Sommerglück und Honigduft
 - Jo Thomas - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Feel-Good-Roman
399 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17826-1
Ersterscheinung: 29.04.2019

Sommerglück und Honigduft

Roman

(8)

Als Teenager verliebte sich Nell in die Schönheit Kretas – und in Stelios, mit dem sie einen unvergesslichen Sommer verbrachte. 18 Jahre später kehrt sie auf die Insel zurück. Auf einer Honigfarm will sie einen Neuanfang wagen. Doch um die Farm steht es nicht gut, seit die Bienen verschwunden sind. Während Nell sich auf die Spur der Bienen begibt, hofft sie, auch Stelios wiederzufinden, den sie all die Jahre nicht vergessen konnte und der damals ganz plötzlich aus ihrem Leben verschwand …

Rezensionen aus der Lesejury (8)

Talisha Talisha

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein geheimnisvolles Kraut

Bereits viermal war ich auf der griechischen Insel Kreta in den Ferien, jedesmal woanders. Kreta ist an einigen Orten extrem touristisch verbaut, hat aber auch sehr schöne Ecken. Bei einem dieser Aufenthalte ... …mehr

Bereits viermal war ich auf der griechischen Insel Kreta in den Ferien, jedesmal woanders. Kreta ist an einigen Orten extrem touristisch verbaut, hat aber auch sehr schöne Ecken. Bei einem dieser Aufenthalte war es uns abends unten am Meer zu laut und zu britisch, deshalb verbrachten wir die weiteren Abende weiter oben in einem kleinen, ruhigen Dorf mit urchigen, noch traditionellen Restaurants.

Ich konnte mich deshalb gut in Nell, die Protagonistin von "Sommerglück und Honigduft", hineinversetzen, als sie nach 18 Jahren wieder auf die Insel kommt und sieht, was der Tourismus alles verschandelt hat. Die früheren Individualtouristen bleiben weg von Vounoplagia, das Dorf scheint ausgestorben und alles Heitere verschwunden.

Nachdem Nell innerhalb einer Woche ihre Tochter Demi als Aupair nach London ziehen lassen musste; die Fabrik, in der Nell arbeitet, wegen einem grossen Brand für einige Monate schliessen muss, sie somit joblos ist; und sie dann noch ihren Freund beim Betrügen erwischte, hat sie sich in England als freiwillige Helferin (WOOF) gemeldet und wurde bei Maria, Kostas und dessen Mutter Mitera eingeteilt. Fortan hilft sie ihnen bei der Arbeit auf dem Hof und bringt die seit 10 Jahren leer stehende Imkerei auf Vordermann. Kostas und Maria hoffen darauf, dass die Bienen zurück kehren und sie wieder Honig ernten können. Wie früher, als der Berg voller Diptam-Dost war, ein oregano-ähnliches Kraut, dass voller Heilkraft steckt. Doch in Dorfnähe gibt es keins mehr, nur noch hoch oben auf dem Berg.

Dort aber gehen seit einigen Jahren komische Dinge vor sich, niemand weiss, was dahinter steckt. "Betreten verboten"-Schilder und nächtliche Schiessereien halten die Dorfbewohner ab, nachzusehen, was los ist. Nell aber ist neugierig und versucht herauszufinden, was auf dem Berg abgeht. Ob es ihr gelingt, oder sie sich damit in Gefahr bringt?

Ich fand es sehr wohltuend einmal eine Story zu lesen, die mit Charakteren aus der "Arbeiterklasse" bestückt ist. Alle haben wenig Geld und können und wollen arbeiten, ohne Gejammere. Für einmal keine Erbgeschichte, das hat mir super gefallen.

Die Lektüre von Sommerglück und Honigduft lässt mich aber zwiegespalten zurück. Einerseits mochte ich wie bereits erwähnt, dass die Charakter alle zupacken können und bodenständig sind. Andererseits fand ich das Geheimnis um das Diptamkraut und Leute vom Berg fern halten an den Haaren herbei gezogen - es machte den Eindruck, als ob die Dorfbewohner einfach nur gleichgültig sind. Leider wird die Heilpflanze viel zu oft erwähnt, und auch all die anderen Wiederholungen, wie Nell ihre Tochter Demi vermisst, nervten mich zusehends. Kostas scheint teilweise so, als ob er null Ahnung von Bienen hat.

Aber zum Glück gibt es andere, die mehr Ahnung davon haben, viel Flora- und Faunabeschreibungen, jede Menge Lokalkolorit und ein spannendes und versöhnliches Ende.

Fazit: Dieser Roman von Jo Thomas hat mich nicht ganz überzeugt, er war oft zu repetierend und unlogisch, hat aber auch viel Schönes zu bieten.
3.5 Punkte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

streifi streifi

Veröffentlicht am 23.05.2019

Leider nichts für mich

Nells Leben gerät aus den Fugen, ihre Tochter Demi ist als Au Pair nach London gegangen und die Fabrik, in der sie arbeitet, ist abgebrannt. Und zu guter Letzt erwischt sie auch noch ihren Freund mit ... …mehr

Nells Leben gerät aus den Fugen, ihre Tochter Demi ist als Au Pair nach London gegangen und die Fabrik, in der sie arbeitet, ist abgebrannt. Und zu guter Letzt erwischt sie auch noch ihren Freund mit einer Anderen.
Zeit also, etwas neues zu machen. Sie entschließt sich nach Kreta zu gehen und dort gegen Kost und Logis auf einem Bauernhof mit Imkerei zu arbeiten. Auf Kreta war sie vor 18 Jahren sehr glücklich und sie möchte bei der Gelegenheit auch herausfinden, was aus Stelios wurde, der der Vater ihrer Tochter ist.
Dort angekommen ist aber erst einmal alles anders und Nell muss feststellen, dass es das Kreta aus ihren Erinnerungen nicht mehr gibt.

Ich muss sagen, mich hat das Buch leider ziemlich genervt. Das lag unter anderem daran, dass ich bei Nell immer das Gefühl hatte noch einen Teenager vor mir zu haben, obwohl sie bereits 36 ist und eine Tochter alleine groß gezogen hat. Irgendwie haben hier Verhalten und Alter gar nicht zusammengepasst.

Durch die Ich-Perspektive blieben auch die Nebenfiguren etwas blass. Besonders ihre Gast- und Arbeitgeber auf Kreta kamen mir entsetzlich naiv vor. Sie wollen eine Imkerei wiederaufbauen und dazu die Bienen vom Berg zu ihren Bienenstöcken locken. Das passiert mit Methoden, bei denen ich mir dachte, dass das wohl wenig mit professioneller Imkerei zu tun hat. An vielen Stellen wirkte das Paar eher wie die Kinder.
Zusätzlich kam noch dazu, dass im Ort und auf dem Berg seltsame Machenschaften vor sich gehen, die die Touristen verjagen und damit die Lebensgrundlage des Ortes gefährden. Keiner der Bewohner fragt sich, was da eigentlich vor sich geht und erst Nell fängt an Nachforschungen zu stellen, alle anderen fügen sich dem vermeintlichen Schicksal.

Der Schreibstil war sehr bildhaft und ich konnte Kretas Schönheit vor meinem inneren Auge sehen, das war auf jeden Fall ein Pluspunkt. Allerdings hat das nicht ausgereicht um mich das Buch mit Genuss zu Ende lesen zu lassen.

Von mir daher leider keine Leseempfehlung.

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steffi_the_bookworm steffi_the_bookworm

Veröffentlicht am 13.05.2019

Nette Geschichte

"Sommerglück und Honigduft" gehört zu den Bücher, die mich mit ihren sommerlichen Covern und Beschreibungen sofort ansprechen und von denen ich mir entspannte Lesestunden versprechen.

Die Autorin zieht ... …mehr

"Sommerglück und Honigduft" gehört zu den Bücher, die mich mit ihren sommerlichen Covern und Beschreibungen sofort ansprechen und von denen ich mir entspannte Lesestunden versprechen.

Die Autorin zieht einen mit den wunderschönen Beschreibungen der griechischen Insel Kreta auf sofort in das sommerliche Setting hinein und es kommt direkt Urlaubsfeeling auf. Das Setting war für mich das absolute Highlight in dem Buch.

Die Geschichte selbst war zwar nett zu lesen, aber irgendwie haben mich doch einige Dinge gestört. Zum einen war die Geheimniskrämerei rund um das mysteriöse Kraut, das die Bewohner des Dorfes für alles mögliche verwenden. Mir wurde dieses Handlungselement teilweise ein wenig zu präsent und auch ein wenig zu abgedreht. Der Spannungsaufbau kam mir hierbei zu erzwungen vor.
Weiter habe ich mich ein wenig an den Charakteren gestört, diese war mir zwar nicht unsympathisch, aber sind mir einfach zu blass geblieben. Besonders von der Protagonistin Nell konnte ich mir selten ein richtiges Bild machen. Zu Beginn habe ich mich lange gefragt wie alt sie eigentlich ist und konnte sie einfach nicht richtig einschätzen. Insgesamt wurde bei den Charakteren vieles nur angedeutet.

Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen, was das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre macht, auch wenn mich die Geschichte nicht komplett überzeugen konnte.

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Nalik Nalik

Veröffentlicht am 13.05.2019

Urlaubsstimmung pur

Dies war ein erstes Buch von Jo Thomas jedoch definitiv nicht das Letzte, denn allein dieses Urlaubsfeeling, das dieses Buch versprüht macht Lust auf mehr.

Zum Inhalt:
Als Teenager verbrachte Nell einen ... …mehr

Dies war ein erstes Buch von Jo Thomas jedoch definitiv nicht das Letzte, denn allein dieses Urlaubsfeeling, das dieses Buch versprüht macht Lust auf mehr.

Zum Inhalt:
Als Teenager verbrachte Nell einen aufregenden Sommer auf Kreta, unsterblich verliebt in Stelios. Diese Liebe endete nicht gut, doch sie trug Früchte. Nell zog ihre Tochter alleine groß.
18 Jahre später kehrt Nell zurück und macht sich auf die Suche nachStelios, den sie nie vergessen konnte. Doch das Schicksal hält was anderes für sie bereit.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Thomas hat einen sehr angenehmen flüssigen Schreibstil, der einen direkt zum verweilen in der Geschichte einlädt. Ihre detailgetreuen Beschreibungen der Landschaft Kretas versetzen einen komplett in Urlaubsstimmung, man meint selbst vor Ort zu sein. Nell gefällt mir vom Charakter her sehr gut, sie ist eine starke Frau, die schon so einiges gemeistert hat und es ist toll sie ein Stück auf ihrem Weg begleiten zu dürfen.

Wer eine perfekte Urlaubslektüre sucht sollte bei diesem Buch unbedingt zugreifen. Absolute Leseempfehlung.

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Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 04.05.2019

Calimera Criti

18 Jahre ist es jetzt her, seit Nell auf Kreta während eines Sommers nicht nur die Insel lieben lernte, sondern auch Stelios, von dem sie ihre Tochter Demi hat, die sie allerdings allein großziehen musste. ... …mehr

18 Jahre ist es jetzt her, seit Nell auf Kreta während eines Sommers nicht nur die Insel lieben lernte, sondern auch Stelios, von dem sie ihre Tochter Demi hat, die sie allerdings allein großziehen musste. Nun hat sie gerade aufgrund eines Brandes ihren Job verloren und auch ihre Beziehung geht in die Brüche. Zeit, etwas Abwechslung ins Leben zu bringen, denn das Angebot, für Unterkunft und Verpflegung auf einer Honigfarm auf Kreta zu arbeiten ist doch verlockend. Und vielleicht findet Nell ja auch Stelios, den sie gern wiedersehen würde, hat sie doch oft an ihn denken müssen. Endlich auf kretischem Boden, kommt sie auf der Bienenfarm von Kostas und seiner Familie unter. Auf der Bienenfarm gilt es, allerlei Hindernisse zu überwinden, sonst droht das geschäftliche Aus für die griechische Familie. Nell krempelt die Ärmel hoch und gleichzeitig hält sie Augen nach Stelios offen. Wird es mit der Bienenfarm einen guten Verlauf nehmen und vor allem: gibt es ein Wiedersehen mit Stelios?
Jo Thomas hat mit „Sommerglück und Honigduft“ einen leichten Liebesroman vorgelegt, der den Leser auf die mediterrane Insel Kreta entführt. Der Schreibstil ist locker-flüssig und farbenfroh, schon mit den ersten Zeilen kann der gedankliche Kurzurlaub ins sonnige Griechenland beginnen, denn die Autorin erschafft mit ihren detaillierten und bildgewaltigen Beschreibungen eine schöne Kulisse für ihre Handlung, die dem Leser während der Lektüre stets vor dem inneren Auge präsent ist, während der Funke von Lebensfreude der Einheimischen überspringt. Das Leben in der Dorfgemeinschaft sowie deren alltägliche Sorgen werden ebenfalls gut transportiert. An der Seite von Nell erlebt der Leser ein sommerliches Abenteuer, sowohl die Gastfamilie und die Arbeit auf der Bienenfarm als auch die Suche nach Stelios gestaltet sich schwierig und auch emotional.
Die Charaktere sind lebendig ausgearbeitet und wirken sehr realistisch und authentisch. Der Leser darf sich in einer Gemeinschaft niederlassen, wo er mit ihnen so einiges erleben kann. Das Mitfiebern und Mitfühlen fällt leicht aufgrund von recht lebhaften Protagonisten. Nell ist eine eher zurückhaltende und unsichere Frau, der man so gar nicht abnehmen möchte, dass sie sich in solch ein Abenteuer stürzt, wo sie doch gerade erst ihren Job verloren hat. Doch sie muss auch eine starke und mutige Frau sein, denn sie hat ihre Tochter allein großgezogen und wagt es, den Vater zu suchen. Sie ist hilfsbereit und hat es noch nicht verlernt zu träumen. Kostas und Maria sind typische Kreten, laut und offen, aber auch sorgengeplagt und hart arbeitende Menschen, die die Natur zum Leben brauchen. Weitere Protagonisten wie Georgios geben der Geschichte zusätzliche Spannung.
„Sommerglück und Honigduft“ ist ein ganz passabler Unterhaltungsroman mit griechischem Flair, der sich gut im Urlaub in einer Hängematte mit Blick aufs Mittelmeer lesen lässt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Jo Thomas

Jo Thomas - Autor
© Jo Thomas

Jo Thomas arbeitet seit vielen Jahren als Journalisten für verschiedene englische Radiosender. Ihr Debütroman, Ein Sommer in Galway, hat sich in England zu einem Bestseller entwickelt und wurde unter anderem mit dem RNA Joan Hessayon Award ausgezeichnet. Jo Thomas lebt mit ihrem Ehemann und ihren drei Kindern in Vale of Glamorgan.  

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