Im Schatten des Schleiers
 - Maryam Heidari Ahwazi - Taschenbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Erfahrungen
396 Seiten
ISBN: 978-3-404-61032-7
Ersterscheinung: 31.01.2019

Im Schatten des Schleiers

Mein Kampf für ein Leben in Freiheit. Wie ich Folter und Verfolgung im Iran entkam

(28)

Schon früh lernt das Mädchen Maryam die Brutalität des iranischen Regimes kennen. Ihre schwangere Tante wird von der Miliz misshandelt, ihr Bruder verhaftet, sie selbst verhört. Wie alle Frauen muss auch Maryam Kopftuch tragen und wird als Mensch zweiter Klasse behandelt. Doch sie rebelliert gegen die strengen Regeln. Als sie älter wird, eröffnet sie einen Schönheitssalon, ein Ort weiblicher Freiheit. Hier kommt sie in Kontakt zum Christentum - und konvertiert schließlich. Doch der "Abfall vom Islam" bleibt nicht folgenlos, Maryam wird inhaftiert, gefoltert. Dann - nach Monaten des Martyriums - kann sie fliehen ...

Pressestimmen

„In ihrem Buch erzählt [Maryam Heidari Ahwazi] die bewegende Geschichte ihres Kampfes um Freiheit.“

Rezensionen aus der Lesejury (28)

strickleserl strickleserl

Veröffentlicht am 11.07.2019

Die Leiden einer Frau im Iran

Maryam, eine junge iranische Frau, hat in Deutschland ein neues, freies Leben gefunden. Die 1980 geborene Frau gehört zu den Ahwazis, eine Minderheit, die im Süden Irans lebt.

Als Kind erlebt sie Benachteiligung ... …mehr

Maryam, eine junge iranische Frau, hat in Deutschland ein neues, freies Leben gefunden. Die 1980 geborene Frau gehört zu den Ahwazis, eine Minderheit, die im Süden Irans lebt.

Als Kind erlebt sie Benachteiligung und Verfolgung, weil sie nicht zum persischen Volk gehört. Ihre gebildeten, liberalen Eltern erzählen ihr von der Freiheit, die sie unter dem Schah erlebt hatten. Maryam muss als Kind miterleben, wie ihr älterer Bruder festgenommen wird und seine Frau ihr ungeborenes Kind verliert, weil eine Polizistin sie tritt.

Trotz allem genießt sie ihre Kindheit, die mit dem Eintritt in eine weiterführende Schule abrupt zu Ende geht. Die Schülerinnen im jungen Teenager-Alter werden vor der Schule untersucht. Sie dürfen sich nicht schminken oder modern kleiden. Körper und Haare müssen bedeckt sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird bestraft.

Im Gegensatz zu den Jungen, haben Maryam und ihre Freundinnen keine Freiheit. Sie dürfen nicht in einen Park gehen, aber noch schlimmer ist, dass viele der jungen Mädchen entgegen ihrem Willen an alte Männer verheiratet werden.

Maryam verlässt schließlich die Schule und eröffnet einen Schönheitssalon. Da eine Frau sich nicht schönmachen soll, existieren solche Geschäfte eher im Verborgenen. Im Salon geht es nicht nur um die Körperpflege. Ehen werden vereinbart, Geschäfte vermittelt, vor allem aber versuchen die Frauen auf ungewöhnlichem Wege ihre vielen Probleme zu lösen.

Eine Hexe teilt nämlich mit Maryam das Geschäft. Maryam profitiert von dem Angebot der Zauberin, denn so finden Kundinnen den Weg in den Laden. Aber mit dieser Frau ist auch eine böse Präsenz im Salon. Ausführlich beschreibt Maryam verschiedene Aufträge, die sie gemeinsam mit der Hexe ausführt.

Von einer Kundin hört Maryam vom christlichen Glauben. Nach kurzer Zeit ist sie davon überzeugt, auch wenn sie von ihrem Glauben schweigt. Sie wird aber trotzdem verraten und muss ins Gefängnis. Besonders schwer ist für sie die Trennung von ihrem kleinen Sohn.

Als sie entlassen wird, sieht die Familie keinen anderen Ausweg als eine Flucht nach Deutschland, die am Ende des Buchs kurz beschrieben wird.

Die Erzählweise dieses spannenden Buchs ist ungewöhnlich. In kurzen Sätzen und einfacher Sprache schildert Maryam recht emotionslos bewegende Ereignisse. An vielen Stellen klingt die Erzählung poetisch und in guter Weise fremdartig, wie eine Erzählung aus tausendundeiner Nacht.

Die kurzen Kapitel sind leserfreundlich. Manches bleibt ungesagt, darum fällt es manchmal schwer der Erzählung zu folgen, und am Ende bleiben einige Fragen offen.


Fazit: Eine interessante Lebensgeschichte, die einen guten Einblick in das Leben von Frauen im Iran gibt. Es wird deutlich, welche schwerwiegende Konsequenzen es hat, wenn ein Moslem sich zum Christentum bekehrt. Ein wichtiges Zeugnis in unserer Zeit, in der viele iranische Christen Zuflucht in unserem Land suchen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

IsabelSchwarzer IsabelSchwarzer

Veröffentlicht am 07.07.2019

Ein Leben voller schöner Momente und die Angst vor Folter und Verfolgung

"Im Schatten des Schleiers" von Maryam Heidari Ahwazi

Eine Erfahrungsschilderung wie keine andere!

Die Autorin Maryam Heidari Ahwazi schreibt in Ihrem Buch über Ihr Leben im Iran und Ihrer Flucht nach ... …mehr

"Im Schatten des Schleiers" von Maryam Heidari Ahwazi

Eine Erfahrungsschilderung wie keine andere!

Die Autorin Maryam Heidari Ahwazi schreibt in Ihrem Buch über Ihr Leben im Iran und Ihrer Flucht nach Deutschland, über Ihre Freuden und Ängste, über die Geschichte Ihres Lebens.
Zu Beginn meiner Rezension möchte ich der Autorin meinen größten Respekt darbringen, für den Mut Ihre Lebensgeschichte zu Papier zu bringen. Nicht selten musste ich kurz inne halten, um das Gelesene zu realisieren, wenn das überhaupt möglich ist. Es ist wirklich bewundernswert, dass Sie trotz Ihrer vielen, teilweise auch wirklich sehr brutalen, Erfahrungen stolz zu sich und Ihrer Familie steht und dass Sie endlich Ihr Leben frei und unbekümmert leben kann.
Zunächst wird Ihr früheres Leben im Iran geschiltert und man bekommt einen subjektiven Einblick in die lokale Kultur des Irans mit all seinen Facetten. Schöne wie auch Dunkle... Im Laufe der Erfahrungsschilderung wird der Leser zunehmenst ein Teil Ihres Lebens. Alle Erfahrungen werden authentisch beschrieben und Ihre Entscheidungen emotional begründet.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen! Von der ersten Zeile bis zum letzten Satz war ich emotional immer dabei. Maryam Heidari Ahwazi hat mir einen Einblick gewährt, den ich nicht mehr missen möchte.
Leider ist der Schreibstyl sehr einfach, so dass es am Anfang schwierig zu lesen ist. Allerdings unterstreicht genau das die Authenzität, da Sie als Immigrantin noch Deutsch lernt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Wurm200 Wurm200

Veröffentlicht am 07.07.2019

Im Schatten des Schleiers (Gut)

Maryam ist eine junge Iranerin und gehört gleichzeitig zu einer Minderheit (den Ahwazi). In der Schulzeit bekommt sie ein verlockendes Angebot, das ihr Leben verändern könnte, aber nicht ohne einen großen ... …mehr

Maryam ist eine junge Iranerin und gehört gleichzeitig zu einer Minderheit (den Ahwazi). In der Schulzeit bekommt sie ein verlockendes Angebot, das ihr Leben verändern könnte, aber nicht ohne einen großen Preis dafür zu bezahlen. Sie lehnt das Angebot der Basidschi-Lehrerin mehrmals ab. Nach der Schulzeit eröffnet Maryam ihren eigenen Schönheitssalon, der anfänglich jedoch nicht gut läuft. Um dies zu ändern, wendet sich Maryam an eine Doaenevis, die ihr auch helfen kann. Als Maryam dann auch noch mit dem Christentum in Kontakt kommt, soll sich ihr Leben für immer ändern.

Das Buch “Im Schatten des Schleiers” von Maryam Heidari Ahwazi ist in insgesamt vier Teile und 178 Kapitel unterteilt. Die gegebenen Überschriften (jeder Teil und jedes neue Kapitel hat eine), ist dabei stets passend zum Inhalt. Bei den Teilen handelt es sich um verschiedene Stationen (Kindheit bis zur Flucht) im Leben der Protagonistin Maryam (bei der es sich um die Autorin selbst handelt), womit der/die Leser/-in ihr Leben Eposidenhaft verfolgen kann. Leider fällt hier auch schon etwas negativ auf, denn während bestimmten Abschnitten recht viel Zeit gewidmet wird, kommen andere Stationen zu kurz oder gar nicht vor. Beispielhaft möchte ich hier die Stelle der Folter nennen. Diese wird recht schnell/kurz abgehandelt und das, obwohl sie auf dem Cover mit angepriesen wird. Aber eben diese Stelle kann ich dann auch für etwas Positives nennen, dem Detailgrad in der die Geschichte erzählt wird (zumindest stellenweise). So ist die Folterszene zwar, leider recht kurz, aber trotz der Kürze so gut beschrieben, dass man beim Lesen mitfühlt. Allgemein ist das Mitgefühl, genau wie das Kopfschütteln auch, ein ständiger Begleiter beim Lesen, da man immer wieder aufs Neue erfährt, wie mit den Menschen im Iran, zumindest teilweise, umgegangen wird. Besonders der Unterschied, der zwischen Mann und Frau gemacht wird, lässt sich an einigen Stellen herauslesen. Durch die Tatsache das es ein Erfahrungsbericht der Autorin selbst ist, sind die geschilderten Szenen noch härter, da man davon ausgehen muss, dass sie eben real und nicht erfunden sind.
Am Ende des Buches steht dann der Neubeginn in Deutschland und auch hier hätte ich mir gerne mehr von erwartet. Der Autorin jedenfalls wünsche ich an dieser Stelle, ein hoffentlich glückliches Leben, so wie sie es sich wünscht.


Cover: Auf dem Cover von “Im Schatten des Schleiers” ist das vermummte Gesicht einer Frau zu sehen, welches sich über das ganze Cover zieht. Bei der Frau handelt es sich wahrscheinlich um die Autorin Maryam Heidari Ahwazi selbst. Beim genaueren Blick fällt dann auch eine Kleinigkeit auf, die Augen der Frau sind geschminkt. Auch hier haben wir den Bezug zum Inhalt des Buches. Zusammen mit dem Schleier, werden auf dem Cover also Aspekte des Modernen und des Traditionellen abgebildet.
Der Titel des Buches, steht auf Höhe des Schleiers, den die Frau trägt und hebt sich farblich gut ab. Der Untertitel zählt dann noch mal einige Dinge auf, um die es dann im Buch selbst geht (auch wenn hier die Lebensgeschichte deutlich im Vordergrund steht, weniger die Folter). Der Bezug zum Buch ist also definitiv gegeben.
Beim Cover selbst, konnte man nicht allzu viel verkehrt machen. Es ist künstlerisch sicher nichts Besonderes, passt aber gut zum Buch.

Fazit: Mit “Im Schatten des Schleiers” hat die Autorin Maryam Heidari Ahwazi ihr Leben im Iran und die daraus folgenden Flucht nach Deutschland geschildert, gut strukturiert und leicht verständlich zu einem Buch zusammengefasst. Habe ich auch anfänglich ein völlig anderes Buch erwartet, so konnte mich das Buch trotzdem überzeugen. Einige Aspekte werden kurz erzählt, obwohl sie mehr Zeit bekommen sollten, was mir nicht ganz so gefallen hat. Man bekommt aber dennoch einen recht guten Einblick, in das Leben im Iran. Von mir bekommt “Im Schatten des Schleiers” klare 4/5 Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

anooo anooo

Veröffentlicht am 07.07.2019

Interessant und Wichtig

Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht einer Frau, die im Iran geboren und aufgewachsen ist und ein Opfer des strengen und brutalen Regimes wurde. Maryam erzählt ihre eigene Geschichte. Sie fängt von ... …mehr

Es handelt sich um einen Erfahrungsbericht einer Frau, die im Iran geboren und aufgewachsen ist und ein Opfer des strengen und brutalen Regimes wurde. Maryam erzählt ihre eigene Geschichte. Sie fängt von ihrer Kindheit und Schulzeit zu berichten. Sie erzählt von ihrer Familie und wir erfahren, dass sie in einem sehr liebevollen und liberalen Elternhaus aufgewachsen ist. Daraufhin erzählt sie von ihrer Ausbildung und wie sie ihr eigenes Kosmetikstudio eröffnet hat. Sie berichtet über Freundschaften und die Hindernisse und Diskriminierung, die Frauen im Iran tagtäglich erfahren müssen. Ein großes Thema ist wie Maryam allmählich Zugang zum Christentum findet und letztendlich konvertiert und welche Konsequenzen diese Entscheidung im Iran mit sich bringt. Zum Schluss folgt die endgültige Flucht aus dem Iran.

Das Buch ist in viele kurze Kapitel eingeteil. Dadurch lässt es sich sehr schnell lesen, jedoch hätte ich mir stellenweise eine etwas ausführlichere Erzählung gewünscht. Einiges bleibt offen, anderes wird hingegen sehr stark thematisiert. Der Schreibstil ist zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, doch lässt man sich darauf ein, kommt schnell damit klar.

Ich finde es sehr schwierig eine Sterne Bewertung für Erfahrungsberichte zu vergeben. Denn es handelt sich um ein echtes Leben, was sich so zugetragen hat. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und vor allem geht es darum, das Maryam eine unglaublich mutige Frau ist und sicherlich vielen Frauen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, Hoffnung gibt. Der Erfahrungsbericht ist auf jeden Fall lesenswert und jeder sollte Maryams Geschichte erfahren, um zu Wissen was außerhalb Deutschlands und Europas vor sich geht. Ich hoffe Maryam kann nun ein freies und erfülltes Leben in Frieden leben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

readbooksandbefree readbooksandbefree

Veröffentlicht am 07.07.2019

Interessantes Buch, aber leider mag ich den Schreibstil nicht!

Als erstes, danke an Lesejury dass ich das Buch dank euch lesen durfte! Dies beeinflusst meine Meinung dazu aber nicht.

Als erstes das Cover: Das fand ich ja schon so ansprechend, da sich unter dem Schleier ... …mehr

Als erstes, danke an Lesejury dass ich das Buch dank euch lesen durfte! Dies beeinflusst meine Meinung dazu aber nicht.

Als erstes das Cover: Das fand ich ja schon so ansprechend, da sich unter dem Schleier oft die hübschesten Gesichter verbergen. Wenn ich die Menschen mit Schleier sehe muss ich immer wieder stauen, wie da oft so wunderschöne, ausdrucksstarke Augen rausleuchten können!

Das Buch ist in einzelne, kurze Kapitel eingeteilt, die das Lesen eigentlich relativ leicht machen. Was ich sagen muss, der Schreibstil hat mir halt irgendwie gar nicht gefallen! Bin damit so gar nicht klar gekommen, weiß leider nicht warum.

Die Geschichte rund um Maryam und ihrer Flucht aus dem Iran ist wirklich sehr lesenswert und interessant, keine Frage, aber oft habe ich einige Sachen wirklich nicht verstanden. Oft waren die Sätze so komisch formuliert, da stand ich wirklich auf dem Schlauch.

Natürlich hat mich das Buch auch an einigen Stellen zum Schmunzeln und Nachdenken gebracht. An manchen Stellen wurde aber dann widerum wieder kaum Emotion rübergebracht.

Alles in allem ein interessantes Buch über das Leben im Iran, aber auch ein gewöhnungsbedürftiger Schreibstil...

Das Buch bekommt von mir ⭐⭐/5 Sternen

Das ist jetzt mal wirklich das erste Buch, dass ich nicht so gut bewerte leider. Aber jeder hat eine Meinung und die soll man in Rezensionen ja rüberbringen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Maryam Heidari Ahwazi

Maryam Heidari Ahwazi, geb. 1980, gehört zu den Ahwazi, einer verfolgten arabischenMinderheit im Iran. 2006 kommt ihr Sohn zur Welt, der auch nach der Trennung von ihrem Mann bei ihr bleibt, was im Iran sehr ungewöhnlich ist. Nach ihrem Gefängnisaufenthalt wegen "Abfall vom Islam" flieht sie gemeinsam mit ihm und ihrer Familie und kommt im September 2015 in Deutschland an. Mittlerweile wurde ihrem Asylantrag stattgegeben. Sie wohnt heute mit ihrem Sohn in einer eigenen Wohnung in Duisburg.

Mehr erfahren
Alle Verlage