Der Duft der Träume
 - Care Santos - Taschenbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

9,99

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Frauenromane
478 Seiten
ISBN: 978-3-404-17288-7
Ersterscheinung: 12.11.2015

Der Duft der Träume

Roman
Übersetzt von Stefanie Karg

(7)

Mariana, Aurora und Sara.
Drei Frauen aus drei Jahrhunderten.
Und eine große Liebe: die Schokolade.
Für die Erste eine Lebensaufgabe.
Für die Zweite ein unerschwinglicher Luxus.
Für die Dritte eine wahre Kunst.
Und für alle der Stoff, aus dem Träume sind.
 
Ein Roman voller Schokoladenseiten.
Ausgezeichnet mit dem Premio Ramon Llull 2014.



 

Dieses Produkt bei Ihrem lokalen Buchhändler bestellen:

Pressestimmen

„Lesegenuss pur!“
ist ein Buch wie eine erlesene Praline. Mal süß, mal bitter und stets darauf wartend von Ihnen verschlungen zu werden."

Rezensionen aus der Lesejury (7)

Gudrun67 Gudrun67

Veröffentlicht am 08.10.2016

Ein Buch, das mehrere ineinander verwobene Geschichten enthält, das durchaus mehr Potential gehabt hätte

Care Santos hat einen Schreibstil, der zu Beginn eine gewisse Spannung und Mystik aufgebaut hat. Leider wird dies immer wieder durch äusserst langatmige Erzählungen und Abschweifungen zunichte gemacht. ... …mehr

Care Santos hat einen Schreibstil, der zu Beginn eine gewisse Spannung und Mystik aufgebaut hat. Leider wird dies immer wieder durch äusserst langatmige Erzählungen und Abschweifungen zunichte gemacht. Mitunter kommt der Verdacht auf, dass hier "Seitenfüller" am Werk waren.


Für Leser, die erotische Details etwas genauer geschildert haben möchten, ist dieses Buch, gerade im ersten Drittel, sicherlich sehr zu empfehlen. Ich empfand diese Stellen jedoch unerotisch. Ja, sogar etwas abstoßend.


Die Autorin packt hier mehrere Geschichten, die sich um eine Schokoladenkanne drehen, in ein Buch.

Deren Entstehung und Weg durch die unterschiedlichen Zeiten und Hände wird von hinten aufgerollt. Somit umfasst das Buch die Gegenwart und wandert zurück bis ins 18. Jahrhundert.


Indem Care Santos zwischen den unterschiedlichen Zeiten der direkt und auch indirekt Mitwirkenden hin- und herswitcht, sind die verschiedenen Geschichten oder auch Vergangenheiten teils gekonnt in Szene gesetzt.

Es zeigt sich eben der Weg der Schokoladenkanne auf.


Für Opernliebhaber - ich muß gestehen, dass ich hier nicht dazugehöre - wird ebenfalls im ersten Drittel jede Menge geboten. Die Autorin greift vielerlei Themen hierzu auf und lässt diese gekonnt mit ins Geschehen einfließen.


Leider gestalten sich die Geschichten, die hier ineinander verwoben werden, von Seite zu Seite langweiliger.


Es wirkt auf mich, dass die Schreibweise der Vergangenheit - die laut Anmerkungen der Autorin etwas mit eingeflossen sind - versucht wird, nachzuahmen und darin wird ebenfalls die damalige Politik gut mit hineingepackt.


Auf mich wirkt das Ganze jedoch immer mehr wie eine ungelungene "Tramödie". Schade


Mein Fazit: Ein Buch, das mehrere ineinander verwobene Geschichten enthält, das durchaus mehr Potential gehabt hätte

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Karin1910 Karin1910

Veröffentlicht am 15.09.2016

Drei Geschichten aus Barcelona

Die Grundidee hinter diesem Buch wäre auf jeden Fall vielversprechend: Das „Leben“ einer Schokoladenkanne wird rückwärts über die Jahrhunderte verfolgt. Auch weist die Gestaltung einige kreative Elemente ... …mehr

Die Grundidee hinter diesem Buch wäre auf jeden Fall vielversprechend: Das „Leben“ einer Schokoladenkanne wird rückwärts über die Jahrhunderte verfolgt. Auch weist die Gestaltung einige kreative Elemente auf. So erinnert das Inhaltsverzeichnis an ein Theaterstück oder eine Oper (mit „Akten“, „Zwischenspielen“ etc), die Kapitelüberschriften in einem Abschnitt sind allesamt Namen von Opern, etc.

Im ersten Akt begegnen uns Sara, die Inhaberin einer traditionsreichen Confiserie ist, und ihr Ehemann Max, die sich auf den Besuch ihres gemeinsamen Freundes Oriol vorbereiten Dies versetzt Sara in helle Aufregung, sind die Gefühle, die sie für Oriol hegt, doch weit mehr als nur freundschaftlicher Natur.
Der zweite Akt führt ins 19. Jahrhundert, wo das Dienstmädchen Aurora unter den Lauen ihrer Herrin und „Freundin“ Candida zu leiden hat. Die Welt der Reichen, die es sich leisten können, gemütlich eine Tasse heiße Schokolade zu trinken, scheint von ihrer Lebensrealität unendlich weit entfernt zu sein.
Der dritte Akt besteht aus einem Bericht, den Victor Guillot verfasst hat, der in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Mitglied einer französischen Delegation Barcelona besucht. Dort lernt er Mariana Fernandez kennen, deren verstorbener Gatte eine revolutionäre Maschine zur Herstellung von Schokolade erfunden hatte, hinter der die halbe Welt her zu sein scheint.

Jede dieser Geschichten bietet interessante Ansatzpunkte, man kann mit den Protagonisten (mal mehr, mal weniger gut) mitfühlen und stellenweise entsteht sogar eine gewisse Spannung.

Ich hatte allerdings den Eindruck, dass der Roman das vorhandene Potential nicht richtig ausschöpfen kann. Die drei Handlungsstränge werden einfach aneinander gereiht, auf jeweils weniger als 150 Seiten, sodass sie sich nicht richtig entfalten können. Irgendeine Art von abschließender Synthese findet nicht statt und es bleiben für meinen Geschmack zu viele Fragen offen. Dazu kommt noch, dass die an sich durchaus ergreifende Geschichte von Aurora in einem eigenartigen Stil, es soll sich da wohl um eine Art „rückblickendes Selbstgespräch“ handeln, erzählt wird.
Die einzige greifbare Verbindung zwischen den „Akten“ ist eben die Schokoladenkanne, deren Rolle aber doch zu wenig prominent ist, um dieser Aufgabe wirklich gerecht zu werden.

Ich bin davon überzeugt, dass sich die Autorin bei der Komposition ihres Werkes viel Mühe gegeben hat. Schade, dass dennoch nur ein eher mittelmäßiger Eindruck bleibt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

AgnesM AgnesM

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Duft der Träume

In dem Buch von Care Santos begleitet der Leser eine Schokoladenkanne auf Ihrer Reise durch mehrere Jahrhunderte.

Zu Beginn des Buches befindet sich diese im Besitz von Sara und ihrem Mann Max. Sara ... …mehr

In dem Buch von Care Santos begleitet der Leser eine Schokoladenkanne auf Ihrer Reise durch mehrere Jahrhunderte.

Zu Beginn des Buches befindet sich diese im Besitz von Sara und ihrem Mann Max. Sara ist Inhaberin einer Confiserie und Spezialistin für Pralinen und diverse Schokoladenvariationen. Sie ist Mutter von zwei Kindern und mit ihrem Eheleben nicht wirklich zufrieden, denn immer wieder flüchtet sie sich in die Arme eines anderen Mannes, der ausgerechnet der beste Freund von Max ist.

Im zweiten Abschnitt lernen wir Aurora kennen. Sie lebt im 19. Jahrhundert und ist ein frommes Dienstmädchen. Ihre Mutter, ebenfalls ein Dienstmädchen, hat sie nie kennenlernen dürfen, hat aber das große Glück von der Herrin und dem Herrn des Hauses geduldet und erzogen zu werden. Der Lebensweg von Aurora wird beschrieben, ihre Entwicklung aufgezeigt und ihr Bezug zu der Schokoladenkanne dargestellt.

Der letzte Abschnitt des Buches reicht noch weiter zurück in der Zeit. Hier spielt Mariana eine tragende Rolle, da sie als Frau gerne Schokolade produzieren möchte, jedoch an den damaligen vorherrschenden Gesetzen scheitert. Damals war dieser Beruf nur den Männern vorbehalten. Ihr verstorbener Ehemann hat ihr jedoch alle Tipps und Tricks zur Herstellung von Schokolade verraten, so dass sie das Geschäft eigentlich alleine weiterführen könnte. Doch mehrere Instanzen versuchen ihr das Leben schwer zu machen und an die Schokoladenmaschine ihren Gatten heranzukommen. Diese ist aber Marianas teuerster und wertvollster Besitz.

Als ich den Klapptext gelesen hatte, dachte ich an eine Geschichte von drei Frauen, die durch irgendetwas Besonderes miteinander verbunden sind. Ich dachte da zum Beispiel an eine Familiengeschichte/Verwandtschaft, jedoch stellte sich heraus, dass die einzigen Gemeinsamkeiten der Wohnort Barcelona und die besagte Schokoladenkanne sind. Somit sollte man als Leser nicht erwarten eine in sich verbundene Geschichte zu lesen. Jeder Abschnitt steht für sich und stellt eine Geschichte für sich dar. Diese Art und Weise ein Buch zu strukturieren ist außergewöhnlich und kommt sicher bei dem ein oder anderen Leser nicht gut an, da zu viele Fragen offen bleiben, doch auf der anderen Seite lässt dies viel Platz für Spekulationen und die eigene Phantasie.

In dem Buch werden unterschiedliche Epochen, Schicksale und Sachlagen mal gut und mal weniger gut beleuchtet. Mir haben beispielsweise die ersten beiden Abschnitte des Buches sehr gut gefallen, doch der dritte Abschnitt sagte mir überhaupt nicht zu. Die dort benannten Protagonisten sind farblos geblieben und erweckten keine richtigen Gefühle in mir. Die Art diesen Abschnitt in Briefform zu schreiben finde ich hingegen gut, doch die Briefe bzw. deren Inhalte waren mir ein wenig zu kitschig und die Ausführungen zu übertrieben. Weiterhin habe ich beim Lesen versucht in mir das richtige "Feeling" zu schaffen und mir vor meinem geistigen Auge die Stadt Barcelona so stark vorgestellt, dass ich gar nicht richtig gemerkt habe wie wenig über diese Stadt und das Flair eben dieser geschrieben wurde und die Lust auf Schokolade kam auch nur bedingt auf.

Der Schreibstil ist je nach Abschnitt anders, aber vorzugsweise gut. Beim Lesen sollte man allerdings Geduld mitbringen, da nicht alle Kapitel einfach zu lesen oder nachzuvollziehen sind. Man muss sich darauf einlassen, dass viele Charaktere eine Rolle spielen und versuchen hier den Überblick zu behalten.
Ich fand die Geschichte und die Idee der Autorin nicht schlecht und war eher nur von dem letzten Abschnitt enttäuscht. An der Umsetzung der Geschichte hätte man an der ein oder anderen Stelle noch etwas feilen können.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

LadySamira091062 LadySamira091062

Veröffentlicht am 15.09.2016

Der Duft nach Schokolade

Das vorliegende Buch erzählt die wechselvolle Geschichte einer kleinen Schokoladenkanne die einst Madame Adélaïde, der Tochter des französischen Königs Ludwig XV gehört hat .
Das Buch vereint drei ... …mehr

Das vorliegende Buch erzählt die wechselvolle Geschichte einer kleinen Schokoladenkanne die einst Madame Adélaïde, der Tochter des französischen Königs Ludwig XV gehört hat .
Das Buch vereint drei Geschichten die parallel zu einander erzählt werden. Beginnend mit der von Sara ,die in Barcelona eine gut gehende Confiserie hat und für ihre Kreationen bekannt ist. Die zweite Geschichte führt uns ins Barcelona des 19. Jahrhundert zu dem Dienstmädchen Aurora,die im Besitz der Kanne war sowie ins 18.Jahrhundert zu Marianna,der Frau eines verstorbenen Schokoladenhändlers, die versucht den Laden entgegen den Vorschriften der Innung weiter zu führen.
Jede dieser Geschichten für sich ist interessant geschrieben doch der einzige Berührungspunkt ist die Kanne und Barcelona ,wo sich alle Wege treffen.
Ich fand es sehr schade ,das es keinen kontinuierlichen roten Faden durch das gesamte Buch hindurch gab .Man blieb mit vielen Fragen zurück und oft wußte ich nicht wo da nun ausser der Kanne und dem Ort der Berührungspunkt war.Es wurde munter drauflos gesprungen un d man musste erst mal überlegen wo bin ich grade,was ich sehr schade fand,denn die Geschichte als solches hätte Potential für ein gutes Buch gehabt. Der Titel hat für mich überhaupt keinen Bezug zur Geschichte .Der Duft nach Schokolade hätte da eher gepasst.
Über die Herstellung der Schokolade erfährt man sehr viel und auch sehr ausführlich,.Ich hätte mir eine bessere Verknüpfung der drei Geschichten mit der Geschichte der Schokolade und der drei starken Frauen gewünscht ,dann wäre es ein tolles Buch geworden ,doch so wartete man irgendwie vergebens auf den zündenden Funken

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

MarysolFuega MarysolFuega

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider nicht, wie erhofft!

Dies war mein erstes Buch von Care Santos, wobei "Die Geister schweigen" noch bei mir auf dem SuB liegt, Dementsprechend gespannt war ich auf diese Geschichte. Zumal sie in Barcelona, meiner Herzensstadt, ... …mehr

Dies war mein erstes Buch von Care Santos, wobei "Die Geister schweigen" noch bei mir auf dem SuB liegt, Dementsprechend gespannt war ich auf diese Geschichte. Zumal sie in Barcelona, meiner Herzensstadt, spielt und es um Schokolade geht!!!

Der Schreibstil von Care Santos sagt mir persönlich sehr zu, wobei man ihre vielfältigen Mittel wirklich mögen muss - Teile der Geschichte werden in Briefen geschildert, andere in Drama- Form, wieder andere scheinen aus der Sicht der Protagonistin zu sein und ein anderer Part wird der Protagonistin erzählt.

Das Lesen des Buches hat mir viel Spaß gemacht, da es stets spannend blieb und der Schreibstil trotz allem gut und leicht zu lesen war. Nur habe ich mich während der gesamten Lektüre, und auch jetzt noch, gefragt, worum es denn eigentlich geht. Im Prinzip werden die Geschichten von allen Besitzern der Schokoladenkanne erzählt, aber das war´s dann auch schon. Kein wirklicher roter Faden oder "aha"- Moment, Das finde ich ziemlich schade, denn so bin ich immer noch ratlos, was dieses Buch eigentlich soll, denn so interessant die Leben der Besitzer auch sein mögen... warum sollte ich davon wissen sollen?!

Und auch die meisten Protagonisten sind mir nicht wirklich ans Herz gewachsen - ich war mehr ein stiller Beobachter, der aber kaum Sympathien entwickelt. Gerade die Charaktere aus dem ersten Akt, der Jetzt- Zeit, konnte ich nicht nachvollziehen und leiden. Das Hausmädchen aus dem zweiten Akt habe ich zwar ins Herz geschlossen, aber auf Grund ihrer Naivität und ihrer Unsicherheit konnte ich mich nicht mit ihr identifizieren und unser Briefeschreiber im dritten Akt erscheint mir mehr wie ein neutraler Erzähler, denn wie ein Akteur.

Und obwohl es in der gesamten Geschichte immer wieder um Schokolade ging, kam meiner Meinung nach die Liebe zur Schokolade nicht rüber, sie wurde mehr nebenbei gegessen oder getrunken, weil man es sich leisten konnte. Sie wat also mehr Statussymbol, denn Lebensqualität. Schade!



Fazit:
Ein Buch voller süßer Leidenschaft und bitterer Erfahrungen... doch worum es denn eigentlich geht, ist mir nicht klar geworden... Wer nicht zu viel von diesem Buch erwartet, bekommt ein kurzweiliges Lesevergnügen, aber eben auch nicht mehr.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Care Santos

Care Santos (geb. 1970 in Mataró) war schon immer von Büchern umgeben. Aus diesem Grund fiel es ihr leicht sich ihre natürliche Liebe zur Literatur zu bewahren. Sie studierte Jura, jedoch ohne davon wirklich überzeugt zu sein, und arbeitete für verschiedene Medienunternehmen. Mit 25 veröffentlichte sie ihren ersten Roman Cuentos Citricos. Seitdem hat sie mehr als 40 Titel veröffentlicht, darunter Romane, Kurzgeschichten und Jugendliteratur.  1995 bekam sie den Ciudad de Alcalá …

Mehr erfahren
Alle Verlage