Der Attentäter
 - Ulf Schiewe - Taschenbuch

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12,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Historische Romane
509 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17903-9
Ersterscheinung: 27.11.2019

Der Attentäter

Historischer Thriller

(65)

Juni 1914. Es ist die Woche, die alles entscheidet. Die Woche, in der sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo machen. Dort soll Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns, einem Militärmanöver beiwohnen – und sterben. Gavrilo Princip und seine Gefährten haben sich seit Monaten auf diesen Tag vorbereitet. Doch dem Geheimdienst sind Gerüchte zu Ohren gekommen, und Major Rudolf Markovic tut alles, um den Thronfolger zu retten und eine diplomatische Katastrophe zu vermeiden ...
Ulf Schiewe lässt uns diese entscheidende Woche der europäischen Geschichte hautnah miterleben – packend und extrem spannend.

Pressestimmen

„Mit Der Attentäter zeigt Ulf Schiewe einmal mehr, warum er zu den besten Autoren des Genres zählt.“

Rezensionen aus der Lesejury (65)

leseratte1310 leseratte1310

Veröffentlicht am 17.04.2020

Das Attentat von Sarajevo

Die Geschichte beginnt eine Woche vor dem Anschlag auf Franz Ferdinand, den Thronfolger Österreich-Ungarns. Natürlich wissen wir alle, was dann geschah. Doch der Autor Ulf Schiewe lässt uns einen Blick ... …mehr

Die Geschichte beginnt eine Woche vor dem Anschlag auf Franz Ferdinand, den Thronfolger Österreich-Ungarns. Natürlich wissen wir alle, was dann geschah. Doch der Autor Ulf Schiewe lässt uns einen Blick auf die andere Seite werfen, auf drei junge Serben, die sich lange vorbereitet haben auf diese Tat, die – wie wir wissen – nicht ganz so gelaufen ist, wie man sich das vorgestellt hatte. Aber wir können auch miterleben, wie Major Rudolf Markovic alles versucht, um zu verhindern, was passieren soll, denn dem Geheimdienst waren Gerüchte zu Ohren gekommen. Die Katastrophe lässt sich nicht verhindern und die Folgen, die sich daraus ergeben, sind schrecklich für den ganzen Kontinent.
Ich habe schon einige Bücher von Ulf Schiewe gelesen und er kann mich immer wieder fesseln, indem er historische Ereignisse interessant und spannend erzählt. Der Schreibstil liest sich angenehm und flüssig.
Die Figuren sind gut und authentisch dargestellt. Mit Franz Ferdinand und seiner Familie konnte ich mitfühlen. Er uns seine Frau Sophie waren mir gleich sympathisch. Doch ich konnte mich sogar in die Attentäter hineinversetzen, die eben keine bösartigen Übeltäter waren, sondern verblendete Studenten, die krank und ohne Perspektive sind. Dabei haben sie durchaus Zweifel an der Richtigkeit ihres Tuns. Daneben gibt es aber noch andere Charaktere, auch einige fiktive.
Obwohl ich die historischen Fakten gut kenne, konnte ich bei diesem Buch trotzdem mitfiebern. Die Spannung war die ganze Zeit sehr hoch.
Ich kann diesen spannenden historischen Roman nur empfehlen.

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Steliyana Steliyana

Veröffentlicht am 06.04.2020

Großartig!

Ich kann nicht anders, als diesem Buch fünf Sterne zu geben. Wenn man zehn geben könnte, würde ich auch zehn geben! Es ist einfach großartig!
Ich habe schon lange keinen Thriller gelesen, in dem es nicht ... …mehr

Ich kann nicht anders, als diesem Buch fünf Sterne zu geben. Wenn man zehn geben könnte, würde ich auch zehn geben! Es ist einfach großartig!
Ich habe schon lange keinen Thriller gelesen, in dem es nicht um Blut und brutale Morde ging. In diesem Buch geht es um das Attentat auf Franz Ferdinand im Jahre 1914 in Sarajewo. Der Autor hat sehr gut recherchiert und teilt sein Wissen mit den Lesern. Das Buch ist informativ, sehr spannend und gleichzeitig unterhaltsam.
Der Autor zeigt uns beide Seiten näher: Das Thronfolgerpaar und die Attentäter. Ich habe gelernt, beide Seiten im Herzen zu schließen. Auf der einen Seite sind Franz und Sophia. Beide sind ein tolles Paar, das liebevoll miteinander und mit den Kindern umgeht. Es mag sein, dass der Thronfolger manchmal etwas grob zu seinen Leuten ist, aber ich konnte ich verstehen. Er will überhaupt nicht der Thronfolger sein; das merkt man oft daran, dass er die Nase voll hat, wichtige Entscheidungen zu treffen. Zumindest kam es mir so vor. Auf der anderen Seite lernt man diese jungen Serben kennen, die ihr Land nicht verlieren wollen. Ja, patriotische Gedanken können einen großen Einfluss auf die eigene Psyche ausüben. Ich konnte verstehen, warum sie das Attentat durchziehen wollten. Man hat aber auch ihre Ängste empfunden, was die Männer authentisch und die Geschichte realistisch macht.
Ich konnte das Buch einfach nicht zur Seite legen. Es ist unglaublich gut geschrieben. Die Sprache ist sehr gut und die Spannung war immer spürbar.

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kessi67 kessi67

Veröffentlicht am 24.02.2020

Wieder ein Meisterwerk

Prolog
Juni 1914. Es ist die Woche, die alles entscheidet. Die Woche, in der sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo machen. Dort soll Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns, einem Militärmanöver ... …mehr

Prolog
Juni 1914. Es ist die Woche, die alles entscheidet. Die Woche, in der sich drei junge Serben auf den Weg nach Sarajevo machen. Dort soll Franz Ferdinand, Thronfolger Österreich-Ungarns, einem Militärmanöver beiwohnen - und sterben. Gavrilo Princip und seine Gefährten haben sich seit Monaten auf diesen Tag vorbereitet. Doch dem Geheimdienst sind Gerüchte zu Ohren gekommen, und Major Rudolf Markovic tut alles, um den Thronfolger zu retten und eine diplomatische Katastrophe zu vermeiden ...

Zum Inhalt
Drei junge Männer, die so oder so dem Tod geweiht sind, haben sich einer einzigen Sache verschrieben. Sie wollen dem Thronfolger Österreich-Ungarns Franz Ferdinand töten.
Gavrilo, Nedeljko und Trifko gehören einem Geheimbund an, die gegen die Ungerechtigkeiten gegen die Serben kämpfen. Sie fühlen sich durch fremde Mächte unterdrückt und ihres Landes beraubt.
So machen sie sich nach langer Planung, von Belgrad nach Sarajevo auf dem Weg, um ihre Tat zu vollbringen. Es wird eine gefährliche Reise, da der Geheimdienst Informationen über ein geplantes Attentat auf den Thronfolger erhalten hat.
Major Rudolf Markovic unternimmt alles um herauszufinden ob es nur Gerüchte sind oder ab es tatsächlich ein Attentat geben könnte. Es erweist sich allerdings alles andere als einfach, denn er kämpft gegen Windmühlen.
Nach dem geplanten Manöver, dem Franz Ferdinand beiwohnen wird, soll es eine Parade durch Sarajevo geben. Es soll ein schönes Ereignis sein, bei dem die Menschen Franz Ferdinand und seiner Frau Sophie zuwinken sollen und können. Wie soll man das absichern, ohne die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen?
Potiorek ist Befehlshaber der Balkanarmee, und möchte auf keinen Fall, dass die Straßen mit Militär gesäumt werden, um ein eventuelles Attentat zu vermeiden. Er ist der Überzeugung daß ein paar Polizeikräfte ausreichen, doch Markovic ist da anderer Meinung. Ist es also ein fataler Fehler von Potiorek die Ansichten über die Sicherheit von Markovic völlig außer Acht zu lassen?

Meine Meinung
Der Autor Ulf Schiewe schafft es mit seinen wundervollen Romanen immer wieder aufs neue, historische Geschichte neu aufleben zu lassen.
Bis auf ein paar wenige fiktive Protagonisten, hat der Autor viele reale Romanfiguren mit ausgewählt, die eine wichtige Rolle vor und während der Zeit des Attentats auf Franz Ferdinand gespielt haben. Ich liebe es wie dies alles miteinander verwoben wird und der Leser einen guten Einblick in die Geschehnisse bekommt. Nicht zu vergessen sind die akribischen Recherchen, die Ulf Schiewe immer für seine Romane unternimmt.
Sein Schreibstil ist mitreißend und spannungsgeladen, so da ich absoluten Lesespaß empfunden habe. Für mich war es zumal noch spannender, da mir dieses Kapitel der Geschichte nicht in diesem Umfang bekannt war.
Wieder ein Werk des Autors, dem ich gerne fünf Sterne vergebe.

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wanderer-of-words wanderer-of-words

Veröffentlicht am 23.02.2020

Ein fundiert recherchierter Roman, der einen wichtigen Abschnitt unserer Geschichte sehr spannend vermittelt.

1914. Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, reist gemeinsam mit seiner Frau zu einem Militärmanöver nach Sarajevo. Was als diplomatischer Besuch geplant war endet in der Katastrophe. Der ... …mehr

1914. Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, reist gemeinsam mit seiner Frau zu einem Militärmanöver nach Sarajevo. Was als diplomatischer Besuch geplant war endet in der Katastrophe. Der Thronfolger wird bei einem Attentat ermordet und Europa in den ersten Weltkrieg gestürzt. Die Handlung von »Der Attentäter« beginnt eine Woche vor dem Anschlag und endet mit eben diesem.



Darum geht’s

Während sich Franz Ferdinand und seine Frau auf die Reise vorbereiten wird an anderer Stelle bereits der Anschlag auf sie geplant. Gerüchte über eine drohende Gefahr sind dem Geheimdienst zu Ohren gekommen und so wird unter großem Zeitdruck versucht mehr herauszufinden. Denn die Reise soll weder abgesagt noch sollen die Sicherheitsvorkehrungen verschärft werden. Und so nimmt das Verhängnis seinen Lauf.



Meine Meinung

Abwechselnd wird aus Sicht der Monarchen, des ermittelnden Geheimdienstes und der Attentäter berichtet. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel bringen viel Tempo und Abwechslung in die Geschichte. Der Ausgang des Buches ist wohl jedem bekannt, doch an die Hintergründe zum Attentat selbst erinnert man sich weniger. Ulf Schiewe schafft es, diese Hintergründe auf spannende Art zu vermitteln.

Die meisten Figuren sind historisch belegt, sie werden lediglich durch ein paar fiktive Charaktere ergänzt. Sehr gelungen fand ich die Darstellung der Attentäter. Anders als man vermutet, handelte es sich bei ihnen nicht um ausgebildete Kämpfer, sondern es waren todkranke Studenten, die im Leben nichts mehr als einen langsamen Tod zu erwarten hatten. Das Attentat selbst läuft dann ganz anders ab als ich erwartet hätte. Wer aus dem Geschichtsunterricht ähnlich lückenhafte Erinnerungen hat wie ich, der wird wohl auch nicht glauben können wie viel Ignoranz und Unvermögen hier letztendlich eine Rolle gespielt haben.



Fazit

Ein fundiert recherchierter Roman, der einen wichtigen Abschnitt unserer Geschichte sehr spannend vermittelt. Eine klare Leseempfehlung für jeden Geschichtsinteressierten.

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borrible borrible

Veröffentlicht am 06.02.2020

Präludium einer Katastrophe

Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz-Ferdinand war das Ereignis, das den Ersten Weltkrieg auslöste.
In seinem Roman schildert Ulf Schiewe die letzte Woche vor den tödlichen Schüssen aus ... …mehr

Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz-Ferdinand war das Ereignis, das den Ersten Weltkrieg auslöste.
In seinem Roman schildert Ulf Schiewe die letzte Woche vor den tödlichen Schüssen aus drei Perspektiven: Der von Franz-Ferdinand, der des Attentäters und der des österreichischen Geheimdienstes in Serbien. Gespickt werden die einzelnen Kapitel jeweils mit Zeitungsberichten jener Zeit, welche die allgemeine Stimmung vergegenwärtigen.
Der Ausgang der Ereignisse ist von Beginn an bekannt. Das Leseerlebnis wird dadurch aber keineswegs geschmälert. Im Gegenteil. Durch die verschiedenen Blickwickel gelingt es dem Autoren, dem Leser neue Facetten zu offenbaren, selbst eine neue Perspektive einzunehmen.
Franz-Ferdinand war nicht nur der Thronfolger, er war ebenso ein Familienvater.
Gavril Princep sah sich selbst als Freiheitskämpfer, der seine Heimat gegen eine despotische Besatzungsmacht verteidigt.
Der Geheimdienst versuchte durchweg das Leben des Kronprinzen vor einem Anschlag, der keineswegs unerwartet kam, zu schützen.
In lebendiger Sprache beschwört der Autor jene Woche im Juli 1914 erneut herauf und es gelingt ihm, seinen Leser mitten ins Geschehen zu führen.

Ulf Schiewe schildert die Begebenheiten einer Zeit an der Schwelle zwischen konservativer Tradition und dem endgültigen Schritt in die Moderne.
Auf der einen Seite steht der immer weiter verblassende Glanz alter Zeiten: Da gibt es alte Machtträger, wie das Deutsche Kaiserreich, die Habsburger Monarchie und das Osmanische Reich – sie alle wollen an ihrer alten Würde festhalten. Doch die Zeit ist eine neue – das ist die andere Seite. Es gibt neue Ideen und Strömungen, im politischen und im privaten Leben: Eine neue Vorstellung der Ordnung, neue Möglichkeiten der Technik.
Diese widersprüchliche Atmosphäre fängt der Autor ein ohne sie zu bewerten.
Es ist das Präludium zum „Krieg, den keiner wollte“, wie es viel später in der Rückschau heißen wird. Zweifellos erklang in jener Zeit lautstarkes Säbelrasseln. Auch war der Kriegswille an einigen zentralen Stellen durchaus gegeben. Aber konnte dort, wo Kriegsbegeisterung herrschte, auch das Ausmaß, welches ein solcher Krieg annehmen könnte und würde, erahnt werden? Vielleicht nicht in vollem Ausmaß, doch die Bedenken, etwas Unkontrollierbares zu beschwören, waren gegeben, zeigten sich in einer latenten Kriegsscheu.

Das fatale Ereignis – ein Anschlag auf das Leben des Thronfolgers – wird von verschiedenen Seiten befürchtet, anhand von Hinweisen sogar erahnt.
Während des gesamten Romans drängt sich dem Leser immer wieder die Fragen auf: Hätte das Attentat verhindert werden können? Und: Welchen alternativen Lauf hätte die Geschichte genommen? Oder hätte ein verhindertes Attentat nur einen „Aufschub“ des „Unvermeidlichen“ bedeutet?

Die Geschehnisse, die schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führten, mögen aus heutiger Sicht schon weit in der Vergangenheit liegen. Schiewe vergegenwärtigt sie uns jedoch, sodass sie wieder greifbar werden.
Gerade in der heutigen Zeit kann sein Roman doch sehr nachdenklich stimmen: Die Geschichte, in der verschiedene Strömungen sich gegenseitig falsch beurteilen, sich gegenseitig so lange provozieren, bis schließlich der erste Dominostein fällt, der auch das übrige Gebilde zum Einsturz bringt.
Plötzlich sind es dann nicht mehr die Schilderungen von etwas weit Zurückliegendem, sondern Ereignisse, die sich, in anderem Gewand, wieder und wieder ereignen können.


Ulf Schiewe hat einen eindrucksvollen Roman verfasst, der in jedem Fall lesenswert ist - für historisch Interessierte und auch für solche, die es werden wollen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Ulf Schiewe

Ulf Schiewe - Autor
© björn marquart (www. fotomarquart.de)

Ulf Schiewe wurde 1947 im Weserbergland geboren und wuchs in Münster auf. Er arbeitete lange als Software-Entwickler und Marketingmanager in führenden Positionen bei internationalen Unternehmen und lebte über zwanzig Jahre im Ausland, unter anderem in der französischen Schweiz, in Paris, Brasilien, Belgien und Schweden. Schon als Kind war Ulf Schiewe ein begeisterter Leser, zum Schreiben fand er mit Ende 50. www.ulfschiewe.de

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