Ein halbes Jahr zum Glück
 - Julie Lawson Timmer - PB

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14,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Frauenromane
463 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-431-04087-6
Ersterscheinung: 27.04.2018

Ein halbes Jahr zum Glück

Roman
Übersetzt von Sonja Rebernik-Heidegger

(40)

Die frisch geschiedene Markie Bryant zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort. Hier will sie sich vor der Welt verkriechen, aber sie hat die Rechnung ohne ihre neue Nachbarin gemacht: Die resolute Mrs Saint erklärt es zu ihrer Mission, Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen.
Diese wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Mrs Saints Einmischungen. Doch schließlich muss sie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen. Und dann kommt der Tag, an dem Mrs Saint auf einmal Markies Hilfe braucht …

Rezensionen aus der Lesejury (40)

Lale Lale

Veröffentlicht am 10.06.2018

Eine resolute Nachbarin und ihre Mängelexemplare

Ein halbes Jahr zum Glück
von Julie Lawson Timmer



Informationen zum Buch:


Titel: Ein halbes Jahr zum Glück
Originaltitel: Mrs. Saint and the Defectives
Autor: Julie Lawson Timmer
Übersetzer: Sonja ... …mehr

Ein halbes Jahr zum Glück
von Julie Lawson Timmer



Informationen zum Buch:


Titel: Ein halbes Jahr zum Glück
Originaltitel: Mrs. Saint and the Defectives
Autor: Julie Lawson Timmer
Übersetzer: Sonja Rebernik-Heidegger
Verlag: Bastei Lübbe
Einband: Broschiert
Preis: 14,00 €
Taschenbuch: 464 Seiten
Erscheinungsdatum: 27. April 2018
ISBN-13: 978-3431040876


Inhalt:

Frisch geschieden zieht die Mutter Markie Bryant mit ihrem 14-jährigen Sohn Jesse in ein kleines Haus, wo sie sich vom Rest der Welt abkapseln will. Glücklicherweise arbeitet sie von zuhause aus. Auch Jesse ist lieber für sich bzw. mit seinen neuen Freunden unterwegs, als sich groß mit Markie zu beschäftigen.
Doch kaum kehrt die Ruhe ein, steht auch schon ständig die alte Nachbarin Mrs. Saint vor der Tür, um Markie vor die Tür zu holen oder ihr Ratschläge zu ihrem Sohn und Leben zu geben.
Markie geht die hartnäckige Nachbarin mehr als auf die Nerven, doch schon bald muss sie sich eingestehen, dass ihr Leben nicht in die gewünschte Richtung läuft...


Meine Meinung:

Eine Geschichte um eine Familienmutter, ihr chaotisches Leben und deren sonderbaren Nachbarin und ihren Mängelexemplaren.

Als Markie mit Jesse in das kleine Haus in einer ruhigen Umgebung, in einer etwas heruntergekommenen Gegend, einzieht, will sie nichts anderes, als sich vor der ganzen Welt zu verstecken und nie wieder herauszugehen.
Wenn sie schon raus muss, dann auch so, dass sie möglichst niemanden trifft. Doch Mrs. Saint, die etwas schrullige ältere Dame von nebenan, hat ihre eigenen Pläne mit Markie und ihrem Sohn. Immer wieder steht sie vor ihrer Haustür und versucht Markie aus dem Haus zu locken und ihr Ratschläge in Sachen Erziehung zu geben. Angeblich würde Jesse mit zwielichtigen Typen abhängen und vom rechten Weg abkommen. Doch davon will Markie natürlich nichts hören.
Wird sie jemals wieder aus ihrem Schneckenhaus hervorkommen?

Das Buch macht äußerlich einen sehr positiven und fröhlichen Eindruck und auch den Klappentext finde ich ansprechend. Alles in allem passt es gut zum Inhalt des Buches und bildet so eine gute Einheit.

Markie als Protagonistin ist mir während des Lesens sehr sympatisch gewesen und ich habe als Leser einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt erhalten, sodass ich mich gut in sie hineinversetzen konnte.
Ihre witzige und leicht ironisch-sarkastische Sprache macht das Lesen sehr unterhaltsam und lustig zu lesen.

Allerdings ist die oftmals unterhaltsame Sprache mit ernsten Themen verknüpft und zwar so, dass es weder zu trocken und ernst, noch zu übertrieben lustig dargestellt ist. Meiner Meinung nach eine gute Mischung aus der Tiefe von ernsten Seiten des Lebens und ihren schönen Seiten. Leben ist nie nur schwarz oder weiß, das beginnt Markie mithilfe ihrer resoluten Nachbarin zu lernen.

Bis auf einige, für mich,unglaubwürdige Situationen, inbesondere Handlungen mit Jesse - dessen wahre Person mir in der Geschichte etwas zu kurz kommt - ein rundum gelungener Roman.


Fazit:
Ein Buch über die Familie, den Alltag und das Leben - vereint Witz, Charme und den nötigen Ernst - perfekt, um über sein eigenes Leben nachzudenken.
Gut geeignet für junge Erwachsene und alle die, die sich dafür interessieren.


???? /?????
(4 von 5 Sternen)

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schnaeppchenjaegerin schnaeppchenjaegerin

Veröffentlicht am 21.05.2018

Neuanfang nach Scheidung und das Ankommen in einer Nachbarschaft ohne Chance auf sozialen Rückzug

Als Markie sich von ihrem unzuverlässigen Ehemann Kyle trennt, zieht sie mit ihrem 14-jährigen Sohn Jesse in ein Bungalow in eine nicht ganz so exklusive Gegend, als die, die sie bisher - auch durch die ... …mehr

Als Markie sich von ihrem unzuverlässigen Ehemann Kyle trennt, zieht sie mit ihrem 14-jährigen Sohn Jesse in ein Bungalow in eine nicht ganz so exklusive Gegend, als die, die sie bisher - auch durch die finanzielle Unterstützung ihrer gut situierten Eltern - gewohnt war. Schon beim Einzug werden die beiden von 85-jährigen Nachbarin Mrs Saint in Beschlag genommen, die sich in den Vordergrund drängt und großzügig die Hilfe ihrer Hausangestellten anbietet, sich damit jedoch auch hemmungslos in Markies Angelegenheiten einmischt.

Markie hatte eigentlich geplant, sich in dem Bungalow zurückzuziehen, einen Heimarbeitsplatz anzunehmen und möglichst wenig mit anderen Menschen zutun zu haben. Auch das Verhältnis zu ihrem Sohn ist sehr unterkühlt. Er gibt ihr die schuld an der Trennung von seinem Vater und zieht sich seinerseits in sein Zimmer im Keller zurück, wo er sogar seine Mahlzeiten einnimmt und die Zeit mit Videospielen verbringt. Erst als Jesse auf die schiefe Bahn zu geraten droht, nimmt Markie zunächst widerwillig Mrs Saints Hilfe an, ist jedoch weiterhin genervt von deren Bevormundung , ihren neugierigen Fragen und ihrem geheimniskrämerischen Verhalten.

Nach und nach nähern sich die ungleichen Nachbarn an und können auch die Geheimnisse um Mrs Saint und ihre Angestellten gelüftet werden, die Mrs Saint zu Markies Entsetzen als "Mängelexemplare" bezeichnet.

Ein halbes Jahr wollte sich Markie in den angemieteten Bungalow zurückziehen, ihre Wunden lecken und möglichst wenig soziale Kontakte pflegen. Sie hat allerdings nicht mit ihrer resoluten Nachbarin gerechnet, die sich penetrant in Markies Leben drängt und sich hemmungslos in ihren Alltag und die Erziehung ihres Sohnes einmischt.
Mrs Saint wird ihrem Namen gerecht und tritt als Wohltäterin in Erscheinung, die Menschen in ihrem Haushalt engagiert, die allein hilflos erscheinen, und die Aufgaben von Mrs Saint für alle ersichtlich nur unzufriedenstellend erledigen können.

Die Motive von Mrs Saint sind über weite Strecken des Romans völlig unklar, weshalb die ältere Dame regelrecht als Nervensäge erscheint. Man kann Markie durchaus verstehen, dass dies dein Impuls in ihr auslöst, sich noch weiter zurückzuziehen. Für ihren Umgang mit ihrem Sohn Jesse, dem sie alle Freiheiten lässt, sie aber kaum ein Wort miteinander wechseln, konnte ich allerdings kein Verständnis aufbringen.
Und auch Jesse verhielt sich nicht so, wie man es von einem Teenager erwarten könnte. Einerseits zieht er sich zurück und sitzt am liebsten mit Pizza allein vor dem Fernseher, andererseits ist er sehr offen gegenüber älteren Menschen, hört sich interessiert deren Geschichten über den Zweiten Weltkrieg an, nimmt seiner Mutter die unliebsamen Telefonate mit ihren Eltern ab, engagiert sich hochmotiviert in seinen Nebenjobs und kümmert sich dabei rührend um das neunjährige Mädchen Lola, die Tochter einer der Angestellten von Mrs Saint. Sein Verhalten und auch das von Mrs Saint fand ich zu überzogen dargestellt, der Roman liest sich damit etwas märchenhaft.

Anders als erwartet nutzt Markie den Umzug in ihr neues Heim nicht für einen Neuanfang als Single und dafür, ihr Verhältnis zu ihrem Sohn zu verbessern, sondern bemitleidet sich in erster Linie selbst für ihr Schicksal. Diesbezüglich findet während des gesamten Romans keine Entwicklung ihrer Person statt. Als Leser fragt man sich deshalb verstärkt, was es mit Mrs Saint und ihren "Mängelexemplaren" auf sich hat und wird dabei lange im Unklaren gelassen, bis sich am Schluss die Geheimnisse lüften.
Neuanfang, Nachbarschaftshilfe, Toleranz gegenüber benachteiligten Menschen - irgendwie wusste ich nie so genau, worin die Intension des Romans liegen sollte.

Der dramatische Schluss, in Zuge dessen die Vergangenheit von Mrs Saint erläutert wird und man eine Ahnung davon bekommt, warum sie sich einerseits so fürsorglich, andererseits aber auch so gebieterisch verhält, war für mich sehr überraschend, da er überhaupt keinen Bezug zum Rest des Romans hatte. Das letzte Viertel von "Ein halbes Jahr zum Glück" hätte eine ganz eigene Geschichte um Angeline Saint ergeben können. Ich fand Mrs Saints Hintergrund durchaus interessant, so ans Ende gesetzt war ihre Familiengeschichte jedoch deplatziert und für mich als Erklärung für den Umgang mit ihren "Mängelexemplaren" und für den Bruch mit ihrer Familie nicht ausreichend, um ihr überzogenes Verhalten zu rechtfertigen.
Das Ende wirkte so konstruiert, dass ich den Eindruck hatte, dass die Autorin selbst den roten Faden ihres Romans verloren hatte.

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JessSpa81 JessSpa81

Veröffentlicht am 20.05.2018

Zäher Schreibstil, ohne Emotionen

Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich das nicht zu Ende gelesen habe. Da ich überhaupt nicht reingekommen und meine Gedanken beim Lesen abgeschweift sind, habe ich es abgebrochen.

Ein echter Hingucker ... …mehr

Als erstes möchte ich erwähnen, dass ich das nicht zu Ende gelesen habe. Da ich überhaupt nicht reingekommen und meine Gedanken beim Lesen abgeschweift sind, habe ich es abgebrochen.

Ein echter Hingucker ist das totale Cover mit seinen frischen Farben, den Blumen und natürlich dem kleinen Hund. Die Leseprobe fand ich auch recht ansprechend und sie hat mich neugierig gemacht.

Leider fand ich den Schreibstil sehr zäh und die einzelnen Kapitel haben mich leider nicht gefangen. Außerdem ist es mir nicht gelungen zu den Charakteren eine Beziehung aufzubauen. Sie waren sehr blass und emotionslos.

Schade, ich fand den Klappentext sehr ansprechend.

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selene9991 selene9991

Veröffentlicht am 20.05.2018

Seichte Sommerlektüre

Klappentext:
Die frisch geschiedene Markie Bryant zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort. Hier will sie sich vor der Welt verkriechen, aber sie hat die Rechnung ohne ihre neue Nachbarin ... …mehr

Klappentext:
Die frisch geschiedene Markie Bryant zieht mit ihrem Sohn Jesse in einen heruntergekommenen Vorort. Hier will sie sich vor der Welt verkriechen, aber sie hat die Rechnung ohne ihre neue Nachbarin gemacht: Die resolute Mrs Saint erklärt es zu ihrer Mission, Markie aus ihrem Schneckenhaus zu holen.

Diese wehrt sich mit Händen und Füßen gegen Mrs Saints Einmischungen. Doch schließlich muss sie zugeben, dass die Maßnahmen ihrer Nachbarin tatsächlich helfen. Und dann kommt der Tag, an dem Mrs Saint auf einmal Markies Hilfe braucht.

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich etwas Schwierigkeiten habe dieses Buch zu bewerten. Der Schreibstil ist solide, aber die Charaktere haben es mir nicht leicht gemacht. Nur Mrs. Saint wirkte auf mich wirklich authentisch. Besonders Markie – die Protagonistin – fand ich eher unsympathisch und auch bei der Erziehung ihres Sohnes unverantwortlich.
Die Geschichte selbst plätscherte nur vor sich hin, aber ich muss auch sagen, dass man am Ende fürs Durchhalten belohnt wird, indem so einige Geheimnisse aufgedeckt werden.
Wer allerdings eine tiefsinnigere Lektüre erwartet wird enttäuscht. Ich würde es als seichte Sommerlektüre für die kurzweilige Unterhaltung bewerten.

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kristall kristall

Veröffentlicht am 19.05.2018

Unterhaltsam

Ich fand das Buch von Anfang an sehr unterhaltsam und kurzweilig. Im Mittelpunkt steht Markie, die sich von ihrem untreuen Mann trennt und mit ihrem Sohn Jesse in einen kleinen Ort zieht. Die Nachbarin ... …mehr

Ich fand das Buch von Anfang an sehr unterhaltsam und kurzweilig. Im Mittelpunkt steht Markie, die sich von ihrem untreuen Mann trennt und mit ihrem Sohn Jesse in einen kleinen Ort zieht. Die Nachbarin Mrs. Saint nimmt sich der Beiden an, was anfangs von ihnen als nervig und penetrant empfunden wird, sich aber nach und nach als Rettungsanker erweist. Die Figuren waren hier sehr unterschiedlich angelegt. Markie ist schon eine klasse für sich und badet etwas zu sehr in Selbstmitleid, was sie leider eher unsympathisch wirken lässt. Ihr Sohn kommt da schon besser an und macht auch eine positive Entwicklung durch. Mrs. Saint badet in Geheimnissen und bleibt eher undurchsichtig. Das Buch ist in jedem Fall sehr lesenswert, aber mit hat ein wenig ein schönes Ende gefehlt - vor allem für Markie.

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Autorin

Julie Lawson Timmer

Julie Lawson Timmer - Autor
© Myra Klarman

Julie Lawson Timmer wuchs im kanadischen Stratford, Ontario, auf und absolvierte ein Jurastudium an der Southern Methodist University. Sie arbeitet als Juristin und schreibt in ihrer Freizeit Romane. Mit ihrem Debüt FÜNF TAGE, DIE UNS BLEIBEN gelang ihr ein beachtlicher Erfolg. Sie lebt mit ihrem Ehemann, ihren vier Kindern und zwei geretteten Hunden in Ann Arbor, Michigan.

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