Frida Matthes - Autor
© Frida Matthes

Autorin

Frida Matthes

Frida Matthes arbeitete viele Jahre für Funk und Fernsehen. Nach hunderten Reportagen über Fabergé-Eier, essbare Algen, Hundeernährungsberatung, Kinderfußball, Höhlenkäse und andere seltsame Phänomene fühlte sie sich gut gerüstet für die fiktive Welt des Schreibens. Mittlerweile hat sie unter verschiedenen Pseudonymen etliche Romane, Jugend- und Sachbücher veröffentlicht – und dabei Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste erobert. Frida Matthes lebt mit ihrer Familie in Köln.

Steckbrief

Im Autorensteckbrief spricht Frida Matthes über ihren neuen Roman "Vom Glück und den Tagen dazwischen"

Lieblingssatz aus dem Buch:„Aber du darfst mich nicht suchen. Und schon gar nicht finden!“Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:Am schwierigsten ist es, die Balance zu halten zwischen Humor und schweren Themen wie Tod und enttäuschte Liebe. Aber letzten Endes ist das ja genau wie...

Lieblingssatz aus dem Buch:
„Aber du darfst mich nicht suchen. Und schon gar nicht finden!“
Die Stelle im Buch, die am schwierigsten zu schreiben war:
Am schwierigsten ist es, die Balance zu halten zwischen Humor und schweren Themen wie Tod und enttäuschte Liebe. Aber letzten Endes ist das ja genau wie in der Realität: Das Leben ist nun mal nicht immer einfach, aber trotzdem sollte man versuchen, optimistisch zu bleiben und das Beste draus zu machen. Du kannst dir nicht aussuchen, was dir im Leben passiert. Aber du kannst dir aussuchen, wie du damit umgehst. Das ist für mich die wichtigste Botschaft des Romans.
Der optimale Soundtrack zum Buch:
Marlies würde natürlich sagen: „Richard Clayderman“. Aber das ist ja wirklich speziell… Nein. Ich persönlich finde, dass die unbekannteren Stücke von den Gipsy Kings optimal passen. Sie sind melancholisch und versprühen dennoch jede Menge Lebensfreude. Ganz nach dem Motto: Das Leben ist manchmal traurig, aber das ist verdammt noch mal kein Grund, keinen Spaß zu haben.
Der perfekte Ort, um das Buch zu lesen:
Irgendwo, wo man das Meer rauschen hört.
Welcher Person würden Sie Ihr Buch gern überreichen und welche Widmung stünde drin?
Die Person, der ich mein Buch am liebsten überreichen würde, ist meine Mutter. Sie hat mir beigebracht, sich auch von schwierigen Situationen nicht unterkriegen zu lassen und konnte auch in dunkelsten Stunden ein Fenster aufstoßen und die Sonne reinlassen. Sie ist für immer mein Vorbild.
Was darf beim Schreiben auf keinen Fall fehlen – abgesehen von Rechner, Schreibmaschine oder Stift?
Saure Erdbeerspaghetti.
Was ist schöner: den letzten Satz zu Ende gebracht zu haben oder das fertige Buch in Händen zu halten?
Das ist beides extrem toll. Aber für mich gibt es eine Sache, die noch schöner ist: Ein neues Buch anzufangen und zuzusehen, wie die Figuren in meinem Kopf zu leben beginnen und eine eigene Welt entsteht. Das ist für mich wie frisch verliebt sein.
Wer oder was hilft, wenn es mal schwierig ist, weiterzuschreiben?
Spazierengehen. Schwimmen. Baden.
Was war zuerst da: die Story oder eine Figur aus dem Buch?
Unterschiedlich. Manchmal ist es die Grundidee zu einer Story, manchmal eine Figur, die in meinem Kopf anfängt rum zu plappern.
Wie wichtig sind Freunde, Familie, Berater beim Schreiben?
Sehr wichtig. Wenn man mal nicht weiterweiß, hilft es manchmal auch schon, jemandem nur von den Schwierigkeiten zu erzählen, um sie besser verstehen zu können. Und mein Mann hat auch gerne mal eine einfache, aber geniale Idee, um das Problem zu lösen.
Lieber akkurat durchplanen oder erstmal drauflosschreiben?
Kommt auf das Buch an. Es gibt Plots, die muss man vorher planen, sonst hat es keinen Sinn, überhaupt anzufangen. Alles mit Zeitsprüngen oder der Aufklärung eines Kriminalfalls muss ich mir vorher genau überlegen. Aber es gibt auch Bücher, wo ich nur Anfang und Ende kenne und einfach drauflosschreibe und schaue, wie weit ich komme. Das ist wie Wellenreiten. Man bleibt solange auf dem Brett, wie man kann. Wie es weitergeht, kann man dann immer noch überlegen, wenn man vom Brett gefallen oder gestrandet ist.
Welche Farbe hätte das Cover auf keinen Fall haben dürfen und warum?
Hm. Schwierige Frage. Braun fände ich unpassend. Oder grau. Oder silber. Und schwarz-weiß hätte auch nicht gepasst. Zum Glück stand das alles gar nicht zur Debatte. Ich liebe nämlich das Cover!
Wer das Buch liest, fühlt sich nach der letzten Seite…?
…gut unterhalten und ein bisschen nachdenklich, aber hoffentlich vor allem: Optimistisch.
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