Wo der Tag beginnt
 - Sarah Lark - Hardcover

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20,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Hardcover
Frauenromane
655 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2643-3
Ersterscheinung: 29.04.2019

Wo der Tag beginnt

Roman
Mit Illustrationen von Tina Dreher

(14)

Chatham-Inseln, 1835: Die junge Moriori Kimi erlebt die Invasion ihres Landes durch die Maori, sie wird verschleppt und versklavt. Schmerzlich begreift sie, dass die Gesetze ihrer Götter sie nicht schützen und der Mann, dessen Kind sie erwartet, sie nicht retten wird.
Die Deutsche Ruth geht zur gleichen Zeit für den Mann, den sie liebt, bis ans Ende der Welt – doch erwidert er ihre Liebe überhaupt?
Beide Frauen müssen ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und für ihr Glück kämpfen.
Ein großes Epos um die Geschichte eines vergessenen Volkes: der Moriori.

Rezensionen aus der Lesejury (14)

Tauriel Tauriel

Veröffentlicht am 29.05.2019

Das Schicksal der Moriori

Der Einstieg in diesen gut recherchierten historischen Roman ist mir durch den flüssigen und lebhaften Schreibstil sehr leicht gefallen.
Von dieser Autorin habe ich schon einige Neuseeland-Romane verschlungen ... …mehr

Der Einstieg in diesen gut recherchierten historischen Roman ist mir durch den flüssigen und lebhaften Schreibstil sehr leicht gefallen.
Von dieser Autorin habe ich schon einige Neuseeland-Romane verschlungen und ich wurde auch hier nicht enttäuscht.

Es gibt mehrere Erzählstränge,die sich in dieser Geschichte zum großen Ganzen vereinen.
Zum einen begleite ich die Protagonistin Kimi te Whangaroa auf den Chatham-Inseln über einen längeren Zeitraum.Sie gehört zum Volk der Moriori ,die friedfertig sind und im Einklang mit der Natur leben.
Die Idylle wird jäh gestört,als ich hautnah miterlebe,wie ihre Insel von den neuseeländischen Maoris überfallen und unterdrückt wird .
Dann existiert noch Ruth aus
Deutschland,die ihrem angebeteten Freund nach den Chatham-Inseln folgt um dort eine Missionsstation aufzubauen.
Bei diesen beiden sehr starken Frauen,deren Biografie unterschiedlicher nicht sein kann,entwickelt sich
eine tiefe Freundschaft mit holperigen Anfang.
Die Autorin beschönigt nichts und ich kann mir ein gutes Bild von der damaligen Zeit dort machen.
Sehr gerne habe ich diesen historischen Roman gelesen und kann ihn nur empfehlen.

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Feliz Feliz

Veröffentlicht am 25.05.2019

Nicht ganz so stark wie die anderen Bücher

Das Cover finde ich ganz okay, es passt zu den anderen Bücher von Sarah Lark ohne genauso auszusehen. Es ist aber nicht besonders auffällig und wenn es nicht von dieser Autorin stammen würde, hätte ich ... …mehr

Das Cover finde ich ganz okay, es passt zu den anderen Bücher von Sarah Lark ohne genauso auszusehen. Es ist aber nicht besonders auffällig und wenn es nicht von dieser Autorin stammen würde, hätte ich ihm im Laden vermutlich keinen zweiten Blick gegönnt.

Die Geschichte ist da schon besser: Die Archäologin Sophie reist auf die Chatham-Inseln, um die Schnitzereien in Kopibäumen zu untersuchen. Diese sind Zeugnisse der fast vergessenen Kultur der Moriori und als Sophie sie sich näher ansieht, entdeckt sie eine Verzierung, die fast 200 Jahre alt ist. Zu dieser Zeit erlebt die Moriori Kimi, wie ihr Zuhause von feindlichen Maori geplündert, ihre Familie getötet und sie selbst versklavt wird. Von nun an muss sie dem feindlichen Häuptling zu Diensten sein und verliert langsam aber sicher den Glauben an ihre Götter. Zur gleichen Zeit macht sich die Deutsche Ruth auf, in ihre neue Heimat: Auf den Chatham-Inseln hat sich ihr Liebster als Missionar niedergelassen und sie hat alles in ihrer Macht stehende getan, um ihm nachreisen zu können, stellt dort aber fest, dass die Mission ganz und gar nicht nach Plan läuft. Beide Frauen stellen fest, dass sie ihr Leben in die eigenen Hände nehmen müssen, wenn sie ihr Glück finden wollen…
Die Rahmengeschichte rund um Sophie hätte ich wirklich nicht gebraucht und sie hat mich zunächst auch mehr als nur ein bisschen verwirrt. Alle Bücher, die ich bis jetzt von Sarah Lark gelesen habe, spielen ebenfalls nur im 18. Oder 19. Jahrhundert, deswegen hätte ich hier auch keinen aktuellen Bezug gebraucht, vor allem weil Sophies Geschichte noch nicht einmal in ihrer Gänze erzählt wird. Meiner Meinung nach hätte man diese getrost streichen können, weil sie mir nichts gibt und es tatsächlich keinen Unterschied machen würde, ob sie da ist oder nicht. Die eigentliche Geschichte rund um Kimi und Ruth braucht ein bisschen bis sie mich vollkommen packt. Vielleicht einfach weil man erstmal in die Gegebenheiten der Insel und den Stamm einfinden muss, vielleicht auch weil man direkt in die Invasion der Maori und deren Gräueltaten hineingeworfen wird. Das war schon harter Tobak und es fiel einem schwer, die Kimi zu finden, die sie vor dem Angriff war. Bei Ruth hatte ich das Problem, dass ich ihre Obsession zu David nie verstehen konnte. Er ist von Anfang an, nur darauf fixiert, sich seinem Glauben hinzugeben und hat eigentlich keinen Blick für sie übrig, obwohl sie sich redlich bemüht. Da hat es mich schon etwas genervt, dass sie bis ans andere Ende der Welt für ihn geht. Der Schreibstil ist aber gewohnt flüssig und leicht, sodass man ab einem gewissen Punkt, wirklich in die Geschichte eintaucht und gar nicht mehr aufhören kann, das Buch zu lesen und vollkommen im Neuseeland der 19. Jahrhundert einzutauchen.

Alles in allem gefiel mir das Buch ab einem gewissen Punkt ziemlich gut, allerdings brauchte ich eine ganze Zeit, um so richtig in das Buch zu finden und mich davon fesseln zu lassen. Zudem fand ich die Rahmenhandlung super unnötig, sodass das Eintauchen in die eigentlich Geschichte noch erschwert wird.

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Rebecca1120 Rebecca1120

Veröffentlicht am 23.05.2019

Tradition, Wurzeln, starke Frauen – wunderbar

Bäckerstocher Ruth Hellwig kennt David Mühlen seid ihrer Kindheit. Doch nun ist sie verliebt, ihn zu heiraten ist ihr einziges Lebensziel. Aber David folgt nur seinem Glauben und eröffnet ihr, als sie ... …mehr

Bäckerstocher Ruth Hellwig kennt David Mühlen seid ihrer Kindheit. Doch nun ist sie verliebt, ihn zu heiraten ist ihr einziges Lebensziel. Aber David folgt nur seinem Glauben und eröffnet ihr, als sie mit einem Heiratsantrag rechnet, dass er als Missionar in Indien, Neuseeland oder Australien Menschen zum christlichen Glauben bekehren möchte. Um ihr Ziel schlussendlich trotzdem zu erreichen, macht sie in Berlin eine Schwesternausbildung, um ihm folgen zu können und in der Ferne eine Krankenstation auszubauen. Mit vielen Tricks und Manipulationen gelingt ihr Plan und sie macht sich per Schiff auf nach Neuseeland. Nichts läuft nach Plan und damit beginnt für die bisher vom Leben verwöhnte Ruth ein wahres Abenteuer in dem Land wo der Tag beginnt ….
Ja Ruth, anfangs noch recht naiv und selbstsüchtig, wird vor viele neue, schwierige Aufgaben und Entscheidungen in ihrer neuen Wahlheimat gestellt. Im Gegensatz zu David ist bei ihr der Glaube nicht so stark ausgeprägt und je weiter Davids geistliche Entrückung fortschreitet, um so realistischer wird Ruths Sichtweise, auch was ihr Bild von David betrifft. Kritisch bildet sie sich eine eigene Meinung wie z.B., dass Glaube noch nie einen Krieg verhindert hat. In der Krankenpflege findet sie aber ihre Mission dort in der Fremde. Sie wächst mit ihren Aufgaben, wird zu einer verantwortungsbewussten, mutigen und gerechten Frau. Mochte ich sie anfangs nicht so sehr, hat sich das aber im Laufe der Geschichte stark gewendet.
Aber es gibt noch eine starke, bewundernswerte, streckenweise auch bedauernswerte Frau: Kimi de Whangaroa vom Stamme der Moriori. Sie lebt auf den Chatman-Inseln und wird im Stamm zur Heilerin ausgebildet Ihr Volk ist sehr friedliebend, bescheiden und ihren Ahnen und ihrer Tradition stark verbunden. Das wird ihnen und auch Kimi zum Verhängnis. Denn als friedliebendes, Kampf und dem Blutvergießen ablehnendes Volk haben die Maori mit der Abschlachtung, Unterwerfung und der Versklavung des Moriori-Volkes ein leichtes Spiel.
Die Autorin hat hier wieder ein wunderbar unterhaltsames und damit äußerst lesenswertes Buch geschrieben. Wieder gelingt es ihr den Leser in die damalige Zeit eintauchen zu lassen. Dabei lernt man auch viel über die Traditionen der Ureinwohner, die mir schon recht fremd und nicht immer nachvollziehbar erschienen. Aber interessant ist das allemal. Die Figuren sind so glaubhaft und lebensecht geschildert, dass ich mich selbst am liebsten in Auseinandersetzungen und Ungerechtigkeiten eingemischt hätte. Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und vergebe 5 Lese-Sterne.

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leseratte1310 leseratte1310

Veröffentlicht am 20.05.2019

Eine wundervolle Geschichte

Die Chatham-Inseln sind die Heimat der Moriori, einem friedlichen Volk, das von den Maori fast vollständig ausgerottet wurde, weil diese das Land wollten.
Die junge Moriori Kimi muss dort miterleben, wie ... …mehr

Die Chatham-Inseln sind die Heimat der Moriori, einem friedlichen Volk, das von den Maori fast vollständig ausgerottet wurde, weil diese das Land wollten.
Die junge Moriori Kimi muss dort miterleben, wie ihr friedliches Volk von den Maori überfallen, getötet oder versklavt wird. Sie muss danach dem Maori-Häuptling dienen., denn ihre Sprachkenntnisse sind wertvoll.
Die junge Ruth Helwig hatte sich eine Ehe mit dem Schmied David Mühlen in Berlin sehr schön vorgestellt. Doch der sehr gläubige David hat ganz andere Vorstellungen. Er will ans andere Ende der Welt, um die Ureinwohner zu missionieren. Ruth folgt ihm in die Fremde.
Beide Frauen, die aus so unterschiedlichen Kulturen kommen, haben ihr Herz an den Missionar David verloren. Doch das Schicksal macht es ihnen nicht leicht, ihr Glück zu finden.
Ich habe zuvor noch kein Buch von Sarah Lark gelesen, aber dieses wird sicherlich nicht das letzte sein, denn die Geschichte hat mich von Anfang an gepackt. Ich hatte noch nie von den Moriori gehört und nun habe ich wieder ein neues Stück Geschichte kennengelernt.
Um die Geschichte von Kimi und Ruth ist ein weiterer Handlungsstrang gewoben, der in der Gegenwart spielt. Die Wissenschaftlerin Sophie erfährt zufällig von den Moriori und macht sich mit ihrem Freund Norman auf, um Forschungen zu betreiben.
Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet. Ich mochte sowohl Ruth als auch Kimi, die beide starke Persönlichkeiten sind und es nicht einfach haben. David war mir in seiner Frömmigkeit und seinem Eifer suspekt, denn ich mag es nicht, wenn jemand unter dem Deckmantel des Glaubens anderen etwas aufzwingen will. Es zeigt sich, dass mein erster Eindruck nicht falsch war, denn sein Verhalten ist rücksichtslos. Er kann auch nicht wirklich Gefühle schenken oder annehmen.
Die historischen Begebenheiten sind sehr gut recherchiert.
Mir hat dieses atmosphärische Neuseeland-Epos sehr gut gefallen.

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kati-katharinenhof kati-katharinenhof

Veröffentlicht am 20.05.2019

Endlich wieder die Sarah Lark, die wir alle kennen und lieben

Sophies Wurzeln sind tiefer vergraben, als sie angenommen hat. Zufällig erfährt sie nämlich, dass ihre Vorfahren einem längst vergessenem Stamm der Moriori angehören. Ihre Neugier ist geweckt und sie ... …mehr

Sophies Wurzeln sind tiefer vergraben, als sie angenommen hat. Zufällig erfährt sie nämlich, dass ihre Vorfahren einem längst vergessenem Stamm der Moriori angehören. Ihre Neugier ist geweckt und sie begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit in der sie schicksalshafte Begegnungen, dramatische Ereignisse und viel mehr entdeckt und so findet sie endlich ihre wahre Identität...

Nach unzähligen Büchern von Sarah Lark, die eher mittelprächtig gewesen sind, habe ich mit viel Skepsis dieses Buch zu lesen begonnen....und keine einzige Seite bereut. Endlich halte ich wieder ein Buch von der Autorin in den Händen, das so ist, wie ich ihre Geschichten kenne und liebe.
Auch wenn die Erzählung um Sophie eher als eine Art Mitläufer anzusehen ist, muss diese kurz erzählt werden, damit man vollkommen in das Geschehen von damals eintauchen und verstehen kann.
Sarah Lark entführt mit bildgewaltigen Szenen, fesselnden Schilderungen und tollen Wortschöpfungen nach Neuseeland und reißt mich regelrecht aus dem Hier und Hetzt fort, katapultiert mich auf die Chatham-Inseln im Jahr 1835 und lässt mit an einer Geschichte teilhaben, die einzigartig und fantastisch ist.
Die Moriori sind ein friedliebendes Völkchen, deren Bräuche und Sitten nicht töten oder ausmerzen zum Inhalt haben, sondern sie Leben im Einklang mit der Natur und ihrer Götter und sind mit sich und ihrer eigenen Welt im Reinen.
Erst durch das Eindringen der Maori wird ihr Leben total auf den Kopf gestellt, die Frauen versklavt und das Leben des Stammes bekommt eine schreckliche Wendung.
Sarah Lark erzählt mit eindringlichen Worten vom Schicksal des Naturvölkchens, lässt faszinierende Charaktere in ihrem Buch die Geschichte darstellen und legt die Zerrissenheit und Probleme für den Leser offen.
Das Buch glänzt durch seine hervorragende Recherche über die Moriori, die jedem Leser unbekannt sein dürften, brilliert mit detaillierten Informationen zu den Missionsbestrebungen durch die Gossner und zeigt Probleme zwischen Ureinwohner und Weißen auf.
Ein Buch, das endlich wieder von Anfang bis Schluss begeistert und mich wirklich gut unterhalten hat.
Eine Geschichtsstunde der besonderen Art - fesselnd, packend und berührend erzählt. So liebe ich Sarah Larks Bücher !

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Autorin

Sarah Lark

Sarah Lark - Autor
© FinePic

Sarah Lark, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, die auch ein großes internationales Lesepublikum erreicht. Nach ihren fulminanten Auswanderersagas überzeugt sie inzwischen auch mit mitreißenden Romanen über Liebe, Lebensträume und Familiengeheimnisse im Neuseeland der Gegenwart. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt.

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