Eine Liebe zwischen den Fronten
 - Maria W. Peter - Taschenbuch

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12,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Historische Romane
623 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17989-3
Ersterscheinung: 29.06.2020

Eine Liebe zwischen den Fronten

Historischer Roman

(31)

Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?
Packender historischer Roman über das Schicksal dreier Familien, die der Deutsch-Französische Krieg auseinanderreißt.
Mit vielen Schauplätzen in Deutschland, Lothringen & dem Elsass.

Rezensionen aus der Lesejury (31)

Kristall86 Kristall86

Veröffentlicht am 12.07.2020

Eine Liebe zwischen den Fronten

Klappentext:

„Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen ... …mehr

Klappentext:

„Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?“



Wenn eine über Geschichte schreiben kann, dann ist es Maria W. Peter. Mit ihrem aktuellem Buch „Eine Liebe zwischen den Fronten“ ist es eigentlich mit nichts zu übertreffen. Ihre Protagonistin dürfen hier den Leser durch die Geschichte begleiten und lassen einen auch in das eigene Seelenleben blicken. Alles harmoniert dabei mit so viel Gefühl einerseits emotional andererseits mit dem Gefühl Geschichte wieder lebendig werden zu lassen. Peter hat einen ganz besonderen Schreibstil. Sie holt den Leser immer an der perfekten Stelle ab und führt ihn behutsam durch die Welt der Geschichte. Ihre bildhaften Beschreibungen sind dabei sehr unterstützend und das Tüpfelchen auf dem „i“. Ihre Erzählungen sind sehr gut geführt und der rote Faden schnell da. Es entwickelt sich in kürzester Zeit ein Lesesog von wirklich gigantischem Ausmaß. Ich hätte es nie für möglich gehalten, das man Geschichte so erzählen kann. Das ist eine sehr große Kunst und Peter hat es einfach raus! Dieses Buch ist ein Knaller und für jeden Liebhaber historischer Romane ein Sahnestück für den Geist! 5 von 5 Sterne sind hier viel zu wenig! Diese Buch legt ein neues Maß in der historischen Literatur fest! Bravo, Maria!

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Schmusekatze69 Schmusekatze69

Veröffentlicht am 12.07.2020

Ein Meisterwerk der Geschichte

Genau richtig, zum 150. Jahrestag der Deutsch-Französischen Revolution, erschien der neue Historische Roman von Maria W. Peter.
1870: eigentlich sollte es einer der schönsten Tage der Französin Madeleine ... …mehr

Genau richtig, zum 150. Jahrestag der Deutsch-Französischen Revolution, erschien der neue Historische Roman von Maria W. Peter.
1870: eigentlich sollte es einer der schönsten Tage der Französin Madeleine und dem Deutschen Paul werde. Sie wollen sich verloben. Aber daraus wird nichts. Bevor Paul die entscheidende Frage stellen kann, bekommt Paul die Nachricht, dass er eingezogen wird. Der Krieg ist ausgebrochen und nun sind beide eigentlich Feinde. Madeleine muss nun mit ihrem Vater Berlin und das Land verlassen, denn in Berlin sind sie nicht mehr sicher. Eine ungewisse Zeit steht allen bevor. Werden sie sich nochmal wiedersehen?????
Zur gleichen Zeit ist der Algerier Karim auf dem Weg übers Mittelmeer nach Frankreich, um an der Seite der Franzosen zu kämpfen. Den Franzosen, die eigentlich sein Land unterdrücken und verknechten. So ist seine Schwester Djamila auch schon irgendwo in Frankreich und arbeitet als Dienstmädchen. Sie wiederzusehen und mit ihr wieder nach Algerien zu gehen, dass wäre Karims größter Wunsch.
Die fünfte Hauptperson im Buch ist Madeleines Bruder Clément. Sein Hass auf die Deutschen ist echt groß und er akzeptiert auch nicht, dass Madeleine einen Deutschen heiraten will. Zugleich schließt er sich den Revolutionären an. Er seinen eigenen Weg finden, hat mit sich, seinen Gefühlen und Gedanken zu kämpfen uns steht sich selbst mehr oder weniger im Weg.

Meine Meinung:
Maria W. Peter hat bei diesem Roman eine wahnsinnige Recherche betrieben. Das spürt man beim Lesen sofort. Um sehr viele authentisch - historische Ereignisse, fließt eine Liebesgeschichte mit ein. Die 5 Hauptpersonen sind charakteristisch perfekt dargestellt, dass man nie auf den Gedanken kommen würde, dass sie nur fiktiv sind. Jeder hat seine eigenen Eigenschaften, die sich nicht nur ergänzen, sondern auch miteinander, ineinanderfließen. Alle machen viel mit, kommen aus sich raus, wachsen über sich hinaus, verändern sich auf ihre Weise.
Außerdem sind auch echte Personen im Roman vorhanden. Bismarck, Napoleon und Kaiserin Eugenie.
Wenn ich ehrlich bin, wusste ich nicht sehr viel von dem Krieg vor dem Buch. Nun bin ich aber voll im Bilde und ich empfand das Lesen des Buches als echte Bereicherung. Die Autorin schafft es mit scheinbar, einer Leichtigkeit, ein sehr schweres Thema locker und leicht rüber zu bringen. Ich ziehe jedes Mal den Hut vor ihr und gestehe, dass Maria W. Peter zu einer meiner absoluten Lieblingsautorin gehört.

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Corpus Corpus

Veröffentlicht am 11.07.2020

Ein spannender historischer Roman über den Krieg zwischen Preußen und Frankreich

Inhalt:
Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen ... …mehr

Inhalt:
Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?

Meine Meinung:
Ich habe schon mehrere Romane von der Autorin gelesen und bin immer wieder begeistert.
Auch das war wieder ein Roman, der mich von Anfang an gepackt hat. Es ist die Geschichte vom Krieg zwischen den Frankreich und Preußen und über die Liebe zweier Menschen, die nicht sein darf.
Die Protagonisten sind sehr gut dargestellt. Wie nicht anders von Frau Peter gewohnt, sind die historischen Ereignisse sehr gut recherchiert.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, denn er war flüssig zu lesen.
Die Spannung blieb vom Anfang bis zum Ende erhalten. Man hat immer mit Madeleine, Paul und den anderen Charakteren mitgefiebert und war gespannt, was als Nächstes passiert.
Die Hintergründe vom Krieg zwischen Preußen und Frankreich sind sehr gut dargestellt und so hat man sehr gut den Lauf Geschichte verstanden.

Fazit:
Wer gerne historische Romane liest, in denen auch eine Liebesgeschichte vorkommt und die vom Anfang bis zum Ende mit Spannung versetzt sind, dem kann ich diesen Kriegsroman sehr empfehlen.

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Areti Areti

Veröffentlicht am 11.07.2020

Ein sehr guter historischer Kriegsroman über den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71

Inhalt:
Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen ... …mehr

Inhalt:
Berlin, 1870: Die Französin Madeleine und der junge deutsche Arzt Paul feiern gerade ihre Verlobung, als eine schreckliche Nachricht ihre Pläne durchkreuzt: Zwischen Preußen und dem Französischen Kaiserreich ist der Krieg ausgebrochen. Überstürzt brechen Madeleine und ihr Vater in ihre Heimatstadt Metz auf. Paul muss als preußischer Militärarzt zurück zu seinem Regiment nach Coblenz. Von nun an Feinde zu sein und auf unterschiedlichen Seiten zu stehen, ist für Paul und Madeleine unerträglich. Kann ihre Liebe den Krieg überstehen?

Packender historischer Roman über das Schicksal dreier Familien, die der Deutsch-Französische Krieg auseinanderreißt.

Mit vielen Schauplätzen in Deutschland, Lothringen & dem Elsass.

Meine Meinung:
"Eine Liebe zwischen den Fronten" von Maria W. Peter ist ein sehr guter historischer Kriegsroman über den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.
Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.

Zu Beginn des Buches befindet sich eine Karte, auf der man all die zahlreichen Schauplätze eingezeichnet sieht und die es dem Leser leichter macht, den Überblick zu behalten.

Dann geht es auch schon los. Man ist direkt mitten im Geschehen und erlebt die Verlobung von dem deutschen Arzt Paul und der Französin Madeleine mit, als die beiden durch die schreckliche Botschaft, dass zwischen ihren beiden Ländern der Krieg ausgebrochen ist, auseinander gerissen werden.

Zu Beginn der einzelnen Kapitel wird immer der Ort genannt, an dem man sich gerade befindet, sowie das passende Datum. Das sorgt dafür, dass man ganz genau weiß, was gerade wo passiert.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge, sodass man immer mal noch schnell eines lesen kann.

Der Schreibstil von Maria W. Peter ist angenehm und flüssig zu lesen.
Besonders gut hat mir auch gefallen, dass die Autorin großen Wert darauf zu legen scheint, dass all das Geschehen sehr authentisch herüberkommt.
Es werden Dialekte verwendet und auch algerische bzw. arabische und französische Sprache kommt vor. Meist klärt sich die Bedeutung schon direkt im Buchtext, aber am Ende des Buches ist zudem auch noch eine Übersicht über die fremdsprachlichen Wendungen, die hier verwendet wurden, und deren Bedeutung.

Die Beschreibungen der Charaktere und Schauplätze sind so gut gelungen, dass man alles ganz klar vor Augen hat. Ich habe mich gefühlt, als würde ich einen Film anschauen, da ich mir alles ganz genau vorstellen konnte.

Madeleine ist wirklich ein beeindruckender Charakter. Sie ist mutig und tapfer, setzt sich für andere ein, ist hilfsbereit und denkt immer zuerst an das Wohl der anderen, bevor sie an sich denkt. Da kommt es auch des Öfteren vor, dass sie sich in Gefahr begibt.
Mit ihr konnte ich ganz besonders gut mitfühlen und mitfiebern. Ihre Handlungen und Entscheidungen konnte ich zu jedem Zeitpunkt absolut nachvollziehen und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen.

Auch Paul ist eine Figur, die in diesem Krieg einiges mitmachen muss und das ein oder andere Mal Entscheidungen trifft, die ihn selbst in Gefahr bringen, um anderen zu helfen. Auch mit ihm konnte ich sehr gut mitfiebern.
Es ist, als wären die beiden füreinander geschaffen und man hofft die ganze Zeit, dass sie durch den Krieg nicht auf Dauer getrennt werden, sondern irgendwann wieder zueinander finden werden.

Eine weitere Figur, die in diesem Buch sehr im Gedächtnis bleibt, ist Madeleines Bruder Clément. Er ist hin und her gerissen und man wünscht sich so sehr für ihn, dass er irgendwann auf den richtigen Weg finden wird. Es ist besonders spannend, seine Entwicklungen mitzuerleben und ihn auf seinem Weg zu begleiten, auch wenn er nicht gerade der größte Sympathieträger sein mag.

Und dann gibt es noch Djamila, das algerische Dienstmädchen von Madeleines Mutter, sowie ihren Bruder Karim, der als Soldat mit in den Krieg ziehen muss. Auch deren Schicksale sind besonders interessant und man ist gespannt, was aus ihnen wird und wohin all die Geschehnisse sie letzten Endes führen werden.

Somit hält das Buch neben einigen Einzelschicksalen, die alle in gewisser Weise miteinander verwoben sind und schon für sich allein sehr viel Potenzial bieten, einiges bereit. Denn man erfährt all die Hintergründe und Geschehnisse des Krieges aus den Jahren 1870/71.
Hierbei merkt man ganz besonders, dass die Autorin unheimlich gut recherchiert hat. All dies wird einem durch die dramatischen und spannenden Schicksale der vielen Figuren nahegebracht. Man lernt hier wirklich einiges.

Die Geschichte hält einige dramatische Wendepunkte bereit und man kommt als Leser nie zu einer Verschnaufpause. Immer passiert etwas, mit dem man nicht gerechnet hat, und man muss einfach weiterlesen.
Für mich war es von der ersten bis zur letzten Seite absolut fesselnd.

Am Ende des Buches befindet sich noch ein langes Nachwort, das die damaligen Begebenheiten noch einmal näher erläutert. Zudem folgt auch ein umfangreiches Glossar sowie ein ausführliches Personenverzeichnis. Man kann also immer mal wieder hinten nachschauen, wenn einem etwas unklar ist.
Auch anhand der Danksagung, in der Maria W. Peter einigen Professoren und vielen anderen Personen ihren Dank ausspricht, merkt man, dass hinter diesem Buch unheimlich viel Recherche steckt.
Zuletzt sind noch zahlreiche Reise- und Stöbertipps für die Schauplätze vorhanden.

Fazit:
Mir hat "Eine Liebe zwischen den Fronten" von Maria W. Peter sehr gut gefallen, da es ein sehr gut recherchierter Kriegsroman ist, der einen in die Zeit von 1870/71 mitnimmt und dem Leser all die damaligen Ereignisse anhand der Schicksale von drei Familien nahebringt. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und verbindet Drama, Freundschaft und Liebe miteinander.
Ich kann dieses Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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HappyEndBuecherdeNicole HappyEndBuecherdeNicole

Veröffentlicht am 11.07.2020

Ein packender, tiefschürfender historischer Roman, der unter die Haut geht und nach lange nach dem Lesen in einem nachhallt

Deutschland 1870:

Ausgerechnet während seiner Verlobungsfeier, bekommt der deutsche Arzt Paul von Gerlach, ein verhängnisvolles Schreiben. Paul wurde einberufen, denn es herrscht nur Krieg zwischen Deutschland ... …mehr

Deutschland 1870:

Ausgerechnet während seiner Verlobungsfeier, bekommt der deutsche Arzt Paul von Gerlach, ein verhängnisvolles Schreiben. Paul wurde einberufen, denn es herrscht nur Krieg zwischen Deutschland und Frankreich und sein ärztliches Fachwissen ist von Nöten. Paul muss sofort abreisen und seine französische Verlobte, Madeleine Tellier und deren Vater, ebenfalls Arzt, zurücklassen. Die politische Situation spitzt sich dermaßen schnell zu, dass Madeleine mit ihrem Papa auf dem schnellsten Wege zurückkehren möchte nach Frankreich, genauer gesagt in ihre Heimatstadt Metz. Doch es ist nicht so einfach zurückzukehren, sie geraten mehrfach in Gefahr und dann bekommt Madeleines Vater auch noch Herzprobleme.

Währenddessen befindet sich Paul bereits inmitten des tobenden Wahnsinns. Und einmal mehr stellt er sich die Frage nach dem Warum und ist betrübt ob der Sinnlosigkeit des Krieges. Aber es macht ihm auch sehr zu schaffen, von seiner Verlobten getrennt zu sein und keine Briefe mit ihr austauschen zu können.

In Metz begegnet Madeleines Bruder Clément der schönen algerischen Hausangestellten Djamilla. Er ist bezaubert von ihr, doch Djamilla traut dem Sohn ihrer Herrin nicht so wirklich über den Weg. Clément, der eine Weile in Paris weilte, hasst die französische Monarchie und den Klerus, doch genauso sehr, die deutschen Soldaten, die gekommen sind, um seine Heimat zu überrennen und zu besiegen. Clément schließt sich dem Widerstand an und gerät mehrfach in Lebensgefahr. Wird er Djamilla jemals wieder sehen?

Derweil kämpft Djamillas Bruder Karim, mit zwei algerischen Freunden an vorderster Front für die Franzosen. Eigentlich ist es nicht ihr Krieg, zudem wird Karims Volk von den Franzosen herablassend behandelt. Doch ihm bleibt keine andere Wahl, denn er hat sich verpflichtet. Seine Sorge um Djamilla ist groß, denn er weiß genau, sollte er sein Leben im Krieg verlieren, würde Djamilla ganz alleine auf der Welt sein.

Vor einiger Zeit las ich Maria W. Peters historischen Roman „Die Festung am Rhein“, der mir außerordentlich gut gefiel. Als ich dann erfuhr, dass sie einen neuen Roman am Start hat, war ich bereits voller Vorfreude darauf. „Eine Liebe zwischen den Fronten“ spielt zu großen Teilen in Metz, Coblenz und Paris.
Die Autorin hat gleich mehrere Akteure in den Fokus gestellt, um die Kriegsgeschehnisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten und ehrlich gesagt gefiel mir diese Art des Erzählens sehr. Zudem sind die Romanfiguren recht unterschiedlich gestrickt, was ihr Denken betrifft und ich fand es spannend, ihren Werdegang verfolgen zu dürfen.
Eines möchte ich allerdings vorweg sagen. Romantikerinnen sollten jedoch nicht dem Glauben anheim fallen, womöglich wegen des Romantitels, dass die Liebesgeschichte zwischen Madeleine und Paul im Vordergrund steht. Natürlich lieben sich die beiden sehr, doch haben sie nicht viele gemeinsame Romanpassagen zusammen, denn letztendlich sind sie wegen ihrer verschiedenen Nationalitäten in diesem Krieg, wie die zwei Königskinder aus dem berühmten Lied, die nicht zusammen kommen können. Viele Hürden müssen genommen und viele Gefahren überstanden werden, bis zum möglichen Happyend. Was übrigens auch für die übrigen Akteure in diesem Roman gilt. Die Autorin schont ihre fiktiven Figuren nicht, zeigt dem Leser auf, wie schlimm, wie blutig und grausam der Krieg ist. Wie schnell falsche Vorurteile entstehen und vor allem wie rasch die Menschlichkeit ad acta gelegt wird, wenn man die gefährlichen Pfade des Fanatismusses betritt.
So ist Clément keinesfalls eine Romanfigur, die man leicht ins Leserherz schließen kann. Er ist, über weite Teile des Romans, verblendet in seinem Hass und verliert völlig aus dem Auge, was wirklich wichtig ist im Leben. Dennoch, ich mochte es sehr, dass die Autorin hier einen widersprüchlichen Menschen geschaffen hat mit Ecken und Kanten, der viele Fehler macht.
Cléments Gedankengänge sind komplex und regen den Leser zum Nachdenken an, auch dann noch, wenn der Roman längst auserzählt ist.

Mit Djamilla und Karim, hat Maria W. Peter ein Geschwisterpaar geschaffen, das wieder eine völlig andere, sehr spannende Sicht auf den Krieg hat. Beide mussten bereits im Kindesalter traumatische Erlebnisse überstehen, was sie nur noch stärker zusammengeschweißt hat. Und beide verabscheuen den Krieg, sowie die Fremdenfeindlichkeit der Franzosen. Man kann sich gut in die beiden hineinversetzen und leidet mit ihnen mit.
Zu guter Letzt sind da natürlich auch noch Madeleine und Paul. Sie sind, genau wie Djamilla und Karim, die guten Seelen des Buches. Sie verabscheuen Gewalt und die Sinnlosigkeit des Krieges und haben es sich auf die Fahne geschrieben, den Menschen zu helfen. Es ist einfach das Liebespaar zu mögen. Genauso leidet man auch mit ihnen mit und erhofft sich ein Happy End für sie.

Der historische Hintergrund wirkt akribisch recherchiert und man erfährt viel Wissenswertes über den Deutsch-Französischen Krieg. Allerdings gestaltet sich das nicht als nüchterne, langweilig dargebotene Geschichtsstunde, in der lediglich die wichtigsten Punkte Erwähnung finden. Maria W. Peter ist es nämlich gelungen, eine fiktive, spannend erzählte und sehr unter die Haut gehende Geschichte mit wahren historischen Fakten zu verbinden und dem Leser die Gräuel und Entbehrungen des Krieges sehr nahe zu bringen. Vor allem urteilt sie nicht sondern zeigt sowohl die Stärken als auch die Schwächen der Menschen auf.

Kurz gefasst: Ein packender, tiefschürfender historischer Roman, der unter die Haut geht und nach lange nach dem Lesen in einem nachhallt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Maria W. Peter

Maria W. Peter - Autor
© Olivier Favre

Maria W. Peter ist seit Langem von Amerika begeistert. Während ihres Studiums der  Amerikanistik und Anglistik war sie Mitglied eines amerikanischen Chors auf dem Militärstützpunkt in Kaiserslautern und pflegte intensive Kontakte zu amerikanischen Familien. Später lebte sie in Columbia, Missouri, wo sie als Fulbright-Stipendiatin die School of Journalism besuchte. Dort erlag sie endgültig der Faszination amerikanischer Kultur und Geschichte. Schon zu Studienzeiten arbeitete Maria W. …

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