Das Lächeln der Fortuna
 - Rebecca Gablé - Taschenbuch

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9,99

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Historische Romane
1.196 Seiten
Altersempfehlung: ab 18 Jahren
ISBN: 978-3-404-13917-0
Ersterscheinung: 25.11.1997

Das Lächeln der Fortuna

Historischer Roman

(7)

England 1360: Nach dem Tod seines Vaters, des wegen Hochverrats angeklagten Earl of Waringham, zählt der zwölfjährige Robin zu den Besitzlosen und ist der Willkür der Obrigkeit ausgesetzt. Besonders Mortimer, der Sohn des neuen Earls, schikaniert Robin, wo er kann. Zwischen den Jungen erwächst eine tödliche Feindschaft.
Aber Robin geht seinen Weg, der ihn schließlich zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft führt. An der Seite des charismatischen Duke of Lancaster erlebt er Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe – und begegnet Frauen, die ebenso schön wie gefährlich sind. Doch das Rad der Fortuna dreht sich unaufhörlich, und während ein junger, unfähiger König England ins Verderben zu reißen droht, steht Robin plötzlich wieder seinem alten Todfeind gegenüber ...

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Rezensionen aus der Lesejury (7)

Lemari Lemari

Veröffentlicht am 28.08.2017

Großer Auftakt

Nachdem ich bereits „Die Wanderhuren-Reihe“ von Iny Lorentz gelesen hatte war ich skeptisch, als ich von einer lieben Freundin „Das Lächeln der Fortuna“ empfohlen bekommen habe. Und ich kann die große ... …mehr

Nachdem ich bereits „Die Wanderhuren-Reihe“ von Iny Lorentz gelesen hatte war ich skeptisch, als ich von einer lieben Freundin „Das Lächeln der Fortuna“ empfohlen bekommen habe. Und ich kann die große Begeisterung verstehen und teilen.

Denn anders als bei Lorentz liegen das Leiden und die Kriege nicht belastend im Vordergrund. Sicher gibt es auch bei Rebecca Gablé große und viele Schicksalsschläge hintereinander, dennoch empfinde ich es als „menschlicher“ und ein Stück weit auch realistischer.

Robin ist mir ans Herz gewachsen, denn mit seiner toughen Art und Weise meistert er jede Hürde die ihm auferlegt wird. Was mich aber ganz besonders erfreut hat ist, dass der Schwerpunkt auf die Pferdezucht und die Gestüte gelegt worden ist.

Es ist ein klar erkennbarer „roter Faden“ vorhanden, denn – zu meiner großen Freude- wird das sich gesetzte Ziel von Robin erreicht und es herrscht Gerechtigkeit.

Der Schreibstil von Rebecca Gablé gefällt mir sehr, denn er ist flüssig und gut verständlich. Ebenso hat sie ein gutes Händchen dafür die Spannung aufzubauen, zu erhalten und wieder neu aufzugreifen.

Ich freue mich sehr, dass ich es empfohlen bekommen habe und werde es auf jeden Fall weiter empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

AberRush AberRush

Veröffentlicht am 02.03.2017

So gar nicht meins

„Das Lächeln der Fortuna“ ist der erste Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Die zum Großteil positiven Meinungen zu diesem Buch und zur kompletten Reihe überschlagen sich ja mit Belobigungen. Ein ... …mehr

„Das Lächeln der Fortuna“ ist der erste Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Die zum Großteil positiven Meinungen zu diesem Buch und zur kompletten Reihe überschlagen sich ja mit Belobigungen. Ein Grund es mal in Angriff zu nehmen. Es handelt sich hier um einen 1200 seitigen Ritterepos. Es spielt zur Zeit des Rosenkrieges in England und wir sind mittendrin. Der Hauptprotagonist ist Robin Waringham und wir erleben seine Geschichte von klein auf bis hin ins reife Alter. Das Buch ist aufgebaut wie eine Biografie und der damit verbundenen chronologischen Abfolge der Geschehnisse zur Zeit des Krieges. Das Flair dieser Zeit wird sehr gut rübergebracht, von Zwangsehen, über Pest bis hin zu öffentlichen Hinrichtungen ist alles dabei. Die geschichtlichen Hintergründe sind hervorragend recherchiert und in einer verständlichen und angenehmen Sprache zu Papier gebracht. Trotzdem war das Buch für mich ein Krampf. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen die immer sich wiederholende Geschichte *KLEINE SPOILER*. Unser Held Robin macht sich auf zum Hofe des Herzogs, kämpft mit ihm und lernt an Erfahrung. Robin kommt zurück auf sein eigenes Anwesen mit all seiner Familie und Freunden. Dort ist jemand gestorben und irgendjemand ist schwanger. Außerdem hat ein Pferd gefohlt und jemand ist erkrankt. Robin geht wieder zum Hofe des Herzogs, kämpft und lernt. Robin kommt zurück. Neues Kind, neues Pferd, neue Krankheit, neuer Toter. Robin geht wieder zum Herzog … Das geht so gefühlte zehnmal hin und her. Es ist immer das gleiche. Es ändern sich nur die Namen der betroffenen Personen. Damit habe ich begonnen mich zu langweilen und es wurde zu einer nervenzerrenden Aufgabe das Buch zu Ende zu lesen. Zum Ende hin werden die Kinder immer mehr und die Toten stapeln sich. Die Namen der ganzen Kinder gaben mir dann den Rest. Dort heißt der eine Sohn wie der andere Großvater. Der eine Sohn wie der Herzog. Der Stiefsohn wie der Blutfeind. Das ist schon nervig. Es mag alles so gewesen sein und bestimmt hießen die Personen auch wirklich alle so, aber so etwas möchte ich nicht lesen, weil dabei meine Konzentration nachlässt und mir irgendwann egal war, wer wessen Kind ist. So kämpfte ich mich durch und ich blicke auf 1200 ellenlange Seite mit tausend Namen und der immer wieder gleichen Geschichte zurück. Leider keine Leseempfehlung. Es sind 2,5 Sterne geworden. Ich runde auf, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat.

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Beryt Beryt

Veröffentlicht am 01.03.2017

Ich will nochmal!

Nachdem ich den ersten Band der "Waringam"-Reihe nun schon zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich sagen, dass ich mein All-Time-Lieblingsbuch gefunden habe. Egal, ob ihr gerne historische Bücher lest oder ... …mehr

Nachdem ich den ersten Band der "Waringam"-Reihe nun schon zum zweiten Mal gelesen habe, kann ich sagen, dass ich mein All-Time-Lieblingsbuch gefunden habe. Egal, ob ihr gerne historische Bücher lest oder nicht, gebt "Das Lächeln der Fortuna" eine Chance! Rebecca Gablé erzählt ungaublich fesselnd, detailreich, aber nicht überladen und gibt jedem Charakter so viel Leben, dass ich das Gefühl hab, er steckt direkt neben mir.
In ""Das Lächeln der Fortuna" geht es um Robin, der um sein Erbe als "Waringham" kämpfen muss und dabei in die Intrigen der Mächtigen des Landes gerät. Robin ist sympathisch, aber nicht ohne Fehler. Er gerät in viele schwierige bis lebensbedrohliche Situationen, aber dabei wirkt die Geschichte nie unrealistisch. Wir begleiten ihn von jungen Jahren bis ins hohe Erwachsenenalter und lernen dabei nebenher viel über das England seiner Zeit.
Wenn ihr Lust auf das Buch habt, seid mutig und steigt direkt mit der erweiterten Fassung ein. Das ist die Geschichte, wie Rebecca Gablé sie ursprünglich geschrieben hat. Die zuerst veröffentlichte Fassung hat mehr als 500 Seiten weniger.
Und dann geht es weiter mit den Generationen der Waringhams in bisher vier Folgebüchern und ich hoffe es werden noch mehr!

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Jiskett Jiskett

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wahnsinnig guter historischer Roman

Das Lächeln der Fortuna ist ein sehr gutes Buch. Obwohl es umfangreich ist, gibt es keinerlei Längen und keine Stelle, an der ich das Gefühl hatte, dass die Autorin versucht, Lücken in der Handlung zu ... …mehr

Das Lächeln der Fortuna ist ein sehr gutes Buch. Obwohl es umfangreich ist, gibt es keinerlei Längen und keine Stelle, an der ich das Gefühl hatte, dass die Autorin versucht, Lücken in der Handlung zu stopfen. Und trotz der komplexen Geschichte kann man das Buch problemlos (und auch relativ rasch) lesen. Der Schreibstil ist sehr gut und scheint, vor allem in der Wortwahl, an die damalige Zeit angepasst zu sein; die Beschreibungen sind sehr detailliert, aber die Handlung ist dennoch fast durchgängig spannend. Ich wollte immer wissen, wie es den Charakteren - die mir doch sehr ans Herz gewachsen sind - weiterhin ergehen würde.

Die Figuren selbst sind ein bisschen schwarz/weiß gezeichnet, aber dennoch gut ausgearbeitet. Robin of Waringham, der Protagonist, war mir sehr sympathisch. Er hat durchaus Ecken und Kanten und macht Fehler, aber er ist ein guter Mann mit Prinzipien. Mich hat nur ein wenig gestört, wie gut und mitfühlend er dargestellt wurde... er schien so gut wie immer recht zu haben oder zumindest gegen jedes Unrecht vorgehen zu wollen. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der meinen Lesespaß nicht wirklich getrübt hat.
Nebenfiguren gibt es sehr viele, aber mir ist es dennoch leicht gefallen, einen Überblick über die wichtigsten Charaktere zu behalten, ohne im Personenverzeichnis nachzuschauen. Das liegt vermutlich zumindest teilweise daran, dass ich einmal ein Seminar zur Peasants' Revolt (die in diesem Buch auch kurz angeschnitten wird) belegt habe und viele der historischen Persönlichkeiten, mit denen Gablé arbeitet, in irgendeiner Form daran beteiligt waren.
Gerade dies war für mich interessant - das Buch hat mir quasi einen anderen Blickwinkel auf Ereignisse, mit denen ich mich bereits recht ausgiebig beschäftigt hatte, gegeben. Da ich vielen der 'realen Menschen' nur im Zusammenhang mit dem Bauernaufstand begegnet war, war ich bisher hauptsächlich mit Bildern konfrontiert worden, die die Autorin in ihrem Buch auf den Kopf gestellt hat. So war mir gerade John of Gaunt, der von den Aufständischen verachtet und sehr negativ dargestellt wurde, sehr sympathisch. Er wird nicht als perfekt dargestellt oder romantisiert, aber gerade dadurch ist er ein sehr faszinierender Charakter und Gablé hat mich definitiv dazu angeregt, mich weiter mit seinem Leben und allgemein der damaligen Zeit zu beschäftigen. Positiv zu erwähnen ist auch, dass die Autorin das Haus Waringham so geschickt in die realen Ereignisse eingearbeitet hat, dass man wirklich glauben könnte, dass es sie gab und dass sie eine wichtige Rolle gespielt haben.

Man merkt, wie gut Rebecca Gablé recherchiert hat. Meiner Meinung nach hat sie das England des 14. Jahrhunderts sehr gut und realistisch dargestellt und man erfährt viel über das Leben der Zeit, Probleme wie die Pest oder auch die Umstände der Bauernunruhen und die verschiedenen politischen Verstrickungen und genealogischen Verbindungen. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin verschiedene Blickwinkel bietet. Ihr Protagonist Robin hat zwar seine Meinungen, von denen er nicht wirklich abweicht, aber sie führt immer wieder Nebenfiguren ein, die ihm widersprechen und so alternative Meinungen präsentieren.
Insgesamt kann ich (abgesehen von der etwas zu klaren Einteilung der Figuren in gut und böse) eigentlich nichts kritisieren; Das Lächeln der Fortuna bietet eine spannende und komplexe, trotz der Länge keinesfalls langatmige Geschichte, gut ausgearbeitete Figuren und eine Fülle an historischen Fakten, die gut mit den fiktiven Ereignissen verknüpft wurden. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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Blackfairy71 Blackfairy71

Veröffentlicht am 15.09.2016

Die Waringhama-Saga beginnt

Die Geschichte beginnt in England im Jahr 1360. Der zwölfjährige Robert of Waringham, genannt Robin, erfährt vom Abt seiner Klosterschule, dass sein Vater wegen Hochverrates hingerichtet wurde. Nun ohne ... …mehr

Die Geschichte beginnt in England im Jahr 1360. Der zwölfjährige Robert of Waringham, genannt Robin, erfährt vom Abt seiner Klosterschule, dass sein Vater wegen Hochverrates hingerichtet wurde. Nun ohne Rechte, Besitz und Titel, reißt Robin aus und findet schließlich Arbeit als einfacher Stallbursche auf dem Gestüt von Waringham. Die Pferdezucht hatte seine Familie begonnen und er hat eine ganz besondere Gabe, mit störrischen Tieren umzugehen. Mit der Zeit wird Conrad, der Verwalter des Gestüts, eine Art Vaterersatz für ihn. Und einer der anderen Stallknechte, Isaac, wird sein bester Freund und diese Freundschaft hält ihr Leben lang. Aber es gibt auch jede Menge Probleme, denn Mortimer, der Sohn des neu ernannten Earl of Waringham, ist ein besonderes Ekel und schikaniert Robin wo er nur kann.
Im Laufe der Jahre führt das Schicksal Robin nach London und vom Knappen wird er schließlich zum Ritter und trifft auf König Edward III. sowie seine Söhne Edward, genannt "Der Schwarze Prinz" und John of Gaunt, den Duke of Lancaster. An der Seite des charismatischen Lancaster erlebt er blutige Feldzüge, Aufstände und politische Triumphe und Intrigen. Trotz aller Machenschaften in der Welt des Adels und am Königshof bemüht er sich immer, sein aufrechtes und loyales Wesen beizubehalten, zum Schutz seiner Familie, Freunde und zum Wohle Englands. Aber Mortimer hat nichts vergessen und schließlich stehen sich die beiden Todfeinde wieder gegenüber...

Mehr will ich nicht verraten, aber ihr könnt euch vorstellen, dass auf fast 1300 Seiten so einiges passiert. Und Rebecca Gablé gelingt es durch Überraschungen und Wendungen immer wieder die Spannung aufrecht zu erhalten. Ich finde hier die Mischung aus historischen und erfundenen Ereignissen sehr gelungen. Ebenso die Verknüpfung von realen und fiktiven Charakteren. Lancaster hat sicher einen Berater gehabt und warum soll es nicht jemand wie Robin of Waringham gewesen sein?
Robin war mir von Anfang an sympathisch. Trotz der bösen Gerüchte über seinen Vater ist er stolz auf ihn und seinen Titel und verliert nie aus den Augen, sich diesen irgendwann zurückzuholen. Auch John of Gaunt, der Duke of Lancaster, mochte ich sehr. Er bewies großes Geschick, die politischen Tretminen zu umgehen und hat manches auf sich genommen zum Wohle seines Landes und seines Sohnes Henry, in der Hoffnung, dass dieser eines Tages die Krone Englands tragen würde und der zu junge, unfähige König Richard abgesetzt würde.
Keine Figur im Roman bleibt blass. Neben Robin und Lancaster mochte ich Agnes, Conrad, Isaac, Leofric, Anne, Elinor, Blanche und jungen Henry of Lancaster. Zum Ende dann erhielt die jüngere Generation etwas mehr Raum und Raymond und der junge Mortimer werden sicher in den weiteren Teilen der Reihe einige Abenteuer bestehen.
Die Geschichte hat alles, was ein guter historischer Roman braucht: eine spannende, gut erzählte Geschichte, interessante Charaktere und die richtige Dosis Herz und Humor. Nur ein paar Sätze und man taucht ein in die Welt der Rittergeschichten von König Artus und den Rittern der Tafelrunde. Und doch bietet das Buch so viel mehr.

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Autorin

Rebecca Gablé

Rebecca Gablé - Autor
© FinePic

Rebecca Gablé studierte Literaturwissenschaft, Sprachgeschichte und Mediävistik in Düsseldorf, wo sie anschließend als Dozentin für mittelalterliche englische Literatur tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin und lebt mit ihrem Mann am Niederrhein und auf Mallorca. Ihre historischen Romane und ihr Buch zur Geschichte des englischen Mittelalters wurden allesamt Bestseller und in viele Sprachen übersetzt. Besonders die Romane um das Schicksal der Familie Waringham genießen …

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