Die Liebe, die uns bleibt
 - Jenny Eclair - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Frauenromane
493 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17532-1
Ersterscheinung: 25.08.2017

Die Liebe, die uns bleibt

Roman

(27)

Als Edwina beschließt, das Haus zu verkaufen, in dem sie mehr als fünfzig Jahre gelebt hat, werden Erinnerungen wach: an jene glücklichen Tage ihrer ersten großen Liebe und ihre Zeit als junge Mutter. Wehmütig erinnert sie sich auch an ihren Stiefsohn, dessen Namen sie noch immer nicht auszusprechen wagt. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an jene Nacht, die das Schicksal ihrer Familie bis heute überschattet. Doch Edwina kennt nicht die ganze Wahrheit – und die wird sie nur erfahren, wenn sie bereit ist, dem Menschen gegenüberzutreten, den sie niemals wiedersehen wollte …

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Rezensionen aus der Lesejury (27)

vicky_1990 vicky_1990

Veröffentlicht am 20.09.2017

Wenn nur die Liebe bleiben würde

Das verspielte Cover wirkt nett gestaltet, es sieht irgendwie richtig 'mädchenhaft' aus mit der rosa Farbe und den Akzenten in Gold und Weiß :-) Ich persönlich finde es total schön. Die Widmung gefällt ... …mehr

Das verspielte Cover wirkt nett gestaltet, es sieht irgendwie richtig 'mädchenhaft' aus mit der rosa Farbe und den Akzenten in Gold und Weiß :-) Ich persönlich finde es total schön. Die Widmung gefällt mir auch sehr gut und hat mir bereits am Anfang einen positiven Eindruck über die Autorin Jenny Eclair vermittelt. Allerdings musste ich bei diesem Namen dauernd an Süßspeisen denken und bekam immer einen Heißhunger auf ebendiese.

Der Schreibstil von Jenny Eclair ist etwas gewöhnungsbedürftig erst nach einiger Zeit kam ich mit ihm zurecht, als 'richtig' angenehm würde ich ihn allerdings nicht bezeichnen. Ich finde es nett dass jedes Kapitel auch eine Bezeichnung hat - da kann ich immer schon am Anfang immer so schön überlegen was in jedem davon denn passieren wird (mein Kopfkino spielt bei solchen Titel immer gleich etwas ab).

Ich habe mich mit Freude und Spannung auf die Zeitreise mit Edwina begeben um mit ihr das Geheimnis hinter diesem Roman zu lüften! Allerdings wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt. Zum einen war ich etwas überrascht, dass der Roman in drei 'Teile' gegliedert ist. Es gab zu Anfang einige Kapitel aus Sicht von Edwina, danach wurde zu Fern gewechselt und geendet wurde mit Lucas. An und für sich fand ich die Idee gut aber die Gestaltung hat mir leider nicht so zugesagt.

Die gestreuten Andeutungen im Laufe der Geschichte bei den verschiedensten Personen haben mir gut gefallen, ich fand diese hat die Autorin gut eingebaut. Aber mir waren einige Kapitel bei Edwina zu langatmig und dadurch zu anstrengend zum Lesen, außerdem haben mir bei ihrem Teil an einigen Stellen die wirklichen Emotionen gefehlt. Allgemeint habe ich beim Edwina-Teil den Biss/Schwung bzw. das gewisse Etwas vermisst. Einige Kapitel haben sich leider sehr stark dahin gezogen und stellenweise kam es mir so vor als würde eine (ToDo-)Liste abgearbeitet werden. Der Fern-Teil, welcher in der Vergangenheit spielt, hat mir zu Beginn besser gefallen - allerdings war ich mir zwischendurch nicht sicher ob ich nicht doch lieber wieder beim 'langweiligen' Edwina-Teil gewesen wäre. Erst in der zweiten Hälfe des Romans kommt die Geschichte endlich in Schwung und auch ich fand endlich in das Buch hinein und lernte Fern wirklich zu mögen. Der Wechsel zu Lucas war wieder eher enttäuschend - da gefiel mir der Fern-Teil besser, allerdings ist der Lucas-Teil doch um einiges besser als der Edwina-Teil.

Das Ende gefällt mir hingegen wieder sehr, es ist nett und schließt die Dinge gut ab. Aufgrund der vielen Kritikpunkte kann ich für dieses Buch leider nur zwei Sterne geben - leider, denn ich hatte mir von 'Die Liebe, die uns bleibt' so viel versprochen.

Fazit: Die wenigen guten Stellen konnten mich leider nicht soweit davon überzeugen dass ich dieses Buch bedenkenlos weiterempfehlen kann. Hier muss man sich stellenweise schon sehr durchkämpfen, also definitiv keine leichte Lektüre für 'Schnell-mal-Zwischendurch'.

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steffisu85 steffisu85

Veröffentlicht am 20.09.2017

Sehr komplexe Familiengeschichte.

Die Liebe die uns bleibt

Autorin Jenny Elair

Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 496
Preis: 11,00 Euro
erschienen am 25. August 2017

Eine wirklich interessante und vielfältige Familiengeschichte verbirgt ... …mehr

Die Liebe die uns bleibt

Autorin Jenny Elair

Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 496
Preis: 11,00 Euro
erschienen am 25. August 2017

Eine wirklich interessante und vielfältige Familiengeschichte verbirgt sich in diesem Buch.

Es handelt um Edwina, welche nun im hohen Alter Ihr Haus verkaufen möchte. Beim Rundgang durch die Räume des Hauses bereitet jedes einzelne Zimmer eine eigene Geschichte von Edwina und Ihrer Familie. Edwina ist ein wirklich sehr gelungener vielfältiger Charakter, womit zu beginn des Buches ein gelungener Einstieg in die Geschichte geschaffen wird.

Die Autorin hat viele Persönlichkeiten erschaffen aus deren Blickwinkel erzählt wird.
Die Geschichte lässt uns hineintauchen in Liebe, Intrigen, Hass und Trauer.
Mit humoristischen Passagen und häufigen Rückblicken versucht die Autorin den Leser bei Laune zu halten.

Fazit:

Viele Räume, Viele Personen, Viele Zeitsprünge, Viele Details... sorgen anfangs für viel Spannung, gegen Ende aber leider dazu, dass das Buch recht langwierig zu lesen ist.
Man muss sich etwas anstrengen um am Buch zu bleiben. Alles in allem eine interessante Leserunde gewesen.

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linewhispering linewhispering

Veröffentlicht am 18.09.2017

Nicht ganz so wie erhofft...

Zum Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut, es ist einfach aber dennoch sehr ansprechend. Es hat etwas verspieltes, modernes und trotzdem einen Hauch von Altem. Ich finde, dass es perfekt zum Inhalt ... …mehr

Zum Cover: Das Cover gefällt mir richtig gut, es ist einfach aber dennoch sehr ansprechend. Es hat etwas verspieltes, modernes und trotzdem einen Hauch von Altem. Ich finde, dass es perfekt zum Inhalt passt!


Zum Schreibstil: Der Schriebstil war eigentlich ganz angenehm. Hier und da war es ziemlich langgezogen, oder es wurde einiges wiederholt. Trotzdem gefiel es mir sehr, aus verschiedenen Perspektiven zu lesen und in verschiedene Jahrhunderte einzutauchen. Das alles hat den Schreibstil ein wenig aufgewertet und frischen Wind hineingebracht.


Zu den Charakteren: Puhh, die Charaktere, da gab es ja einige. Man kann sich echt sehr in Menschen täuschen, direkt einmal vorweg gesagt!

Edwina fand ich ganz entzückend. Sie ist eine alte, einsame Frau, die sich mit ihren Kinder verkracht hat, und eins verloren hat bevor es überhaupt geboren werden konnte. Sie hat schon viel Übel in der Vergangenheit erlebt, wo mir, vorallem beim Thema Ollie und Charlie, das Herz geblutet hat. Trotzdem ist sie eine starke Frau, die mit beiden Beinen und vorallem selbstständig im Leben stand. Ich finde es gut, dass sie sich jetzt endlich aufgerafft hat und sich auch mit ihrer Tochter ausgesprochen hat, bzw. es noch machen wird. Schade finde ich, dass sie ihr Enkel und ihre Urenkel nicht kennenlernen wird, denn ich denke ja wohl, dass nach dem letzten Kapitel (Sophie) ja wohl klar ist, dass Ferns Tochter ,Sophie von Charlie und nicht von James ist. Ergibt nur Sinn bei den ganzen Zwillingen in der Threatway Familie.

Charlie fand ich am Anfang eigentlich ganz süß, allerdings wurde er mir am Ende immer unsympathischer und dieses ganze unhygienische und die Drogen, dass fand ich dann doch eher abstoßend. Auch konnte ich nicht verstehen, wie Fern ihm immer wieder nachgetrauert hat und wie sie ihn immer wieder in ihr Herz, bzw. in ihr Bett gelassen hat. Den schmutzigen, stinkenden, lügenden, süchtigen Jungen, in das frische Bett. Das war keine Liebe, das war quasi eine Sexsucht. Fand ich schon irgendwie abstoßend und nach einer bestimmten Zeit ging dieses immerwährende Geheule von Fern und das Ficken sehr auf die Nerven! Kann man auch nur die Augen verdrehen! Sorry

Am Ende hat es wieder den ältesten Sohn der Treadaways getroffen.


Zum Buch: Das Buch habe ich innerhalb einer Leserunde bei der Lesejury gelesen und es war interessant, einige Meinungen zu lesen, wo man sich teilweise echt fragte "Haben die jetzt auch wirklich das gleiche Buch gelesen wie ich?" Ich fand es nicht schlecht, aber auch nicht gut. Der Anfang dagegen war noch recht gut, die Hausbesichtigung durch Edwina und den Marktler war etwas langweilig, dafür haben die Geschichten aus der Vergangenheit das wieder alles ein wenig aufgeheitert.

Dann kam Ferns Teil. Erst dachte ich Fern, bedeutet sowas wie weit weg, aber nein, es war ein Name Das Leben von Fern hat mich eher weniger interessiert, da sie ja dann doch nicht so einen großen Part in der ganzen Geschichte eingenommen hat, sondern quasi nur Charlies Affäre und Elises Cousine war. Ich hätte mir gewünscht, dass sich die Geschichte vllt. mehr auf Edwina und ihre Familie fixiert. Ich hätte gern was aus Rowenas oder Chalies Perspektive gelesen. Auch waren bei mir am Ende leider noch ein paar Fragen offen, ich fande generell, dass das Ende viel zu schnell abgehandelt wurde und fast schon gezwungen oder unglaubhaft wirkte. Ich hätte mir wenigstens gewünscht, dass Lucas sich mit Edwina ausspricht, vielleicht sogar an Rowena schreibt und evtl. Charlies Grab besucht. So als Zeichen, dass es ihm Leidtut, da er ja eigentlich an allem Schuld ist, Gut, darüber lässt sich streiten, aber ich hasse ihn. Ich bin definitiv der Meinung, dass, hätte ihn damals nicht so eine komplett lächerliche Eifersucht geplagt und wäre er nicht so verdammt schüchern gewesen, hätte sich vielleicht einiges zum Besseren gewandt. Schade irgendwie um das Buch, ich hab echt viel darauf gesetzt. Vielleicht sollte man einfach vollkommen unbeeindruckt von Cover und Klappentext in so eine Geschichte gehen.


Fazit

Eine sehr gefühlvolle, emotionale Geschichte, mit Höhen und Tiefen, welche für meinen
Geschmack aber nicht genug ausgearbeitet war und daher sehr langatmig wurde.

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Manja1982 Manja1982

Veröffentlicht am 18.09.2017

nicht ganz so wie erwartet, schade

Kurzbeschreibung
Als Edwina beschließt, das Haus zu verkaufen, in dem sie mehr als fünfzig Jahre gelebt hat, werden Erinnerungen wach: an jene glücklichen Tage ihrer ersten großen Liebe und ihre Zeit als ... …mehr

Kurzbeschreibung
Als Edwina beschließt, das Haus zu verkaufen, in dem sie mehr als fünfzig Jahre gelebt hat, werden Erinnerungen wach: an jene glücklichen Tage ihrer ersten großen Liebe und ihre Zeit als junge Mutter. Wehmütig erinnert sie sich auch an ihren Stiefsohn, dessen Namen sie noch immer nicht auszusprechen wagt. Zu schmerzlich sind die Erinnerungen an jene Nacht, die das Schicksal ihrer Familie bis heute überschattet. Doch Edwina kennt nicht die ganze Wahrheit – und die wird sie nur erfahren, wenn sie bereit ist, dem Menschen gegenüberzutreten, den sie niemals wiedersehen wollte …
(Quelle: Bastei Entertainment)

Meine Meinung
Der Roman „Die Liebe, die uns bleibt“ stammt von der Autorin Jenny Eclair. Für mich war dies der erste Roman der Autorin und ich sehr gespannt darauf was mich wohl erwarten würde. Der Klappentext und auch das Cover versprachen mir viel und so begann ich neugierig mit dem Lesen.

Die Charaktere haben es mir hier nicht unbedingt einfach gemacht sie zu mögen. Sie sind zwar alle recht gut beschrieben, dennoch aber kam ich nicht unbedingt wirklich an jeden von ihnen ran.
Edwina gefiel mir gut. Sie ist eine liebenswerte alte Dame, die jedoch ihr Heim verlassen muss. Sie will es nicht, will nicht wirklich zugeben, dass sie den Alltag aufgrund ihres Alters nicht mehr ganz alleine bewältigen kann. Edwina ist eher zurückhaltend und immer wieder wird sie von Erinnerungen eingeholt. Diese lassen sie zum Teil sehr hilflos und schuldbewusst wirken.
Ihr Stiefsohn Luca hat es mir verdammt schwer gemacht. Er wirkte auf mich irgendwie doch kalt und ziemlich oberflächlich gezeichnet. Ich mochte ihn nicht sonderlich gerne.

Auch die anderen Charaktere sind doch sehr oberflächlich gehalten. Man erfährt als Leser nicht so viel über sie, kann sich so nur sehr schwer einen richtigen Eindruck über sie verschaffen.

Der Schreibstil der Autorin ist gut und angenehm zu lesen. Gerade zu Anfang war es mir doch etwas zu viel mit den ganzen Beschreibungen der Räume. Sonst aber bin ich gut durch die Geschichte gekommen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. So bekommt man als Leser verschiedene Einblicke und lernt auch die Vergangenheit besser kennen.
Die Handlung wirkte auf mich sehr realitätsnah und auch glaubhaft. Es ist eine Geschichte, die das Leben so schreiben kann. Allerdings mir fehlte hier doch die Spannung, der Wow-Effekt, der mich überrascht hätte. Manche Dinge sind zu lang beschrieben, während andere doch ein wenig zu kurz kommen. Ds fand ich doch sehr schade, die Autorin verschenkt hier sehr viel an Potenzial, hält alles doch sehr oberflächlich.

Das Ende ist versöhnlich gehalten. Es passt zur Gesamtgeschichte, schließt sie doch gut ab und macht alles rund.

Fazit
Zusammengefasst gesagt ist „Die Liebe, die uns bleibt“ von Jenny Eclair ein Roman, der leider nicht so ganz halten kann was er verspricht.
Charaktere, die es mir nicht unbedingt einfach gemacht haben, da sie doch irgendwie recht oberflächlich gehalten sind, ein leicht und gut zu lesender Stil der Autorin sowie eine Handlung, die eine Familiengeschichte beinhaltet, der es aber meiner Meinung nach an Spannung und Überraschungen gefehlt hat, haben mich leider nicht so unterhalten wie ich es erwartet hatte. Die Autorin verschenkt hier reichlich Potenzial.
Schade!

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Freakajules Freakajules

Veröffentlicht am 17.09.2017

Leider hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben

Vom Klappentext her ist "Die Liebe, die uns bleibt" definitiv ein Buch, das mir hätte gefallen können. Ich lese nicht sehr oft Familiengeschichten und es ist auch nicht wirklich ein Genre, das ich bevorzuge, ... …mehr

Vom Klappentext her ist "Die Liebe, die uns bleibt" definitiv ein Buch, das mir hätte gefallen können. Ich lese nicht sehr oft Familiengeschichten und es ist auch nicht wirklich ein Genre, das ich bevorzuge, allerdings hatte ich nach meiner Fantasy- und Jugendbuchphase jetzt auch mal wieder Lust auf was Alltägliches und Gegenwärtiges und war sehr froh, dass ich dank der Lesejury an der Leserunde zu diesem Buch teilnehmen durfte. Vom Klappentext her hatte ich mir eine schöne und spannende Geschichte versprochen, viele Geheimnisse und Intrigen, lang gehütete Lügen und Dramen, aber mir war die Ausführung des Plots letztlich ein wenig zu dürftig und ist daher hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

Die Handlung an sich war mir persönlich einfach viel viel zu langatmig. Die Geschichte beginnt nämlich mit Edwina, das "Oberhaupt" der Familie, die aus ihrer Villa ausziehen möchte und beim Aufräumen auf alte Gegenstände und Erinnerung stößt. Ich war zwar in den ersten Kapiteln schon ein wenig gelangweilt, weil Edwina durch das komplette Haus geht und dem Leser zu jedem Zimmer etwas zu erzählen hat, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, eine gewisse unterbewusste Spannung wahrzunehmen. Denn die Erinnerungen und Geheimnisse werden nicht direkt alle auf den Tisch gepackt und genau erläutert, sondern immer nur ganz leicht angedeutet, so dass mir schnell klar wurde, dass "Die Liebe, die uns bleibt" eigentlich eine sehr weitschweifende und umfassende Geschichte erzählen wird.

Das fand ich auch überhaupt nicht schlimm, denn alleine an Edwinas Erzählungen merkt man schon, dass vieles im Argen liegt, dass sie viel erlebt hat und viel Schmerz und Einsamkeit mit sich herumträgt. Diese Emotionen wurden gerade anfangs auch gut auf mich übertragen, aber je weiter sich die Geschichte entwickelt und je mehr Züge diese annimmt, desto ausschweifender kam mir das alles vor und desto weniger konnte ich mit den Protagonisten mitfühlen. Natürlich habe ich auch meine Lügen und Intrigen, Dramen und Tragödien, die ich erwartete hatte, bekommen, aber das ganze Drumherum hat mich leider enttäuscht. Ich habe ständig auf den Wow-Moment gewartet, auf irgendwas besonderes, hervorstechendes, aber irgendwie kam da einfach ... nichts. Dazu kommt noch, dass verschiedene Szenen inhaltlich so ausgeschlachtet werden, die ich überhaupt nicht interessant fand und die ich am liebsten geradewegs übersprungen hätte (beispielsweise der Stuhlgang von Ferns Mitbewohnern, wie viel und was Lukas an einem Tag alles in sich hineinschaufeln kann usw.).

Meine größten Schwierigkeiten hatte ich allerdings mit den Charakteren und den Erzählperspektiven. Eigentlich alle Figuren, ausschließlich Edwina, waren mir persönlich einfach viel zu blass dargestellt, viel zu eindimensional und zu wenig tiefgründig. Zwar wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die auch auf ihre eigene Art und Weise zur Geschichte beitragen und wichtig sind, aber keiner von ihnen hat mich wirklich berührt (außer Edwina selbst, die aber leider nach dem Perspektivenwechsel kein eigenes Kapitel mehr bekommt). Was ich wirklich sehr schade fand, denn die verschiedenen Figuren machen durchweg schreckliches durch, erfahren viel Drama in ihrem Leben, müssen mit den verschiedensten Problemen und Tragödien umgehen, was meiner Meinung nach trotz der Menge dessen nicht überladen wirkte. Es ist kein Roman, bei dem man sich fragt, was die Autorin denn ihren Charakteren noch alles aufladen will; es ist definitiv glaubwürdig erzählt und überzeugend aufgebaut, aber gerade bei so recht "trockenen" Büchern, die nicht durch große Spannungsmomente, ein großartiges Setting oder Rate-Lust glänzen können, ist die Nähe von den Figuren zum Leser besonders wichtig – und das konnte Jenny Eclair bei mir leider nicht erreichen. Ich will nicht sagen, dass sie mir egal waren, aber besonders mitleiden oder mitfühlen oder mich gar mit ihnen identifizieren konnte ich leider nicht.

Mein zweiter Kritikpunkt, wie oben schon genannt, ist die Auswahl der Erzählperspektiven. Ich verstehe Edwinas Perspektive, in irgendeiner Art auch Ferns Perspektive (die zeitweilige Freundin von Edwinas Sohn Charlie), auch von Lukas (Edwinas Stiefsohn), allerdings hätte ich mir verschiedene andere Sichten dann auch noch gewünscht. Charlie und Rowena, die Kinder von Edwina, kamen dabei meiner Meinung nach viel zu kurz, obwohl sie beide auch schlimmes erlebt haben und für vieles in der Familiendynamik auch verantwortlich sind oder verantwortlich gemacht werden. Der Aufbau des Plots durch die Autorin fand ich irgendwie nicht besonders logisch. Gerade bei dieser Menge an Seiten hätte dem Buch eine Straffung der einzelnen Perspektiven und das Hinzufügen anderer wichtiger Figuren sicher gutgetan.

Für mich persönlich rausgerissen hat es der Schreibstil der Autorin. Ich musste mich anfangs wirklich daran gewöhnen, denn er ist sehr hölzern und ein bisschen "unmodern", aber ihre leichte humorvolle Note hat mir doch sehr gut gefallen, ebenso wie ihre bildhafte Schilderungen. Ein bisschen mehr Gefühl hätte ich mir gewünscht, aber im Großen und Ganzen war ich doch zufrieden damit.

Ein weiterer positiver Punkt war für mich das Ende, was mir gut gefallen hat. Gerade dort merkt man, dass sich verschiedene Charaktere doch entwickelt haben und die Rekapitulation der Erinnerungen und der Geschichte, die jeder für sich selbst durchmachen und nochmal durchdenken musste, hat doch bei dem ein oder anderen zur Einsicht verholfen und mich überzeugen können.

Fazit
"Die Liebe, die uns bleibt" ist leider in fast alle Punkten hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Obwohl die Geschichte von der Idee her viel Potenzial hatte, wurde das meiner Meinung nach nicht wirklich umgesetzt, weder beim Aufbau, noch bei der Schilderung der Handlung, noch bei den Charakteren. Das einzige überzeugende für mich war die Auflösung am Ende und der Schreibstil. Dieses Buch war leider einfach nicht meins.

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