Als das Leben vor uns lag
 - Care Santos - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Frauenromane
380 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17751-6
Ersterscheinung: 30.11.2018

Als das Leben vor uns lag

Roman
Übersetzt von Stefanie Karg

(26)

Fünf Frauen, drei Jahrzehnte und eine Nacht, die keine von ihnen vergessen kann

Im Sommer 1950 verbringen fünf Freundinnen einen letzten gemeinsamen Abend in der Klosterschule. Keine von ihnen ahnt, dass diese Nacht ihr Leben für immer verändern wird.
Dreißig Jahre vergehen, bis die ehemaligen Klassenkameradinnen sich wiedersehen. Bei einem Abendessen bringen sie sich gegenseitig auf den neusten Stand. Ihre Lebensentwürfe könnten kaum unterschiedlicher sein, und doch scheint jede Einzelne ihr Glück gefunden zu haben. Aber je später der Abend, desto mehr Schattenseiten kommen ans Licht …

Ein bewegender Roman über fünf Frauen, die stellvertretend für eine ganze Generation stehen

Ausgezeichnet mit dem Premio Nadal 2017

Rezensionen aus der Lesejury (26)

Johnny Johnny

Veröffentlicht am 09.12.2018

Fünf Leben und dreißig Jahre in zwei Abenden

Im Spanien der Fünfzigerjahre spielen fünf junge Teenagerinnen in einer Klosterschule ein Pfänderspiel. Die Stimmung dieser Welt eines katholischen Internats ist genau getroffen. Heimlichkeiten, Verleugnung ... …mehr

Im Spanien der Fünfzigerjahre spielen fünf junge Teenagerinnen in einer Klosterschule ein Pfänderspiel. Die Stimmung dieser Welt eines katholischen Internats ist genau getroffen. Heimlichkeiten, Verleugnung der Körperlichkeit und natürlich der Sexualität, Schuldgefühle und Strafen sind so greifbar, dass man es fast selbst erlebt. Wir erfahren von einer Gruppe junger Mädchen, aus denen zwei gegensätzliche Charaktere herausstechen: Zum einen ist da Olga, dick, reich, skrupellos und manipulativ, Liebling der Lehrer, aber im Inneren zerrissen und voller Selbstzweifel, und zum anderen Julia, dünn und arm, schüchtern und ein Opfertyp für jeden. Man könnte fast eine Aschenputtel-Geschichte erwarten, aber Julia gehört zum Klub der reichen Mädchen dazu; sie darf dort gleichberechtigt mitspielen und sich beweisen. Als sie an einer Mutprobe grandios scheitert, muss sie, ohnehin nur auf "Gnadenbasis" an der Klosterschule geduldet, die Einrichtung verlassen. Zwei weitere aus der Clique gehen ebenfalls am nächsten Tag.

Dreißig Jahre später beschließt Olga, diese alte Runde wieder zusammenzurufen. Nun haben die Achtzigerjahre begonnen, Francos Diktatur ist beendet, die Macht der Kirche und ihrer Moralvorstellungen ist gebrochen, und gerade wird das neue Ehescheidungsrecht eingeführt. Die Frauen stehen mitten im Leben, aber sie haben ihre Lebensmitte bereits überschritten. So erfahren wir nach und nach, was die Mädchen aus ihren Lebensmöglichkeiten gemacht haben. Hier ist die ganze Vielfalt vertreten: von der Hausfrau und Mutter in einer sterbenslangweiligen Ehe über die „Lebefrau“ mit wechselnden Partnern bis zur steilen Karriere in der Politik ist alles dabei.

Am Höhepunkt des Abends taucht die Frauenrunde wieder in ihre Schulmädchenzeit ein, es geht „back to the roots“. Das Pfänderspiel, das diese angetrunkene und herumalbernde „Mädels“-Runde nun spielen will, ist ein extrem guter Schachzug der Autorin, um so richtig schmutzige Wäsche waschen zu lassen, und alle müssen gute Miene zum bösen Spiel machen, schließlich hat man zugestimmt!

Dieser wortwörtlich stürmische Abend nimmt dann eine ganz andere Wendung als erwartet. Denn trotz allem können neue Erkenntnisse auch neue Lebensmöglichkeiten eröffnen.

FAZIT
Das Buch liest sich wie im Rausch, es hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen.

Neben den Lebensgeschichten der Protagonistinnen, die für sich schon sehr spannend sind, hat mich die Einbettung in die spanische Geschichte aus Franco-Diktatur und extremem Katholizismus sehr beeindruckt. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, diese in vielen Aspekten repressive Stimmung, die Verbote und Regeln und das Auflehnen dagegen darzustellen. Sehr gut gefallen hat mir auch der subtile Unterton von Schuld, Sühne, Rache (oder nicht), Vergebung, Wiedergutmachung (?), der in diesem Roman mitschwingt.

Ein absolut preiswürdiges Buch, ich gebe fünf von fünf Sternen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 09.12.2018

Wie ein Abend das ganze Leben verändern kann

1950 Spanien. Nina, Julia, Lola und die Zwillinge Martha und Olga besuchen gemeinsam ein katholisches Klosterinternat und haben sich miteinander angefreundet. Einen Abend, bevor Martha und Olga das Internat ... …mehr

1950 Spanien. Nina, Julia, Lola und die Zwillinge Martha und Olga besuchen gemeinsam ein katholisches Klosterinternat und haben sich miteinander angefreundet. Einen Abend, bevor Martha und Olga das Internat verlassen, spielen die fünf Frauen ein Pfänderspiel, wobei sie Mutproben bestehen müssen. Doch an diesmal geht etwas gehörig schief, was das Leben aller fünf Frauen richtweisend verändern wird. Nach diesem Abend sehen sich die Frauen dreißig Jahre lang nicht wieder, wenn sie auch lose Kontakt halten, bis Olga die Idee zu einem gemeinsamen Treffen hat und alle zusammentrommeln kann. Als die Frauen sich nach so langer Zeit wieder gegenüber stehen, bringen sie sich erst einmal gegenseitig auf den neuesten Stand, doch schon bald kommt das Gespräch auf die Ereignisse von damals und wie sehr dieses das jeweilige Leben geprägt hat…
Care Santos hat mit ihrem Buch „Als das Leben vor uns lag“ einen sehr fesselnden und tiefgründigen Roman vorgelegt, der den Leser von der ersten Zeile an packt und bis zum Ende nicht wieder loslässt. Der Schreibstil ist anrührend, packend und schön flüssig, er geleitet den Leser auf wunderbare Weise durch zwei unvergessliche Tage der Protagonistinnen, die zwar 30 Jahre auseinander liegen, aber so viel Sprengstoff beinhalten, so dass das Gefüge der einzelnen Leben auf wackelige Füßen steht. Die Autorin lenkt den Blick des Lesers geschickt durch die Handlung, indem sie ihm jede Protagonistin einzeln vorstellt und ihm Einblick in ihr Leben gewährt, damals wie gegenwärtig. So weiß der Leser schon mehr über jede einzelne Frau als die alten Freundinnen. Was sich am Abend vor 30 Jahren zugetragen hat, erfährt der Leser allerdings erst sehr viel später und hat somit jede Menge Zeit für Spekulationen. Der geschichtliche Hintergrund wurde von der Autorin sehr schön mit der Handlung verwoben, der Leser erlebt die Geschichte während der Francozeit und auch danach, der Zeit der Befreiung, wo Frauen endlich in der Lage waren, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und nicht nur zur Ehefrau und Mutter verdammt waren. Die Autorin hat den jeweiligen Zeitgeist sehr schön eingefangen und gibt ihn an den Leser weiter.
Die Charaktere sind sehr differenziert und individuell angelegt. Sie wirken aufgrund ihrer Eigenheiten sehr realitätsnah und authentisch. Der Leser kann sich in sie hineinversetzen, mit ihnen fühlen und leiden. Olga ist eine resolute Frau und war schon immer die Anführerin. Sie muss das letzte Wort haben und wirkt sehr ichbezogen. Ihr Privatleben ist dagegen eher 08/15, wahrscheinlich muss sie deshalb alle bevormunden, um wenigstens etwas Spannung in ihr Leben zu bringen. Mit ihr wird man nicht wirklich warm. Ihre Zwillingsschwester Martha ist das absolute Gegenteil, sie ist eher zurückhaltend, da sie sich Olga gegenüber nicht behaupten kann. Man hat fast Mitleid mit ihr, doch sie kann mit ihrer Art beim Leser punkten. Julia ist eine sehr sympathische Frau, die eine erfolgreiche Karriere als Politikerin gemacht hat. Auch die anderen Frauen stehen jede für sich und ihre Lebensentwicklung in den letzten 30 Jahren, die den Leser immer wieder überraschen kann.
„Als das Leben vor uns lag“ ist ein rundum gelungener fesselnder Roman über fünf Schicksale vor historischem und politischem Hintergrund, die miteinander verwoben sind und deren Entwicklung. Alles wird vor dem Leser wunderbar Stück für Stück entblättert und lässt keine Wünsche offen. Absolute Leseempfehlung für ein wirklich anrührendes Buch!

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Lynn_ed Lynn_ed

Veröffentlicht am 09.12.2018

Eine facettenreiche Geschichte

Der Roman „Als das Leben vor uns lag“ von Care Santos erzählt die Geschichte von fünf jungen Mädchen namens Lolita, Olga, Marta, Nina und Julia, die im Sommer 1950 in einem spanischen Internat leben. An ... …mehr

Der Roman „Als das Leben vor uns lag“ von Care Santos erzählt die Geschichte von fünf jungen Mädchen namens Lolita, Olga, Marta, Nina und Julia, die im Sommer 1950 in einem spanischen Internat leben. An einem Abend spielen die fünf Freudinnen mit Olga als Zeremonienmeisterin ein Pfänderspiel, das vor allem für Julia eine große Veränderung bewirken wird.
Nach über 30 Jahren treffen sich die damaligen Freundinnen zu einem Abendessen wieder. An diesem Abend werden Geheimnisse gelüftet, Ereignisse gebeichtet und viel gelacht.

Jede der Frauen bekommt ihr eigenes Kapitel, in dem man sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und die verschiedenen Laufbahnen miterleben kann. Keine Frau gleicht der anderen, sodass man vielleicht sich selbst oder eine seiner Freundinnen mit den Protagonisten identifizieren kann. Die Autorin hat mit ihrem Schreibstil einen gelungenen Roman geschaffen. Die Geschichte zieht den Leser mit ins Geschehen.
Für mich ist es ein schöner Roman mit vielen Facetten und vor allem ist es mal etwas Anderes. Alle Fragen und Geheimnisse wurden gelüftet, dennoch kam mir das Ende ein bisschen zu kurz. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen.

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Franziska19 Franziska19

Veröffentlicht am 08.12.2018

Fünf Frauen – Fünf unterschiedliche Lebensentwürfe

In „Als das Leben vor uns lag“ ist ein Roman über fünf ganz unterschiedliche in Spanien aufwachsende und lebende Frauen. Sie alle haben eine gemeinsame Vergangenheit, da sie zusammen ein Klosterinternat ... …mehr

In „Als das Leben vor uns lag“ ist ein Roman über fünf ganz unterschiedliche in Spanien aufwachsende und lebende Frauen. Sie alle haben eine gemeinsame Vergangenheit, da sie zusammen ein Klosterinternat für junge Mädchen besucht haben. In dieser Zeit spielen sie wiederkehrend ein Spiel mit dem Namen „Pfänderspiel“. Das autoritärste Mädchen, Olga, ist die Spielleiterin und denkt sich verschiedene Aufgaben aus. Meistens brauchen die Mädchen viel Mut, um die Aufgaben zu bewältigen, da meistens die Regeln des Klosterinternats gebrochen werden. Zuvor geben sie dafür ein „Pfand“ ab. Ziel ist es die Aufgabe zu meistern, um das Pfand zurückzugewinnen. An einem besonderen Abend (für drei Mädchen der letzte Abend des Internatlebens) verabreden sich die Mädchen, um ein letztes Mal gemeinsam das Spiel zu spielen. Diesmal denkt Olga sich eine ganz besonders herausfordernde Aufgabe aus: Die Mädchen sollen sich in die Unterbringung des „Klosterdeppen“ (einem geistig behinderten jungen Mann) schleichen und ihm eine Haarsträhne abschneiden. Doch bei dieser Aufgabe geht etwas schief: Als Julia als Letzte die Aufgabe meistern soll, hören die übrigen Mädchen nur ihre Schreie und das Stöhnen des „Klosterdeppen“ – anschließend sehen die Mädchen Julia nicht wieder und erfahren von den Nonnen auch nicht, was sie mit ihr gemacht haben.

30 Jahre später beschließt Olga wieder Kontakt zu ihren ehemaligen Schulkameradinnen aufzunehmen und lädt sie zu einem Abendessen ein. Dabei erzählen sich die Frauen von den vergangenen Jahren und was in dieser Zeit passiert ist.

Der Leser wird in fünf ganz unterschiedliche Lebensentwürfe, Biografien und gesellschaftliche Vorstellungen des Spaniens des letzten Jahrhunderts eingeführt. Nebenbei werden auch historisch und politisch bedeutsame Entwicklungen aufgegriffen, wie z.B.: die Einführung des neuen Scheidungsgesetzes, der politischen Entwicklung nach Franko und die Wahrnehmung der Beatles und der Hochzeit von Charles und Lady Diana. Das Buch besticht damit vor allem aus der Kombination dieser zwei unterschiedlichen Seiten. Auch der Erzählstil des Buches ist etwas Besonderes. So wird zunächst über eine Frau mit ihrer Vergangenheit und ihren Entwicklungen berichtet. Dabei trifft sie auf eine zweite Frau. Doch bevor diese Begegnung geschildert wird, wird die Vergangenheit der zweiten Frau geschildert. Auf den ersten Blick kann das zu Verwirrungen beim Lesen führen. Nach und nach ergibt sich dadurch aber ein besonderes Gesamtbild. Darüber hinaus ist es ein Roman, der viele kleine Details beschreibt, die im Laufe der Geschichtsentwicklung eine Bedeutung bekommen – als Leser sollte man ganz besonders auf diese Details achten. Für mich war dieses Buch eben auch durch die unterschiedlichen Biografien der Frauen mit ihren unterschiedlichen Motiven sehr lesenswert und ich empfehle es auf jeden Fall weiter!

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bookworm72 bookworm72

Veröffentlicht am 07.12.2018

Ein bewegender spanischer Roman über Frauen auf dem Weg zur Selbstbestimmung

In einer Nacht im Jahre 1950 erleben fünf junge Mädchen, Bewohnerinnen eines von Nonnen geleiteten Internats, Augenblicke des Grauens: Ein Pfänderspiel, mit dem sie sich zuweilen die Zeit vertreiben und ... …mehr

In einer Nacht im Jahre 1950 erleben fünf junge Mädchen, Bewohnerinnen eines von Nonnen geleiteten Internats, Augenblicke des Grauens: Ein Pfänderspiel, mit dem sie sich zuweilen die Zeit vertreiben und der Tristesse und Strenge des Klosteralltags etwas Pikanterie verleihen wollen, nimmt eine ungeahnte und erschreckende Wendung und hat für eins der Mädchen schwerwiegende Konsequenzen. Aber auch die anderen vier werden diese Nacht nicht vergessen. Als sie sich nach 30 Jahren zu einem Wiedersehen-Essen verabreden, ist die Vergangenheit wieder präsent. Das alte Spiel bekommt eine Neuauflage und damit kommen auch Geheimnisse, Wünsche und Träume der anwesenden Frauen ans Licht. Der Abend gestaltet sich aufregend und es gibt mehr als eine Überraschung...

In ihrem Roman „Als das Leben vor uns lag“ schildert die spanische Autorin Care Santos auf interessante und bewegende Art Schicksale von mehreren Frauen, die stellvertretend für die Generation der 50er Jahre stehen. So unterschiedlich deren Geschichten auch sind, eins haben die Frauen gemeinsam: Parallel zu den bahnbrechenden Entwicklungen in ihrem Land befinden auch sie sich gerade in einer Phase des Umbruchs und diese Zeit, die Mitte des Lebens, ist für sie eine schwierige, aber auch spannende Zeit der Veränderung: des „Aufräumens“, des Neuanfangs, des Loslassens und der Vergebung.

Wie wir alle werden auch Heldinnen des Buches von Ereignissen aus der Kindheit und Jugend geprägt, die ihr späteres Leben beeinflussen, manchmal leider negativ. Die Autorin zeigt aber auf, dass man sich vom Negativem durchaus befreien kann, indem man sich auf seine eigene Kraft besinnt, Mut aufbringt und Risiken eingeht. Genau das tun Frauen in ihrem Roman: Sie nehmen ihr Leben in die Hand, lassen sich nicht mehr von den Umständen kleinkriegen, befreien sich von der männlichen Dominanz und steifen gesellschaftlichen Konventionen und werden aktiv. Sie emanzipieren sich und gestalten ihre Zukunft selbst, wie etwa Marta, die souverän die Trennung von dem untreuen Ehemann meistert und sich mit der Eröffnung ihres eigenen Restaurants einen Traum erfüllt. Oder wie Julia, die trotz ihrer erschütternden Vergangenheit erfolgreich eine politische Karriere macht und eine offenbar glückliche Liebesbeziehung ohne Trauschein führt. Es ist eine ganze Galerie von interessanten Frauentypen, die Care Santos hier zum Leben erweckt und es macht großen Spaß, diese lebendig und so unterschiedlich gezeichneten Figuren zu erleben und den Werdegang jeder einzelnen zu verfolgen. Auch wenn manche von ihnen durchaus dramatische oder sogar tragische Erlebnisse vorzuweisen haben, so ist die Grundstimmung des Buches nicht wirklich traurig, sondern vielmehr besinnlich und sogar mit einer Prise Humor. Glück und Tragik gehören eben zum Leben dazu und liegen wie in den hier erzählten Geschichten oft dicht beieinander.

Mein Fazit: Ein bewegender Roman mit starken Frauenfiguren, der dank der gekonnt aufgebauten Spannung und interessanter Einfälle nicht nur gut unterhält, sondern gleichzeitig auch zum Nachdenken anregt und nebenbei noch einige wissenswerte Fakten aus der jüngeren spanischen Geschichte vermittelt. Zusätzlich punktet das Buch mit der meines Erachtens sehr gelungenen Aufmachung: Das tolle Foto auf dem Cover ist ein echter Blickfang!

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Autor

Care Santos

Care Santos (geb. 1970 in Mataró) war schon immer von Büchern umgeben. Aus diesem Grund fiel es ihr leicht sich ihre natürliche Liebe zur Literatur zu bewahren. Sie studierte Jura, jedoch ohne davon wirklich überzeugt zu sein, und arbeitete für verschiedene Medienunternehmen. Mit 25 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Cuentos Citricos. Seitdem hat sie mehr als 40 Titel veröffentlicht, darunter Romane, Kurzgeschichten und Jugendliteratur.  1995 bekam sie den Ciudad de Alcalá …

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