XXL-Leseprobe: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
 - Anna Basener - eBook

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inkl. MwSt.

Bastei Entertainment
Sonstige Belletristik
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-4340-3
Ersterscheinung: 02.03.2017

XXL-Leseprobe: Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

(47)

XXL-Leseprobe zu Anna Baseners "Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte":
Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen - bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...
„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“ FRANK GOOSEN
„Herz meets Schnauze. Niemand schreibt komischer und berührender über den Pott, Berlin, Huren, Luden, Taubenzüchter, Seidenschlüppis, Puffs, Hipster, Hobbyflecken, Mord und eine Omma, die so richtig austeilen kann. Eine wundervolle Liebeserklärung ans Ruhrgebiet, und Schlag auf Schlag eine herrlich turbulente Begründung, warum wir immer wieder scheitern müssen, damit am Ende alles gut werden kann.“ MARIO GIORDANO
Diese Leseprobe enthält zusätzlich noch ein Interview mit Anna Basener zu ihrem Debütroman  sowie einen Autorensteckbrief.

Rezensionen aus der Lesejury (47)

Nabura Nabura

Veröffentlicht am 12.05.2019

Ein Buch mit herrlich unkorrekten Charakteren

In „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener ist Bianca von Essen nach Berlin gezogen. Dort arbeitet sie als Kellnerin, würde ihren Lebensunterhalt aller lieber mit dem Verkauf ... …mehr

In „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener ist Bianca von Essen nach Berlin gezogen. Dort arbeitet sie als Kellnerin, würde ihren Lebensunterhalt aller lieber mit dem Verkauf ihrer selbst gemachten Seidenschlüppis bestreiten. Eines Tages steht ihre Omma aus Essen vor der Tür. Deren Freundin Mitzi, mit der sie ein Hotel betrieb, ist tot. Jetzt will auch sie nicht mehr dort leben, und bevor Bianca sich versieht lebt sie mit Omma in einer WG. In erster Linie ist das Buch unglaublich witzig, denn die Omma ist Ruhrpott durch und durch. Die Charaktere sind bewusst überzeichnet und verhalten sich herrlich unkorrekt. Bianca kennt sie alle, die alten Geschichten ihrer Omma als Wirtschafterin im Puff, in dem Mitzi als Prostituierte gearbeitet hat. Wobei sie bald feststellen muss, dass ihr die eine oder andere brisante Sache doch entgangen ist. Da muss auch schon mal zu drastischen Mitteln gegriffen werden. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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lesemaus98 lesemaus98

Veröffentlicht am 08.02.2019

Die coolste Omma auf Erden

Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und nach viel Lesespaß und Humor geklungen, und da mir sowieso mal wieder nach einem solchen Buch war und wurde letztendlich ... …mehr

Das Cover und der Titel, sowie der Klappentext haben mich sofort angesprochen und nach viel Lesespaß und Humor geklungen, und da mir sowieso mal wieder nach einem solchen Buch war und wurde letztendlich nicht enttäuscht.
Der Einstieg ist schon abartig witzig und man lernt die Omma gleich mal von ihrer besten Seite kennen und mir ging es so, dass mir dieses erste Kapitel schon gleich Lust zum weiterlesen gemacht hat und ich habe mich auch sehr gut eingefunden in der Geschichte. Man wird auch gleich mit Ommas Werdegang konfrontiert, der wirklich echt sehr interessant sind, genau wie der anderer Charaktere, da alle einfach sehr viel erlebt haben und das sehr interessant und humorvoll wiedergegeben wird . Die ganze Geschichte rund um Bianca, Omma, Mitzis Tod und in der auch Biancas Vater immer mal wieder eine witzige Rolle spielt ist sehr humorvoll und hat immer mal wieder überraschende und auch witzige Wendungen, die Spannungen in die Geschichte bringen. Auch einige Ereignisse die immer mal wieder in der Geschichte herumgestreut sind haben mich oft zum schmunzeln gebracht und sind mir auch gut um Gedächtnis geblieben. Das Geheimnis das alle um den Tod von Mitzi machen, verleiht dem ganzen noch einen mysteriösen Touch.
Was die Charaktere angeht, merkt man wie viel Mühe sich die Autorin damit gegeben hat, den sie sind alle sehr gut ausgearbeitet und haben jeder ihre Eigenarten, Macken, Besonderheiten und es sind doch fast alle sehr sympathisch und auf ihre Art liebenswert und selbst bei den Nebencharakteren merkt man, dass die Autorin sich Gedanken gemacht hat und sie nicht einfach so hingeklascht wurden. Aber nun zur Omma, was sie angeht, so einen genialen schlagfertigen Charakter habe ich selten erlebt und ich konnte sie mir echt gut vorstellen, mit ihrem selbstsicheren Auftreten. Für mich war sie einfach das Highlight der Geschichte. Aber auch Bianca mochte ich echt gern und war verblüfft davon, wie ähnlich sie der Omma doch ist. Natürlich darf man auch Charaktere wie Biancas Vater nicht vernachlässigen, die auch alle etwas sehr unterhaltsames an sich hatten.
Die ganze Handlung wurde von einem wunderschönen lockeren, natürlichen und amüsanten Schreibstil unterstützt, der sehr angenehm zu lesen war und durch den Ruhrpottdialekt, besonders der von der Omma, auch sehr authentisch.

Anna Basener hat mit Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte einen herrlich überzogenen und sehr humorvollen Roman geschrieben, welcher kurzweilig zu lesen ist und bei dem man über vieles noch im Nachhinein lachen kann und der einfach Spaß macht und unterhält, der aber trotz des ganzen Humors und der witzigen Darstellungen, auch kritisch reflektiert.

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Lesefamilie Lesefamilie

Veröffentlicht am 25.05.2018

Milieuleben mit Komik

Hübsch verziertes Cover und ein neugierig machender Buchtitel brachten mich dazu, dieses Buch zu lesen.

Leider wurde diese Taubensuppe nur einmal im Buch erwähnt.Es war damit wohl eher die Zeit gemeint, ... …mehr

Hübsch verziertes Cover und ein neugierig machender Buchtitel brachten mich dazu, dieses Buch zu lesen.

Leider wurde diese Taubensuppe nur einmal im Buch erwähnt.Es war damit wohl eher die Zeit gemeint, als die Omma als Wirtschafterin bei den Huren lebte.

Erzählt wird aus der Vergangenheit wie sie dazu kam und die Huren natürlich auch. Dieser Teil war unterhaltsam, wenn man von den Gewaltszenen der Mädchen gegenüber absieht. Diese werden immer wieder angesprochen und sowas finde ich nicht lustig oder humorvoll.
Als eines Tages Mietzi beerdigt wird, kommt Bianca dazu. Sie lebt in Berlin und ist Ommas Enkelin. Von nun an wird die Story turbulent.
Bianca kellnert und versucht sich nebenbei als Designerin für Seidenhöschen. Zu diesen hat sie eine innige Beziehung. Bis die Omma plötzlich vor ihrer Tür steht. Mit Sack und Pack. Bianca erfährt nun so einige dunkle Sachen aus Ommas und Mietzis Vergangenheit und ihr bisheriges Leben kommt ins Wanken.

Mit einem gewaltigen Ruhrpottdialekt und viel Humor erzählt Anna Basener eine Lebensgeschichte von der Omma und die ist Besonders.
Unterhalten hat mich dieses Buch gut. Es ist für "Zwischdurch" gut zu haben.

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schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 25.11.2017

Als Omma den Huren noch Traubensuppe kochte

Was soll ich sagen? Eine Milieustudie über den Ruhrpott und dessen Menschen im Rotlicht. Omma hat in Essen als Wirtschafterin im Club d´Amour gearbeitet und war für die Mädchen wie eine Mutter. Aber dann ... …mehr

Was soll ich sagen? Eine Milieustudie über den Ruhrpott und dessen Menschen im Rotlicht. Omma hat in Essen als Wirtschafterin im Club d´Amour gearbeitet und war für die Mädchen wie eine Mutter. Aber dann wurde ihr der Boden dort zu heiß und sie flüchtete zu ihrer Enkelin Bianca nach Berlin-Kreuzberg. Bianca ist zwar Studentin, näht nebenbei aber noch Seidenunterwäsche, die sie nur mühevoll im Internet verkauft. Omma bringt sehr viel Unruhe in Biancas Leben. Omma und Enkelin trauern um Mitzi, einer Prostituierten, die Ommas beste Freundin und zu Bianca wie eine Mutter war. Aber o Schreck, die Urne, in der Mitzis Asche liegen sollte, ist leer. Was ist passiert? Bianca will das unbedingt herausfinden. Ein wirklich witzig geschriebenes Buch über unkonventionelle Familienverhältnisse, Freundschaften, die nicht ganz koscher sind. Auf alle Fälle gibt es sehr viel zu lachen. Dann die trockenen Kommentare von Omma in ruhrpottisch.  Zwar geht es in dem Buch schon mal sehr derb zu, aber das muß und ist zu verkraften. Natürlich kommen hier auch Tauben vor, da ja der Ruhrpott für seine Taubenzüchter bekannt ist. Die Omma putz und kocht bei jeder Gelegenheit, mit Essen und Putzen meint sie, kann man jeden Schmerz vertreiben.  Ein Buch, das auch unter der Gürtellinie nicht halt macht. Aber auf jeden Fall gibt es hier viel zu lachen. Ja, vergessen darf man hier nicht Ommas Versandthaus- T-Shirts mit Glitzersteinen und natürlich auch nicht Eve, die Frauenzigarette, auf dessen Schachtel die Blumenborte ist, die wir auf dem Cover des Buches wiederfinden. Wer Sinn für derben Humor hat, für den ist dieses Buch genau richtig

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MartinaSuhr MartinaSuhr

Veröffentlicht am 30.09.2017

Das nenn ich mal direkt ...

Gesamteindruck:
Dieses Buch zu beschreiben, ist wahrlich eine Herausforderung und ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht, denn hinter dem Zigarettenschachtel-Cover und dem provokanten Titel verbirgt ... …mehr

Gesamteindruck:
Dieses Buch zu beschreiben, ist wahrlich eine Herausforderung und ich habe mir lange Gedanken dazu gemacht, denn hinter dem Zigarettenschachtel-Cover und dem provokanten Titel verbirgt sich eine krasse Geschichte, die mich mehr als einmal verstört hat.
Aber eins nach dem anderen.
Die Sprache ist witzig und ungewöhnlich, denn auch wenn man sich recht schnell an den ausgefallenen und teils diffusen Satzbau des Pott-Dialekts in den Dialogen gewöhnt hat, so gab es dennoch das ein oder andere Wort, dass ich einfach nicht zuordnen konnte (was ist ein Schabau????). Die Charaktere, puhhh, wo fang ich an, wo hör ich auf… Ich glaube, das sind alles Unikate, die mich zum einen erschrecken und zum anderen grenzenlos unterhalten. Die Autorin hat extrem tief in der Klischee-Kiste gewühlt und die Figuren teilweise so überspitzt beschrieben, dass sie in ihrer Art extrem und sehr skurril wirken, wobei man ihnen definitiv einen gewissen Charme zugestehen muss. Persönlich bin ich mit keiner der Figuren richtig warm geworden, denn zum einen ist mir die Welt, in der sie leben (gelebt haben) sehr fremd und zum anderen konnte ich einige ihrer Entscheidungen nicht wirklich verstehen… (Ja, meiner Meinung nach, hat sich Bianca für den Falschen entschieden!)
Das Buch spricht gesellschaftliche Tabuthemen an und zeigt deutlich (teilweise auch ziemlich schonungslos und brutal), dass es einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen Sexarbeiterinnen und Zwangsprostitution gibt, der leider sehr oft nicht gesehen wird oder werden will.
Der Roman hat mich gefordert, denn ich wusste manchmal nicht, wohin bringt mich diese Geschichte. Was will die Autorin bezwecken? Gibt es einen roten Faden, den die Erzählung verfolgt, oder ist es nur eine Aneinanderreihung von Effekthascherei. Zum Ende hin hat sich dann aber alles aufgelöst und geregelt, doch dazwischen empfand ich es zum Großteil als ein heilloses Durcheinander (wenn auch ein recht witziges).

Mein Fazit:
Dieses Buch ist wie ein Autounfall, man will nicht gaffen, kommt aber irgendwie doch nicht dran vorbei. Ich konnte es einfach nicht weglegen, auch wenn es mich teilweise aufgeregt und genervt hat, bevor es mich im nächsten Moment zum Lachen brachte.
Dieses Buch hat an den Festen meiner heilen Welt gerüttelt, mir meine (teilweise) vorhandene Doppelmoral vor Augen geführt, mich unterhalten und dennoch manchmal extrem strapaziert. Ab und an dachte ich: „What the f….?“ und dennoch konnte ich es nicht weglegen und wollte wissen, wie es weitergeht. Nichts für prüde Gemüter und zartbesaitete Leser, und dennoch ist es ein wahnsinnig interessantes Leseexperiment gewesen, das ich allerdings erst ab 16 empfehlen würde.

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Autorin

Anna Basener

Anna Basener - Autor
© Jens Oellermann

Anna Basener hat ihr Studium in Hildesheim mit Romanheften finanziert. Sie hat Dutzende Fürstenheftchen geschrieben und war laut ZEIT die »erfolgreichste deutsche Groschenromanautorin«. Sie ist die Adelsexpertin der Podcast-Welt und Moderatorin der GALA Royals. Ihr Debütroman ALS DIE OMMA MIT DEN HUREN NOCH TAUBENSUPPE KOCHTE gewann den Putlitzer Preis, ist im Schauspiel Dortmund auf der Bühne zu sehen und wird fürs Kino verfilmt.

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