Sarah Lark - Autor
© FinePic

Autorin

Sarah Lark

Sarah Lark, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, die auch ein großes internationales Lesepublikum erreicht. Nach ihren fulminanten Auswanderersagas überzeugt sie inzwischen auch mit mitreißenden Romanen über Liebe, Lebensträume und Familiengeheimnisse im Neuseeland der Gegenwart. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt.

Interview

Träume leben! | Interview mit Sarah Lark | 09.12.2016

Sie haben Psychologie studiert und über „Tagträume junger Mädchen und Frauen“ promoviert. Eine hervorragende Startbasis für Ihre Karriere als Autorin, oder? Jeder gute Unterhaltungsroman– und jeder gute Spielfilm – ist mit dem Tagtraum verwandt. Das Buch zur Doktorarbeit hieß damals „Liebe, Lust un...

Sie haben Psychologie studiert und über „Tagträume junger Mädchen und Frauen“ promoviert. Eine hervorragende Startbasis für Ihre Karriere als Autorin, oder?

Jeder gute Unterhaltungsroman– und jeder gute Spielfilm – ist mit dem Tagtraum verwandt. Das Buch zur Doktorarbeit hieß damals „Liebe, Lust und Abenteuer – Tagträume bei Frauen und Mädchen“. Spannende Romane nehmen Tagtraum-Elemente in sich auf und regen zum Weiterträumen an.

Was macht Tagträume aus Ihrer Sicht so wichtig?

Tagträumen ist für mich ein Akt der Psychohygiene. Fantasien machen den Alltag farbiger und helfen bei der Bewältigung von Trauer und Frust.

Laura, die Heldin Ihres neuen Romans, belässt es nicht beim Träumen. Wie würden Sie ihre Ausgangssituation beschreiben?

Laura muss aus ihrem gewohnten Leben ausbrechen, um das zu tun, was sie wirklich will. Das ist nicht leicht, aber die Alternative wäre, sich selbst zu verlieren.

Als zweifache Mutter mit Anfang 30 und ohne Berufsausbildung hat Laura nicht die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dennoch geht sie aufs Ganze, indem sie sich genau um ihren Wunschjob als Guide bei Walbeobachtungstouren an Neuseelands Küste bewirbt. Eine Traumtänzerin? Oder ein Vorbild, das Mut macht?

Auf jeden Fall ein Vorbild! Wobei Laura nicht unrealistisch ist. Der Job, um den sie sich bewirbt, ist als Auslandsjahr für Abiturienten und Studenten ausgeschrieben – und Abiturientin ist sie ja – wenn auch eine etwas späte.

Beim Lesen tauchen wir mit Laura ein in die Natur Neuseelands – und vor allem in die Welt der Wale und Delfine. Was macht für Sie persönlich deren Faszination aus?

Ich bin ein absoluter Fan von Walbeobachtung. Im letzten Herbst haben meine Freundin und ich den Schwerpunkt unserer Neuseelandreise auf den Besuch bei den Meeressäugern gelegt. Ich liebe dabei besonders die Delfine – ihre Menschenfreundlichkeit fasziniert mich immer wieder. Wir dürfen diese wunderbaren Tiere nicht einsperren – und die Wale nicht jagen! Ich hoffe, ich kann mit meinem Buch ein bisschen dazu beitragen, das Bewusstsein der Menschen dafür zu schärfen.

„Das Jahr der Delfine“ ist Ihr erster Neuseeland-Roman ohne historische Grundierung. Wie kam es dazu?

Geschichten in der Gegenwart anzusiedeln, ist nicht nur eine neue Herausforderung, sondern zudem eine Chance, aktuelle Probleme aufzugreifen.

Offenbar haben die Maori einen reichen Schatz an Sprichwörtern und Weisheiten. Von welcher dieser Sentenzen fühlen Sie sich am meisten angesprochen?

Vom Leitsatz der Stämme am Fluss Whanganui: „I am the river, the river is me“. Dieser Satz steht für mich für die tiefe Verbundenheit der Menschen mit dem Land.

Haben Sie wie Laura einen Jugendtraum, den Sie sich gern noch erfüllen würden?

Ich habe mir meinen Jugendtraum schon erfüllt. Auf meiner Finca in Spanien kümmere ich mich um Pferde, die keiner mehr will: alte Tiere, Tiere mit Handicaps oder einfach Opfer der Wirtschaftskrise. Ich bin meinen Lesern unendlich dankbar, dass sie mir das ermöglichen. Von den üblichen Sorgen des Alltags mal abgesehen bin ich wunschlos glücklich.

Alle Verlage