Das blaue Medaillon
 - Martha Sophie Marcus - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Historische Romane
399 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17564-2
Ersterscheinung: 25.08.2017

Das blaue Medaillon

Historischer Roman

(38)

An einem einzigen Tag gerät Alessas Leben völlig aus den Fugen. Ihre Tante stirbt, kurz nachdem sie ihr ein geheimnisvolles Medaillon gegeben hat. Am selben Abend wird ihr Großvater ermordet, der sie nach dem Tod ihrer Eltern großgezogen und zur Diebin ausgebildet hat. Alessa selbst entgeht nur knapp einem Anschlag und flieht mit Mühe und Not aus Venedig. Ihr Ziel: Celle, wo ihr einziger verbliebener Verwandter lebt. Doch auch hier, am Hof des Herzogs von Braunschweig-Lüneburg, ist sie nicht sicher. Der Mörder ihres Großvaters ist ihr dicht auf den Fersen, und er ist nicht der Einzige, der es auf das Medaillon abgesehen hat ...
Farbenfroh und sinnlich – lassen Sie sich von Martha Sophie Marcus in die höfische Welt des 17. Jahrhunderts entführen!

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Rezensionen aus der Lesejury (38)

Book-SunShine Book-SunShine

Veröffentlicht am 15.10.2017

Hat mich in eine andere Zeit entführt

Cover: Das Buch fängt den Leser sofort mit seinem wunderschönen Cover. Darauf sieht man eine junge Frau in einem edlem Kleid, das ausgezeichnet zu dem historischen Roman passt. Die Frau in dem pastellgrünem ... …mehr

Cover: Das Buch fängt den Leser sofort mit seinem wunderschönen Cover. Darauf sieht man eine junge Frau in einem edlem Kleid, das ausgezeichnet zu dem historischen Roman passt. Die Frau in dem pastellgrünem Kleid hebt sich gut von dem Hintergrund in Sepiafarben ab. Besonders gut gefällt mir auch die Position, Schriftart und der Farbverlauf der Überschrift und des Autorennamen. Vielleicht wäre es noch schön gewesen, hätte die junge Dame ein Medaillon z.B. in den Hand gehalten. Aber ansonsten passt das Cover perfekt zu dem Roman.

Inhalt: 1967: Die junge Alessandra lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater Pietro Ferretti. Dieser zieht sie nicht nur groß, sondert macht aus ihr auch eine Meisterdiebin die überall unbemerkt rein- und wieder rauskommt. Als ihre Tante Zenobia stirbt, erhält Alessa von ihr ein blaues Medaillon vererbt, das einst ihrer Mutter gehörte und den Schlüssel für geheime Dokumente birgt.
Kurz nach dem das Medaillon in Alessas Besitz gelangt, sind diesem schon Feinde hinterher. Als ihr Großvater ermordet wird, muss Alessa aus Venedig fliehen. Mit einer Schauspielergruppe reist sie nach Celle zu ihrem einzigen lebenden Verwanden, Lucas. Am Hof des Herzogs lernt sie den Hauptmann Arthur Kühne kennen. Ihre Wege kreuzen sich ständig und so sind tiefere Gefühle unausweichlich. Nachdem das Medaillon Alessa entwendet wird beginnt für sie ein Katz und Maus spiel. Und plötzlich taucht auch noch der berüchtigte Mörder Mezzanotte am Hofe von Herzog Georg Willhelm auf und möchte das Medaillon mit allen Mitteln an sich reißen.

Meine Meinung: Obwohl ich eigentlich kein großer Fan von der Er-Erzähler-Weise bin, hat es in diesem Roman für mich gut gepasst. So konnte die Autorin uns mit ihrem detailreichen Schreibstil mehr von der Umgebung zeigen. Der Roman ist in einer gehobenen, aber gut verständlichen Sprache geschrieben, der zu der historischen Kulisse passt.
Wir lernen hier sehr viele verschiedene Charaktere kennen. Deshalb kommt man vor allem am Anfang etwas durcheinander.
Besonders gut hat mir Alessa gefallen. Sie ist wirklich mutig, klug, ein wenig hinterlistig und doch eine liebe Person mit viel Humor. Eine wirklich tolle Protagonistin.
Arthur Kühne war ein netter Charakter. Leider ist er mir etwas zu blass geblieben. Ich hätte mir gewünscht mehr von ihm und seiner Persönlichkeit zu erfahren. Er hat sehr schnell Gefühle für Alessa entwickelt und war stellenweise hin und her gerissen zwischen ihr und der Loyalität zu seinem Herzog. Richtig süß fand ich dagegen Flori, der trotz seines jungen Alters so tapfer war.
Was mich sehr gewundert hat, ist dass ich Mezzanotte trotz seiner Brutalität sehr interessant fand. Er hat mit großer Hingabe sein Ziel verfolgt und hatte einige überraschende Tricks auf Lager.

Richtig Spannend und interessant wurde das Buch mit der Ankunft und dem Verschwinden des Medaillons in Celle.
Dies hat auch fast bis zum Schluss abgehalten und durch die unerwarteten Wendungen wurde es nicht langweilig.
Leider hatte ich beim letzten Teil des Buches das Gefühl, dass es schnell zum Ende kommen sollte. Zum Beispiel ist Alessa wieder schnell nach Venedig und an die geheimen Dokumente gekommen. Das hätte ich mir ein wenig ausführlicher gewünscht. Der Roman ist in sich zwar abgeschlossen, aber einige Fragen um die Dokumente, wie es mit Alessa weitergeht und auch um Mezzanotte sind noch offen. Eine Fortsetzung wäre deshalb möglich.

Der historische Aspekt hat mir sehr gut gefallen. Man hat gemerkt, dass die Autorin gut recherchiert und sie selbst diese Zeit und Ort sehr gerne hat.
Richtig klasse fand ich das Glossar und das Namensverzeichnis am Ende des Buches. Das hat mit im Nachhinein gut geholfen die Namen im Kopf zu sortieren.

Fazit: Der historische Roman "Das blaue Medaillon" von Martha Sophie Marcus hat mich gut unterhalten und mich beim lesen in eine andere Zeit entführt. Es enthält alles was ein historischer Roman braucht. Eine starke Protagonistin, eine wunderschöne Kulisse, eine Liebesgeschichte und ein Geheimnis.
Es war mein erstes Buch der Autorin und der detailreiche, liebevolle Schreibstil hat mich auf jeden Fall überzeugt.

Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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DieBuecherfresserin DieBuecherfresserin

Veröffentlicht am 15.10.2017

Kopfkino pur

Das vorliegede Buch ist die Geschichte einer jungen Frau, die in Venedig aufwächst. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Großvater und bei ihrer Tante. Vom Großvater lernt sie das Einbrecherhandwerk ... …mehr

Das vorliegede Buch ist die Geschichte einer jungen Frau, die in Venedig aufwächst. Nach dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Großvater und bei ihrer Tante. Vom Großvater lernt sie das Einbrecherhandwerk von der Pieke auf. Die Tante lehrt sie die Liebe zum Theater. Eines allerdings mussten die beiden Alessandras (so heißt die junge Dame) Eltern versprechen: Alessandra darf nicht Schauspielerin werden.

Eines Tages werden Alessa und ihr Großvater an das Sterbe bett der Tante gerufen. Diese übergibt Alessa das blaue Medaillon, welches sie zeitlebens immer getrage und selbst beim Sex nicht abgelegt hat. Dieses Medaillon sei der Schlüssel zu einem Bankschließfach, dass den Nachlass von Alessas Eltern beinhaltet: kompromittierende Dokumente.

Kurz nach dem Tod der Tantewird Alessas Großvater von Mezzanotte getötet, einem in Venedig gefürchteten Auftragskiller. Alessa bleibt nur die Flucht. Mit dem Nötigsten ausgestattet, schließt sie sich einer Schauspieltruppe an, die auf dem Weg nach Norddeutschland ist, um dort am Hof in Celle zu gastieren. Alessa hofft, dort ihren Cousin und dessen Vater zu finden. Wird das gelingen?

Wir begleiten Alessa auf dieser Reise, lernen das Leben am Hof in Celle und die Bewohner desselben kennen und erleben mit Alessa auch zwischenmenschliche Irrungen und Wirrungen.

Das Buch liest sich dank des flüssigen Schreibstils sehr gut. Man findet sofort in die Geschichte hinein. Die Protagonistin wächst einem direkt ans Herz.

Zwei Fragen blieben für mich am Schluss allerdings offen. Ich möchte sie nicht weiter benennen, um nicht zu viel zu verraten. Deshalb erhoffe ich mir eine Fortsetzung oder ein Spin-Off zum Thema Mezzanotte.

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Tinchen13 Tinchen13

Veröffentlicht am 15.10.2017

Venedigs Robin Hood

Alessa ist 20 Jahre alt. Ihre Eltern starben früh und so wurde sie von ihrem Großvater und ihrer Tante aufgezogen. Ihr Großvater lehrte sie, wie man stiehlt und ihre Tante brachte ihr vieles über Theater ... …mehr

Alessa ist 20 Jahre alt. Ihre Eltern starben früh und so wurde sie von ihrem Großvater und ihrer Tante aufgezogen. Ihr Großvater lehrte sie, wie man stiehlt und ihre Tante brachte ihr vieles über Theater und Schauspiel bei.

Pietro Ferretti ist Alessas Großvater. Einige Informationen aus Alessas früher Kindheit, behält er für sich, um sie zu schützen. Zenobia ist Alessas Tante. Zu Beginn des Buches ist sie schwer krank und stirbt bald darauf.

Kurz bevor Zenobia stirbt, fordert sie Pietro auf, Alessa zu informieren, warum ihre Eltern damals starben – bzw. umgebracht wurden. Herbei spielt das blaue Medaillon eine große Rolle. Daraufhin wird eine Kette an Ereignissen in Gang gesetzt, was dazu führt, dass Pietro von einem venezianischen Auftragsmörder umgebracht wird. Alessa muss fliehen.

Um vor Mezanotte zu flüchten, schließt sie sich der Schauspielerfamilie Sartori an, die auf dem Weg nach Deutschland sind, um am Hof eines Herzogs aufzutreten. Dort lebt ihr einziger verbliebener Verwandter.

Dieser historische Roman wird mir auf jeden Fall lange in Erinnerung bleiben.
Ich liebe die Charaktere – allen voran Alessa, Flori und Arthur. Einfach weil sie mutig, aufrichtig und leidenschaftlich sind.
Gleichzeitig fand ich es wieder mal ungemein spannend, in eine andere Zeit einzutauchen. Vor allem für Venedig habe ich da eine Schwäche, aber auch die Kapitel am Hof fand ich toll.

Zudem hatten wir hier ja eine Robin-Hood-ähnliche Szenerie mit Alessa als Meisterdiebin. Das fand ich auch sehr spannend und daher war das Lesen sehr kurzweilig.

Natürlich lese ich viele Bücher – die meisten davon gute bis sehr gute. Trotzdem muss ich sagen, dass mir schon lange keines mehr so kurzweilig erschien, mich so gefesselt hat und mich in freudiger Erwartung gestimmt hat, wenn ich wusste, dass ich bald weiterlesen darf.

Eine Aussage von Alessa hat mich dabei beeinduckt und nachdenklich gestimmt: „Ich glaube nicht, dass jemals ein Herrscher für längere Zeit mächtig blieb, der nicht bereit war, seine Macht auch durch Erpressung und Mord zu verteidigen.“
Darin liegt (leider) so viel Wahrheit und ist damit irgendwie auch Essenz unserer menschlichen Geschichte.
Morde geschehen bei weitem in unserer Gesellschaft (zumindest in Europa) nicht mehr so viele wie damals, doch geht das ganze nun viel perfider zugange.

Auch den Verlauf der Story, die unerwarteten Wendungen und den Abschluss fand ich super und sehr passend. Vor allem, dass das Cover ja wie die Faust aufs Auge passt ?

Von Martha Sophie Marcus werde ich sehr gerne wieder etwas lesen. Eine rundum gelungene Leserunde.

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Pucki60 Pucki60

Veröffentlicht am 15.10.2017

Das blaue Medaillon

Alessa ist bei ihrem Großvater in Venedig aufgewachsen, der sie zur Diebin ausgebildet hat. Ihre Eltern sind schon gestorben als Alessa ein kleines Mädchen war. Von ihrer Tante bekommt sie ein blaues Medaillon ... …mehr

Alessa ist bei ihrem Großvater in Venedig aufgewachsen, der sie zur Diebin ausgebildet hat. Ihre Eltern sind schon gestorben als Alessa ein kleines Mädchen war. Von ihrer Tante bekommt sie ein blaues Medaillon geschenkt, es stammt von ihren Eltern und hat mit einem Familiengeheimnis zutun. Kurz danach stirbt die Tante und am gleichen Tag wird der Großvater ermordet. Der Mörder verfolgt auch Alessa und mit einer Schauspieltruppe verläst sie Venedig. Sie geht an den Hof des Herzogs von Celle, wo ihr einziger Verwandter, ihr Cousin, lebt. Dort wird ihr das Medaillon gestohlen und auch der Mörder kann sie bis hierhin verfolgen.
Die Geschichte ist interessant und kurzweilig geschrieben. Auf dem Weg nach Celle lernt man die Schauspieltruppe kennen und auch Alessa übernimmt eine Rolle bei den Aufführungen. In Celle wird dann das Medaillon gestohlen und es geht durch mehrere Hände. Als auch noch der Mörder in Celle auftaucht spitzt sich die Gefahr zu und Alessa gerät in arge Bedrängnis.
Die Personen waren sehr gut dargestellt und man bekommt Einblick in das Leben der Schauspieltruppe und wie es am Hof in Celle zugeht. Auch begegnet Alessa in Celle einem jungen Mann, der ihr bei der Wiederbeschaffung des Medaillons hilft und in den sie sich verliebt.
Die Spannung baut sich langsam auf und nimmt zum Ende hin zu. Die Handlung ist gut durchdacht und nachvollziebar. Das Ende kommt dann allerdings ziemlich abrupt und es werden nicht alle Fragen geklärt. Das ist mein Kritikpunkt an dem Buch. Es hätte noch etwas länger sein können und alles in Ruhe abgehandelt werden können. So hatte ich das Gefühl, die Autorin wollte zum Schluß ziemlich schnell fertig werden.
Aufgrund des nicht befrfiedigenden Endes vergebe ich für das Buch 4 Punkte. Ich kann es als historischen Roman empfehlen, nur wer es lesen möchte, sollte wissen, das am Ende Fragen offen bleiben.

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witchblade witchblade

Veröffentlicht am 14.10.2017

Verschenktes Potenzial

"Das blaue Medaillon" handelt von der jungen Diebin Alessa, die im Venedig des 17. Jahrhunderts bei ihrem Großvater aufwächst. Ihre Eltern sind früh verstorben. Nachdem dann auch noch ihre Tante stirbt, ... …mehr

"Das blaue Medaillon" handelt von der jungen Diebin Alessa, die im Venedig des 17. Jahrhunderts bei ihrem Großvater aufwächst. Ihre Eltern sind früh verstorben. Nachdem dann auch noch ihre Tante stirbt, wird plötzlich ihr Großvater ermordet - ein Geheimnis, dass Alessas Eltern hinterlassen haben, bringt ihr Leben in Gefahr, so dass Alessa bis nach Celle flüchtet. Aber auch dort ist sie nicht sicher - jedoch findet sie dort die Liebe....

Mir hat zunächst die Atmosphäre im Buch gut gefallen, auch der Beginn der Handlung in Venedig war gut gewählt. Der Schreibstil der Autorin hat das Lesen sehr angenehm und flüssig gestaltet.
Die ständigen Gefahren, denen Alessa ausgesetzt ist, bringen eine Menge Spannung ins Buch, weswegen ich große Teile des Buches an einem Stück gelesen habe. Irgendwann wird es dann aber doch immer abstruser und einige Handlungen sehr unglaubwürdig. Enttäuscht hat mich dann vor allem das Ende der Geschichte. Nach dem spannungsgeladenen Anfang hatte ich mit einem überraschenden Ende gerechnet, dass noch einmal richtig spannend wird - stattdessen musste ich plötzlich feststellen, dass das Buch einfach zu Ende ist. Das Buch hatte sehr viel Potenzial, jedoch hat die Auflösung meinen positiven Eindruck leider nicht bestätigen können, was ich sehr schade finde.

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Autor

Martha Sophie Marcus

Martha Sophie Marcus - Autor
© F. Füllgrabe

Martha Sophie Marcus, geb. 1972, studierte Germanistik, Soziologie und Pädagogik in Hannover. Heute lebt die Autorin mit ihrem Mann und zwei Kindern in Lüneburg. Sie veröffentlicht historische Romane und legt mit "Elsternseele" ihren ersten Roman für junge Leser vor.

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