The BossHoss - Autor
© Erik Weiss

Autor

The BossHoss

Sascha Vollmer (Hoss) und Alec Volkel (Boss) sind Vollblutmusiker und machen seit ihrer frühesten Kindheit Musik. Seit Lucky Luke mit dem Song des einsamen Cowboys auf den Lippen in den Sonnenuntergang geritten ist, war den beiden klar: Musik und Wilder Westen – das passt einfach zusammen. Ihr Traum vom großen Erfolg auf der Bühne wurde ein Jahr nach Gründung der Band The BossHoss im Jahr 2004 Wirklichkeit. Seitdem erreichen The BossHoss
eine immer größere Beliebtheit beim Publikum im In- und Ausland. Ihre Musik, ihr Lifestyle um Freiheit, Freundschaft und das Ausleben ihrer Träume begeistern Millionen von Fans. Mittlerweile sind The BossHoss eine feste und einzigartige Musikgröße, die auch aus Film, Funk und Fernsehen nicht mehr wegzudenken ist.

Interview

„Unser Buch hat echtes Wild-West-Feeling.“ | 12.02.2015

Liebevoll illustriert und mit viel Charme erzählen Alec „Boss“ Völkel und Sascha „Hoss“ Vollmer, die Frontmänner der Kultband The BossHoss, in ihrem Bilderbuchdebüt „Kleine Cowboys ganz groß“ ihre ganz persönliche Geschichte über Freundschaft, Musik und den ganz großen Traum. Im Interview sprechen d...


Liebevoll illustriert und mit viel Charme erzählen Alec „Boss“ Völkel und Sascha „Hoss“ Vollmer, die Frontmänner der Kultband The BossHoss, in ihrem Bilderbuchdebüt „Kleine Cowboys ganz groß“ ihre ganz persönliche Geschichte über Freundschaft, Musik und den ganz großen Traum. Im Interview sprechen die sympathischen Cowboys über ihre Kindheit, den Entstehungsprozess des Buches und verraten, warum Groß und Klein von Cowboys fasziniert sind.

Ihr seid Vollblutmusiker und daher oft auf Tour, bleibt dabei überhaupt Zeit zum Lesen?
Alec: Wir haben in der Tat wenig Zeit zum Lesen. Ich glaube, das ist auch Typ-Sache. Wir brauchen Ruhe zum Lesen und kommen deswegen oft nur im Urlaub dazu.
Sascha: Stimmt, auf Tour lesen funktioniert nicht. Da kann man sich nicht zurücklehnen und auf sein Buch konzentrieren, weil immer was los ist. Aber es gibt auch Kollegen, die das durchziehen.
In dem Buch geht es um zwei kleine Jungs, die Cowboys werden wollen. Hattet Ihr als Kinder selbst Bücher über Cowboys und den Wilden Westen?
Sascha: Ich hatte einen Haufen Comics über Cowboys, genau kann ich mich aber nicht mehr erinnern. Später war ich ein großer Fan von Karl May und habe Winnetous Abenteuer rauf und runter gelesen.
Alec: Ich kann mich an Cowboycomics erinnern. Lucky Luke war großartig, den fand ich wirklich cool.

Habt Ihr Bücher oder Hefte aus Eurer Kindheit aufgehoben?
Sascha: Ja, und da ich inzwischen selbst Kinder habe, tauchen meine alten Hefte auch immer wieder auf. Wenn ich mit den Kindern bei meinen Eltern bin, dann holen wir die alten Bücher vom Dachboden runter und zurück ins Leben.
Alec: Ich habe auch ein paar Bücher aufgehoben, aber die meisten hat meine Mutter für mich verwahrt. An die ersten Bilder- und Lesebücher kann ich mich sogar noch erinnern, wenn ich sie Jahre später wieder in der Hand halte. Dann macht es ‚Klick‘ bei mir, und ich denke: „Klar, kenn‘ ich doch“.

Lest Ihr Euren Kindern viel vor?
Alec: Früher habe ich meinem Sohn viel vorgelesen, aber inzwischen ist er fünfzehn.
Sascha: Meine Tochter ist dreizehn, der lese ich auch nicht mehr vor, die liest inzwischen selbst. Ich habe aber noch einen fünfjährigen Sohn, dem ich tatsächlich jeden Abend Geschichten vorlese.
Was glaubt Ihr, warum Kinder von Cowboys so fasziniert sind?
Alec: Weil Cowboys einfach coole Jungs sind, definitiv (lacht).
Sascha: Es geht ja nicht nur Kindern so. Wenn man mal ehrlich ist, lebt die Faszination auch nach dem Kind-Sein weiter. Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, wie das bei mir anfing. Wahrscheinlich kommt die Faszination daher, dass der Cowboy der coole Typ ist, der alleine losreitet und einfach macht, was er will.
Alec: Groß und Klein fasziniert die Tatsache, dass Cowboys ihr Ding durchziehen, egal, was andere sagen.

Wolltet Ihr schon immer Musiker werden?
Alec: Ich wollte schon immer Cowboy sein (lacht). Nein, als Kind hatte ich ständig andere Berufswünsche – Astronaut, Müllfahrer, Feuerwehrmann… Musiker wollte ich erst so mit vierzehn werden, aber nicht berufsmäßig, sondern weil ich Lust hatte, Musik zu machen. Ich hätte damals nie gedacht, dass ich davon leben würde.
Sascha: Ich auch nicht. Der Wunsch Musik zu machen, war schon immer da. Ich habe sehr früh angefangen, Musik zu hören und Instrumente zu lernen. Mir war damals allerdings nicht klar, dass das mal mein Beruf sein würde.

Ihr selbst kommt als Boss und Hoss in dem Buch vor, sind die „schrecklichen Sechs“ auch Menschen aus dem realen Leben nachempfunden?
Sascha: Die „Schrecklichen Sechs“ basieren auf unserer eigenen Erfahrung mit Kindern. Wenn man Kinderfilme schaut, fragen die Kleinen immer, wer der Gute und der Böse ist. Diesen Gut-Böse-Konflikt kennt man auch aus anderen Kinderbüchern, wie auch aus dem realen Leben. Um das Buch spannender zu machen, musste also noch ein bisschen ‚evil‘ rein, in dem Fall die „Schrecklichen Sechs“.
Alec: Auch wenn man erwachsen ist, gibt es Personen und Herausforderungen die beängstigend sind. In dem Buch sind es eben ein paar grimmige Cowboys.
Sascha: Aber ansonsten sind die „Schrecklichen Sechs“ frei erfunden und jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist reiner Zufall.

Das Buch ist mit vielen liebevollen Bildern ausgestattet, wie war die Zusammenarbeit mit Daniel Ernle, dem Illustrator des Buches, für Euch?
Sascha: Daniel ist ein großartiger Künstler. Er kann nicht nur zeichnen und malen, sondern hat auch ein Auge für Details, und hat die Illustrationen mit viel Liebe aufs Papier gebracht. Dazu kommt seine klassische Handarbeit als Illustrator. Er hat das wirklich alles selber gemalt, mit Stift und Pinsel und selbst gemischten Farben, nicht am Computer illustriert. Deswegen steckt in den Bildern so viel Leben, weil sie sehr authentisch und mit Liebe von Hand gezeichnet sind. Das gefällt uns sehr gut.
Alec: Zu sehen wie das Buch entstanden ist, war ein schöner Prozess. Es ist spannend, die ersten Umsetzungen der Idee in Entwürfen zu sehen. Natürlich ging es noch viel hin und her, von den ersten Skizzen bis zum fertigen Buch, weil wir hier und da noch ein paar kleine Korrekturen hatten. Wir wollten, dass die Cowboys genauso aussehen wie wir, nur eben in klein.
Sascha: Wir haben auch lange überlegt, ob die kleinen Cowboys Tattoos bekommen sollen.
Alec: Genau. Am Ende haben wir uns dann dafür entschieden, letztendlich sind es ein Bär und ein Schaukelpferd geworden.
Sascha: Und das sind natürlich Rubbel-Tattoos (lacht).
Alec: Logisch! Das geht wieder ab. Es war wirklich eine tolle Zusammenarbeit mit Daniel. Wir sind sehr stolz auf das Buch, weil es echtes Wild-West-Feeling hat.
Was lest Ihr privat?
Alec: Das reicht von der Tageszeitung bis zum Buch. Ich lese viel online, weil es extrem praktisch ist. Bücher lese ich nur im Urlaub.
Sascha: Bei mir ist es ähnlich. Ich bin tagsüber immer wieder am Computer oder am Smartphone, da hat man Zugriff auf alle nötigen Informationen. Ein Buch lese ich auch nur im Urlaub, also leider selten.
Alec: Deswegen lassen wir uns oft vorlesen. Wenn wir im Tour-Bus sitzen, haben wir unseren privaten Vorleser dabei (lacht).

Bleibt es bei dieser Geschichte oder können wir auch in Zukunft auf weitere Abenteuer von Boss und Hoss gespannt sein?
Alec: Im Moment freuen wir uns erstmal über das erste Buch von Boss und Hoss, den kleinen Cowboys. Jetzt müssen wir abwarten, wie es bei Jung und Alt ankommt, dann sehen wir weiter. Wir sind auf jeden Fall begeistert.
Sascha: Theoretisch ist da noch Platz für andere Abenteuer von den kleinen Cowboys. Wir sind ja nicht an den Wilden Westen gebunden. Wie man an uns sehen kann, lebt es sich auch in Berlin als Cowboy ziemlich gut. Aber erstmal abwarten, unser Ziel: Das Buch soll ein Bestseller werden!

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