Tulpengold
 - Eva Völler - Hardcover

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22,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Hardcover
Historische Romane
476 Seiten
ISBN: 978-3-431-04084-5
Ersterscheinung: 23.02.2018

Tulpengold

Roman

(59)

Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert ...


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Pressestimmen

„Der historische Roman ist spannend bis zur letzten Seite“

Rezensionen aus der Lesejury (59)

jasbr jasbr

Veröffentlicht am 26.03.2018

Spannend und witzig zugleich!

Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt - Amsterdam als Schauplatz von historischen Romanen kam mir nämlich noch nicht so oft zwischen die Finger. Auch der Klappentext hat schon angedeutet, dass eigenes ... …mehr

Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt - Amsterdam als Schauplatz von historischen Romanen kam mir nämlich noch nicht so oft zwischen die Finger. Auch der Klappentext hat schon angedeutet, dass eigenes los sein wird: Ein berühmter Maler, Morde, Spekulationen mit Tulpenzwiebeln und dann auch noch ein sehr außergewöhnlicher Protagonist.

Und Pieter hat mich wirklich von der ersten Seite an für sich eingenommen. Er ist einfach super! Meiner Meinung nach hat er autistische Züge, denn er ist nicht nur furchtbar intelligent, sondern hat ein Problem damit, zwischenmenschliche Gefühle zu erkennen. Er nimmt alles wörtlich, was an der ein oder anderen Stelle wirklich zu komischen Situationen führt.

Pieter ist der rote Faden, der alle anderen Dinge miteinander verbindet. Ich fand es sehr interessant, wie ein Maler um 1600 arbeitet, bevor er bekannt wurde. Rembrandt ist ja heute fast jedem ein Begriff. Pieter zu seinem Lehrling zu machen fand ich von der Autorin deswegen sehr mutig. Mich würde interessieren, inwieweit hier über seinen Charakter und sein Verhalten recherchiert wurde, denn im Buch kommt er sehr speziell, etwas verrückt und nicht wirklich sympathisch rüber.

Ein zweiter Aspekt sind die Spekulationen mit Tulpenzwiebeln, die um diese Zeit in ganz Holland sehr populär waren. Auch hier ist Pieter involviert und ich hätte ihn gerne als meinen Finanzberater. Allerdings habe ich das mit den unterschiedlichen Sorten und den Tulpenscheinen nicht so wirklich verstanden... Zum Glück ist es aber auch nicht nötig, die einzelnen Vorgänge bis ins kleinste Detail zu verstehen. Alles andere wird dann auch gut von Pieter erklärt.

Nicht weniger wichtig sind die Morde, die immer wieder im Umfeld des Malers passieren. Pieter möchte diese unbedingt aufklären. Dabei verlässt er sich vor allem auf seinen Intellekt und seine Erkundigungen, die er überall einzieht. Dadurch gerät er aber natürlich selbst ins Visier. Dieser Handlungsstrang hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich selbst nicht diese Kombinationsgabe habe, die Pieter immer ein Stückchen weiterbringt.

Insgesamt hat mir das Buch richtig gut gefallen, vor allem wegen Pieter, der eine ganz tolle, einmalige Hauptperson ist. Ich hoffe wirklich, dass es bald noch mehr von ihm zu lesen gibt. Von mir gibt es 5 Sterne!

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Samys-Lesestuebchen Samys-Lesestuebchen

Veröffentlicht am 23.03.2018

Gelungenes Leseerlebnis mit kleinen Ecken und Kanten!

Meine Meinung:

Autorin Eva Völler habe ich durch ihre Jugendbücher schätzen gelernt. Ihre Bücher sind sehr vielschichtig, stecken voller Witz und Humor, aber auch der sehr lebhafte und malerische Schreibstil ... …mehr

Meine Meinung:

Autorin Eva Völler habe ich durch ihre Jugendbücher schätzen gelernt. Ihre Bücher sind sehr vielschichtig, stecken voller Witz und Humor, aber auch der sehr lebhafte und malerische Schreibstil zeichnen ihre Werke aus. So war es für mich sehr interessant, sie einmal von einer neuen Seite kennen zu lernen und ihren historisch-kriminalistisch angehauchten Roman kennen zu lernen.

Erst einmal stach natürlich die sehr bildgewaltige Umschreibung von Amsterdam im Jahre 1636 ins Auge. Man fühlt sich sofort in diese Zeit und an den Ort hinversetzt erlebt sehr lebendig die Atmosphäre und erlebt das Gelesene auf eine sehr besondere Weise. Ich war sehr fasziniert von der Darstellung Amtseidams und fand mich sehr wohl in dieser Zeitepoche.

Was soll man zu Pieter sagen, es fällt mir sehr schwer seinen Charakter in Worte zu fassen. Er ist ein sehr sympathischer, sehr charakterstarker und taff trotz seines Sonderlingstatus. Ich mochte ihn, obwohl er mich manchmal an ein Kleinkind im Erwachsenenkörper erinnerte und es kleinere Startschwierigkeiten mit ihm gab. Doch hat man ihn erst einmal so richtig kennengelernt, ist man einfach nur hin und weg von ihm.

Der Schreibstil ist passend zur Zeitepoche gewählt. Die Umgangsformen sehr gehoben und die Dialoge locker und altertümlich. Erst hatte ich Angst, dass diese Schreibweise befremdlich wirken und so gar nicht mein Ding werden könnte, aber meine Angst war vollkommen unberechtigt und ich empfand es absolut passend zur Gesamthandlung.

Spannung, nun ja, es ist eher ein herantasten an diese. Es ist definitiv nicht so, dass ich mit Gänsehaut überschüttet wurde oder mich ängstlich unter der Decke versteckt habe. Was hier aber auf jeden Fall total punkten konnte ist, dass man selbst zum Ermittler wird und zu kleinen Detektivarbeiten verlockt wird. Genaus diese Eigenschaft machte für mich dieses Buch so lesenswert, dass man zu einem Teil der Geschichte wird und selbst animiert mitwirken zu wollen.

Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Pieter. Daher ist es schon wichtig, dass man mit dem Sonderling umgehen kann und sich an seiner Seite wohl fühlt. Wie gesagt er ist ein besonderer Fall von Protagonist und man muss ihn mögen, denn sonst wird die Handlung eher zur Qual.

Die Covergestaltung spiegelt die Handlung wieder. Es umfasst die Thematik des Buches. Mir persönlich gefällt ja auch der gewählte Schriftzug des „T“ im Titel, es hat eben etwas altertümliches verspieltes an sich.

Fazit:

Obwohl es anfänglich doch eher ein herantasten an die Vorfälle und den Hauptprotagonisten war, so fühlte ich mich doch sehr gut unterhalten. Es ist spannend und man wird selbst zum kleinen Detektiv erwählt.

Sehr Lesenswert!

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Gudrun67 Gudrun67

Veröffentlicht am 23.03.2018

ein historischer Kriminalroman, der zum Mitrecherchieren einlädt und die Spannung hochhält

Das Cover in seiner Farbgebung und der Abbildung ist vortrefflich gewählt. Hier stimmt nicht nur das Aussehen sondern auch die Haptik, denn einige Elemente sind glänzend und etwas erhoben dargestellt. ... …mehr

Das Cover in seiner Farbgebung und der Abbildung ist vortrefflich gewählt. Hier stimmt nicht nur das Aussehen sondern auch die Haptik, denn einige Elemente sind glänzend und etwas erhoben dargestellt. Auch die Klappeninnenseiten sind passend gearbeitet. Hier ist alles in sich stimmig.



Der Schreibstil ist eingängig. Die Autorin versteht es, die Gedanken und Vorgänge der Mitwirkenden gelungen in Szene zu setzen und vor allen Dingen authentisch und nachvollziehbar zu beschreiben. Hier hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein und zu recherchieren, denn dieses Buch ist nicht nur ein historischer Roman sondern vor allem auch ein historischer Kriminalroman. Die Charaktere wirken lebhaft und gerade die Beweggründe und Gedanken "des Sonderlings" (ich nehme hier den Begriff aus der Buchbeschreibung, der sich auf der Rückseite des Buches befindet, auf, da ich nichts vorwegnehmen will) werden trefflich und eindrücklich erläutert. So kann man sich auch als Nicht-Involvierter in die Situation hineinversetzen. Im Nachwort erklärt die Autorin auch noch ihre Beweggründe zur Einsetzung dieses Charakteres. Dies möchte ich hier erwähnen, denn vielleicht ergeht es anderen Lesern genauso wie mir, weil ich mich stellenweise gewundert habe, wieso dieser Wesenszug so intensiv bearbeitet wurde.



Die Spannung wird von Anfang bis Ende hoch gehalten und ist nicht vorhersehbar. Man kann immer wieder neue Seiten erleben, die das Mitermitteln spannend und aufschlussreich machen. Ich konnte es dann irgendwann kaum mehr erwarten, wie sich das Ende denn enträtseln wird.



Die Szenerien werden lebhaft und gut vorstellbar dargestellt, so dass man sich ein lebendiges Bild der Geschehnisse machen und Stück für Stück mehr vom Inhalt begreifen kann.



Mein Fazit: ein historischer Kriminalroman, der zum Mitrecherchieren einlädt und die Spannung hochhält

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anke3006 anke3006

Veröffentlicht am 20.03.2018

Amsterdam hat nicht nur Tulpen

Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, ... …mehr

Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert ...
Ich mag den Schreibstil von Eva Völler sehr und war sehr neugierig, weil dies der erste Krimi ist, den ich von ihr lese. Und ich bin begeistert. Eva Völler hat in diesem Roman wirklich alle einzelnen Aspekte gut miteinander verbunden. Ob es um den logischen Ablauf geht, die historischen Hinweise oder Maltechniken und Farbgebung. Ein wirklich gelungener Roman.

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Shondra Shondra

Veröffentlicht am 18.03.2018

Tolles Buch, toller Protagonist

Der letzte Wunsch von Pieter´s Vater , das der Junge eine Malerlehre beim berühmten Meister Rembrandt absolviert. Pieter jedoch ist kein gewöhnlicher junger Mann, in dieser Zeit ein begabter und hochintelligenter ... …mehr

Der letzte Wunsch von Pieter´s Vater , das der Junge eine Malerlehre beim berühmten Meister Rembrandt absolviert. Pieter jedoch ist kein gewöhnlicher junger Mann, in dieser Zeit ein begabter und hochintelligenter Sonderling.

Pieter selbst ist sich gar nicht sicher ob er wirklich Maler werden möchte, so macht es ihm gar nichts aus als Rembrandt ihn die erste Zeit nicht wirklich wahr nimmt, und er nur Hausarbeiten verrichtet. So ist er auch immer in der nähe der hübschen Küchenmagd. Doch als Rembrandt Pieter´s Talent entdeckt ist er für diesen eine Geldquelle und hat Angst das Pieter seine Lehre bei ihm abbrechen könnte.

Auch ein anderer Malermeister hat die Begabung von Pieter erkannt und versucht mit allen Mitteln diesen für sich zu gewinnen, doch Pieter bleibt Rembrandt treu, vorallem da er die Mordfälle aufklären möchte die irgendwie alle auf seinen Meister als Täter hindeuten.

In diesem Zeitraum werden die Tulpenzwiebeln zu horrenden Summen gehandelt. Es ist die Zeit der Tulpisten und Pieter ist ganz fasziniert von dem Geschehen und stellt berechnungen darüber an, wann der Tulpenhandel zusammen brechen wird. Ein sehr spannender Part in diesem Buch für alle Geschichtlich interessierten.

Aber Tulpenzwiebeln spielen auch bei den Morden eine Rolle und in Rembrandt´s Haus werden welche gefunden, die einem Mordopfer entwendet wurden, doch Pieter kann glaubhaft versichern das es sich um seine handelt. Bei den Mordopfern handelt es sich bei allen um Kunden von Rembrandt die kurz zuvor Portraits bestellt haben und diese nicht bezahlt oder den Auftrag dann storniert haben.

Doch Pieter stellt berechnungen an und kommt den Tätern immer näher, was ihn in Gefahr bringt.

Tolles Buch, toller Protagonist und tolles Thema. Ich würder gerne noch mehr von Pieter lesen. Ein Autist in dieser Zeit, das Thema wurde klasse umgesetzt und Pieter von Anfang an einfach nur sympathisch. Das lesen hat von der ersten bis zur letzten Seite spaß gemacht.

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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