brutal zusammengeschlagen. Unwahrscheinlich, dass er diesen Überfall überlebt ... …mehr

_Hinweis: Aufgrund eines Fallbeispiels ist meine Rezension etwas lang geraten_

*Inhalt:*
Ein älterer Mann wird von Jugendlichen brutal zusammengeschlagen. Unwahrscheinlich, dass er diesen Überfall überlebt hätte, wenn nicht… ja, wenn nicht ein weißer Engel gekommen wäre und die Täter erschossen hätte. Diese Tat tritt einen Prozess in Gang, der sich schnell verselbstständigt. Der Mann wird zunächst von der Polizei verdächtigt die Schläger selbst erschossen zu haben. Die Journalisten überschlagen sich mit Theorien und Vermutungen, wer oder was dieser Engel sein könnte. Die Bürger spalten sich in zwei Lager. Einerseits diejenigen, die die Verteidigungsmaßnahme des Engels für richtig halten und dann diejenigen, die sie für unverhältnismäßig halten und das Problem eher in der Kindheit der Täter suchen. Die Lage spitzt sich zu, als in der TV-Serie „Anwalt der Opfer“ Menschen zu Wort kommen, die in vermeintlicher Notwehr andere Menschen verletzten oder töteten und dafür vor Gericht gestellt wurden.

*Meine Meinung:*
Ich hatte das Buch lange auf der Wunschliste, weil ich das Thema sehr spannend finde und viel Gutes über das Buch gehört habe. Spontan habe ich mir das Hörbuch ausgeliehen, obwohl ich von Anfang an Bedenken wegen der – für mich – langen Dauer von mehr als 16 Stunden hatte.

Tatsächlich ist die Dauer auch das, was mir am Hörbuch leider nicht gefallen hat. Ich fand es extrem lang und hatte hier und da den Eindruck, dass dies geeignete Stellen zum Kürzen gewesen wären. Die Handlung zieht sich an einigen Stellen sehr, aber ich kann natürlich nicht beurteilen, ob ich die Längen auch im Buch als solche empfunden hätte.

Die Geschichte an sich gefällt mir allerdings sehr gut. Man verfolgt verschiedene Personen wie zum Beispiel den Kommissar, der mit dem Fall des „Todesengels“ betraut ist, dem Journalisten Ingo Praise, der eine besondere Rolle einnimmt oder anderen Personen, deren Rollen zunächst noch nicht klar sind. Einige Perspektiven sind dabei interessanter als andere, aber sie sind alle relevant, denn irgendwann setzt sich aus all diesen Teilen ein fertiges Bild zusammen. Auch bei den Charakteren habe ich schnell Lieblinge gehabt und andere, die ich nicht so gern mochte. Vor allem mochte ich nicht, wie Randfiguren beschrieben wurden. Viel zu oft hieß es „der dicke XY“ oder eine Person „hässlich wie die Nacht“. Leider kamen diese Aussagen von verschiedenen Personen, sodass man das nicht als Charakterzug abtun kann.

Besonders ist für mich vor allem die Tatsache, dass man permanent gedrängt wird, sich zu positionieren. Stimmt man den Aussagen der Protagonisten bezüglich Selbstjustiz, Waffengewalt usw. zu, oder ist man gegenteiliger Meinung? Kann man sich überhaupt eine fundierte Meinung bilden, wenn man noch nie in so einer Situation war? Ich gebe euch ein Beispiel, das aus dem Buch stammt, aber in Details abweichen kann, da ich mich nicht mehr an alles erinnere:

_Stellt euch vor, ihr seid mit einem Freund oder einer Freundin unterwegs. In einem Park werdet ihr plötzlich von Fremden angepöbelt. Sie sind in der Überzahl und eure Begleitung macht nicht den Eindruck, als könnte sie einem Angriff etwas entgegensetzen. Was nun? Weglaufen bringt nichts und selbst wenn ihr mit dem Handy Hilfe rufen könntet, käme sie zu spät. Aber ihr habt eine Geflügelschere in der Tasche, weil euch noch eine fehlte und ihr zuvor an einem Haushaltswarenladen vorbeigegangen seid. Die Fremden greifen euch an und ihr zieht die Geflügelschere hervor und stecht zu. Ihr erwischt den Hals eines Angreifers, verfehlt die Halsschlagader nur knapp. Ihr kommt für 3 Jahre ins Gefängnis und zahlt Schmerzensgeld. Ist das richtig? Ihr hättet ja zunächst mit der Geflügelschere drohen können. Und die Angreifer waren unbewaffnet. Hättet ihr vielleicht etwas anders machen können? Oder ist die Gefängnisstrafe falsch? Ihr habt euch ja nur gewehrt, gegen die Angreifer und die Geflügelschere war eben das, was gerade da war. Und woher hättet ihr wissen sollen, wie scharf die Schere ist, oder wie schwer ihr jemanden damit verletzen könntet?_

Es gibt viele solcher Geschichten, viele Aussagen, die einen dazu bringen nachzudenken. Wenn ich entscheiden könnte, wer wäre hier Opfer und wer Täter? Wenn ich in dieser Situation gewesen wäre, was hätte ich getan? Es ist definitiv ein Buch, mit dem man sich beschäftigt.

Die Auflösung des ganzen Spektakels ist dann einerseits sehr tragisch und andererseits ein bisschen schwach. Naja und wieder etwas langatmig. Etwa drei Stunden vor Ende ist bereits sonnenklar wer oder was hinter dem Todesengel steckt. Es ist kein richtiger Thriller und daher ist sicherlich nicht das primäre Ziel die Ermittlungsarbeit zu beschreiben und an dessen Ende den Täter dingfest zu machen. Aber dennoch war mir der Rest dann einfach zu lang, denn die Auflösung ist wie gesagt nicht wahnsinnig überraschend.

*Fazit:*
Ob ich das Hörbuch empfehlen würde, weiß ich nicht. Mir persönlich war es zu lang, aber ich weiß nicht, ob ich das Buch besser finden würde. Da ich das Thema aber grundsätzlich sehr gut finde und es den Leser fordert und zum Nachdenken bringt, möchte ich die Geschichte auf jeden Fall empfehlen. Sucht euch das Medium, das euch am besten gefällt.

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NicoleP NicoleP

Veröffentlicht am 04.03.2018

Todesengel

Ein alter Mann wird von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen. Er überlebt, aber seine beiden Angreifer sind tot – erschossen. Als die Polizei Herrn Sassbeck verhört, behauptet er, einen Engel gesehen ... …mehr

Ein alter Mann wird von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen. Er überlebt, aber seine beiden Angreifer sind tot – erschossen. Als die Polizei Herrn Sassbeck verhört, behauptet er, einen Engel gesehen zu haben. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Liegt hier ein Fall von Notwehr vor, oder war es Selbstjustiz? Ein Journalist kann beweisen, dass Sassbeck die Wahrheit sagt. Wer ist der Unbekannte, der Menschen in Not hilft, wenn auch mit tödlichem Ausgang für die Täter?

Diese Geschichte wirkt nach dem Lesen noch lange nach. Das Thema Gewalt mit Tätern und Opfern ist sehr gut ausgearbeitet. Viele Emotionen kommen beim Lesen auf. Alle Figuren und Geschehnisse werden ausgezeichnet dargestellt.

Viele Gedanken, die man sich macht, wenn man von solchen Verbrechen hört, sind auch in diesem Buch zu finden. Oft erkennt man sich selbst, egal ob man mit den Gedanken beim Opfer oder Täter ist. Der Autor schafft es, über dieses schwierige Thema ohne erhobenen Zeigefinger zu schreiben oder eine der beiden Gruppen zu bevorzugen. Es bleibt alleine dem Leser überlassen, wie er mit den Geschehnissen umgeht.

Auch die Seite der Polizei wird gut dargestellt, denn sie ist oft machtlos. Als Leser nimmt man wahr, dass die Polizei solche Täter nicht abschreckt. Denn, selbst wenn ein Jugendlicher wegen seiner Taten vor Gericht landet, die Täter kommen mit geringen Strafen davon und begehen schon bald neue Straftaten. Auch zu diesem Thema ist eine interessante Stelle im Buch zu finden.

„Todesengel“ zeigt auf, was in unserer heutigen Gesellschaft falsch läuft und welche Konsequenzen dies für uns alle hat. Dieses Buch sorgt dafür, dass ein oder Leser etwas fassungslos zurückbleibt. Im Grunde kann man über manche Dinge nur noch den Kopf schütteln, denn leider geht es auf unseren Straßen genau so zu.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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