Schattenkiller
 - Mirko Zilahy - eBook

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11,99

Bastei Entertainment
Thriller
430 Seiten
ISBN: 978-3-7325-3046-5
Ersterscheinung: 09.12.2016

Schattenkiller

Thriller
Übersetzt von Katharina Schmidt, Barbara Neeb

(51)

Seit Wochen schüttet der Septemberhimmel gewaltige Wassermassen über Rom aus. Nahe des Tibers werden an düsteren Orten drei Leichen entdeckt, deren Entstellungen der Polizei Rätsel aufgeben. Profiler Enrico Mancini, anerkannter Experte für Serienmorde, sieht zunächst keine Verbindung zwischen den Fällen. Doch dann erhält er verschlüsselte Botschaften, alle von einem Absender, der sich Schatten nennt. Botschaften, die ein neues Licht auf die Taten werfen. Denn ein grausamer Racheplan ist offenbar noch nicht vollendet. Und weist bald in eine einzige Richtung – in die Mancinis…
»Ein fesselndes Thrillerdebüt mit dem Fresko eines herbstlich düsteren Roms als atmosphärische Kulisse« La Stampa

Rezensionen aus der Lesejury (51)

sChiLdKroEte62 sChiLdKroEte62

Veröffentlicht am 07.02.2017

Leider nur mittelmäßig

Im September werden in Rom, in der Nähe des Tibers, mehrere Leichen entdeckt. Die Entstellungen der Toten gibt der Polizei Rätsel auf. Der Serienmordexperte und Profiler Enrico Mancini wird mit den Fällen ... …mehr

Im September werden in Rom, in der Nähe des Tibers, mehrere Leichen entdeckt. Die Entstellungen der Toten gibt der Polizei Rätsel auf. Der Serienmordexperte und Profiler Enrico Mancini wird mit den Fällen betraut, kann aber zunächst keine Verbindungen zwischen den ihnen erkennen. Dann tauchen plötzlich verschlüsselte Botschaften von jemandem, der sich „Der Schatten“ nennt, auf. Als es Mancini und seinen Kollegen gelingt diese Botschaften zu entschlüsseln, wirft dies ein ganz neues Licht auf die Taten. Es sieht so aus, als würde ein grausamer Racheplan dahinter stecken, der noch nicht vollendet zu sein scheint.
Profiler Enrico Mancini hat gerade seine Frau Marisa an den Krebs verloren. Er steckt noch in tiefer Trauer und möchte eigentlich seinen Dienst bei der Polizei quittieren. Der Commissario hat also einige Probleme, zu denen auch der Alkohol gehört. Ich bin während des gesamten Handlungsverlaufs nicht so recht mit Mancini warm geworden. Mit seinen Problemen, besonders dem Zuspruch zum Alkohol, wirkte er mir streckenweise zu klischeehaft.
Die Geschichte beginnt mit der Beschreibung einer brennenden Person und dem Auffinden einer Leiche direkt spannend. Diese Spannung verfliegt aber leider schnell wieder, als die persönlichen Probleme Mancinis in den Fokus gerückt werden. Zunächst stört dies eher weniger, da man den Commissario ja erst einmal ein wenig kennen lernen möchte. Leider wiederholt sich dies aber immer wieder. Durch einen Leichenfund oder einem Fortschritt bei den Ermittlungen wird es spannend. Als Leser möchte man gern wissen, wie es weiter geht und dann bricht die Spannung im darauffolgenden Kapitel plötzlich wieder ein, weil es wieder mal nur um Mancini geht. Mehrmals kam mir der Gedanke: „Oh nein, nicht schon wieder!“.
Ich finde, bei diesem Buch merkt man ganz stark, dass es sich um ein Debüt handelt. Die Geschichte wirkt irgendwie unausgereift. Die Idee, die hinter den Taten steckt, gefällt mir gut. Leider stehen aber die Probleme des Profilers Enrico Mancini häufig mehr im Vordergrund als die Morde und die Suche nach dem Täter. Dies geht leider auf Kosten der Spannung, die dadurch oft gehörige Dämpfer erhält. Auch bei den Ermittlungsarbeiten gab es einige Details, die für mich völlig unverständlich waren und die Handlung teilweise konstruiert erschienen ließen. Dies alles führte dazu, dass die Geschichte für mich irgendwie unrund wirkte.
Alles in allem handelt es sich für mich bei „Schattenkiller“ von Mirko Zilahy nur um einen mittelmäßigen Thriller ohne durchgehenden Spannungsbogen. Die Geschichte wirkt unausgegoren.
Trotz aller Kritik hat der Autor aber Potenzial, finde ich. Ich halte ihm zugute, dass dies sein Debütroman war und hoffe darauf, dass mögliche Nachfolgebände weniger von privaten Problemen der Ermittler dominiert werden. Ich bin bereit dem Autor eine zweite Chance zu geben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Siobhan Siobhan

Veröffentlicht am 06.02.2017

Schattenkiller - oder doch eher ein Thriller-Schatten

Wir sind in einem äußerst regnerischen Spätsommer in Rom. An verschiedenen, düsteren Orten in der Nähe des Tiber wurden drei Leichen gefunden. Obwohl vordergründig kein Zusammenhang zwischen den Toten ... …mehr

Wir sind in einem äußerst regnerischen Spätsommer in Rom. An verschiedenen, düsteren Orten in der Nähe des Tiber wurden drei Leichen gefunden. Obwohl vordergründig kein Zusammenhang zwischen den Toten erkennbar ist, wird der erfolgreiche Profiler Enrico Mancini auf die Fälle angesetzt.
Mancini ist traumatisiert, weil er erst kürzlich seine geliebte Frau Marisa an eine unheilbare Krebserkrankung verloren hat und diesen Verlust noch überhaupt nicht verarbeitet hat. Das Team aus mehr oder minder begabten Ermittlern wird im Hintergrund unterstützt von Mancinis altem Mentor Professor Biga.
Für mich hatte der Thriller auf den ersten Blick alles, was ein tolles Buch braucht. Der Schauplatz Rom sagt mir sehr zu. Ich habe es in Büchern durchaus gerne auch mal etwas blutiger (obwohl ich hier schon ein paar mal über die Zeilen hinweglesen musste, weil es mir zuviel war) und ich mag besonders gerne Bezüge zu Mythologie oder Literatur, die zur Enträtselung des Falles beitragen. Eigentlich bringt dieses Buch alles das mit. Dennoch konnte es mich leider nicht überzeugen. Die Polizeiarbeit des Teams ist teilweise sehr schlampig, so dass der Fall dadurch unnötig in die Länge gezogen wird. Möglicherweise hätte das Spannung erzeugen sollen, mich hat es nur gelangweilt.
Die Figuren finden im Laufe der Geschichte durchaus als Team zusammen, so dass man sich eine Fortsetzung vorstellen kann. Mir war die Hintergrundsgeschichte, vor allem von Mancini teilweise einfach zu viel. Bei manchen Ausschweifungen in die Vergangenheit der Figuren, konnte ich überhaupt keinen Zusammenhang mit der Handlung sehen.
Ich kann diesen Thriller leider nicht wirklich empfehlen, obwohl sich der Verlag bei der Gestaltung des Covers wirklich viel Mühe gegeben hat. Das Buch ist lesbar, auch nicht gänzlich unspannend, aber für mich war es kein Lesevergnügen, wie ich es von einem Thriller erwarte.
Ich würde dem Buch gerne 2,5 Sterne vergeben, da wo das nicht geht, runde ich auf 3 Sterne auf.

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mrsbombshell mrsbombshell

Veröffentlicht am 04.02.2017

sehr spannend

Schattenkiller war insofern interessant für mich, da es sich hier um einen Thriller handelt. Besonders zur kalten Jahreszeit bietet es sich ja förmlich an, bei der Buchauswahl in erster Linie auf spannende ... …mehr

Schattenkiller war insofern interessant für mich, da es sich hier um einen Thriller handelt. Besonders zur kalten Jahreszeit bietet es sich ja förmlich an, bei der Buchauswahl in erster Linie auf spannende Inhalte zurückzugreifen. Dabei hat mich dieser Titel nicht nur einmal überrascht – und das nicht immer nur zum Positiven. Wieso es sich trotz allem um einen empfehlenswerten Titel handelt, erzähle ich euch heute.

Bereits aus der Inhaltsangabe ist für den Leser klar zu erkennen, dass es sich beim Täter um einen Serienkiller handeln wird. Kein Problem für all jene Leser, die begeistert sind, sobald es einfach um Mordthematik geht. Doch nicht jeder Leser ist dementsprechend anspruchslos und viele, insbesondere Leser, die auf Thriller zurückgreifen, haben unter Umständen ein Problem damit, wenn ihnen die Möglichkeit genommen wird, mitzurätseln.

Erzählt wird die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven. Dabei bleibt der Autor ständig in der Perspektive der dritten Person. An und für sich keine Handhabe, die verurteilt werden sollte. Schließlich gibt das oftmals Aufschluss auf Handlungsstränge, die aus einer einzigen Sichtweise nicht aufgeklärt werden können. Problematisch wird es allerdings, wenn solche Sichtweise innerhalb weniger Seiten oder teilweise sogar Zeilen zu wechseln beginnen. Ich persönlich bin es viel mehr gewohnt, einen Perspektivewechsel z.B. beim Übergang eines Kapitels zu erhalten. Hier wird leider die meiste Zeit über den Fehler gemacht, diese Perspektive noch innerhalb des Kapitels zu wechseln und das zumeist nicht nur wenige Male. Gerade das führt dazu, dass vor allem zunächst die einzelnen Charaktere nur schwer auseinanderzuhalten sind, solange noch nicht klar ist, wer was für ein Ziel verfolgt.

Schade ist dabei, dass der Autor den Lesern die Spannung über die Handlung insofern wegnimmt, sämtliche Sichtweisen des Killers gleich mitaufzudecken. Positiv ist dies allerdings insofern, da eine gewisse Verbindung mit dem Charakter aufgebaut werden kann und zumindest bis zu einem gewissen Grad eine entsprechende Nachvollziehbarket entsprechend seines Handeln gegeben ist.

Beeindruckend finde ich zudem, dass trotz dieser offenen Sichtweise immerzu eine Überraschung auf den Leser wartet. Der Autor versteht es, einen entsprechenden roten Faden durch die gesamte Geschichte zu ziehen und fordert die guten Nerven des Lesers teilweise bis zum letzten Rest. Es ist durchwegs eine Handlung, die einen selbst zum Nachdenken bringt. Hin und wieder ertappt man sich dabei, wie man eine kleine Pause eingelegt, um das Gelesene auf sich wirken zu lassen. Währenddessen stellt man sich teilweise sogar die Frage, wie man selbst reagieren würde.

Der Autor greift auf teilweise irrwitzige Charakterbilder zurück, setzt sich mit Angststörungen auseinander und erweckt durchgehend den Eindruck, dass er dabei auch ganz genau weiß, wovon er schreibt. In puncto Recherche bin ich also mehr als begeistert von dem Inhalt und wie dieser aufbereitet worden ist. Was mich ein wenig irritiert hat, ist etwa das Wetter. Mag den ein oder anderen womöglich zu Schmunzeln bringen, aber das derAutor ständig erwähnt, dass es regnet, unterbricht zum Teil sogar den Lesefluss. Man beginnt als neugieriger Leser plötzlich, einen Sinn hinter diesen Hinweisen zu suchen und sich damit auseinanderzusetzen, ob es damit etwas auf sich haben kann.

Die Spannung, die der Klappentext hier bereits verspricht, hält das Buch also auf jeden Fall. Besonders gut gefällt mir auch, dass das gedruckte Buch mit entsprechenden Karten ausgestattet ist und man so das Geschehen regelrecht live mitverfolgen kann. Nicht zuletzt dadurch wirken die verwendeten Schauplätze entsprechen authentisch und auch sehr realistisch beschrieben. Man fühlt sich mitten ins Geschehen hinein – ein Effekt, den ansonsten nur meine liebsten Autoren bisher bei mir geschafft haben.

Im Fazit muss ich also zu meiner eigenen Überraschung sagen, dass ich kurzzeitig zwar durch den Perspektivenwechsel enttäuscht oder zumindest ein wenig ernüchtert war, der Autor mir aber schon alsbald den Wind aus den Segeln genommen hat. Einfach dadurch, dass er so schreibt, wie er schreibt. Ein Thriller, den man als Fan der Spannung auf jeden Fall kennen sollte.

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yesterday yesterday

Veröffentlicht am 30.01.2017

Ein illustres Ermittlerteam und „Land unter“ in Rom

Mit der ihm eigenen literarischen Erzählweise fügt Mirko Zilahy hier typisches Thriller-Stückwerk zu einer sehr intensiven, traurigen Geschichte zusammen, die die Polizei der italienischen Hauptstadt nicht ... …mehr

Mit der ihm eigenen literarischen Erzählweise fügt Mirko Zilahy hier typisches Thriller-Stückwerk zu einer sehr intensiven, traurigen Geschichte zusammen, die die Polizei der italienischen Hauptstadt nicht zur Ruhe kommen lässt. In Umgebungsbeschreibungen, die von düsterer Herbststimmung und Dauerregen beherrscht werden, kann sich der Autor so richtig ausleben.

Mit an Bord: Enrico Mancini – trauernder, halb depressiver, isolierter Kommissar; Walter Comello – seine rechte Hand; Caterina De Marchi – Polizeifotografin; Antonio Rocchi – Gerichtsmediziner; Carlo Biga – ehemaliger Professor für Kriminologie; sowie Giulia Foderà – Staatsanwältin. Die Charaktere in dieser von Mancini zusammengestellten Truppe könnten nicht unterschiedlicher sein, dennoch ergänzen sie sich mit ihren Stärken und Schwächen wunderbar. Trotz der angespannten Atmosphäre lassen Szenen, wo sie sich beim Brainstorming gegenseitig vor Ungeduld ins Wort fallen, den Leser schmunzeln. Denn jeder will natürlich seine eigenen Ideen ausgiebig präsentieren.

Der Fall, an dem das kleine Team arbeitet, dreht sich um mehrere ungewöhnlich grausame Morde. Ungewöhnlich in mehrerer Hinsicht. Zwar gibt es einen Serienmörder, doch ist die Vorgangsweise bei jeder Tat unterschiedlich und sowohl die Fundort der Toten als auch die Biografie derer weisen zunächst keine Verbindungen auf.

Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, vieles ist mühsam und von Wiederholungen geprägt, die scheinbar zu nichts führen. Daher bleibt viel Raum für die Hauptperson. Das Warten darauf, ob Mancini psychisch noch die Kurve kriegt oder sich in seinen Problemen verliert, lässt niemanden kalt. Entweder man bangt mit ihm mit oder man ist von diesem „Ermittler-Klischee“ gelangweilt. Da dies aber (wie man mit der Zeit annehmen kann) für die Geschichte keine so unwichtige Rolle spielt, muss man dem Kommissar sein teilweise seltsames und abstoßendes Verhalten durchgehen lassen. Ein Charakter mit Kanten.

Schließlich lässt sich die „Lösung“ zwar vor dem Ende ahnen, den Details wird dann aber noch genug Raum gewidmet. Auch wenn nicht jedes davon komplett logisch erscheint, kann man dies unter „schriftstellerischer Freiheit“ einordnen. Kleine Ungenauigkeiten oder Verzögerungen machen die Haupthandlung erst so möglich, wie sie ist. Und die ist keineswegs schlecht.

„Schattenkiller“ ist der erste Band einer geplanten Trilogie mit Enrico Mancini.

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Hortensia13 Hortensia13

Veröffentlicht am 30.01.2017

Die Schatten jedes einzelnen

Commissario Mancini ist ein Profilerin in Rom, der über weiten Teilen einen guten Ruf geniesst. Doch seit seine Frau an Krebs gestorben ist, muss er damit und seinen Dämonen kämpfen. Da tauchen unterschiedliche ... …mehr

Commissario Mancini ist ein Profilerin in Rom, der über weiten Teilen einen guten Ruf geniesst. Doch seit seine Frau an Krebs gestorben ist, muss er damit und seinen Dämonen kämpfen. Da tauchen unterschiedliche Leichen auf, die auf bestialische Art umgebracht worden sind. Obwohl Mancini sich nicht in der Lage fühlt, muss er die Ermittlungen aufnehmen. Wird er den Mörder, der sich "der Schatten" nennt, überführen können? Kann er seine Dämonen besiegen?
Das Buch hat in meinen Augen viel Potential für einen spannenden Thriller. Leider erschien es beim Lesen etwas unreif und holperig. Vieles wird zu überspitzt dargestellt, so zum Beispiel das psychische Leiden des Commissario. Es wird beim Leser nicht richtig erklärt, sondern er damit nur konfrontiert. Die Handlung an sich finde ich auch gewollt. Schade.

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Autor

Mirko Zilahy

Mirko Zilahy - Autor
© Basso Cannarsa

Mirko Zilahy wurde 1974 in Rom geboren und studierte dort Anglistik und Italianistik. Anschließend promovierte er Dublin, wo er mehrere Jahre als Dozent für italienische Literatur arbeitete. Heute lebt er mit seiner Familie in Rom und ist ein gefragter Übersetzer namhafter englischer Autoren (z.B. Donna Tartt). Schattenkiller ist sein Debüt als Schriftsteller.

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