Als hätte der Himmel mich vergessen
 - Amelie Sander - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Erfahrungen
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-60925-3
Ersterscheinung: 13.01.2017

Als hätte der Himmel mich vergessen

Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus
Co-Autor: Beate Rygiert

(29)

Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie „Mama“ nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu essen und zu trinken, wird eingesperrt, gequält und erniedrigt. Wenig, das ihr nicht bei Strafe verboten ist. Erst spät findet Amelie heraus, was mit ihrer leiblichen Mutter geschehen ist. Als sie schon fast alle Hoffnung verloren hat, gelingt ihr mit 21 Jahren endlich die Flucht ...

Rezensionen aus der Lesejury (29)

hasiclown hasiclown

Veröffentlicht am 09.04.2020

Eine zutiefst traurige, aber wahre Geschichte

Klappentext:

Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie "Mama" nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu ... …mehr

Klappentext:

Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie "Mama" nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu essen und zu trinken, wird eingesperrt, gequält und erniedrigt. Wenig, das ihr nicht bei Strafe verboten ist. Erst spät findet Amelie heraus, was mit ihrer leiblichen Mutter geschehen ist. Als sie schon fast alle Hoffnung verloren hat, gelingt ihr mit 21 Jahren endlich die Flucht.

Cover:
Ein trauriges Mädchen, schaut verlegen nach unten. Es sitzt am verregneten Fenster. Selbst das Bild, des traurigen Mädchen mag noch nicht beschreiben, was für ein sehr intensives und emotionales Schicksal hinter diesem Buch steckt.

Meinung:
Es ist ein sehr emotionales Buch und teils ist man einfach nur sprachlos uns hilflos. Das Buch handelt von der Lebensgeschichte der Autorin, die als Kind zutiefst von ihrer Familie psychisch und physisch misshandelt wurde. Bei vielen der psychischen, aber auch physischen Quälen, bleibt einem de Atem stehen. Teilweise fühlt man sich hilflos und leidet mit der kleinen Amelie mit. Man versteht nicht, wie jemand, dass einem Kind an tun kann. Dieses seelische Grausamkeit bricht einem das Herz. Es ist heftig, zu was Menschen in der Lage sind. Amelie hat den Weg raus aus ihrem Elternhaus geschafft. Auch wenn es zu Beginn nicht leicht war und man gerade nach solchen psychisch und physisch traumatischen Erlebnissen, viel Zeit und Durchhaltevermögen braucht, so hat sie doch viel in ihrem Leben erreicht. Aus Amelie ist eine starke und mutige Frau geworden. Es gehört viel Kraft und Stärke dazu, solche Erlebnisse aufzuschreiben und zu veröffentlichen. Ich bewundere dies sehr. Der Schreibstil ist flüssig und in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, einmal die Kindheit und einmal nach der Flucht. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, ihre Geschichte in eine lesbare, wenn auch schwer auszuhaltende Form zu bringen. Die Kapitel sind übersichtlich strukturiert und dadurch, dass die Erinnerungen als Rückblende in die Erzählungen aus der Zeit nach der Flucht eingebunden sind, lässt sich der wirklich berührende Stoff sehr gut lesen. Es ist dennoch kein leichter Stoff und ich muss ab und an Inne halten, bevor ich fortfahren konnte.

Fazit:
Sehr berührendes und emotional aufwühlendes Schicksal, es macht den Leser aufmerksam darauf, genauer hinzuschauen und hinzusehen. Es hat mich sehr mitgenommen und berührt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Carmen2102 Carmen2102

Veröffentlicht am 27.01.2020

Ein muss für jeden. Kann es nur empfehlen

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das was ich während des Lesens gefühlt oder gedacht habe zu Wort bringen soll. Habe an so einigen Stellen mitgelitten und geweint, den Kopf geschüttelt oder bin sauer ... …mehr

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das was ich während des Lesens gefühlt oder gedacht habe zu Wort bringen soll. Habe an so einigen Stellen mitgelitten und geweint, den Kopf geschüttelt oder bin sauer geworden, weil einfach Dinge passiert sind, die ein kleines Mädchen haben aufs extremste Weise gebrochen haben. Die Autorin hat so viel Leid erfahren müssen, dass ich nur sagen kann, dass ich nicht wüsste, ob ich, wäre ich an ihrer Stelle, noch stehen würde.
Es sind so viele Dinge passiert, wo ich fast gekotzt habe, weil man sich es nicht vorzustellen vermag. Sie hat Jahre des Grauens und der Demütigung, der Misshandlungen, Isolation und Gefangenschaft hinter sich und das ist nur so ein Teil dessen, was sie durch machen musste. Dass sie bestimmt noch heute durchlebt teilweise. Ich finde, man merkt schon sehr schnell am Anfang des Buches, was für eine starke Persönlichkeit sie ist, welch eine unglaubliche Kämpferin in ihr steckt und doch ist sie eben genau das Kind gewesen, welches ihr eingebläut wurde. Verängstigt und vollkommen isoliert von allem und jedem, entgegen dem, was sie immer wollte.

Ich kann euch das Buch wirklich nur ans Herz legen, ABER mit einem starken Magen, vielen Taschentüchern und verdammt starken Nerven, denn sonst werdet ihr nur wütend, weinend und verzweifelt den Kopf schütteln beim Lesen, bis zu der Stelle, an der es der Lieben Amelie endlich besser geht.

Liebe Amelie,
Ich weiß, dass du dies hier gleich oder später lesen wirst und wie ich dir schon oer PN gesagt habe, ich habe unglaublichen Respekt vor dir. Ich bewundere deine Starke und selbstbewusste Art und Weise und ich hoffe so sehr, dass dich die Vergangenheit nicht allzusehr heimsucht. Du jetzt wirklich das glückliche Leben führen darfst und vor allem kannst, welches du Verdienst. Denn du hast wirklich gekämpft für das was du nun bist! Bleib stark und lasse dich von niemandem mehr unterkriegen <3 <3 <3

Ich wünsche einen wundervollen Abend.

Liebe Grüße
Carmen

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kleine_feine_reziwelt kleine_feine_reziwelt

Veröffentlicht am 27.01.2020

Traurige aber harte Wahrheit

Der Klappentext :
Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie "Mama" nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu ... …mehr

Der Klappentext :
Von ihrer frühesten Kindheit an ist Amelie dem Hass der Frau ausgeliefert, die sie "Mama" nennen muss. Nach außen hin sind die Sanders die perfekte Familie. Doch Amelie bekommt kaum zu essen und zu trinken, wird eingesperrt, gequält und erniedrigt. Wenig, das ihr nicht bei Strafe verboten ist. Erst spät findet Amelie heraus, was mit ihrer leiblichen Mutter geschehen ist. Als sie schon fast alle Hoffnung verloren hat, gelingt ihr mit 21 Jahren endlich die Flucht ...

Mein Fazit zu diesem Buch :
Für mich gehört Amelie Sander ganz klar zu einen der stärksten Menschen und hat meinen vollen Respekt.
Sie wurde in ihren jungen Jahren aufs schlimmste gefoltert, erniedrigt, verwahrlost und misshandelt.
Als es für Amelie keine Aussicht mehr auf ein bisschen Hoffnung gab, drehte sich ihr Schicksal schlagartig um 180 grad und endlich gab es jemanden der ihre Situation ernst nahm und nicht wegschaute.
Trotz all den Dingen die ihr widerfahren sind hat sie niemals aufgegeben und den Willen am Leben verloren.
Jedenfalls bin ich mehr als sprachlos, geschockt und von Gefühlen wie Leid, Wut und auch Hass überwältigt.
Geschockt wie grausam Menschen sein können und wie andere über solch eine Situation hinwegsehen können.

Ich habe das Buch echt ein paar mal weglegen müssen um es erstmal sacken zu lassen. Hin und wieder ist auch mal die ein oder andere Träne geflossen, aber dennoch bin ich stolz das alles noch zum guten ausging und sie tapfer und hart gekämpft um das zu erreichen was sie jetzt ausmacht.

Mit diesem Buch möchte Amelie die Menschen wachrütteln, damit über solche Situationen nicht einfach hinweggesehen wird. Von mir hat sie jeglichen Respekt. So stark und tapfer zu sein ein solches Buch zu veröffentlichen. 📚

Ganz klar lege ich jedem dieses Buch ans Herz 💓 und hat von mir 5/5 ⭐️ verdient

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Elvira Elvira

Veröffentlicht am 26.01.2020

Als hätte der Himmel mich vergessen

Ich möchte mich bei Amelie Sander bedanken, dass ich "Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus"als Rezensionsexemplar lesen durfte. Meine ehrliche Meinung ... …mehr

Ich möchte mich bei Amelie Sander bedanken, dass ich "Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus"als Rezensionsexemplar lesen durfte. Meine ehrliche Meinung wurde dadurch jedoch nicht beeinflusst.

Cover:
Das Cover zeigt uns schon ein trauriges Kind, vom dem eine Hoffnungslosigkeit ausgeht.

Story:
Pro Tag muss ihr ein Becher Wasser reichen, am Mittagstisch bekommt sie von der Mahlzeit einen Löffel voll, während sich die anderen sattessen. Von ihrem 4. Lebensjahr an wird Amelie von ihrer Stiefmutter terrorisiert, gequält und in Gefangenschaft gehalten. Der Außenwelt erklärt die Familie, Amelie sei behindert, so können sie ihren perfiden Sadismus jahrelang ungehindert ausleben. Erst mit 21 gelingt Amelie die Flucht. Sie hat lange gebraucht, die Traumata zu verarbeiten, aber jetzt ist sie bereit, ihre bewegende Geschichte zu erzählen.

Fazit:
Ich bin ja selten um Worte verlegen, aber diesmal bin ich es wirklich. Dieses Buch hinterlässt mich sprachlos. Schon bei, Lesen musste ich immer wieder Pausen einlegen, denn das was Amelie da wiedergibt ist nichts für schwache Nerven. Nein es handelt sich nicht um ein erfunden Thriller. Es handelt sich um die grausame Wirklichkeit eines kleinen Mädchens. Sie erzählt uns ihre Geschichte und es ist unfassbar was hinter geschlossenen Türen so alles passiert. Was ein Kind alles ertragen kann und wie tief die Spuren in der Seele dann doch sind, übersteigt alle Vorstellungen. Der Mut alles aufzuschreiben, verdient meinen Respekt.
Die Emotionen die ich beim Lesen hatte waren vor allem Wut und Fassungslosigkeit. Ich hoffe für mich, dass ich immer rechtzeitig hinschaue und lieber einmal mehr nachfrage, als bequeme wegzuschauen. Ich kann Amelies Geschichte nicht erzählen, denn das hat sie selbst sehr beindruckend getan. Ich kann nur sagen, lest dieses Buch.

Leseempfehlung:
Von mir eine klare Leseempfehlung mit dem Hinweis, dass es eine wahre Geschichte ist diese geht auch dem Leser an die Substanz.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

dia78 dia78

Veröffentlicht am 25.01.2020

Traurig, aber wahr

Das Buch "Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus" wurde von Amelie Sander verfasst und erschien 2017 bei Bastei Lübbe.

Das Werk ist beklemmend, erschreckend, ... …mehr

Das Buch "Als hätte der Himmel mich vergessen: Verwahrlost und misshandelt im eigenen Elternhaus" wurde von Amelie Sander verfasst und erschien 2017 bei Bastei Lübbe.

Das Werk ist beklemmend, erschreckend, schonungslos. Die Autorin nimmt den Leser mit auf eine Reise, die lieber unbegangen bleibt. Die Charaktere werden - vielleicht sogar - zu überspitzt dargestellt. Manche Reaktionen kann man sich als nicht Betroffener von Misshandlung und ähnliches gar nicht vorstellen, findet sie vielleicht sogar als unmöglich, dass manche Menschen so zueinander sein können und sich manche keine Hilfe suchen.
Der Sprachstil und die Wortwahl waren angemessen gewählt. Die Charaktere wurden gut dargestellt und der Schrecken so mancher Situation eingefangen und an den Leser weitertransportiert. Als Leser kommt man oft ins Grübeln, ob die Mitmenschen tatsächlich alle blind sind, in Bezug auf das Wohl des anderen. Steht der Mensch nicht im Mittelpunkt, steht auch in der Schule oder im Privatleben das Kind auf verlorenen Posten.

Ein Buch, das aufrütteln kann, jedoch sicher nicht für jeden Leser zu empfehlen. Sensible Menschen werden an ihre Grenzen stoßen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Amelie Sander

Amelie Sander wurde Ender der 60er Jahre in einer mittelgroßen Stadt in Deutschland geboren. Nach ihrer Flucht aus dem Elternhaus musste sie von Null auf Hundert lernen, sich im täglichen Leben zurechtzufinden und auf eigenen Beinen zu stehen. Als sie ihren Mann kennenlernte, erfüllte sich ihr größter Wunsch: einen Menschen zu finden, den sie lieben und rückhaltlos vertrauen kann.

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