XXL-Leseprobe: Das Joshua-Profil
 - Sebastian Fitzek - eBook

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Bastei Entertainment
Thriller
ISBN: 978-3-7325-3740-2
Ersterscheinung: 01.10.2016

XXL-Leseprobe: Das Joshua-Profil

Thriller

(33)

XXL-Leseprobe zu Sebastian Fitzeks Das Joshua-Profil
Der erfolglose Schriftsteller Max ist ein gesetzestreuer Bürger. Anders als sein Bruder Cosmo, der in der Sicherheitsverwahrung einer psychiatrischen Anstalt sitzt, hat Max sich noch niemals im Leben etwas zuschulden kommen lassen.
Doch in wenigen Tagen wird er eines der entsetzlichsten Verbrechen begehen, zu denen ein Mensch überhaupt fähig ist. Nur, dass er heute noch nichts davon weiß ... im Gegensatz zu denen, die ihn töten wollen, bevor es zu spät ist.
Entdecken Sie auch "Die Blutschule" - unter dem bisher anonymen Schriftsteller Max Rhode verbirgt sich niemand geringeres als Bestsellerautor Sebastian Fitzek!
Inklusive Interview mit Sebastian Fitzek zu Das Joshua Profil.

Rezensionen aus der Lesejury (33)

Luthien_Tinuviel Luthien_Tinuviel

Veröffentlicht am 20.02.2018

Arg konstruiert, phasenweise unlogisch und terminologische Fehler

Der 1971 in Berlin geborene Sebastian Fitzek gilt als einer DER deutschen Krimi- und Thrillerautoren schlechthin. Seine Werke erreichten mehrfach die Spitzen der Bestsellerlisten und zählen vielfach zu ... …mehr

Der 1971 in Berlin geborene Sebastian Fitzek gilt als einer DER deutschen Krimi- und Thrillerautoren schlechthin. Seine Werke erreichten mehrfach die Spitzen der Bestsellerlisten und zählen vielfach zu den Klassikern deutscher Thriller.

Unter diesen Voraussetzungen wagte ich mich an „Das Joshua-Profil“ heran und wurde leider maßlos enttäuscht.


In meinen Worten der Inhalt (möglichst ohne Spoiler):


Thriller-Autor Max Rhode (ja, Fitzeks Alter Ego) führt nach dem Erfolg seines Debüts „Die Blutschule“ ein eher mittelmäßig erfolgreiches Leben. Gemeinsam mit seiner Frau Kim, die als Pilotin jedoch kaum zu Hause ist, und ihrer hyperintelligenten zehnjährigen Pflegetochter Jola lebt er in Berlin. Die Beschaulichkeit ändert sich von einem Tag auf den anderen, als ein Mann voller Brandwunden ihn vor einem gewissen Joshua warnt, seine Tochter mit K.O. Tropfen, die aus Max Büro stammen, betäubt wird und Jola schließlich, nach Konfrontation Maxs mit dem Jugendamt und einem Autounfall auf der gemeinsamen Flucht vor diesem, verschwindet und im Krankenhaus Max eröffnet wird, dass es angeblich keinen Autounfall gab und er im Fadenkreuz der Ermittlungen steht. Hinzu kommt Jolas Stimme in seinem Kopf, die beginnt, ihm Anweisungen zu geben…


Meine Meinung:


Leider konnte mich das Werk so überhaupt nicht überzeugen und die ersten 100 Seiten habe ich mich so darüber aufgeregt, dass ich es beinah abgebrochen hätte. Hier meine Analyse:


Positiv:

- Spannend: Auch wenn mir das Buch gar nicht zugesagt hat, kann ich ihm nicht absprechen, dass es in einem spannenden Schreibstil gehalten ist, der einen doch zum Weiterlesen überredet. Auch die Erzählung aus der Perspektive verschiedener Charaktere sowie kurze Seitenzahlen der Kapitel tragen zum Spannungsaufbau bei.


- Witz: Die Charaktere haben Sinn für Humor, der klar durchkommt. Trotz Ernsthaftigkeit der Geschichte kann man hin und wieder nicht nur über sie, sondern tatsächlich auch mit ihr lachen.


Negativ:

- Der Hauptcharaker: Mit Max Rhode hat Fitzek einen sehr impulsiven, nicht wirklich logisch denkenden Charakter erfunden. Das wäre eigentlich gar nicht so schlimm, gibt es doch viele Romanfiguren, auf die dieses Profil zutrifft. Was mich jedoch gestört hat ist, dass Fitzek diesen Charakter zugleich als Pseudonym verwendet. Vielleicht liegt es daran, dass ich „Die Blutschule“ bereits zuvor kannte, aber mir persönlich kommt es so vor, als sei das „Joshua Profil“ schlicht ein Marketing-Gag, um „Die Blutschule“ von Fitzeks Alter Ego Max Rhode zu vermarkten. Meine Recherchen zum Erscheinungsdatum beider Bücher widerlegen diese Theorie auch nicht unbedingt.


- Sehr Konstruiert: Die Geschichte wirkt arg konstruiert. Zum einen ist die Grundidee nicht wirklich neu, wenn man im Thrillergenre bewandert ist, zum anderen ist es einfach so übertrieben. Ob es jetzt die eingelegte Menschenhand ist, die im Büro des Thrillerautors im Regal steht, seltsame Vorahnungen der Hauptfigur, die angeblich jeder gehabt hätte (also ich nicht!) oder eine Zehnjährige, die ich mal für 14 einschätzen würde, mal für 8- Es wirkt irgendwie alles unecht.


- Logische Fehler: Viele Dinge erscheinen mir hier im Werk einfach nur unlogisch. Mal ist ein Charakter gefesselt und dann plötzlich nicht mehr, und man fragt sich, wo die Fesseln hin verschwunden sind, mal geht das hyperintelligente Mädchen mit einem Fremden in den Park, weil dieser ihm gesagt hat, ihr Vater sei in dem Krankenhaus, vor dem sie gewartet hat, gestürzt und er bringe sie zu ihm…. Ich könnte hier noch eine Weile weitermachen. Zum Beispiel wird selbiges Mädchen irgendwann auch mal von einem Wildschwein ins Gesicht gerammt und was macht es? Hat zwar Schmerzen, aber Eisenschädel kippt davon natürlich nicht um oder wird bewusstlos…

In dem Werk gab es einfach zu viele Punkte, an denen ich nur den Kopf schütteln konnte und die ich dem Autor leider so nicht abnehme.


- Falsche (Fach-)Terminologie: Was für mich eigentlich dann noch die Krönung war, ist, dass meiner Ansicht die Fachterminologie aus dem Recht und der Psychiatrie, die Fitzek verwendet, falsch verwendet wird.

Ich kann mich natürlich irren oder in Berlin herrscht eine andere Terminologie als im Süden Deutschlands, aber:


1. Vor Gericht werden für Gutachten in der Regel die Klassifikations-Kataloge DSM-5 und/oder ICD-10 verwendet. Laut dem Werk wurde Cosmo Rhode vor Gericht vom Gutachter „pädophile Psychopathie“ diagnostiziert. Stand meines Wissens gibt es die Diagnose „Psychopathie“ in keinem der Kataloge. „Psychopathie“ klingt zwar wunderbar reißerisch, gibt aber fachlich nichts her.


Was aber für mich schwerer gewogen hat, ist

2. Fitzek spricht von „psychiatrischer Sicherungsverwahrung“, in die Cosmo direkt vom Gericht eingewiesen wurde. Das kann nicht sein! Sicherungsverwahrung im strafrechtlichen Sinn wird nach §§ 61, 66 StGB neben einer Freiheitsstrafe angeordnet, er hätte also zunächst eine Haftstrafe absitzen müssen, bevor er in Sicherungsverwahrung gekommen wäre. Wovon Fitzek hier offenbar spricht, ist eine „Unterbringung“ nach §§ 61, 63 StGB. Zudem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Konzept der „Therapielockerungen“ (schrecklicher Ausdruck aus terminologischer Sicht) in Berlin anders konzipiert ist als anderswo, wo Straftäter nicht direkt alleine draußen rummarschieren dürfen (zumal mit Diagnose „unheilbar“…), sondern es ein streng formelles Stufenlockerungsverfahren gibt, das ab einem gewissen Punkt die Genehmigung des Gerichts/der Staatsanwaltschaft bedarf.


Wenn man sich Bestsellerautor schimpft, sollte man meinen, man könnte auch richtig recherchieren, zumal der Autor anscheinend selbst vor Jahren Jura studiert hat und daher wissen sollte, wie man ein Gesetz aufschlägt. Gerade auch weil der Autor im Nachwort anmerkt, die Begriffe wie Sicherungsverwahrung recherchiert zu haben, kann ich nicht nachvollziehen, wie es zu diesen Fehlern kam.


Fazit:


Alles in allem wurde ich leider sehr durch „Das Joshua-Profil“ enttäuscht. Durch die sehr konstruiert wirkende Handlung, die logischen Fehler und die (meiner Ansicht nach) falsch verwendete Fachterminologie war das Werk für mich leider ein richtiger Flop, weshalb ich nur 1,5 Punkte für den spannenden Schreibstil vergeben kann (abgerundet 1 Stern) und so schnell nicht mehr zu einem Fitzek greifen werde.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

tintentraeume tintentraeume

Veröffentlicht am 20.02.2018

Ein etwas anderer, aber durchaus gelungener, nervenaufreibender und hochaktueller Thriller aus der Feder von Sebastian Fitzek.

"Es tut mir leid...", flüsterte der Sterbende, als ich dicht genug bei ihm war, um seinen Atem an meiner Wange zu spüren, "...aber Joshua hat Sie auserwählt!"
["Das Joshua-Profil", S. 24]

Inhalt:
Max ... …mehr

"Es tut mir leid...", flüsterte der Sterbende, als ich dicht genug bei ihm war, um seinen Atem an meiner Wange zu spüren, "...aber Joshua hat Sie auserwählt!"
["Das Joshua-Profil", S. 24]

Inhalt:
Max Rhode ist ein recht erfolgloser Thrillerautor, der nach seinem Bestseller "Die Blutschule" kein ordentliches Werk mehr zustande gebracht hat. Immer auf der Suche nach neuen Ideen, verbringt der Vater einer Pflegetochter namens Jola, seine Zeit oft in seinem Arbeitszimmer und recherchiert für sein nächstes Buch. Als ihn eines Tages ein Anruf erreicht und er von einem Arzt ins Krankenhaus gebeten wird, um sich die letzten Worte eines ihm unbekannten Verbrennungsopfers anzuhören, ist es gerade die Jagd nach neuen Thrillerideen, die ihn ans Krankenbett des Sterbenden führt. Mit seinen letzten Atemzügen, will der Mann Max davor bewahren, sich innerhalb des nächsten Jahres strafbar zu machen, denn Joshua hätte ihn auserwählt und Joshua irrt nie. Doch für Max ergeben die Worte des Mannes keinen Sinn, er tut sie als Spinnerei ab und zwei Monate später, hat er sie schon wieder vergessen, bis die Hölle losbricht und sich der junge Autor nicht nur auf der Flucht, sondern ebenfalls auf der verzweifelten Suche nach seiner entführten Tochter befindet...

Meinung:
Obwohl Sebastian Fitzek schon längst zu meinen Lieblingsautoren gehört und mein Herz bereits vor Jahren für sich gewinnen konnte, gibt es eine Handvoll Werke aus seiner Feder, die ich noch nicht entdeckt habe. Das hat zwei Gründe: zum einen möchte ich mir seine Schätze einteilen, um möglichst lange etwas von ihnen zu haben, zum anderen kann ich seine Werke auch immer nur in einem gewissen Abstand lesen. Ich liebe seine Bücher und ich liebe seine Ideen, doch die Handlung und besonders die Auflösung seiner Werke sind oft sehr abstrus, der ganze Thriller oft stark konstruiert, aber das ist eben Fitzek, das ist seine Handschrift, trotzdem brauche ich deshalb manchmal eine Fitzek-Pause.

Dem ist es schließlich auch geschuldet, dass "Das Joshua-Profil" eine beträchtlich lange Zeit auf meinem SuB lag und darauf gewartet hat, mich in seine Welt zu ziehen. Eine Welt, die erneut durch die typische Fitzek-Handschrift gekennzeichnet ist, sich letztlich aber gar nicht wie ein richtiger Fitzek liest. Dabei kann ich gar nicht sagen, woran ich dies genau festgemacht habe, es war mehr der Leseprozess, der sich einfach anders angefühlt hat, was das Buch an sich jedoch nicht schlecht macht. Ganz im Gegenteil: der Thriller war durchweg sehr überzeugend.

Fitzek schlüsselt die Ereignisse nur sehr langsam auf, was dazu führt, dass man als Leser in einem rasanten Tempo von Kapitel zu Kapitel springt, um endlich das Rätsel um Joshua aufzulösen und damit das Puzzle zu vervollständigen. Dabei legt der Autor die Handlung aus sehr vielen verschiedenen Blickwinkeln dar. So begleiten wir nicht nur den Protagonisten auf seiner Flucht, sondern ebenfalls seine entführte Pflegetochter Jola, Maxs Staranwalt Toffi und mehrere weitere Buchfiguren, die im Verlauf der Geschichte eine Rolle bekommen. "Das Joshua-Profil" lebt von seinen verschiedenen und zahlreichen Figuren, denn sie bringen nicht nur Tempo, sondern auch Spannung in jedes Kapitel. In meinen Augen waren sie es, die dieses Werk so besonders gemacht haben. Sie und die Themen, die Fitzek hier besonders herausgearbeitet hat.

Denn wie so oft, basiert die Grundidee des Autors auf einem sehr aktuellen und kritischen Thema. Da ich dieses hier aber nicht ansprechen kann, ohne entscheidende Puzzleteile der Handlung zu offenbaren, werde ich es nicht genau benennen, sondern lediglich äußern, dass Fitzek dieses Thema wieder sehr schockierend und authentisch aufbereitet hat, sodass es nach der letzten Seite im Kopf des Lesers nachpocht und zum Nachdenken, sowie zur Meinungsbildung bzw. Positionierung anregt.

Dieses Thema bildet zwar den roten Faden innerhalb der Geschichte, ist jedoch nicht die einzig kritische Materie, die in die Handlung verwoben wird. Zusätzlich spinnt Fitzek noch mehrere Tabuthemen in die Handlung, die das Leseerlebnis teilweise sehr beklemmend machen und bei dem ein oder anderen Leser definitiv dazu führen können, dass dieser das Werk abbricht. Warum Sebastian Fitzek in "Das Joshua-Profil" nicht nur einen pädophilen Charakter erschafft, der nach und nach die Sympathiepunkte der Leser gewinnen kann, sondern sich ebenfalls mit Missbrauch, Misshandlung und Pflegefamilien auseinandersetzt, erklärt er in seinem grandiosen vierzehn-seitigen Nachwort, das man als Weiterführung der Geschichte verstehen und somit unbedingt lesen sollte. Hier findet man nicht nur seine Begründung der Themenschwerpunkte, sondern ebenfalls viele sehr kluge und überzeugende Denkansätze, mit denen man sich definitiv einmal beschäftigt haben sollte.

Obwohl dieser Thriller über überzeugende und spannende Figuren, sowie kritische und aktuelle Themen verfügt und als Gesamtpaket sehr gut funktioniert, hat er nur eine Vier-Sterne-Bewertung von mir bekommen. Warum? Zwar hört jedes Kapitel sehr ungewiss und damit dramatisch auf und durch den Perspektivwechsel wird man regelrecht angespornt, schnell weiterzulesen, um an diese mitreißende Stelle zurück zu gelangen, aber trotzdem hat die Handlung nicht für das gewohnte Kribbeln in meinen Fingern gesorgt, nicht meinen Herzschlag beschleunigt und nicht meine Hände zum Schwitzen gebracht. Es war zwar spannend, aber nicht nervenzerreißend spannend. Und das ist letztlich genau der Funke, der mir gefehlt hat, den ich vermisst habe. Warum das Buch für mich nicht so spannend war, wie für manch andere Leser? Stellenweise ist es mir sehr schwer gefallen, mich auf die Handlung der Geschichte einzulassen, mich in sie hineinziehen zu lassen. Im Gegensatz zu anderen Werken des Autors (ausgenommen "AchtNacht"), geht es bei "Das Joshua-Profil" ziemlich rasant zu. Verfolgungsjagden und Versteckspiele bestimmten die Kapitel, diese waren mir jedoch teilweise etwas zu sehr konstruiert, etwas zu abgehoben, schlicht: ich konnte sie nicht immer ganz nachvollziehen, was mich dann aus der Spannungswelle, aus der Geschichte geworfen und immer wieder leicht zum Stocken gebracht hat.

Fazit:
„Das Joshua-Profil“ von Sebastian Fitzek ist auf der einen Seite ein sehr typisches Werk des Autors, auf der anderen Seite wiederrum nicht, verfügt aber über ein gelungenes und mitreißendes Gesamtpaket. Dieses Gesamtpaket wird bestimmt durch überzeugende Figuren, spannende Kapitel und ein rasantes Tempo, wirkt jedoch stellenweise stark konstruiert und übertrieben, weshalb es im Gesamtschnitt einen Stern einbüßen musste. Trotzdem handelt es sich hierbei um einen guten Thriller, der zum Nachdenken anregt, indem er aktuelle Themen, aber auch Tabuthemen authentisch aufgreift und aufarbeitet.

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kassandra10 kassandra10

Veröffentlicht am 28.01.2018

Ein Programm geht über Leichen!

Nach der Meinung seiner Nochehefrau ist Max Rhode als Schriftsteller ein Loser. War sein Erstlingswerk noch so erfolgreich, so verlassen ihn nun die Leser. Max hadert mit sich und einzig seine Pflegetochter ... …mehr

Nach der Meinung seiner Nochehefrau ist Max Rhode als Schriftsteller ein Loser. War sein Erstlingswerk noch so erfolgreich, so verlassen ihn nun die Leser. Max hadert mit sich und einzig seine Pflegetochter Jola lässt ihn darauf hoffen, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden.
Jola, das Kind eines Junkiepärchens, steckt voller Intelligenz und Überraschungen, was natürlich im Alltag auch schon mal zu Schwierigkeiten führen kann.
Als Jola mit Drogen im Blut aufgefunden wird und das Jugendamt Max das vorläufige Sorgerecht entziehen will, bricht Max mit all seinen Traditionen, die auf Gesetz und Ordnung beruhen.
Er flieht mit Jola, die ihm quasi auf der Flucht abhandenkommt und gerät somit als Entführer in das Visier der Polizei und als Killer in das eines mysteriösen Killerkommando.
Während Jola selbst um ihr Überleben kämpft, trifft Max auf seine Vergangenheit. Ausgerechnet Cosmo, der als vorbestrafter Pädophiler eigentlich in der Sicherheitsverwahrung sein sollte, hilft ihm als großer Bruder. Er scheint neben dem skurrilen Staranwalt Toffie an die Unschuld von Max zu glauben.
Ein gewagter Thriller, der einem in der Hörbuchvariante nachts ein wenig das Grausen lehrt! Spannung von der ersten bis zur letzten "Seite" über ein scheinbar harmloses Programm zur Verbrechensvorhersage, welches zur Überzeugung seiner "Käufer" ganz einfach selbst über Leichen geht.

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misery3103 misery3103

Veröffentlicht am 18.01.2018

Wer zieht die Fäden?

Das Leben des Schriftstellers Max Rhode steht plötzlich Kopf. Seine Tochter Jola wird entführt und alle glauben, er hat sie versteckt. Plötzlich ist er mitten in einem Krimi, wird gejagt und versucht, ... …mehr

Das Leben des Schriftstellers Max Rhode steht plötzlich Kopf. Seine Tochter Jola wird entführt und alle glauben, er hat sie versteckt. Plötzlich ist er mitten in einem Krimi, wird gejagt und versucht, sein Kind zu finden. Einzig sein Bruder Cosmo, ein verurteilter Kinderschänder, kann ihm helfen. Wird Max Jola rechtzeitig finden.

Ich bin kein ausgesprochener Fitzek-Fan, weil ich immer irgendwie ein Problem mit seinen Büchern habe. "Das Joshua-Profil" gefiel mir zuerst wirklich gut, weil ich mir die Vorfälle in Max' Leben nicht erklären konnte und das Geheimnis gerne lösen wollte. Doch dann kippte die Geschichte für mich und in meinem Kopf war ganz oft diese spöttische Stimme zu hören, die "Echt jetzt?" fragte. So viele Dinge waren unglaubwürdig und zu viele rettende Dinge passierten immer genau im richtigen Moment. Es war mir einfach nicht mehr glaubwürdig genug. Ab der Mitte des Romans musste ich mich zum Weiterlesen zwingen.

Für den guten Einstieg und auch für die Grundidee spreche ich ein Lob aus, aber ab einem bestimmten Punkt konnte mich das Buch einfach nicht mehr überzeugen.

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ReadLove ReadLove

Veröffentlicht am 09.01.2018

Packender Thriller mit Verfolgungsjagd

*"_Das Joshua Profil_" von Sebastian Fitzek*


*Cover und Titel*

Das Cover macht einen düsteren Eindruck aufgrund des schwarzen Hintergrunds. Als farblichen Kontrast ist der Titel in Rot gehalten.

Es ... …mehr

*"_Das Joshua Profil_" von Sebastian Fitzek*


*Cover und Titel*

Das Cover macht einen düsteren Eindruck aufgrund des schwarzen Hintergrunds. Als farblichen Kontrast ist der Titel in Rot gehalten.

Es sind zwei Hände abgebildet, die mit einem Seil miteinander verbunden sind.

Das Cover passt sehr gut zum Inhalt, da die Ereignisse ebenfalls alle miteinander verstrickt sind.

Der Titel _"Das Joshua Profil"_ verrät allein nicht sehr viel, aber zusammen mit dem Cover möchte man gerne wissen, was es damit auf sich hat.


*Inhalt*

Max Rhode konnte bisher nur einen einzigen Erfolg als Schriftsteller vorweisen ("_Die Blutschule_"). Er lebt zusammen mit seiner Frau Kim (Pilotin) und seiner Pflegetochter Jola.

Max Rhode hat sich in seinem Leben noch nichts zu Schulden kommen lassen, doch dies soll sich bald ändern!

Ein Sterbender warnt Max "_Sie dürfen sich nicht strafbar machen. Unter keinen Umständen!_" (_Zitat, Seite 27_).

Als dann das Jugendamt Jola zu ihren leiblichen Eltern zurückbringen will, flüchtet Max gemeinsam mit seiner Tochter. Auf der Flucht kommt es zu einem Unfall, als Max im Krankenhaus erwacht, wollen alle von ihm wissen wo Jola ist.

Max versucht alles zu erklären, doch keiner glaubt ihm bis er die Stimme seiner Tochter hört, die ihm sagt, wie er ohne Kontaktaufnahme mit der Polizei aus dem Krankenhaus verschwinden soll, wenn er sich weigert wird "ER" sie töten!

Eine packende Jagd beginnt...


*Meinung*

Bei "_Das Joshua Profil_" handelt es sich um einen Thriller, welcher mehrere Handlungsstränge aufweist, denn es geht nicht allein um die Suche des Vaters (Max) nach seiner Tochter (Jola), sondern es geht um drei Gruppen die auf der _"Jagd"_ sind:

- Max (Vater) sucht seine Tochter
- Joshua-Profil-Gruppe sucht Max, um ihn an weiteren Verbrechen zu hindern
- Gegner des Joshua-Profils suchen Max, um ihn vor der Joshua-Profil-Gruppe zu schützen

Diese drei Faktoren sorgen dafür, dass es keine einseitige Geschichte wird, sondern eine packende und spannende.

Des Weiteren wird dem Leser durch die drei unterschiedlichen "_Gruppierungen_" auch der Sinn und Zweck des _"Joshua Profils"_ näher gebracht. Das _"Joshua Profil"_ erkennt Täter und seine bevorstehenden Taten noch bevor diese ausgeführt wurden.

Auch erhält man durch die verschiedenen Erzählperspektiven unterschiedliche Blickwinkel und man lernt dadurch die einzelnen Personen näher kennen.


*Fazit*

Dieser Sebastian Fitzek Thriller *_"Das Joshua Profil"_* ist definitiv lesenswert aufgrund seiner Spannung!


Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek - Autor
© FinePic

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Nach einem Hörfunk-Volontariat und einem Studium der Rechtswissenschaften, arbeitete der im Urheberrecht promovierte Jurist mehrere Jahre als Chefredakteur und Programmdirektor verschiedener Radiostationen bis er Anfang 2000 damit begann, eine Geschichte aufzuschreiben, die ihm schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukte. Heraus kam sein Debüt „Die Therapie“, das trotz einer Kleinstauflage und ohne jegliches Marketing ausschließlich durch …

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