Der Winter erwacht
 - C.L. Wilson - Taschenbuch

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9,99

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Fantasy Bücher
381 Seiten
ISBN: 978-3-404-20800-5
Ersterscheinung: 16.07.2015

Der Winter erwacht

Roman
Übersetzt von Anita Nirschl

(6)

Die Sommerprinzessin Chamsin kann nicht glauben, was ihr Vater von ihr verlangt: Sie soll Wynter Atrialan heiraten. Den Mann, der ihre geliebte Heimat mit einem grausamen Krieg überzog. Der das Reich durch seine Magie im ewigen Winter erstarren ließ. Und der jetzt als Tribut eine Sommerprinzessin fordert. Niemals! Lieber stirbt sie, als ihn zu heiraten. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater sie tatsächlich vor diese Wahl stellen wird ...

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Pressestimmen

„Das wohl erotischste Fantasy-Buch des Jahres“
„Wer romantische Fantasy-Märchen im Stil von Fantaghiró & Co. mag, sollte hier zuschlagen.“

„Fesselnd und voller Action reißt es den Leser mit sich in Welten und zu Helden, die überzeugend und stark ihren Weg gehen." phantastik-couch.de
"erzählt eine spannende Geschichte mit durchaus sympathischen Hauptfiguren, deren Persönlichkeiten für reichlich Konfliktpotenzial sorgen.“

Rezensionen aus der Lesejury (6)

KerstinsBuecherstube KerstinsBuecherstube

Veröffentlicht am 04.02.2017

schöne Welten

Die Cover sind genial. einzelnt wie auch Nebeneinander. Wunderschön :)
Die beiden Hauptprotagonisten Chamsin und Wynter sind toll gelungen, man hat
sofort eine Vorstellung von ihnen. Auch die meisten Nebencharakter ... …mehr

Die Cover sind genial. einzelnt wie auch Nebeneinander. Wunderschön :)
Die beiden Hauptprotagonisten Chamsin und Wynter sind toll gelungen, man hat
sofort eine Vorstellung von ihnen. Auch die meisten Nebencharakter sind super
beschrieben. Man lebt mit den Charas alle Gefühle mit, das ist super gelungen.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil
von Wilson ist flüssig und super leicht zu lesen. Man ist sofort mitten in der
Geschichte drin und wird mitgerissen. Während der ganzen Geschichte passieren
immer wieder Dinge mit denen ich nicht gerechnet hätte. Super toller Aufbau.
Die Idee der Gaben / Wettergaben ist auch echt toll, es hat mir sehr gut gefallen.
Durch den tollen bildhaften Schreibstil ist mir auch nicht schwer gefallen,
mir alles an der Umgebung etc. vorzustellen.
Hier fehlt mir allerdings ein bischen Fantasy, hätte ruhig mehr sein können.
Das Ende des ersten Bandes ist offen, da ja noch ein zweiter Teil "Wenn der Sommer stirbt" existiert

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AureliaAzul AureliaAzul

Veröffentlicht am 04.12.2016

Zwischen zauberhafter Wettermagie und heißen Leidenschaften!

Chamsin, auch Sturm genannt, ist eine der Prinzessinnen von Sommergrund, wird allerdings von ihrem Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich gemacht und deswegen von ihm gehasst. Geleugnet und weggesperrt, ... …mehr

Chamsin, auch Sturm genannt, ist eine der Prinzessinnen von Sommergrund, wird allerdings von ihrem Vater für den Tod ihrer Mutter verantwortlich gemacht und deswegen von ihm gehasst. Geleugnet und weggesperrt, verbringt sie fast 20 Jahre ihres Lebens in verwahrlosten und unbewohnten Teilen des Schlosses. Bis auf Tildy, ihrer Amme und ihren Schwestern Frühling,Sommer und Herbst weißt keiner von ihrer Existenz. Das nutzt ihr schamloser Vater aus, als Wynter, der feindliche Winterkönig den Sommerländern einen Vorschlag macht, um den Krieg zu beenden und Sommergrund endgültig unter seine Herrschaft zu stellen. Einer seiner Bedingungen ist, eine Prinzessin als seine neue Königin zu nehmen. Wird Chamsin den feindlichen König heiraten? Und was für eine hitziges, elektrisierendes Verlangen überfällt Chamsin jedes Mal wenn sie mit dem Winterkönig zusammentrifft?

Den Schreibstil fand ich am Anfang etwas schwierig zu lesen und in die Geschichte rein zukommen, aber nach kurzer Zeit hatte mich die Geschichte dennoch gefangen. Über verletzliche und grausame Ereignisse in Chamsins Leben wird sie zu Dingen gezwungen, die sie nicht tun möchte. Wenn es nötig ist mit brutaler Gewalt. Das war schrecklich zu lesen und sie tat mir sofort Leid. Da war die Chance mit dem Winterkönig zu gehen ja beinahe ein Glücksfall für sie, sonst hätte ihr Vater sich eines Tages ihrer entledigt. Gefallen hat mir, dass Wynter und Chamsin, sowie ihre Königreiche so verfeindet sind und das eine gewisse Spannung mitbringt. Später kommen Wynter und Chamsin sich aber näher und eine feurige Leidenschaft entbrennt in ihnen, da fand ich die Beschreibungen einiger sexueller Szenen wirklich entzückend und sie brachten mich zum Lächeln. Die Wettermagie und die kleinen Kämpfe sind meiner Meinung ziemlich innovativ und haben dem ganzen noch einen gefährlichen Spritzer gegeben. Nur zu empfehlen!

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WundersameBuecherwelt WundersameBuecherwelt

Veröffentlicht am 30.11.2016

Eine fesselnde Geschichte über Hass, Krieg, Liebe und Leidenschaft!

Als ich "Der Winter erwacht" von C.L. Wilson zum ersten Mal gesehen habe, hat mich das Cover sofort angesprochen und auch der Klappentext klang durchaus verlockend. Warum ich es dann nicht gleich gekauft ... …mehr

Als ich "Der Winter erwacht" von C.L. Wilson zum ersten Mal gesehen habe, hat mich das Cover sofort angesprochen und auch der Klappentext klang durchaus verlockend. Warum ich es dann nicht gleich gekauft habe? Weil ich einige Rezensionen gelesen habe, die mir die Vorfreude auf dieses Buch bzw. diese Buchreihe wieder etwas genommen haben. So war ein besonders hervorstechender Kritikpunkt, dass in diesem Buch mit den erotischen Szenen übertrieben werde. Da ich eigentlich kein großer Fan von Erotik-Romanen bin und auch New Adults mich nur teilweise ansprechen war ich deshalb ziemlich skeptisch ob dieses Buch mir überhaupt gefallen könnte.
Mich haben meine Neugierde und das wunderschöne Cover dann noch noch dazu gebracht, das Buch zu kaufen und so habe ich mir gleich beide Bände (Band 2: „Wenn der Sommer stirbt“) auf einmal zugelegt, was durchaus ein Zeichen dafür ist, dass ein teil von mir schon wusste, das mir die Bücher gefallen würde. Und eins sei vorweggenommen: Das haben sie! Und wie!

Die beiden Reiche Sommerland und Winterfels sind schon lange im Krieg miteinander, seit der Prinz von Sommergrund dem Winterkönig nicht nur die Braut, sondern auch den geliebten, kleinen Bruder genommen hat. Damit der Winterkönig noch mehr Macht erhält und Sommergrund restlos erschüttert, will er dem König dieses reiches das nehmen, was ihm am aller wichtigsten ist: eine seiner über alles geliebten Töchter. Was jedoch (fast) niemand weiß: Neben den vier Töchtern, die allseits als die vier Jahreszeiten (benannt nach ihren Wettergaben) bekannt sind, gibt es noch eine fünfte, vor der Öffentlichkeit geheim gehaltene und vom Vater verhasste Tochter: Chamsin, alias Sturm. So versucht der König der Sommerlande natürlich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Der Winterkönig bekommt eine Braut, die er gar nicht möchte und die verabscheute Tochter wird er auch noch gleich los. Außerdem ist Wynter Atrialan (der Winterkönig) auch als überaus grausam bekannt und somit der perfekte Ehegatte für eine Tochter, der man nur das Schlimmste wünscht. Ob die Pläne des Königs von Sommerland nach seinem Willen verlaufen? Und wird Chamsin den Fängen ihres Vaters entkommen oder in gar noch grausamere Hände gelangen?

Mich hat diese Geschichte von Anfang an gepackt. Der Schreibstil von C.L. Wilson ist so bildhaft, mitreißend und voll Gefühl und Leidenschaft, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Die Geschehnisse werden aus Chamsins Sicht geschildert und ich konnte stundenlang nichts tun, außer mit ihr mitzufiebern. Ja es stimmt was ich zuvor schon erwähnt habe: erotische Szenen sind in diesem Buch bzw. beiden Bänden nicht gerade Mangelware. Was mir aber besonders gut gefallen hat: Diese Szenen wurden keinesfalls vulgär oder niveaulos beschrieben. Natürlich habe es ein paar Szenen in denen es etwas wilder zuging als in anderen aber alles in allem, war ich nur selten etwas peinlich berührt. Und das hat etwas zu heißen, da ich zu viel Erotik in Büchern wirklich nicht leiden kann und mich dann meist fremdschäme. (Trotzdem würde ich nicht wollen, dass meine Mama wüsste, was ich da so gelesen habe. Haha :-D )

Kommen wir zum Spannungsaufbau.
Mich hat die Geschichte von Anfang an gepackt, denn es passieren immer wieder so viele Intrigen, Geheimnisse werden aufgedeckt, Menschen gelangen in äußerst gefährliche Situationen und es droht immer ein Angriff vom Feind, schließlich befindet man sich im Krieg. Der Spannungsbogen ist somit wirklich gut aufgebaut und zieht sich nahezu vom Anfang der Geschichte bis zur letzten Seite.

Auch die Gestaltung der Protagonisten und allgemein der Figuren hat mich gänzlich überzeugt. Chamsin, das widerspenstige Mädchen, dass in wichtigen Situationen durchaus eine extrem starke junge Frau sein kann. Sie hat eine so lebendigen, starken, tapferen und doch verletzlichem Charakter, der kaum gezähmt werden kann, was auch auf ihre Wettergaben zutrifft. Besonders angetan haben es mir jedoch Wynter und sein bester Freund und zugleich Berater. Vor allem bei Wynter weiß an nie, wie er als Nächstes reagiert. Vom besorgtem, liebevollem Ehemann über einen egoistischen Liebhaber bis hin zum grausamsten aller Heerführer...Wynter vereint all das i einer Person. Gleichzeitig wird er als seinem Volk stets loyaler Herrscher gezeigt, der aber vor nichts zurückzuschrecken scheint, um den Krieg zu gewinnen. Doch wie verletzlich ist er wirklich? Und wie groß ist die Wunde, die der Tod seines Bruder in sein Herz gerissen hat?

Fazit
Mich, als 18-Jährige Fantasyliebhaberin, die auch Liebesgeschichten in (fast) keinem Buch missen will, hat die Geschichte um Chamsin und Wynter wirklich mitgerissen. Ich bin mir sicher, dass es LeserInnen geben wird, die das nicht so empfinden werden. Und klar, ist das Buch auch hin und wieder weniger spannend als an anderen Stellen, aber das hat mich nicht gestört. Ich fand den Schreibstil so toll, dass es mir sogar Spaß gemacht hat, die Schilderung der Winterlandschaft zu lesen. Was ich auf jeden Fall mit dieser Rezension sagen möchte: Wenn euch das Cover, der Klappentext und die Leseprobe gefallen, dann hört auf euer Herz. Wenn ihr es lesen wollt, dann gebt dem Buch eine Chance und lasst euch nicht zu sehr von den Meinungen andere beeinflussen (auch nicht von meiner, jeder hat eine eiene Meinung!). Natürlich kann es sein, dass ihr ein wenig enttäuscht werdet von der Geschichte. Es kann aber auch sein, dass sie euch so mitreißt und verzaubert, wie sie es bei mir getan hat!

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Jiskett Jiskett

Veröffentlicht am 02.11.2016

Tolles World Building und faszinierende Charaktere

"Der Winter erwacht" ist ein fesselnder, sehr gut beschriebener erster Teil einer Geschichte (auch wenn ich nicht ganz verstehe, wieso das englische Buch aufgeteilt wurde), der auf jeden Fall neugierig ... …mehr

"Der Winter erwacht" ist ein fesselnder, sehr gut beschriebener erster Teil einer Geschichte (auch wenn ich nicht ganz verstehe, wieso das englische Buch aufgeteilt wurde), der auf jeden Fall neugierig auf mehr macht. Das World Building ist großartig, die Protagonisten sympathisch und interessant und auch die anderen Figuren sind gut ausgearbeitet.

Chamsin und Wynter, die Protagonisten, sind auf den ersten Blick ziemlich verschieden - sie ist die unbeliebte, verstoßene Tochter des Sommers, in der Lage, das Wetter zu beeinflussen und ziemlich unabhängig; er wurde jung zum Herrscher, dürstet nach Rache und beherrscht die Kälte. Schnell zeigt sich aber, dass die beiden doch so einiges gemeinsam haben und natürlich stimmt die Chemie zwischen ihnen absolut, auch wenn keiner der beiden das wirklich wahrhaben will. Der Aufbau ihrer Beziehung gefällt mir bisher gut, obwohl ich natürlich hoffe, dass sie beide sich demnächst aussprechen und all die Missverständnisse, die entstehen, aus der Welt räumen werden.
Chamsin war mir von Anfang an sehr sympathisch und nach all dem, was sie durchstehen musste und muss, hat sie mir wirklich leid getan; sie ist eine starke junge Frau und lässt sich davon nicht unterkriegen, aber trotzdem habe ich mit ihr mitgelitten und mir für sie gewünscht, dass bessere Zeiten kommen werden. Auch Wynter ist mir ans Herz gewachsen; er wirkt auf den ersten Blick kalt, hart und unnahbar, ist aber trotzdem ein guter Mann, der einiges empfindet. Ich hoffe wirklich, dass für ihn alles gut ausgehen wird, im Moment sieht es ja nicht so aus...
Die zahlreichen Nebenfiguren sind ebenfalls gut ausgearbeitet; es gab definitiv einige Charaktere, die ich gerne erwürgt hätte und andere, die ich sehr gerne mag.

Wie bereits erwähnt ist das World Building toll; alles ist detailliert beschrieben und man will mehr über die Welt und die fremdartigen Elemente der Magie erfahren. Auch die Handlung an sich ist packend, sodass ich gar nicht aufhören wollte zu lesen und viel zu schnell fertig war, aber ich habe ja noch den zweiten Teil vor mir. Das einzige, was mir nicht gefallen hat, ist das Ende... das könnte sehr grausam werden. <spoiler>Ich vermute, dass Chamsin gerade eine Fehlgeburt hat... und da es wichtig für sie ist, einen Erben zu zeugen, habe ich die Befürchtung, dass sie danach nicht mehr in der Lage sein wird, ein Kind zu bekommen. Hoffentlich wird die Autorin nicht in diese Richtung gehen.</spoiler> Vom Verlag ist es aber geschickt gemacht, hier den Schnitt zu setzen, da man so unbedingt wissen will, wie es weitergeht.
Dieser erste Teil bekommt von mir 4 Sterne.

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Hauntedcupcake Hauntedcupcake

Veröffentlicht am 15.09.2016

Anders als erwartet und leider nervig

Inhalt
Seit der Sommerprinz dem Winterkönig einen wertvollen Schatz und die Frau gestohlen und seinen geliebten Bruder ermordet hat, herrscht Krieg zwischen Sommergrund und Winterfels. Doch bevor der mächtige ... …mehr

Inhalt
Seit der Sommerprinz dem Winterkönig einen wertvollen Schatz und die Frau gestohlen und seinen geliebten Bruder ermordet hat, herrscht Krieg zwischen Sommergrund und Winterfels. Doch bevor der mächtige Winterkönig Wynter Sommergrund vollständig mit Eis überziehen kann, kapituliert der Sommerkönig. Wynter akzeptiert unter einer Bedingung: eine der Töchter des Sommerkönigs muss König Wynter heiraten und ihm innert Jahresfrist einen Erben schenken. Der Sommerkönig nutzt die Chance und überlässt Wynter seine jüngste und von ihm verhasste, magiebegabte Tochter Chamsin. Doch Chamsin wäre nicht Chamsin, wenn sie dieses Schicksal kampflos annehmen würde...

Meine Meinung
So richtig ist der Funke bei mir nicht übergesprungen. Die Geschichte liest sich zwar wirklich gut und kommt mit einer märchenhaften Atmosphäre daher, doch irgendwie hat sie mich nicht richtig mitreissen können.

Der Schreibstil ist angenehm, aber nach meinem Geschmack könnten die Sätze in der Geschichte kürzer und weniger verworren, d. h. mit weniger eingeschobenen Satzteilen ausgestattet sein. Auch die Kapitel sind meines Erachtens zu lang gewählt, aber auch das ist definitiv Geschmackssache.

"Der Winter erwacht" startet mit einer kurzen Rückblende, die dem Leser die Geschehnisse vor dem Krieg näher bringen und die Taten der Hauptprotagonisten rechtfertigen soll. Der Anfang der Geschichte war jetzt zwar nicht herausragend, hat mir aber trotzdem gut gefallen. Doch bald schon folgt ein sich ziehender Mittelteil, bestehen aus Reise - Krankheit - Reise - sturer Prinzessin - Reise - wütendem Winterkönig - Krankheit - Reise. Nach immer demselben Schema zieht sich der rote Faden hier wie Gummi durch den Mittelteil, so dass ich immer mal wieder versucht war, das Buch einfach zur Seite zu legen und nie mehr wieder weiter zu lesen. Denn so richtig gepackt hat mich "Der Winter erwacht" nicht und hier hat mir das "ich muss wissen wie es weitergeht" total gefehlt.

Das Buch eignet sich eher weniger für die jüngere Leserschaft, da es einige explizite Stellen gibt, in dem die Sommerprinzessin Chamsin widerwillig und gleichzeitig erregt die Beine für den dominanten und natürlich aufregend gebauten Winterkönig breit macht. Anders kann ich das hier jetzt nicht beschreiben. Klischees werden natürlich auch zur Genüge bedient: die Prinzessin ist das verschmähte Kind, aufbrausend und rebellisch und gleichzeitig so klein und verletzlich und schwächelt immer sofort, wenn der Winterkönig knurrt. Genau, der liebe Herr knurrt nämlich für sein Leben gern. Und er, der er mutig und siegessicher ist, aber eine dunkle schwere Vergangenheit hat, ist dem Duft der Prinzessin sowas aber auch sowas von ergeben und immer wenn er an ihr oder ihrem Haar oder ihren Kleidern schnüffelt - den schnüffeln tut er fast ebenso gerne wie knurren - steht ihm sein gutes Stück und drückt sich ach so pochend gegen seine Hose oder die muskulösen Schenkel. Aber natürlich löst nur Prinzessin Chamsin diese Reaktion in ihm aus - und umgekehrt.

Das Ende von Teil 1 (das Buch ist im Original als "The Winter King" erschienen - ich vermute mal, dass man da verkaufstechnisch im Deutschen zwei Teile draus machen musste) hat mich dann doch wieder etwas mehr mitgerissen, da war dann wieder mehr los.

Setting und Charaktere
Die Geschichte um die Wettermagierin Chamsin und den Winterkönig Wynter, der das Eisherz in sich trägt, ist eingebettet in eine winterlich kalte Atmosphäre, für die Wynter gesorgt hat. Hauptorte sind Vera Sola, der Herrschersitz des Sommerkönigs in Sommergrund, einem Land voller gedeihender Pflanzen, üppigen Feldern und lustvollen Menschen und der Herrschersitz des Winterkönigs, Gildenheim, hoch im Norden des Landes Winterfels, umgeben von schneebedeckten Gipfeln, heimgesucht von rauhem Klima und bewohnt von robusten starken Nordmännern und -weibern. Selbstsprechend, dass es sich hier tatsächlich um die "landgewordenen" Jahreszeiten Sommer und Winter handelt. Nicht sehr originell und leider auch nur mässig gut umgesetzt.

Chamsin (eigentlich Angelica Mariposa Rosalind Chamsin Gianna Coruscate), Prinzessin von Sommergrund, oft mit ihrem Gabennamen "Sturm" angesprochen, ist eine äusserst sturköpfige, unbelehrbare und unvernünftige Wettermagierin. Man könnte jetzt behaupten, das läge an ihrer schwierigen Kindheit, denn ihre Mutter ist früh verstorben und ihr Vater der König hasst sie aus tiefstem Herzen, doch ich denke, dass sie als Charakter einfach so unausstehbar und nervig ist. Da der werte Papa sie praktisch immer ignoriert, zieht eine Amme sie in den nicht bewohnten Teilen des Schlosses auf Vera Sola auf. Ihre drei Schwestern, die originellerweise Frühling, Sommer und Herbst heissen, geniessen die Liebe des Vaters und die Vorteile des Prinzessinseins, während Chamsin abgeschottet aufwächst und verschmäht wird. So ist es denn auch nicht verwunderlich, dass sich die Gute mit ihren 20 Jährchen wie ein pubertierender Teenager verhält und rumzickt, was das Zeug hält. Ausser sie macht Liebe mit dem Winterkönig, dann ist sie heissblütig und leidenschaftlich. Natürlich hat Chamsin ihre Wettergabe nicht so recht unter Kontrolle und so sorgt sie immer mal wieder für einen heftigen Sturm und für regnerisch-bewölkte Tage. Erwähnt sei hier auch noch Chamsin's heiss geliebter Roland, ein Held aus Sommergrund, den sie als grosses Vorbild sieht. So denkt sie denn oft "Was würde Roland tun?". Das kam mir dann irgendwie ... ach lassen wir das.

Wynter (mit vollem Namen Wynter Crystalin Boreal Atrialan), König von Winterfels und Eroberer von Sommergrund ist ein stahlharter Krieger. Ihn fand ich als Charakter wesentlich interessanter, auch weil man bis zum Schluss nicht vollständig über seine Gabe, das Eisherz, aufgeklärt wird. Dennoch ist auch er teilweise ziemlich nervig. Pflichtbewusst will er sein Land beschützen und die sooo bösen Sommergrund-Leutchen besiegen und gleichzeitig allen nicht nur Vorbild sondern auch Freund sein. Doch auch er ist aufbrausend und absolut nicht lernfähig, was die Damenwelt angeht. Nur gut, kann er sich als König doch immer irgendwie durchsetzen und seinen Willen erzwingen. So demonstriert er gerne seine Macht: mit dem Erzwingen von Dingen und Gefühlen. Und wie bereits erwähnt hat er wie viele aus Winterfels eine enge Bindung zu den Wölfen und knurrt und schnüffelt daher immer mal wieder an den anderen Charakteren herum.

Fazit
Kann man lesen, muss man aber nicht. Für mich war es ein eher laues, an manchen Stellen langweiliges Buch, das aber dann mit den Schlusskapiteln doch noch mal etwas Besserung versprach. Enden tut "Der Winter erwacht" übrigens mit Kapitel 13 mitten in der eigentlichen Geschichte. Teil 2 "Wenn der Sommer stirbt" beginnt seinerseits direkt mit Kapitel 14. Es empfiehlt sich wohl, Band 2 bereits zur Hand zu haben, wenn man den ersten lesen möchte.

Band 2 "Wenn der Sommer stirbt" liegt hier schon bereit und wird sicher auch gelesen werden (er soll ja besser sein als der erste Teil), muss aber wohl noch eine Weile warten, denn ich kann zur Zeit keine weitere Portion Chamsin-Wynter-Gedöns vertragen.

Obwohl meine Rezension wohl nicht unbedingt positiver Natur ist (und ich hoffe ich habe hier niemanden vor den Kopf gestossen, aber hier handelt es sich ja auch lediglich nur um meine bescheidene Meinung), kann ich dem Buch 3 von 5 Sternen geben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

C.L. Wilson

C.L. Wilson - Autor
© C.L. Wilson

C. L. Wilson wurde in Houston, Texas geboren. Ihre Eltern arbeiteten bei der NASA, und schon als Kind liebte sie Mythen und Geschichten über andere Welten. So ist es kein Wunder, dass sie Schriftstellerin wurde. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern an der Golfküste Floridas.

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