Die Quellen von Malun - Blutgöttin
 - Daniela Winterfeld - PB

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15,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Fantasy Bücher
591 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20948-4
Ersterscheinung: 31.07.2019

Die Quellen von Malun - Blutgöttin

Roman

(33)

Das Wasser auf Ruann versiegt, und die Dürre verurteilt die Völker zu Hunger und Durst. Um sich die letzten Ressourcen zu sichern, führt das Großreich Sapion erbitterte Kriege gegen seine Nachbarreiche. Die Politikertochter Feyla, der Offizier Dorgen, die Sklavin Alia und der Soldat Tailin sind alle auf verschiedene Weise von dem Krieg betroffen. Jeder versucht für sich einen Ausweg aus der hoffnungslosen Situation zu finden. Aber noch wissen die Vier nicht, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind und die Gründe für das Verschwinden des Wassers in einer Verschwörung von ungeahnten Ausmaßen liegen …

Rezensionen aus der Lesejury (33)

emkeyseven emkeyseven

Veröffentlicht am 23.01.2020

Spannende, grausame Welt und sympathische Charaktere

Vier verschiedene Perspektiven zeigen die vielen Seiten der schrecklichen Herrschaft der Sapioner. Durch die Soldaten Dorgen und Tailin sieht man zunächst das Militär. Über zwanzig Jahre lang sind sie ... …mehr

Vier verschiedene Perspektiven zeigen die vielen Seiten der schrecklichen Herrschaft der Sapioner. Durch die Soldaten Dorgen und Tailin sieht man zunächst das Militär. Über zwanzig Jahre lang sind sie getrennt von den Frauen ihres Volkes, werden emotional abgestumpft und für den Kampf um das Wasser ausgebildet, alles im Namen der grausamen Göttin Sapia. Das Wasser in ihrem eigenen Land ist schon lange versiegt, darum unterwerfen sie andere Länder - wobei sie seit einem Jahrzehnt nicht an einer Grenze weiterkommen, da ihr Feind ihnen überlegen ist.

Während viele Soldaten Freude am Morden, Quälen und Vergewaltigen zu haben scheinen, konnten Dorgen und sein Freund Tailin ihr Mitgefühl und ihre Menschlichkeit bewahren. Tailin hat mehr als nur ein gefährliches Geheimnis, es kostet ihn viel Mühe, seinem Herz zu folgen und trotzdem am Leben zu bleiben. Auch Dorgen hat ein zu weiches Herz, aber er hat auch seine Fehler, die ihn besonders realistisch gemacht haben. Auch wenn er schreckliche Dinge tut, leidet er dabei und als Leser leidet man einfach mit.

Feyla zeigt dann die Welt der sapionischen Frauen. In sogenannten Schwestersippen werden Halbschwestern in Gruppen an einen Mann verheiratet, der das Militär und die anschließenden Kämpfe um Ehre überlebt hat. Dabei sind sie zu dem Zeitpunkt mindestens zwölf, oft aber nicht viel älter. Feyla ist etwa siebzehn und damit fast zehn Jahre jünger als ihr zukünftiger Ehemann. Ihr graut vor dieser Ehe, denn was kann man von einem Mann erwarten, dessen ganzes Leben nur aus Tod und Gewalt bestand? Dazu sind da noch ihre Halbschwestern, die sie beneiden, sodass sich Feyla auch zu ihnen nicht zugehörig fühlt. Die neugierige Feyla interessiert sich nicht für Schmuck und Männer, sie möchte lieber reiten, studieren und die Welt erkunden, aber ihr Geschlecht steht ihr da im Weg.

Zuletzt ist da noch Alia, die eine ganz andere Welt präsentiert, denn sie ist Sklavin in einem Wasserbergwerk, arbeitet hart und muss um ihr Leben fürchten. Obwohl sie fast nichts besitzt, hat auch sie Geheimnisse, Ängste und Wünsche, für die sie sich heimlich einsetzt. Ihre Welt ist nur sehr klein, aber sie versucht herauszufinden, was dort draußen vor sich geht.

Durch die grausame sapionische Herrschaft ist auch das Buch voller Gewalt. Alle Szenen sind aber spannend, gefühlvoll und mit interessanten Details geschrieben, sodass man die ganze Zeit mitfiebert. Bis zur Mitte fand ich das Buch auch sehr spannend und die Welt vielversprechend, doch danach gab es einfach keine Steigerung mehr, auch wenn das Meckern auf hohem Niveau ist. Auch wenn es gelungene Überraschungen, Intrigen und spannende Enthüllungen gab, konnte es mich nicht so richtig umhauen.

Die Magie dieser Welt ist verdrängt oder verborgen, man sieht daher nur sehr wenig davon. Die Fassade beginnt zwar zu bröckeln, aber in diesem Buch war es mir noch nicht genug - da muss auf jeden Fall noch mehr kommen und darauf freue ich mich auch. Nach dem offenen Ende bin ich auch sehr gespannt, was mich im nächsten Buch erwartet!

Fazit
"Die Quellen von Malun - Blutgöttin" hat sehr stark angefangen und mit einer spannenden Welt und sympathischen Charakteren überzeugt. Da ist aber noch Luft nach oben!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Scarlettbooks Scarlettbooks

Veröffentlicht am 25.11.2019

Blutrünstig und geheimnisvoll! Eine Welt, wie man sie noch nie zuvor erlebt hat.

Inhalt (Klapptext):

Das Wasser auf Ruann ist versiegt. Immer mühsamer muss es durch die Tunnelsysteme gefördert werden, und die Dürre verurteilt die Völker zu Hunger und Durst. Im Großreich Sapion ist ... …mehr

Inhalt (Klapptext):

Das Wasser auf Ruann ist versiegt. Immer mühsamer muss es durch die Tunnelsysteme gefördert werden, und die Dürre verurteilt die Völker zu Hunger und Durst. Im Großreich Sapion ist das Wasser schon vor langer Zeit verschwunden. Um sich die letzten Ressourcen zu sichern, führt Sapion erbitterte Kriege gegen seine Nachbarreiche. Die Politikertochter Feyla, der Offizier Dorgen, die Sklavin Alia und der Soldat Tailin sind alle auf unterschiedliche Weise vom Krieg betroffen. Jeder versucht für sich einen Ausweg aus der hoffnungslosen Situation zu finden. Aber noch wissen die Vier nicht, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind und die Gründe für das Verschwinden von Wasser in einer Verschwörung ungeahnten Ausmaßen liegen . . .

Meinung (Möglichst SPOILER-FREI verfasst!):
Der Prolog gibt direkt eine grobe Einsicht in die brutale Welt. Er ist sehr blutrünstig und wirfst zu Anfang viele Fragen auf, die sich im Laufe des Buches beantworten werden. Trotz des krassen Einstiegs war ich dadurch ziemlich neugierig, wie das Buch seinen Lauf nehmen würde, und dann außerdem alle Vier Protagonisten so in den Vordergrund zu stellen, dass alle auf irgendeine Art miteinander verknüpft sind.
In den ersten Kapiteln des jeweiligen Protagonisten verschafft man sich erstmal einen groben Überblick von seinem/ ihrem Leben, dass im Laufe des Buches einige krasse Überraschungen mit sich brachte. Durch diese „Einführungsphase“ fand ich es ein klein bisschen schwer in die Geschichte einzusteigen, da die Kapitel relativ lang und umfangreich waren. Mit der Zeit, umso mehr ich die einzelnen Protagonisten kennengelernt hatte, desto einfacher war es, nachher den Überblick über alle Vier und ihre Sichtweisen zu behalten. Und, weil einige Geschichten von ihnen sich immer mehr miteinander verknüpften. Was ich extrem gut fand, denn so entstand eine Verbindung.
Zu Anfang musste ich mich beim Lesen sehr konzentrieren, denn es wurden sehr viele Informationen über Götter, die „Länder“ und die Lebensweise offenbart. Diese Informationen ließen mich das ein oder andere Mal fassungslos, denn die Autorin hat es definitiv geschafft, dass die Emotionen, die an diesen Stellen vermittelt werden, auf mich übergegriffen haben. Trotzdem muss ich dazu auch sagen, dass es einige Dinge gab, die ich ein bisschen verwirrend fand: unteranderem die Bedeutungen der Sonnen, der vielen Götter und ihre Geschichten und Gotteskinder, … und andere, kleinere Dinge. Dagegen fiel es mir umso leichter, mir die ganze Lebensweise und das Kastensystem, dass insbesondere bei Feylas Charakter deutlich wurde, vor Augen zu führen.

ALIA: Direkt in ihrem ersten Kapitel (2) erfährt man relativ viel über ihre Leben als Sklavin im Bergwerk. Schnell wird deutlich, dass sie als Sklavin kein einfaches Leben hat, denn die Wärter, die auf diese achten, scheuen vor rein gar nichts zurück, um sie so hart wie möglich zu bestrafen. Anfangs hatte ich gedacht, dass nicht viel bei ihr passieren wird, doch dann wurden immer mehr Charaktere zu ihrem Leben hinzugefügt und umso weiter ihre Geschichte voranrückte, desto spannender wurde sie, denn plötzlich hatte sie etwas gefunden, dass alles verändern könnte … und dann waren da diese Träume, die sie auf einmal gar nicht mehr losließen ... und mich in einen Bann fesselten.

TAILIN: Erst knapp ab der Hälfte des Buches taucht Tailin viel öfter auf, was mir im letzten Drittel immer besser gefallen hat. Während ich nach den ersten Seiten noch gedacht hatte, wie sollte sich sein Charakter noch entwickeln, wurde ich gegen Ende extrem positiv überrascht. Meiner Meinung nach hat Tailin die größte Entwicklung während des Buches gehabt, denn zu Anfang hätte ich niemals gedacht, dass seine Person wirklich so viele Geheimnisse umgeben. Aber besonders durch ihn erfährt man vieles über den „Feind von Sapion“ und das hätte ich nach den ersten zwei, drei Kapiteln seiner Sicht niemals gedacht. Außerdem werden viele Dinge zu seiner Person offenbart, die die ganze Welt verändern könnten, … und das war mit das interessanteste des Buches, sodass ich wegen den Ganzen verborgenen Geheimnissen gar nicht mehr aufhören konnte, das Buch aus der Hand zu legen. Die neuen Nebencharaktere die in sein Leben traten gefielen mir sehr gut, vor allem Leymon und ich war ziemlich gespannt wie sich die Beziehung zwischen ihm und Tailin langsam entwickelte.

FEYLA: Gleich zu Beginn war ich am meisten interessiert, wie Feylas „Welt“ aussehen würde, denn ihre Kapitel machten direkt deutlich, dass sie ein ganz anderes Leben, ein ziemlich luxuriöses Leben führte, während die anderen Protagonisten für jeden Tropfen Wasser sehr dankbar waren. Ihr Vater, für mich ein typischer Charakter, den ich direkt nicht mochte, spielte zunehmend stärker eine ziemlich entscheidende Rolle. Über ihre Schwestern hegte ich mehrmals gemischte Gefühle, denn ihre Verhaltensweisen konnten nicht unterschiedlicher sein, insbesondere, da sie sich alle einen Mann teilen mussten … Obwohl ihr Leben an sich nicht sehr „hart“ war, wurde sehr deutlich, wie unwohl sie sich mit dem ganzen Luxus, für den ein Haufen Sklaven, unter anderem ihre Freundin, schwer arbeiten mussten. Ihre Ansichtsweise auf alles gefiel mir sehr gut.

DORGEN: Es war von Anfang an klar, dass er im Heerlager als Offizier dient, doch mit einem Mal ändert sich sein Leben schlagartig, denn er lernte durch die „Auslese“ ein ganz anderes Leben voll von Geheimnissen und Intrigen kennen. Dadurch kommt er in Berührung mit Feyla und ihrer Sippe und muss sogar in diese einheiraten. Die Beziehung zwischen ihnen fand ich von Anfang an sehr … ich will nicht sagen vorrausschauend, denn am Ende passiert noch etwas womit niemand gerechnet hatte, doch es wird relativ schnell klar, um was es letztendlich geht. Ich hatte erst gedacht, dass dieses Buch keine Liebesgeschichte enthält, doch durch diese beiden verschwand dieser Gedanke. Trotzdem muss ich leider sagen, dass mir diese Gefühle zu abrupt und zu plötzlich kamen, denn man konnte Dorgens Standpunkt seinen Frauen gegenüber nach der Hochzeit klar deuten. Und das dann in einem Kapitel ein paar Andeutungen gemacht wurden und ein paar Seiten/ Absätze später schon von richtigen Gefühlen gesprochen wurde, ging mir einfach zu schnell. (Vielleicht lag das aber auch an der Erzählperspektive, denn somit muss man viel Gedanken selbst hineininterpretieren …)

Schreibstil:
Mir persönlich fällt es immer schwierig mich in Protagonisten hineinzuversetzen, wenn das Buch aus der dritten (Er; Sie) Perspektive geschrieben ist. Deshalb musste ich mich beim Lesen ziemlich konzentrieren, was nicht nur an dem facettenreichen Inhalt lag. Trotzdem muss ich aber sagen, dass je länger ich mich in diese Geschichte hineinversetzt habe, mich der Schreibstil angenehm überrascht hat, denn er war oftmals so flüssig, dass ich nur so über die Seiten geflogen bin.

Cover:
Das Cover an sich verrät gar nichts, was ich gut finde, denn so konnte ich unvoreingenommen (natürlich hatte ich den Klapptext gelesen) an den Inhalt angehen. Es breitete eine Neugier aus, in Bezug auf die Blutgöttin und auf die Quellen von Malun. Bezüglich zur Göttin wurde relativ schnell etwas erwähnt, doch die Quellen wurden erst später erwähnt. Was ich aber im Nachhinein gut finde, denn somit bleibt die Neugier lange erhalten.
(Nebenbei bemerkt: Die Ortsangaben über den einzelnen Kapiteln fand ich sehr hilfreich)

Fazit:
Insgesamt riss mich dieses Buch, trotz kleinen Anfangsschwierigkeiten, mit in eine so fremde Welt, die unvorstellbar grausam ist. Die Autorin nimmt kein Blatt vor dem Mund, wovon ich positiv überrascht war und das führt dazu, dass die Neugierde immer erhalten bleibt. Ich würde das Buch allen empfehlen, die gerne in eine ferne Welt abtauchen und sich in diese problemlos fallen lassen können. Trotzdem würde ich dazu raten, das Buch möglichst ohne langtägige Pausen zu lesen, denn die Geschichte benötigt viel Konzentration durch die verschiedenen Sichtweisen und sonstigen Legenden und Hintergründe.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Wuschel Wuschel

Veröffentlicht am 18.11.2019

Eigentlich gut, aber...

#Beschreibung: #
Eine Welt, vier Schicksale und alle sind miteinander verbunden.
Das Wasser auf Ruann versiegt, der Krieg breitet sich immer weiter aus und die Leben scheiden dahin. In dieser Welt leben ... …mehr

#Beschreibung: #
Eine Welt, vier Schicksale und alle sind miteinander verbunden.
Das Wasser auf Ruann versiegt, der Krieg breitet sich immer weiter aus und die Leben scheiden dahin. In dieser Welt leben die Politikertochter Feyla, der Offizier Dorgen, sein Freund der Soldat Tailin und die Sklavin Alia. Sie alle haben den innigen Wunsch etwas zu ändern. Sie alle wollen die Welt retten. Sie alle sind durch ein bestimmtes Schicksal mit einander verbunden.

#Meinung:#
Ich habe so viel zu diesem Buch zu sagen, dass ich vermutlich die Hälfte vergessen werde. Was mir besonders gut gefällt, dass die vier Erzählperspektiven  aus dritter Person geschrieben sind. Gefühlt ist das viel zu selten der Fall, oder ich lese die falschen Bücher - vermutlich Letzteres. Nach dem Prolog war ich sehr kritisch und schon drauf und dran eine Strichliste für das Wort "Blut" zu beginnen. Glücklicherweise war es dann doch nur der Prolog. Er ist blutig, blutrünstig und brutal. Wie auch der Rest des Buches, teilweise. Genau das ist sogar mein größter Kritikpunkt.

Auf der einen Seite wird vermittelt wie böse die Welt ist, es hagelt Vergewaltigungen, Mord, Intrigen und Sklaverei. Sehr passend wie ich finde, denn die Sapioner wollen buchstäblich die Welt unterwerfen, die letzten Götter töten und... - scheinbar muss da noch mehr sein, wie der Klappentext verrät, aber da heißt es dann warten. In diesem Band lernt der Leser erst einmal die aktuelle Situation, Charaktere und deren Beweggründe kennen. Sowie den (eventuellen) Beginn der eigentlichen Geschichte bzw. wo diese hinführen könnte. 

Die Atmosphäre ist zumeist doch eher bedrückend, oder sollte es zumindest sein. Die Autorin hat aus meiner Sicht jedoch einfach zu viel Liebesgedöns und Geplänkel verbaut. Ich mein, ja, es gehört schon irgendwie dazu um alles etwas aufzulockern, aber mal ehrlich: Wenn die Welt gerade am untergehen ist und der Zeitdruck unglaublich groß ist, dann denke ich doch nicht daran meinem Gegenüber die Klamotten vom Leib reißen zu wollen. Für mich fühlten sich diese Passagen sehr falsch an und ließen mich an der Glaubwürdigkeit der Charaktere zweifeln.

Die Geschichte von Alia fand ich am besten. Wohl ist ihre Risikobereitschaft oftmals so grenzwertig, dass man jederzeit damit rechnet, dass es schief geht, aber dennoch steht sie für ihre Überzeugung ein. Zudem gibt es auch hier eine Liebesgeschichte, die aber glaubhaft und schön verwebt ist. Die anderen Charaktere wirkten auf mich auch oftmals zu scheinheilig. Naja, falsch eben. Dennoch gefiel mir die Geschichte dahinter. Die Art, wie die Gottheiten in die Welt kommen, wie sie leben und dort integriert sind. Gerne würde ich mehr dazu schreiben, doch das wird wohl bis zum zweiten Band warten müssen, denn ich glaube das würde dem unwissenden Leser zu viel verraten.
Doch so viel kann ich noch verraten: Es gibt richtig interessante Wesen neben den Menschen und Göttern, nämlich die Pameli und ihre Pamuschkatzen. Einfach herrlich und ich hoffe noch ganz viel von ihnen zu lesen. 
Was ich mir vielleicht gewünscht hätte, wäre eine Karte. Diese Welt ist wirklich sehr komplex und die zeitlichen Abläufe in der Geschichte sehr verwirrend - wodurch es aus meiner Sicht auch zu dem einen oder anderen Logikfehler kam. Das finde ich sehr schade, da es wie gesagt, eine verdammt gute Geschichte ist, zumindest bis jetzt und solche Dinge mir immer wieder den Spaß am Lesen rauben. Also die Logikfehler, nicht die fehlende Karte.

Den mir bereits bekannten Stil der Autorin fand ich sehr angenehm zu lesen. Im Vergleich zu einem anderen Buch, das ich von ihr schon gelesen habe, hat sie hier nicht an Tiefe und Details gespart, was mir gut gefiel. Oftmals fühlte ich mich direkt ins Buch versetzt, konnte die Hitze spüren und den Lärm der Lager hören. Alles in allem fand ich die Geschichte lesenswert und hoffe, dass ich auch in den folgenden Bänden über die bisherigen Kritikpunkte hinwegsehen kann.

#Fazit:#
Nichts für Zartbesaitete, dennoch mit Herz und schön zu lesen, aber leider auch mit einigen Macken.

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Consta Consta

Veröffentlicht am 03.11.2019

Blutgöttin

Das Buch zieht einen sehr schnell in seinem Bann. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Selten hat mich ein Buch bereits zu Beginn so beeindruckt und fasziniert. Die ... …mehr

Das Buch zieht einen sehr schnell in seinem Bann. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wachsen dem Leser schnell ans Herz. Selten hat mich ein Buch bereits zu Beginn so beeindruckt und fasziniert. Die Welt ist faszinierend und grausam. Alles wird beherrscht von der Dürre. Zum Ende hin fand ich es etwas langatmig. Auch bleibt das Ende sehr offen. Den Prolog kann ich so gar nicht einordnen, das kommt vermutlich erst in den nächsten Bänden. Ansonsten ist das Buch eine klare Leseempfehlung für alle, die vor Grausamkeit und jede Menge Sex nicht zurück schrecken.

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AureliaAzul AureliaAzul

Veröffentlicht am 26.10.2019

Bedrückend, geheimnisvoll und voller Intrigen

Schon seit Jahren versiegen die Wasserquellen stetig und die Macht Sapions nimmt weiter zu, indem das Großreich Nachbarländer einnimmt, Menschen versklavt oder tötet und intrigante Pläne gegen die defensiven ... …mehr

Schon seit Jahren versiegen die Wasserquellen stetig und die Macht Sapions nimmt weiter zu, indem das Großreich Nachbarländer einnimmt, Menschen versklavt oder tötet und intrigante Pläne gegen die defensiven Ländereien schmiedet. Keiner ahnt wo die Gründe des Wasserverlustes tatsächlich liegen und einige Erwählte aus beiden Lagern (für Sapion; gegen Sapion) haben das Schicksal ihres Landes und von ganz Ruann in ihren Händen.

Das Buch ist insgesamt schon ein Klopper, mit den beinahe 600 Seiten und der kleinen Schrift. Dafür passierte, meiner Meinung nach, nicht so viel wie ich zuvor erwartet hatte. Anfangs empfand ich es als etwas mühselig und schwierig den ganzen Namen der Ländereien, der Götter und der Herrscher zu folgen. Hier wäre womöglich eine Karte des Landes Ruann hilfreich gewesen, um sich zu orientieren. Zudem fand ich viele Strukturen und Handlungen äußerst brutal und manchmal etwas unnötig, beinahe so, als würden die Menschen einfach aus Spaß Gewalt anwenden, ohne Sinn und Zweck. Da hätte die Autorin sich etwas zurückhalten können und ich fände die Geschichte trotzdem gelungen.

Hinsichtlich der magischen Welt trifft der Leser auf unterschiedliche, neuartige Geschöpfe und Kreationen, die Abwechslung und eine große Portion Magie in die Geschichte bringen und mein Interesse wecken konnten. Zwar empfand ich es manchmal beschwerlich die Tag-Nacht-Zyklen mit den verschiedenen Monden und der Sonne zu verstehen, die eine gewisse Rolle spielt, nach einer Weile legte sich das.

Besonders toll an den Hauptpersonen, aus deren Perspektive die Ereignisse geschildert werden, fand ich, dass sie auf verschiedenen Seiten stehen. Einmal ist da die junge und mutige Slavin Alia, von der ich noch Großes erwarte; der stolze, wenn auch nicht so loyale Dorgen, der sich noch in diesem Machtspiel zurechtfinden muss; der sensible und gutmütige Tailin, der seine wahre Bestimmung erfährt und womöglich das Land retten kann und die behütete, etwas rebellische Feyla, die hinter den Schleier schaut und der grausamen Wahrheit schonungslos ins Gesicht starren wird. Dadurch werden die Handlungen komplexer und jede ihrer Handlungen hat Konsequenzen, die noch nicht absehbar sind. Zudem werden die verschiedenartigen Sichtweisen, beruhend auf einem gewissen Grad an Wissen und Bildung, so authentisch und nachvollziehbar geschildert, dass ich mich in ihre Lage versetzten konnte und mehr Verständnis für sie aufgebracht habe.

Es gibt noch so einige Geheimnisse und Situationen, deren Wichtigkeit bisher nicht ersichtlich ist oder lediglich bedingt. Da kommen noch einige aufregende und atemberaubende Machtspielchen auf einen zu.

Fazit: Eine düstere, grausame Geschichte, die noch viele Überraschungen bereithält und eine erstaunliche Welt präsentiert, die sehr komplex und geheimnisvoll wirkt und von der man Großes erwarten kann.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Daniela Winterfeld

Daniela Winterfeld - Autor
© Daniela Winterfeld

Daniela Winterfeld wurde 1978 in Rheda-Wiedenbrück in NRW geboren. Sie ist in Westfalen auf einem Bauernhof aufgewachsen, zwischen Natur und Tieren und in einem riesigen Haus, auf dessen Dachboden sich die Familiengeschichte von 500 Jahren finden ließ.So ist es kein Wunder, dass sie bereits in ihrer Jugend mit dem Schreiben begann. Später studierte sie Literaturwissenschaften mit den Nebenfächern Geschichte und Psychologie.Bis heute dienen ihr historische Begebenheiten, Märchen, Mythologie …

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