Die Quellen von Malun - Blutgöttin
 - Daniela Winterfeld - PB

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15,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Fantasy
591 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20948-4
Ersterscheinung: 31.07.2019

Die Quellen von Malun - Blutgöttin

Roman
Band 1 der Reihe "Malun-Reihe"

(37)

Das Wasser auf Ruann versiegt, und die Dürre verurteilt die Völker zu Hunger und Durst. Um sich die letzten Ressourcen zu sichern, führt das Großreich Sapion erbitterte Kriege gegen seine Nachbarreiche. Die Politikertochter Feyla, der Offizier Dorgen, die Sklavin Alia und der Soldat Tailin sind alle auf verschiedene Weise von dem Krieg betroffen. Jeder versucht für sich einen Ausweg aus der hoffnungslosen Situation zu finden. Aber noch wissen die Vier nicht, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind und die Gründe für das Verschwinden des Wassers in einer Verschwörung von ungeahnten Ausmaßen liegen …

Rezensionen aus der Lesejury (37)

Lesemietze Lesemietze

Veröffentlicht am 26.09.2020

Ich wurde mitgerissen

WOW.

Mich hat diese Buch von Seite zu Seite mehr gefallen. Ich fand das Setting total interessant und atemberaubend.
Man lernt die vier Protagonisten kenne Alia, Dorgen, Feyla und Tailin. Das Schicksal ... …mehr

WOW.

Mich hat diese Buch von Seite zu Seite mehr gefallen. Ich fand das Setting total interessant und atemberaubend.
Man lernt die vier Protagonisten kenne Alia, Dorgen, Feyla und Tailin. Das Schicksal der Vier scheint miteinander verwoben zu sein, denn teilweise kreuzen sich ihre Wege und ich bin gespannt ob es noch mehr Überschneidungen im nächsten Band geben wird.
Jeder der Vier hat seine eigene Geschichte und ihre Lebenswege könnten nicht unterschiedlicher sein. Von Sklavin vom Krieger zu einer Tochter der mächtigsten Männer im Lande.
So lernt man die Struktur des Landes gut kennen.

Die Geschichte ist allein schon interessant auf Grund der verschiedenen Perspektiven. Man bekommt so die verschiedenen Lebensumstände mit. Ruann ist für mich ein sehr grausames Land. Und es verschont niemanden. Kleine Jungen, die viel zu früh von ihren Müttern entrissen werden. Frauen die entweder Sklavinnen sind oder wenn sie aus guten Hause sind mit ihren Schwestern an einen Mann verheiratet werden. Zu sagen haben Frauen nichts, sie sind Besitz und haben zu gehorchen zu gefallen.
An sich ist die Handlung schon recht düster von kleinen Momenten abgesehen. Momenten wo man hofft das alles zu einen Happy End kommen wird. Aber ob das passiert?

Das Setting, die Charaktere, die Handlung an sich, alles konnte mich total für sich einnehmen. Der Schreibstil hat mich gefesselt. Ich war nach jeden Perspektivenwechsel neugierig wie es weiter geht.
Ich war mit jeder Seite mehr fasziniert. Götter und Gottgeborene, wer ist wer. Was hat es mit al den alten Geschichten auf sich. Ach es gab noch so viele offene Fragen zum Schluß, aber es muss ja spannend bleiben.
Der rote Faden ist vielleicht anfangs nicht ganz ersichtlich, doch nach und nach fügt sich ein interessantes und komplexes Bild zusammen. Es wird noch einiges in nächsten Band auf einen zu kommen und sich weiter einfügen. Und ich bin schon gespannt welche Wege sich noch kreuzen werden.
Ein wirklich toller Auftakt, der mich trotz der gewalttätigen Szenen und der düsteren Stimmung einfach mitgerissen hat. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

faanie faanie

Veröffentlicht am 19.08.2020

Faszinierende Welt, spannende Geschichte mit viel Gewalt und Grausamkeiten. Und Sex. Viel Sex. Mir fast schon zu viel.

'Blutgöttin‘ ist der Auftakt zu Daniela Winterfelds Trilogie ‚Die Quellen von Malun‘. Ich habe mir tatsächlich ziemlich viel erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Fantasy für Erwachsene, düster, blutig, ... …mehr

'Blutgöttin‘ ist der Auftakt zu Daniela Winterfelds Trilogie ‚Die Quellen von Malun‘. Ich habe mir tatsächlich ziemlich viel erwartet und wurde auch nicht enttäuscht. Fantasy für Erwachsene, düster, blutig, mit einem tollen Worldbuilding und ganz viel Sex, mir fast schon zu viel. Nichtsdestotrotz war ich fasziniert von der Geschichte, der Welt und den Charakteren.

Daniela Winterfeld Schreibstil ist sehr einnehmend. Auch bei grausigen Szenen nimmt sie kein Blatt vor den Mund, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Es wird zwar viel der Fantasie überlassen, aber ich könnte mir vorstellen, dass LeserInnen, die derartige Gewalt nicht erwarten, davon abgeschreckt werden könnten. Man darf sich hier keine schöne Fantasygeschichte erhoffen, denn es gibt Krieg, Tod und Verheerung. Und Sex. Viel Sex, mir fast schon zu viel. Irgendwann war es einfach nur ermüdend, immer wieder irgendwelche Paare beim Stelldichein zu beobachten und mir kam es vor als würde Begierde und Lust voll ausgelebt werden, egal mit wem.

Der Weltenbau und das darin herrschende Gesellschaftssystem sind sehr komplex. Drei Sonnen, differierende Zeitrechnungen, verschiedene Götter, unterschiedliche Völker und eigene Sprachen zeigen die Vielfältigkeit Ruanns und lassen mich nicht nur einmal eine Karte vermissen. Das Land wird größtenteils als ausgetrocknet beschrieben, ohne Wasser und ohne Leben außerhalb von Oasen und Städten. Nur oberhalb eines riesigen Waldgürtels sind drei Länder, die vom dominierenden Reich Sapion noch verschont wurden. Doch aufgrund der Wasserknappheit wird sich das Blatt bald wenden.. Die Sapioner kosten ihre Herrschaft in den besetzten Gebieten voll aus, die Schwächeren müssen mit Folter, Vergewaltigungen und Spott ihr klägliches Dasein fristen. Sei es in einem Wasserbergwerk oder sogar im sapionischen Heer, ist man nicht Teil der herrschenden Kaste ist das Leben alles andere als leicht. Homosexuelle Männer werden als ‚Stummelweib‘ bezeichnet, Frauen sind nur dazu da, um Kinder zu bekommen. Ein menschenunwürdiges System, von dem die profitieren, die reich sind oder eine hohe Stellung haben.

Die Geschichte selbst beginnt mit einem Prolog, der schon gleich zu Beginn offenbart, welche Grausamkeiten den Leser erwarten. Bei dieser Storyline um die Blutgöttin Sapia, die sich von blonden Mädchen mit blauen Augen nährt, ist noch nicht wirklich erkennbar, wie sie sich in die anderen Handlungsstränge einfügen wird. Sie scheint übergeordnet zu den anderen und zeigt, von welchem Schlag das Reich Sapion ist, welches im Namen der Blutgöttin ihre Kriege führt. Anschließend folgen wir vier Charakteren, die mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen haben.

Alia war Bewohnerin Südfaruas, jetzt ein besetztes Reich. Sie wurde versklavt und hat ihren Dienst in einem Wasserbergwerk zu verrichten. Ihre Eltern verlor sie beim einem Unfall in jenem Bergwerk. Sie ist nun der Willkür der sapionischen Wächter ausgeliefert, wobei ein Trick ihrer Mutter ihr immer noch Schutz bietet. Sie hat einen starken Gerechtigkeitssinn und setzt sich für die Schwachen ein – wenn sie dabei auch sehr vorsichtig ist, riskiert sie doch mit jeder Handlung ihr Leben. Durch sie lernen wir das harte und grausame Leben in einer Sklavenkolonie kennen, erleben mit, wie Menschen in der prallen Hitze an den Pranger gestellt werden, einfach nur, weil sie zu schwach sind, weiterarbeiten zu können. Die Schilderungen sind teilweise richtig schlimm und nichts für Zartbesaitete. Alia plant natürlich die Flucht, doch sie hütet ein Geheimnis, das ihr alles bedeutet und sie noch zurückhält.

Dorgen ist Hauptmann im sapionischen Heer. Sein Handlungsstrang spielt nur anfangs im Soldatenlager, aber sein weiteres Schicksal würde hier zu viel verraten. Er hat sich seine Freundlichkeit gegenüber den Menschen bewahrt, sein Mitleid gegenüber den Schwächeren. Er versteckt es gut, denn diese Eigenschaften sind nichts, was man im Heer gerne sieht. Dorgen blieb für mich jedoch am unnahbarsten, ich als Leser hatte das Gefühl, ihn nie wirklich kennenzulernen.

Feyla ist als Sippenschweister Teil eines Systems, das so verabscheuungswürdig wie faszinierend ist. Alle drei Jahre kämpfen im Rahmen einer sogenannten ‚Auslese‘ sapionische Männer in einem bestimmten Alter gegeneinander. Die drei Gewinner der einzelnen Kasten dürfen dann eine Sippe heiraten, die aus 5 bis 7 (Halb-)Schwestern besteht, die das 12. Blutjahr erreicht haben. Wird die Sippenschwester innerhalb des ersten Ehejahrs nicht schwanger, hat der Ehemann sie in der Wüste auszusetzen. Die Mädchen sind also nichts als Brutkästen und haben als Frauen sowieso keinerlei Rechte. Feyla ist die Lieblingstochter ihres Vaters, als oberster Berater des Herrschers Rabanus Sapion zweitmächtigster Mann des Reiches, doch nicht in der Weise, in der man sich das vielleicht vorstellen mag.. Ihre Schwestern und Tanten mögen sie nicht und sie muss deshalb viel Häme, Spott und Verleumdungen ertragen. Sie erträgt sie stoisch und findet in einem Sklavenmädchen ihre einzige Freundin.

Schließlich folgen wir noch Tailin, der zu Beginn mit Dorgen Teil des Heeres ist. Doch als er zufällig von den Kriegsplänen seiner Heeresführung mitbekommt, desertiert er und möchte diejenigen warnen, die unter den Plänen am meisten zu leiden haben. Tailin entpuppt sich als der interessanteste Charakter seine Herkunft betreffend, auch wenn er zu Beginn noch unscheinbar wirkt. Durch ihn lernen wir die unbekannten Gegenden Ruanns kennen und man kann nachvollziehen, warum Sapion diese Länder unbedingt erobern möchte.

Man merkt, dass die Protagonisten sehr unterschiedlich sind, sowohl vom Charakter her, als auch von der Gesellschaftsschicht. Sie durchleben jedoch alle große Entwicklungen und befreien sich nach und nach aus den Fesseln, die sie festhalten. Jeder der vier Protagonisten kennt nur seinen kleinen Teil des Reiches und wir als Leser lernen somit zusammen mit den Charakteren die Welt immer besser kennen. Das gefiel mir sehr gut, so hat man genug Zeit, alles aufzunehmen und zusammenzusetzen. Ich freue mich, wenn ich bald wieder in diese Welt eintauchen kann. 4 Sterne.

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MsChili MsChili

Veröffentlicht am 02.08.2020

Idee ist gut, Umsetzung hat mir persönlich nicht so gefallen

Das war mein zweiter Versuch mit diesem Buch. Ich habe vor längerem den Einstieg gelesen und es gleich wieder zur Seite gelegt, weil es mich nicht richtig reizen konnte. Auch diesmal musste ich mich zuerst ... …mehr

Das war mein zweiter Versuch mit diesem Buch. Ich habe vor längerem den Einstieg gelesen und es gleich wieder zur Seite gelegt, weil es mich nicht richtig reizen konnte. Auch diesmal musste ich mich zuerst zwingen über den doch sehr blutigen, brutalen und äußerst grausamen Einstieg hinauszukommen. Doch es hat sich dann noch gelohnt. Auch wenn ich mich anfangs wirklich geekelt habe und mich auch während des Buches gefragt habe, wie man denn auf solche Ideen kommt, hat mir das Buch im Großen und Ganzen recht gut gefallen.
Zur Geschichte kann man nur kurz sagen, dass die vier Charaktere Feyla, Tochter eines hohen Politikers, der Offizier Dorgen und sein Soldatenfreund Tailin und die Sklavin Alia Mittelpunkt der Erzählung sind. Sie erzählen die Geschichte in der dritten Person, was mir recht gut gefallen hat, da man so verschiedene Seiten dieser Welt kennenlernen kann. Man erfährt wie sie aufgewachsen sind und wie das Leben ihnen mitgespielt hat. Doch allgemein merkt man sehr, dass es nur der Auftakt ist. Es bleiben so viele Dinge ungesagt, so viele Fragen offen und für mich persönlich kamen die Themen Krieg, kaltblütiger Mord und Vergewaltigung zu stark vor. Allgemein gab es sehr viele Liebeleien im Buch, so als ob sich die Autorin nicht entscheiden konnte, wer jetzt darf und wer nicht. Da habe ich mehr als einmal mit den Augen rollen müssen und es auch eher überflogen. Ansonsten ist die Idee sehr interessant und der Stil wirklich lesenswert, nur die ach so triebgesteuerten Menschen und die Umsetzung haben mich einfach nicht überzeugt. Mein liebster Charakter war noch Alia, sie wirkt am ehrlichsten und man muss sie einfach mögen.

Interessant, doch wer mit Sex und Gewalt nichts anfangen kann, ist falsch bei diesem Buch.

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angeltearz angeltearz

Veröffentlicht am 26.03.2020

Blutgöttin

Was für ein richtig tolles Fantasybuch das ist! Ja, es ist wieder ein Start einer neuen Buchreihe, aber egal! Soweit ich weiß wird es nur eine Trilogie sein, also nicht ganz so lang und ich finde, das ... …mehr

Was für ein richtig tolles Fantasybuch das ist! Ja, es ist wieder ein Start einer neuen Buchreihe, aber egal! Soweit ich weiß wird es nur eine Trilogie sein, also nicht ganz so lang und ich finde, das nimmt dann den Druck etwas raus. Und außerdem lohnt sich sowas von dieses Buch zu lesen. Ich muss echt aufpassen, dass ich dieses Buch nicht so sehr in den Himmel lobe, obwohl es das wirklich verdient hat.
Der Klappentext ist es dieses Mal, der mich angezogen hat. Und das, obwohl er nicht wirklich viel Preis gibt, so auf den ersten Blick. Und auch auf dem zweiten Blick, sprich nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich sagen, dass er wirklich nicht viel Preis gibt. Denn in dem Buch geht es noch um so viel mehr als um Alia. Alia ist eine von vier Charakteren, die im Vordergrund stehen. Ich finde es schade, dass das nicht im Klappentext geschrieben steht. Nicht nur Alia hat was zu erleben.

Dass das Wasser in Ruann versiegt, ist schon der Kern der Geschichte. Aber wie man sich das vorstellen kann, hat es noch viel mehr Auswirkungen. Alia ist eine Sklavin, die mit dem Wasser zu tun hat. Aber nur einen Bruchteil. Ich gehe aber davon aus, dass Alia einen noch viel größeren Wert einnehmen wird im Laufe der Geschichte. Noch sind ja zwei weitere Bücher geplant. Es kann natürlich sein, dass Alia noch viel mehr in den Vordergrund rückt. Ich bin gespannt, denn sie ist ein wirklich schöner und lieber Charakter, den ich wirklich sehr gerne gefolgt bin.
Aber auch die anderen Charaktere sind mega. Ich kann leider gar nicht so viel erzählen, weil ich dich nicht spoilern möchte. Okay, vielleicht sind sie auch deswegen nicht im Klappentext erwähnt.

Das Buch spielt in einer Welt, die halb Fantasy und halb Realität ist. Wobei es eher in Richtung Realität geht, die lange her ist. Es gibt Sklaven und es gibt die Reichen, Adligen. Und irgendwie sind auch Götter dabei, die bisher zwar eine Rolle spielen, aber noch keine sehr große. Ich denke, dass sie immer mehr an Bedeutung erhalten werden und sich die Geschichte dadurch noch extrem verändern wird. Ich bin so gespannt darauf, was die Autorin sich ausdenken wird.

Es ist nicht das erste Buch, welches ich von der Autorin gelesen habe. Sie konnte mich wieder absolut begeistern. Es ist einfach mega, wie sie seinen Plot nimmt, den man im Grunde schon mal gelesen hat und dann daraus eine Geschichte entsteht, die genial und ganz anders ist. Beim Lesen hat man das Gefühl, dass die Charaktere ihre eigene Geschichte in die Hand nehmen und es sich entwickelt. Dass die Autorin einfach die Worte fließen lässt und schaut, was passiert. Ich finde, das ist was ganz besonders. Es wirkt nicht krampfhaft geschrieben, sondern leicht und locker. Als hätte sie sich hingesetzt und hätte das Buch bzw. die Trilogie einfach so durch geschrieben. Dass die Autorin liebt, was sie da tut, das merkt man. Und das begeistert mich sehr.

So kommt es eben auch, dass in diesem Buch alles an Emotionen zu lesen ist, was geht. Es gibt Wut, Schmerz, Liebe und so weiter. Sie deutet Gewalt an Frauen genauso an, wie die körperliche Liebe zwischen zwei Menschen. Sie schafft es die richtigen Andeutungen zu machen, ohne die Dinge ins kleinste Detail zu beschreiben und sie macht es absolut richtig. Oft bemängel ich bei Büchern, dass es mir zu detailliert ist oder die Andeutungen zu wenig. Aber sie macht das echt perfekt.
Dennoch würde ich davon abraten dieses Buch zu lesen, wenn man nicht lesen mag, wie Frauen vergewaltigt oder Kinder getötet werden. Denn das kommt vor. Und auch wenn die Autorin dieses nicht ausschreibt, reichen die Andeutungen voll und ganz um ein Bild im Kopf zu bekommen.

Absolute Leseempfehlung für Band 1!
Band 2 und 3 erscheinen auch noch dieses Jahr, bzw. Band 2 ist bereits erschienen. Das ist auch sehr genial, dass man nicht so lange warten muss.

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emkeyseven emkeyseven

Veröffentlicht am 23.01.2020

Spannende, grausame Welt und sympathische Charaktere

Vier verschiedene Perspektiven zeigen die vielen Seiten der schrecklichen Herrschaft der Sapioner. Durch die Soldaten Dorgen und Tailin sieht man zunächst das Militär. Über zwanzig Jahre lang sind sie ... …mehr

Vier verschiedene Perspektiven zeigen die vielen Seiten der schrecklichen Herrschaft der Sapioner. Durch die Soldaten Dorgen und Tailin sieht man zunächst das Militär. Über zwanzig Jahre lang sind sie getrennt von den Frauen ihres Volkes, werden emotional abgestumpft und für den Kampf um das Wasser ausgebildet, alles im Namen der grausamen Göttin Sapia. Das Wasser in ihrem eigenen Land ist schon lange versiegt, darum unterwerfen sie andere Länder - wobei sie seit einem Jahrzehnt nicht an einer Grenze weiterkommen, da ihr Feind ihnen überlegen ist.

Während viele Soldaten Freude am Morden, Quälen und Vergewaltigen zu haben scheinen, konnten Dorgen und sein Freund Tailin ihr Mitgefühl und ihre Menschlichkeit bewahren. Tailin hat mehr als nur ein gefährliches Geheimnis, es kostet ihn viel Mühe, seinem Herz zu folgen und trotzdem am Leben zu bleiben. Auch Dorgen hat ein zu weiches Herz, aber er hat auch seine Fehler, die ihn besonders realistisch gemacht haben. Auch wenn er schreckliche Dinge tut, leidet er dabei und als Leser leidet man einfach mit.

Feyla zeigt dann die Welt der sapionischen Frauen. In sogenannten Schwestersippen werden Halbschwestern in Gruppen an einen Mann verheiratet, der das Militär und die anschließenden Kämpfe um Ehre überlebt hat. Dabei sind sie zu dem Zeitpunkt mindestens zwölf, oft aber nicht viel älter. Feyla ist etwa siebzehn und damit fast zehn Jahre jünger als ihr zukünftiger Ehemann. Ihr graut vor dieser Ehe, denn was kann man von einem Mann erwarten, dessen ganzes Leben nur aus Tod und Gewalt bestand? Dazu sind da noch ihre Halbschwestern, die sie beneiden, sodass sich Feyla auch zu ihnen nicht zugehörig fühlt. Die neugierige Feyla interessiert sich nicht für Schmuck und Männer, sie möchte lieber reiten, studieren und die Welt erkunden, aber ihr Geschlecht steht ihr da im Weg.

Zuletzt ist da noch Alia, die eine ganz andere Welt präsentiert, denn sie ist Sklavin in einem Wasserbergwerk, arbeitet hart und muss um ihr Leben fürchten. Obwohl sie fast nichts besitzt, hat auch sie Geheimnisse, Ängste und Wünsche, für die sie sich heimlich einsetzt. Ihre Welt ist nur sehr klein, aber sie versucht herauszufinden, was dort draußen vor sich geht.

Durch die grausame sapionische Herrschaft ist auch das Buch voller Gewalt. Alle Szenen sind aber spannend, gefühlvoll und mit interessanten Details geschrieben, sodass man die ganze Zeit mitfiebert. Bis zur Mitte fand ich das Buch auch sehr spannend und die Welt vielversprechend, doch danach gab es einfach keine Steigerung mehr, auch wenn das Meckern auf hohem Niveau ist. Auch wenn es gelungene Überraschungen, Intrigen und spannende Enthüllungen gab, konnte es mich nicht so richtig umhauen.

Die Magie dieser Welt ist verdrängt oder verborgen, man sieht daher nur sehr wenig davon. Die Fassade beginnt zwar zu bröckeln, aber in diesem Buch war es mir noch nicht genug - da muss auf jeden Fall noch mehr kommen und darauf freue ich mich auch. Nach dem offenen Ende bin ich auch sehr gespannt, was mich im nächsten Buch erwartet!

Fazit
"Die Quellen von Malun - Blutgöttin" hat sehr stark angefangen und mit einer spannenden Welt und sympathischen Charakteren überzeugt. Da ist aber noch Luft nach oben!

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Autorin

Daniela Winterfeld

Daniela Winterfeld - Autor
© Daniela Winterfeld

Daniela Winterfeld wurde 1978 in Rheda-Wiedenbrück in NRW geboren. Sie ist in Westfalen auf einem Bauernhof aufgewachsen, zwischen Natur und Tieren und in einem riesigen Haus, auf dessen Dachboden sich die Familiengeschichte von 500 Jahren finden ließ.So ist es kein Wunder, dass sie bereits in ihrer Jugend mit dem Schreiben begann. Später studierte sie Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Geschichte und Psychologie.Bis heute dienen ihr historische Begebenheiten, Märchen, Mythologie …

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