Als wir im Regen tanzten
 - Michaela Saalfeld - Taschenbuch

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12,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Historische Romane
463 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17843-8
Ersterscheinung: 31.07.2019

Als wir im Regen tanzten

Roman

(32)

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden – oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät?
Liebe und Hoffnung, Mut und Verzweiflung – der große Berlin-Roman zur Weimarer Republik

Rezensionen aus der Lesejury (32)

schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 20.10.2019

Als wir im Regen tanzten

Als wir im Regen tanzten. Dies ist der Fortsetzungsroman über Recha und Willi. Man schreibt inzwischen das Jahr 1928. Willi hat sich als Regisseur einen Namen gemacht und seine Frau Recha ist im Stummfilm ... …mehr

Als wir im Regen tanzten. Dies ist der Fortsetzungsroman über Recha und Willi. Man schreibt inzwischen das Jahr 1928. Willi hat sich als Regisseur einen Namen gemacht und seine Frau Recha ist im Stummfilm der große Star. Sie genießen ihr Leben, haben eine große Villa, feiern Feste, Reisen, nur ein Kind hat Recha bis heute nicht bekommen. Felices und Quintus haben neben den beiden eigenen Kindern noch die zwei Mädchen von Felices Schwester und die Tochter von Quintus Schwester bei sich aufgenommen. Eine große Familie. Doch plötzlich haben Willis Filme keinen Erfolg mehr, die junge Grietje drängt sich zwischen die Eheleute, Recha will sich vom Film zurückziehen, auch politisch geht es wieder drunter und drüber. Da entschließt sich Willi, nochmals einen Film über Stadt Wipers zu drehen, inzwischen bekommen auch die Juden zu spüren, dass sie nicht mehr erwünscht sind. Die Autorin beschreibt hier die seelischen Nöte und Zusammenbrüch der Protagonisten, das Leben in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen. Wir bekommen Einblick in die Babelsberger Filmstätten, das Leben der Schauspieler und das gegenseitige Ausspionieren gegen die Juden. Man spürt schon den Zeitgeist der eine Veränderung mit sich bringt, Hitler kommt schon ins Spiel. Auch diesmal hat die Autorin die Familiengeschichte weitererzählt, ein Epos, in das man sich hineindenken und hineinfühlen kann. Es zeigt, wie schnell der Ruhm vergehen kann. Wir bekommen Einblick in das Leben Berlins zur Weimarer Republik, Ich war auch von diesem Buch wieder total fasziniert. Es zeigt uns, wie die Welt vor fast 100 Jahren war.

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Britta_liest Britta_liest

Veröffentlicht am 25.08.2019

Blick in die Vergangenheit, teilweise langatmig

Ein Blick in die Vergangenheit der Filmwelt, eingebettet in persönliche und familiäre Verwicklungen.

Mich hat das Schicksal von Recha bewegt, ihr Leben im Filmbusiness und dann aber auch der negative ... …mehr

Ein Blick in die Vergangenheit der Filmwelt, eingebettet in persönliche und familiäre Verwicklungen.

Mich hat das Schicksal von Recha bewegt, ihr Leben im Filmbusiness und dann aber auch der negative Verlauf ihrer Karriere.

Im Roman werden mehrere Handlungsstränge miteinander und ineinander verwoben, das ist mir fast ein bisschen zu viel. Vermeintliche Nebenhandlungen wie die von Felice werden meiner Meinung nach zu stark priorisiert, der Blick auf Recha wird dadurch vernachlässigt

Insgesamt finde ich das Buch spannend und gut zu lesen, es ist aber trotz der schlimmen Zeiten harmlos.

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Wurm200 Wurm200

Veröffentlicht am 25.08.2019

Als wir im Regen tanzten (Befriedigend)

Recha ist eine jüdische Schauspielerin und mit dem Regisseur Willi zusammen. Es ist die Zeit nach dem 1. Weltkrieg und die Nazis scheinen immer mehr auf die politische Bühne zu rücken. Für Recha ist dies ... …mehr

Recha ist eine jüdische Schauspielerin und mit dem Regisseur Willi zusammen. Es ist die Zeit nach dem 1. Weltkrieg und die Nazis scheinen immer mehr auf die politische Bühne zu rücken. Für Recha ist dies sogar ein Grund, wieso sie nicht an der Seite einiger Schauspieler spielen möchte, da sie diese für Nazis hält. Neben den politischen Gewitterwolken brauen sich auch welche über dem Paar zusammen. Zu all dem kommt dann auch noch hinzu, dass der einstige Erfolg der beiden, langsam zu verblassen beginnt und sich ein neuer nicht wirklich zeigen möchte.

Die Story von “Als wir im Regen tanzten” wird in insgesamt 4 Teilen erzählt, die nochmals in insgesamt 28 Kapitel unterteilt sind. Zu Beginn eines neuen Teils gibt es immer ein Zitat von Kurt Tucholsky. Dieses Zitat ist dabei immer passend zu dem, was in dem jeweiligen Abschnitt passiert.
Das Buch spielt zeitlich zwischen den beiden Weltkriegen. Diese Situation wird von Autorin Michaela Saalfeld auch aufgegriffen und gut wiedergegeben. Auf der einen Seite spürt man die Folgen, die der 1. Weltkrieg verursacht hat, auf der anderen Seite, lauert aber auch schon das Schicksal, welches zum 2. Weltkrieg führen wird. Hier wird deutlich, dass die Autorin gleichzeitig auch Historikerin ist, was sich in den Erzählungen der politischen Situation sicherlich von Vorteil ist. Neben den Erwähnungen der politischen Situation innerhalb des Geschehen, wird diese auch an dem Verhalten der Charaktere sichtbar. Hier ist allen voran die Protagonistin Recha zu nennen. Angst und Abscheu zeigt sie offen und spricht sie an, was nicht sonderlich verwundert, schließlich ist Recha Jüdin.
Die zeitliche Abfolge der Story hingegen, ist nur schwer zu erkennen. Zwar gibt es immer mal wieder Angaben des Monats oder aber der Jahreszeit, allerdings war es trotzdem schwer für mich, der Geschichte zeitlich zu folgen. Dies könnte allerdings auch daran gelegen haben, dass “Als wir im Regen tanzten” über weite Teile, wirklich zäh zu lesen war und ich mich sehr tat, das Buch nicht einfach aus der Hand zu legen. Auch die Tatsache, dass die Autorin in ihrem Buch zwei Handlungsstränge erzählt, wirkt sich nicht wirklich positiv auf das Buch aus. Man fragt sich immer wieder, was die beiden Stränge gemein haben und wie sie wohl zueinanderfinden werden. Hier hätte ich mir gewünscht, den Fokus mehr auf Recha und Willi zu legen, auch wenn das Buch dadurch sicherlich kürzer ausgefallen wäre.
Zum Ende hin, findet die Story noch ein versöhnliches Ende. War die Story anfangs schon toll und glücklich, gab es ja im Verlauf der Story eine deutliche Wandlung bei allen Charakteren. Zum Ende allerdings, findet die Story wieder zu ihrem Ursprung zurück, was mich persönlich auch versöhnlich gestimmt hat.
Das Nachwort blieb mir positiv in Erinnerung (als eine von wenigen Stellen des Buches) und bildet einen tollen Abschluss für das Buch. Ebenfalls positiv zu nennen, ist das vorhandene Glossar am Ende des Buches. Zwar gab es für mich kaum unverständliche Worte, allerdings kann es bei einem Buch, aus einer anderen Epoche durchaus vorkommen, dass man nicht jedes Wort versteht.

Cover: Das Cover von “Als wir im Regen tanzten” zeigt im Hintergrund, dass Konzerthaus von Berlin (damals noch Schauspielhaus). Im Vordergrund steht eine Frau, die sich zum Konzerthaus umdreht. Hierbei kann es sich um die Protagonistin des Buches handeln. Die ganze Szene, passt gut zum Buch und spiegelt die Epoche, in der die Story spielt, wieder.
Der Titel des Buches, steht direkt unter dem Namen der Autorin. Hier fällt mir auf, dass der Name größer gedruckt ist, als der Titel selbst. Mir persönlich gefällt diese Gestaltung nicht so sonderlich, da ich es mag, wenn der Titel eines Buches ins Auge sticht.
Insgesamt ist das Cover von “Als wir im Regen tanzten” passend und stimmig zum Buch gewählt. Titel und Autor hätten anders arrangiert werden können, fällt aber kaum ins Gewicht.

Fazit: Der Klappentext von “Als wir im Regen tanzten” hatte mein Interesse geweckt. Allerdings konnte dieses Interesse beim Lesen des Buches nicht aufrecht gehalten werden. An einigen Stellen kann das Buch zwar punkten und es macht sogar Spaß zu lesen, allerdings vergeht das oftmals wieder genau so schnell, wie es gekommen ist. Mir war es über weite Strecken einfach zu zäh und auch der zweite Handlungsstrang hätte nicht sein müssen. Mich konnte das Buch am Ende nicht 100 % überzeugen, weshalb “Als wir im Regen tanzten” von mir solide 3/5 Sterne bekommt.

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Carma1607 Carma1607

Veröffentlicht am 25.08.2019

Ganz nett, aber nicht der große Wurf …

Berlin 1928/29: Der Regisseur Willi zur Nieden steht kurz davor, seinen großen Traum zu verwirklichen. Mit seiner jüdischen Frau Recha in der Hauptrolle will er den großen Film zur deutschen Besatzung ... …mehr

Berlin 1928/29: Der Regisseur Willi zur Nieden steht kurz davor, seinen großen Traum zu verwirklichen. Mit seiner jüdischen Frau Recha in der Hauptrolle will er den großen Film zur deutschen Besatzung des belgischen Flandern im ersten Weltkrieg auf die Leinwand bringen. Während sich der Niedergang der Stummfilm-Ära abzeichnet und die Wirtschaftskrise das Land fest im Griff hat, wird dies keine leichte Aufgabe sein. Dabei entgleitet ihm immer mehr das wahre Leben. Auch seine Schwestern Felice und Ille müssen um das Glück ihrer Familie kämpfen, allerdings kämpfen sie erbittert gegeneinander ohne Rücksicht auf Verluste.

Der historische Roman „Als wir im Regen tanzten“ von Michaela Saalfeld ist der Nachfolgeband zu „Was wir zu hoffen wagten“. Ohne den ersten Band gelesen zu haben, wirken die Rückblicke auf die Vorgeschichte der drei Geschwister ab und an sehr verwirrend. Es wird immer mal wieder in vergangene Nebenhandlungsstränge abgewichen, deren Kenntnis für die aktuelle Handlung in ihrer ganzen Tiefe nicht zwingend von Bedeutung sind. Deshalb würde ich dieses Buch nicht empfehlen, ohne die Vorgeschichte gelesen zu haben.

„Als wir im Regen tanzten“ habe ich sehr schnell durchgelesen, denn es las sich sehr flüssig. Leider hatte ich mir von der Geschichte deutlich mehr erhofft. Beworben als der „große Berlin-Roman zur Weimarer Republik“ war die Inhaltsbeschreibung schon sehr vielversprechend: Ein berühmter Filmstar in den „roaring twenties“ in Berlin mit jüdischem Hintergrund – das lässt viele Assoziationen zu, wovon die Geschichte handeln könnte. Zumal diese Periode durch „Babylon Berlin“ momentan ja wieder sehr „in“ ist. Genau das ist für mich aber die Schwäche des Buchs. Leider wird der historische Kontext nur selten ausführlicher beschrieben. Sehr interessante Hintergrundaspekte zur Zeit der Weimarer Republik werden nur mal eben erwähnt, mein Interesse ist erwacht, aber dann geht es schon wieder mit der relativ banalen Familiengeschichte weiter.

Erst nach der Hälfte des Buchs gibt es endlich einige Spannungs-Höhepunkte und unerwartete Wendungen, die die Handlung vorantreiben. Dennoch laufen die Haupthandlungsstränge um Felice, Willi und Recha nur relativ lose nebeneinander her.

Letztlich war ich doch etwas enttäuscht von diesem Buch, denn ich hatte deutlich mehr erwartet. Vieles schien mir zu konstruiert. Das Verhalten der Protagonisten konnte ich oft nicht gut nachvollziehen und speziell das Ende fand ich ziemlich unbefriedigend. Der gesamte Roman wirkt eher wie ein Intermezzo bis zum großen Finale im dritten Buch. Kann man lesen, muss man aber nicht.

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connychaos connychaos

Veröffentlicht am 24.08.2019

Enttäuschung

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der ... …mehr

1928. Berlin pulsiert, gilt als Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten. Die Schauspielerin Recha und der Regisseur Willi zur Nieden sind das Traumpaar der Metropole und ihrer blühenden Filmwelt. Hinter der Fassade bröckelt es jedoch. Die Nationalsozialisten gewinnen immer mehr an Zustimmung, auch durch die Filme der vom Großindustriellen Hugenberg übernommenen UFA. Als Jüdin ist Recha unmittelbar betroffen. Willi jedoch verschließt die Augen, und das einstige Traumpaar entfremdet sich. Werden die beiden trotz allem neu zueinander finden - oder verlieren sie einander, während die Welt um sie herum ins Wanken gerät?

„Als wir im Regen tanzten“ ist die Fortsetzung von „Was wir zu hoffen wagten“ und somit der zweite Band über die Geschwister zur Nieden.

Der Schreibstil ist sehr bildhaft und ausschweifend, mich hat das leider im Lesefluss gestört, einiges war mir dadurch zu langatmig.

Band 1 der Familiensaga habe ich nicht gelesen, durch die vielen Rückblicke bin ich aber gut in die Story gekommen und konnte mich gut orientieren.

Die Figuren werden sehr vielschichtig beschrieben, haben ihre Stärken und Schwächen und wirken so recht authentisch.
Auch einige Nebenfiguren sind sehr interessant beschrieben.

Das Thema fand ich an sich sehr interessant, doch leider konnte mich „Als wir im Regen tanzten“ nicht ganz überzeugen, ich hätte mir in diesem doch recht umfangreichen Buch etwas mehr Handlung gewünscht, doch leider verliert sich die Autorin in ausschweifenden Beschreibungen und Wiederholungen.

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Autorin

Michaela Saalfeld

Als Autorin und Historikerin hat sich Michaela Saalfeld ganz der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verschrieben. Mit ihrem Roman über die Anfänge der ersten deutschen Demokratie hat sie sich einen lebenslangen Wunsch erfüllt. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.

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