Fräulein Ella und die Liebe
 - Anna Moretti - Taschenbuch

ab
26.02.2021
erhältlich

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Frauenromane
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18356-2
Ersterscheinung: 26.02.2021

Fräulein Ella und die Liebe

Roman

(61)

Berlin, 1894: Als die junge Ella von Burow mit einem Aufklärungsbuch erwischt wird und in der Gegenwart des jungen und sehr sympathischen Arztes Max seltsam reagiert, diagnostiziert der Familienarzt frei nach Freud „sexuelle Triebhaftigkeit“. Es beginnt ein turbulenter Reigen um Ellas „Heilung“ und eine romantische Annäherung zwischen Ella und Max nimmt ihren Lauf …
Als Hardcover unter dem Titel Effi liest nominiert für den Delia-Literaturpreis.

Rezensionen aus der Lesejury (61)

Karin1910 Karin1910

Veröffentlicht am 10.06.2020

Harmlos-humorvoller Ausflug in die Medizingeschichte

Dieser Roman führt in die laut Vorwort prüdeste Phase der deutschen Geschichte und behandelt auch eine bedeutende, wenngleich nicht gerade ruhmreiche Episode der Medizingeschichte.
Alles beginnt damit, ... …mehr

Dieser Roman führt in die laut Vorwort prüdeste Phase der deutschen Geschichte und behandelt auch eine bedeutende, wenngleich nicht gerade ruhmreiche Episode der Medizingeschichte.
Alles beginnt damit, dass die 18jährige Elena (genannt Effi) von Burow in der Nähe ihres Pensionats ein Buch zum Thema „Physiologie des Genusses“ findet, das sofort ihr Interesse weckt. Ihr Versuch, seiner habhaft zu werden, misslingt und führt zu ihrem Schulverweis. Auf der Fahrt nach Hause lernt sie den jungen Arzt Max von Waldau kennen, der bald eine Stelle bei dem wegen seiner Ansichten zur Behandlung weiblicher Triebhaftigkeit berühmten Dr Fließ antreten wird.
In den nächsten Monaten kreisen Effis Gedanken einerseits um ihr Streben nach mehr Wissen, andererseits um ihre wechselhaften Gefühlen Max gegenüber. Und dann wird sie auch noch von einem seltsamen Schnupfen geplagt.

Erzählt wird dies abwechselnd von Effi in Ich-Form sowie durch Briefe, die Max an seinen Bruder Ben schreibt. Obwohl letzterer nie „persönlich“ auftritt, kann man ihn doch als einen der Helden dieses Romans bezeichnen.
Effi ist eine sympathische Hauptfigur, sie wirkt vielleicht etwas zu naiv und in ihren Gedanken und Handlungen widersprüchlich. Doch sie schildert ihre Erlebnisse jedenfalls flott und mit einigem Humor. Auch die übrigen Protagonisten sind lebendig und nachvollziehbar gezeichnet.

Der historische Hintergrund ist sicher interessant. Die damaligen Meinungen zur Hysterie (die natürlich nur Frauen betraf) sowie deren Zusammenhang mit der Nasenschleimhaut wirken aus heutiger Sicht reichlich bizarr. Ein Teil der Handlung basiert außerdem auf einem wahren und lange Zeit vertuschten Medizinskandal im Umfeld von Sigmund Freud.

Man hätte aus dem Thema aber mehr machen können.
Alles in allem wirkt der Inhalt zu weichgespült. Eigentlich muss Effi keine echten Widerstände überwinden – im Gegenteil: Sowohl ihr Vater als auch ihre Tante wirken weitaus aufgeschlossener und verständnisvoller als es zu dieser Zeit wohl üblich war. Ein paar Mal kommt zwar ein bisschen Spannung auf, auch das allerdings nur in sehr reduziertem Ausmaß. Das Meiste ist vorhersehbar.

Insgesamt also eine eher seichte, aber doch unterhaltsame Lektüre.

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Kats_Bookworld Kats_Bookworld

Veröffentlicht am 15.03.2020

Nicht ganz das, was ich erwartet habe

"Effi liest" spielt 1894 in Berlin. Die ersten zwei Kapitel waren wirklich vielversprechend. Effi wird vom Internat geworfen, als sie mit einem Buch aufgefunden wird, dessen Inhalt wohl sehr skandalös ... …mehr

"Effi liest" spielt 1894 in Berlin. Die ersten zwei Kapitel waren wirklich vielversprechend. Effi wird vom Internat geworfen, als sie mit einem Buch aufgefunden wird, dessen Inhalt wohl sehr skandalös ist. Was genau es mit dem Buch auf sich hat, wird im weiteren Verlauf nicht so thematisiert, wie ich es mir erhofft habe. Effi will sich das Buch zwar selbst kaufen, aber es wird ihr als junge Dame verweigert, was aus heutiger Vorstellung ein regelrechter Witz ist.

Ich habe den Roman sehr schnell durchgelesen, er ist von der Autorin in Hinblick auf die Gesellschaft in Verbindung mit wahren, historischen Ereignissen sehr gut recherchiert, aber das Ende war enttäuschend. Schon auf dem Nachhauseweg lernt Effi den jungen Arzt Max kennen, der sich im Laufe der Handlung doch sehr um Effis Seelenzustand kümmert wird, weil er sich von Freud und seinen Chef beeinflussen lässt, die an jungen Frauen unnötige Experimente durchführen, weil sie schlichtweg selbst von Unmoral getrieben werden.

Effie ist eine starke Protagonistin, aber ihre Entscheidung zum Schluss war mir zu wider.

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xThelittleRose xThelittleRose

Veröffentlicht am 18.02.2020

Historisch interessant, aber leider nicht spannend genug

Effi liest, spielt in Berlin 1894. Die Protagonistin Elena Sophie von Burow, auch Effi genannt, ist Schülerin eines angesehenen Pensionats für junge Damen. Ziel der Ausbildung besteht darin zu lernen, ... …mehr

Effi liest, spielt in Berlin 1894. Die Protagonistin Elena Sophie von Burow, auch Effi genannt, ist Schülerin eines angesehenen Pensionats für junge Damen. Ziel der Ausbildung besteht darin zu lernen, sich gesellschaftlich angemessen zu benehmen. Doch leider hält Effi wenig von diesen Regeln und Vorschriften. Wodurch sie in der Vergangenheit bereits mehrfach negativ auffiel. So ist es nicht gerade verwunderlich, dass sie, nachdem sie mit einer Lektüre, welche als unangemessen für junge Damen gilt, erwischt wird, sogleich von der Schule geworfen wird. Auf der Zugfahrt nach Hause, sitzt sie neben einem jungen Arzt namens Maximilian von Waldau. Die beiden führen ein interessantes und vor allem für Effi anregendes Gespräch. Schnell haben die beiden ihr gegenseitiges Interesse aneinander geweckt. Max steigt jedoch schon vor Berlin aus, wodurch ihre Unterhaltung frühzeitig beendet wird. In ihrem Elternhaus angekommen beschließt Effi, dass es an der Zeit ist ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Sie möchte nicht nur zukünftig studieren, sondern auch einen Weg finden, um an das Buch zu gelangen, welches ihr die ganzen Probleme überhaupt erst bereitet hat. Welche Rolle dabei Max spielt und, ob sich die beiden nicht doch ineinander getäuscht haben solltet ihr besser selbst herausfinden ;)

Charakter:

Effi ist sehr neugierig und denkt äußerst fortschrittlich. Sie will nicht einfach hinnehmen, was andere ihr als Richtig oder falsch diktieren. Außerdem möchte sie nicht den typischen Weg der Hausfrau und Mutter gehen, sondern lieber studieren, was für Frauen zu dieser Zeit nicht gerade üblich war. Damit hebt sie sich sehr von den meisten Frauen in der Geschichte ab. Doch neben ihr lernen wir auch noch die ein oder andere Frau kennen, die ebenfalls für ihre Unabhängig kämpft.

Die andere Hauptrolle spielt der junge Arzt Max, welcher per Briefverkehr mit seinem Bruder korrespondiert. Max scheint zunächst ein netter, gescheiter junger Mann zu sein, doch durch seine Brieffreundschaft zu Sigmund Freud wird er schnell zu einem Mann, welcher keine sehr hohe Meinung von Frauen zeigt. Es gab sehr viele Stellen, an denen ich mit den Augen rollen musste, aufgrund der damaligen Denkweise.

Schreibstil/Spannungsbogen:

Passend zu der Zeit, in der die Handlung spielt, ist auch der Schreibstil. Es ist ein bisschen altmodisch geschrieben, weshalb sich der Leser noch besser in die Geschichte hineinversetzen kann. Jedoch macht es das Lesen auch ein bisschen ‚anstrengender‘ als der typische neu-zeitige Roman. Die Spannung war für mich leider nicht all zu sehr gegeben. Es gab Momente, in denen ich gerne weiterlesen wollte, da mich interessiert hat, was als Nächstes passieren wird. Aber im Allgemeinen fiel es mir nicht sehr schwer, das Buch auch mal aus der Hand zu legen und eine Pause einzulegen.

Fazit:

Das Buch hat mich angesprochen, da ich den historischen Aspekt einen interessanten Ansatz fand. Ich finde, dies ist der Autorin auch wirklich gut gelungen. Durch das Buch bekommt der Leser einen guten Einblick in die damalige Zeit und in die typische, mittlerweile wenigstens teilweise, überholte Denkweise. Was mir persönlich allerdings ein wenig gefehlt hat, war mehr Liebesgeschichte zwischen Max und Effi. Die beiden sind zwar schnell ineinander verknallt … allerdings sorgt Max Verhalten den Hauptteil des Buchs dafür, dass Effi nicht mehr weiß, ob sie positiv über ihn denken soll oder nicht. Gegen Ende der Geschichte wird im doch noch der Kopf gewaschen und er bemüht sich Effis Meinung über sich zu ändern … jedoch erscheint es mir ein bisschen unrealistisch, dass sie dann so nachgiebig ist.

Wie bereits angesprochen, konnte mich das Buch auch leider nicht ganz abholen und fesseln. Ich fand es toll mal etwas „out of my box“ zu lesen, aber es war dann leider nicht so ganz mein Fall. Sollte man sich für diese Zeit interessieren und es einem genügen, dass subtil eine Liebesgeschichte mitspielt, dann könnte das genau das richtige Buch für einen sein.

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MarleyThompson MarleyThompson

Veröffentlicht am 07.11.2019

Ein Mädchen kämpft um ihre Rechte

Effi, eigentlich Elena, hat mich im Sturm erobert! Ich konnte dieses Buch einfach nicht weglegen! Das Buch spielt in einer Zeit, in der Frauen und Mädchen kaum Rechte hatten und sich den Männern unterordnen ... …mehr

Effi, eigentlich Elena, hat mich im Sturm erobert! Ich konnte dieses Buch einfach nicht weglegen! Das Buch spielt in einer Zeit, in der Frauen und Mädchen kaum Rechte hatten und sich den Männern unterordnen mussten. Effi findet ein skandalöses Buch und wird vom Internat verwiesen...
Mit gefiel, dass Effi sich nicht an die Regeln halten wollte. Sie hatte ihren eigenen Kopf, wollte ihr Leben leben... genau das macht das Buch so spannend. Die Autorin hat spritzig und mit Humor die Geschichte erzählt und ich konnte mich total in Effi hineinversetzen. Auch die Beziehung zwischen ihr und Max hat viel Spannung und immer wieder fragte ich mich, wie es mit den beiden wohl weitergehen wird.
Wortgewandt würde ich die Sprache nennen - nicht zu seicht aber auch nicht zu anspruchsvoll kann man in die Geschichte eintauchen und sorgt für unterhaltsamen Lesegenuss.

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Meine-Magische-Buchwelt Meine-Magische-Buchwelt

Veröffentlicht am 17.10.2019

Eine wahrlich romantische Komödie

Klappentext: Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat ... …mehr

Klappentext: Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?

Meine Meinung:

Der Schreibstil der Autorin ist leicht verständlich, locker-leicht und lässt sich angenehm und flüssig lesen. Erzählt wird die Geschichte dabei aus der Sicht der Hauptprotagonistin, so dass man sich problemlos in sie reinversetzen und sie umso besser kennenlernen kann.

Die Charaktere wurden wirklich schön und mit Liebe herausgearbeitet. Sie haben mir allesamt mit ihren Stärken und Schwächen, sowie Ecken und Kanten gefallen, denn das ließ sie nur umso natürlicher wirken.

Die Grundidee allein fand ich schon unheimlich interessant und diese wurde von der Autorin auch wunderbar umgesetzt. Ich fühlte mich bei der mutigen Hauptfigur an „Der Trotzkopf“ erinnert und von der Thematik her an die tollen Jane Austen Bücher, die ich sehr gerne lese. Die damalige Zeit mit ihren Sitten und Bräuchen wurde gekonnt umgesetzt und die Geschichte wunderbar locker und leicht erzählt, so dass ich mich wirklich gut unterhalten fühlte.

Die Handlung ist in unterschiedliche Jahreszeiten aufgeteilt, so dass man den Verlauf der Zeit im Blick hat. Zwischendurch gibt es auch immer wieder einen Brief, der von der männlichen Hauptfigur verfasst wurde und dem Leser Einblick in sein Leben gibt.

Das wunderschöne und mehr als gelungene Cover möchte ich an dieser Stelle auch noch kurz erwähnen, das mir sofort ins Auge gefallen ist und ganz wunderbar zum Inhalt des Buches passt.

Fazit:

Eine schöne Geschichte ganz wunderbar erzählt, die mich unterhalten und für sich einnehmen konnte. Im Stil von Jane Austen hat dieses Buch meinen Geschmack getroffen und bekommt von mir 4 bis 4,5 Sterne.

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Autorin

Anna Moretti

Anna Moretti - Autor
© Olivier Favre

Anna Moretti lebt in Süddeutschland, wo sie als Journalistin arbeitet. Schon in ihrer Diplomarbeit beschäftigte sie sich intensiv mit dem Leben von Frauen um die Jahrhundertwende. Wenn sie einen Wunsch frei hätte, würde sie gern eine Weile in dieser Zeit leben. Aber nicht als Frau, dafür ist ihr die damalige Kleidung viel zu unbequem. Lieber als Katze, die alles beobachten kann. 

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