Michael Thode - Autor
© Andreas Gärtner

Autor

Michael Thode

Michael Thode, 1974 in Heide/Holstein geboren, studierte Jura und Fachjournalismus in Bayreuth, Göttingen, Kiel und Berlin.
Er veröffentliche zahlreiche Kurzkrimis, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde. "Das stumme Kind" ist sein erster Roman.
Michael Thode lebt mit Frau, Hund und zwei Pferden in der Lüneburger Heide.

Interview

»Wenn man mich fragt, warum ich Bücher und Kurzgeschichten schreibe, habe ich dafür nur eine Antwort: Weil ich nicht anders kann!« | 15.06.2021

Wie würden Sie Ihr Buch in drei Wörtern beschreiben?Fesselnd, mitreißend, nervenaufreibend.Versetzen Sie sich beim Schreiben eher in die Rolle Ihres Ermittlers oder in die des Täters?Für mich sind beide Perspektiven gleich spannend. Ich frage mich immer: Ist die Figur glaubwürdig? Würde sie im echte...

Wie würden Sie Ihr Buch in drei Wörtern beschreiben?
Fesselnd, mitreißend, nervenaufreibend.
Versetzen Sie sich beim Schreiben eher in die Rolle Ihres Ermittlers oder in die des Täters?
Für mich sind beide Perspektiven gleich spannend. Ich frage mich immer: Ist die Figur glaubwürdig? Würde sie im echten Leben auch so reagieren? Handelt sie in der Szene, die ich gerade schreibe, logisch?
An einem normalen Arbeitstag stelle ich ein Kapitel fertig, also fünf bis acht Seiten. Das bedeutet, dass ich heute Ermittler bin, morgen Täter und übermorgen Opfer. Das ist abwechslungsreich und viel spannender, als die Realität jemals sein könnte...
Welche Ihrer Nebenfiguren ist Ihnen besonders ans Herz gewachsen?
Mein Ermittler Hauptkommissar Rolf Degenhardt hat eine Tochter namens Alexandra. Sie hat eine große Leidenschaft für das Tätowieren – genauso wie ich. In meinen ersten beiden Thrillern ist Alexandra eine Nebenfigur, aber ich habe so ein Bauchgefühl, als würde sie in einem meiner nächsten Bücher eine Hauptrolle spielen.
Schnelle Perspektivwechsel, genaue Standortbeschreibungen und Zeitangaben treiben das Tempo Ihres Thrillers voran. Fast wirkt das, wie schnelle Kameraschnitte – lassen Sie sich selbst von Filmen inspirieren?
Ich schaue gerne Krimis und Thriller im Fernsehen, im Kino und bei Streamingdiensten. Dabei gefallen mir Filme am besten, die durch schnelle Szenenwechsel Geschwindigkeit und Spannung erzeugen. Insofern inspirieren sie mich tatsächlich, meine Bücher stilistisch ähnlich zu planen und zu schreiben.
DAS STUMME KIND, den ersten Fall für Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Jana Liebisch, damals noch Praktikantin beim Ersten Fachkommissariat der Polizeiinspektion Nordheide, haben Sie 2014 veröffentlicht. Wie haben Sie die Zeit zwischen beiden Büchern gefüllt?
Ich habe mich nach dem ersten Thriller DAS STUMME KIND nicht getraut, meine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf zu machen. Also habe ich mein zweites Buch SCHULD! SEID! IHR! in meiner Freizeit geschrieben. Das erklärt den großen zeitlichen Abstand zwischen den beiden Thrillern. Nun bin ich den entscheidenden Schritt gegangen – und ich arbeite auch schon am nächsten Fall für Hauptkommissar Rolf Degenhardt und Kommissarin Jana Liebisch.
Das Thema Schuld ist in Ihrem Thriller zentral – keine Ihrer Figuren scheint ganz frei davon zu sein. Was sind die stärksten Motive für Ihre Bücher?
Allgemein interessieren mich die ganz besonders starken Emotionen, die Menschen antreiben oder lähmen. Im positiven Sinne meine ich damit die Liebe, im negativen Sinne – und das ist für mich als Thriller-Autor besonders interessant – Angst, Panik, Trauer, Wut und Hass.
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