Zorn des Himmels
 - Richard Dübell - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Historische Romane
432 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17397-6
Ersterscheinung: 09.09.2016

Zorn des Himmels

Historischer Roman

(7)

Gottes Zorn entlud sich in der Morgendämmerung.
Er kam mit einem Grollen, als würde der Himmel aufgerissen. Er kam mit Blitzstrahlen, die die Erde spalteten. Er kam mit Wassermassen, die den Boden in einen reißenden Fluss verwandelten. Er kam mit einer Urgewalt, die selbst den Ungläubigsten davon überzeugte, wie zornig der Herr war über die Gottlosigkeit von Kaiser und Papst, von Ritter und Priester, von Kaufmann und Bettler.
Es war Gottes Zorn, aber er war nur ein Vorspiel zu dem, was noch kommen sollte …

Ein atemberaubend spannender Mittelalter-Roman über eine verheerende Naturkatastrophe und eine gefährliche Verschwörung. Mit Bonusmaterial zur Entstehung des Buchs!
 

Pressestimmen

„Richard Dübell schafft es mit seinem spannenden und gut recherchierten Werk einmal mehr, die Historie wortgewaltig und grandios lebendig werden zu lassen."

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Rezensionen aus der Lesejury (7)

nicigirl85 nicigirl85

Veröffentlicht am 19.10.2018

Eine Naturkatastrophe verändert Mitteleuropa...

Dies war mein erster historischer Roman von Richard Dübell, kenne ich doch bisher nur seine spannenden und vor allem amüsanten Krimis um Hauptkommissar Peter Bernward. Da ich historische Romane mein bevorzugtes ... …mehr

Dies war mein erster historischer Roman von Richard Dübell, kenne ich doch bisher nur seine spannenden und vor allem amüsanten Krimis um Hauptkommissar Peter Bernward. Da ich historische Romane mein bevorzugtes Genre sind und mich die äußere Gestaltung des Buches förmlich anzog, begann ich mit großem Interesse und Erwartungen zu lesen.

Der Autor entführt uns nach Frankfurt, anno Domini 1342. Hier begegnen wir der jungen Fährmannstochter Philippa, die während sich ein Unwetter zusammenbraut einen Mann ohne Erinnerung kennenlernt. Mathias hat es ihr wirklich angetan, noch nie hat sie so gefühlt. Während Mathias ihr gehörig den Kopf verdreht, geht das Gerücht um, dass ein Attentäter in der Stadt weilt, der es auf den Kaiser abgesehen hat. Könnte Mathias wohlmöglich darin verwickelt sein?

Richard Dübells Schreibstil ist einfach so erfrischend, dass einem die Seiten förmlich durch die Hände gleiten, man immer mehr von der Geschichte und dessen Charaktere haben möchte.

Die dargestellten Personen sind sehr gut gezeichnet, da findet sicher jeder Leser einen Charakter mit dem er sich identifizieren kann. Mir hat es hier am meisten Philippa angetan, mochte ich vor allem ihr wildes und offenes Wesen.

Gut gefallen hat mir zudem, dass die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellt wird, so bekommt man einen noch besseren Einblick in die Menschen und ihre Gefühlswelt. Und für zusätzliche Spannung sorgt es auch.

Die Katastrophen, das Machtgeränkel und ähnliches sind so gut geschildert, dass man fast das Gefühl hat einen Film vor Augen ablaufen zu sehen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich dieser Stoff ideal als Filmvorlage macht.

Eins weiß ich nach dieser Lektüre ganz gewiss: Das wird nicht mein letzter historischer Roman von diesem Autor gewesen sein.

Fazit: Ein spannender und sehr unterhaltsamer Roman über das Magdalenenhochwasser. Für Fans historischer Romane ein Must-Read. Lesenswert und uneingeschränkt zu empfehlen!

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kassandra10 kassandra10

Veröffentlicht am 23.03.2018

Eine Jahrhundertflut!

In dem kleinen Ort Franchenfurt macht der Kaiser halt um dort seine Macht zu demonstrieren. Begleitet von seinem Privatheer stößt er jedoch aufgrund der Massen an Menschen, die seinen Aufenthalt mit sich ... …mehr

In dem kleinen Ort Franchenfurt macht der Kaiser halt um dort seine Macht zu demonstrieren. Begleitet von seinem Privatheer stößt er jedoch aufgrund der Massen an Menschen, die seinen Aufenthalt mit sich bringt, nicht nur auf Unterstützer.

Der Gemeinderat ist gespalten und die Brücke wird vorerst streng bewacht und die Schiffahrten und Fährfahrten werden eingestellt.

Hilpolt, der Gardemeister des Kaisers trifft auf Christian von Ascanius, einen Deutschordensritter, den er als den vermeintlich angekündigten Mörder entlarven will und bringt damit Philippa, die Tochter des Fährmeisters in Gefahr.

Diese allerdings bekennt sich zu Christian, bis dessen Bruder Bernhard auftaucht und dieser sich als der geheimen Beschützer des Kaisers bekennt und Christian als Mörder entlarvt.

Mit der Jagd auf Christian zieht ein Unwetter mit biblischen Plagen über Franchenfurt und während die Pegel rund um die kleine Stadt steigen und steigen, naht eine bedrohliche Flut heran.

Philippa und Hilpolt erkennen während des Unwetters zu spät, dass sie beide einer Lüge erlegen sind und es jetzt nur noch um das eigene Leben und um das Überleben des Kaisers geht.

Ein wirklich spannender historischer Roman über eine Jahrhundertflut, die Macht der politischen Intrige und dem Kampf um das nackte Überleben.

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nasa2000 nasa2000

Veröffentlicht am 14.12.2017

Zorn des Himmels

Ich habe einige Bücher von Richard Dübell gelesen und war meist auch begeistert von den Büchern. Auch bei dem vorliegenden historischen Roman schafft er es einen zu fesseln.

Wir schreiben das Jahr 1342 ... …mehr

Ich habe einige Bücher von Richard Dübell gelesen und war meist auch begeistert von den Büchern. Auch bei dem vorliegenden historischen Roman schafft er es einen zu fesseln.

Wir schreiben das Jahr 1342 die Stadt Frankfurt leidet unter einer Hitzewelle. Zudem weilt momentan der Kaiser in der Stadt und bringt dadurch einiges durcheinander. Denn es geht das Gerücht eines Meuchelmörders um. Und so wird alles getan was den Kaiser schützt, aber den Frankfurtern das Leben erschwert. Dann taucht ein fremder Mann auf der angeblich sein Gedächtnis verloren hat. Philippa die Tochter eines angesehenen Fährmanns, fühlt sich zu ihm hingezogen und versucht ihm zu helfen. Als dann noch ein Deutschritter in Frankfurt auftaucht ist die Verwirrung komplett und das Leben des Kaisers in Gefahr, allerdings nicht nur durch einen Meuchelmörder.

Was mich besonders an diesem Roman fesselte war die Tatsache das ich von der Umweltkatastrophe im Jahr 1342 noch nichts gehört hatte. Dass diese Flut aber die Topographie Mitteleuropas danach für immer veränderte. Auch die Art und Weise wie der Autor einen an die Geschichte ranführt fand ich sehr schön. Man lernt erst die Protagonisten kennen, wie sie leben, was sie fühlen und wird dann nach und nach erst mit der Katastrophe konfrontiert. So kann man die Angst und das Schrecken der Protagonisten sehr gut nachempfinden und man leidet mit ihnen mit. Zudem schafft der Autor rund um die Flut eine Geschichte die spannend ist und einen kaum los lässt. Es sind einige Verwicklungen und Überraschungen dabei, die es einem schwer machen das Buch aus den Händen zu legen.

Es gab auch einige Stellen die etwas langatmig geschildert wurden oder mich etwas ratlos stehen gelassen haben, aber im großen und ganzen konnte man das Buch gut lesen. Auch der Anhang war sehr interessant und hat nochmal einige Informationen gegeben.

Ich kann das Buch nur weiter empfehlen. Es ist für jeden der gerne historische Romane liest, gut geeignet.

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walli007 walli007

Veröffentlicht am 21.11.2017

Hochwasser

Im Juli 1342 herrscht eine Hitzewelle. Frankfurt stöhnt unter der heißen Sonne, alles ist trocken. Philippa, die Tochter des Fährmanns, träumt von einer Zukunft, in der sie unabhängig ist. Doch zunächst ... …mehr

Im Juli 1342 herrscht eine Hitzewelle. Frankfurt stöhnt unter der heißen Sonne, alles ist trocken. Philippa, die Tochter des Fährmanns, träumt von einer Zukunft, in der sie unabhängig ist. Doch zunächst mal wird sie mit Albrecht verlobt, den sie schon immer kennt. Viel interessanter ist da doch der geheimnisumwitterte Mathias, der sein Gedächtnis verloren hat und dennoch ein geübter Kämpfer ist. Ihn zieht es nach Frankfurt, wenn er sich auch nicht erinnert, so scheint er doch eine Mission zu haben. Der Kaiser, der in Frankfurt weilt, versucht seine Anschauungen mit denen seiner Feinde zu versöhnen oder in Einklang zu bringen. Fast unbemerkt von den Beteiligten ändert sich das Wetter.

Das Magdalenenhochwasser von 1342 ist belegt als eines der schlimmsten Hochwasser dieser Zeit. Auch heutzutage richtigen Hochwasser immense Schäden an, zerstören Existenzen, bringen großes Leid. Aber dennoch sind wir heute wahrscheinlich besser gewappnet mit Versicherungen, Rettungskräften, vorbeugenden Maßnahmen, Wetterwarnungen, etc. Ungleich schwerer muss es für die Menschen des Mittelalters gewesen sein, so eine Wetterlage durchleben zu müssen. Schließlich kam es wesentlich unerwarteter. Und so war es schwieriger, sich, die Liebsten und das Hab und Gut zu retten.

In diese Situation schreibt der Autor eine spannende Geschichte um den Kaiser im Kirchenbann, seine engsten Vertrauten, seine möglichen Retter, um Philippa und Mathias und einige weitere Menschen, deren Schicksal durch das Wetterereignis bestimmt wird. Zunächst sorglos ob der Wetterlage, wird den Frankfurtern die Änderung des Wetters in eine bedrohliche Form nur langsam bewusst. Als sie merken, dass es gefährlich wird, ist es schon fast zu spät. Gerade die Beschreibungen des immer schlechter werdenden Wetters und des verheerenden Hochwasser, das dramatische Auswirkungen hat, reißen mit. Besonders wenn man während der Lektüre die Regentropfen auf das Dach plätschern hört, das Wasser in der Regenrinne gluckern, kann man sich sehr gut die Bilder vorstellen, die sich den Menschen damals geboten haben können.

Die zusätzlichen Informationen, die der Autor zu dem Hochwasser und zum Entstehen seines Romanes gibt, bilden einen besonderen Rahmen.

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Penny Penny

Veröffentlicht am 23.10.2017

Flutkatastrophe

Nicht der erste historische Roman des Autors, allerdings kommt mir nun die Pause bis zu diesem Buch zu lange vor. Zorn des Himmels hat mir wieder gut gefallen.

Mitte Juli 1342 wird die Gegend um Frankfurt ... …mehr

Nicht der erste historische Roman des Autors, allerdings kommt mir nun die Pause bis zu diesem Buch zu lange vor. Zorn des Himmels hat mir wieder gut gefallen.

Mitte Juli 1342 wird die Gegend um Frankfurt von einer große Hitze und Trockenheit heimgesucht. Doch eine andere Katastrophe bahnt sich an, ein Unwetter mit verheerenden Ausmaßen zieht heran. Dazu ist der Kaiser in der Stadt und die Sicherheitsmaßnahmen bringen Unruhe in die Bevölkerung. Zwei Deutschordenritter kommen eher unauffällig in die Stadt, einer will den Kaiser töten. Mittendrin ist Phi-lippa, diFüre Tochter eines Fährmanns.
Bis zu diesem Roman wusste ich über die schlimmen Unwetter, Überflutungen Mitte 1342 nichts, wo es doch so eine einschneidende Katastrophe war. Dazu die Probleme des Kaisers mit der Kirche. Wobei mir hier der Kaiser sehr menschlich und an seinem Land interessiert vorkommt. Im Gegensatz zur Kirche, den Päpsten. Die Zeit damals, die Darstellung der Stadt mitsamt der Bevölkerung hat mir gut gefallen. Die Recherche muss sehr umfangreich gewesen sein, um diese Geschichte mit den vielen Leuten und Geschehnissen zu schreiben. Die Gliederung finde ich gerade nach Beendigung des Buches sehr gelun-gen, ebenso so die Dialoge. Einfach die richtige Mischung zwischen historischen Geschehnissen, persön-lichen Schicksalen. Dazu kommt die intensive Schilderung der Flutkatastrophe.
Für mich ein gelungener historischer Roman, in einem gut zu lesenden Stil geschrieben. Ein Muss für Fans historischer Romane.

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Autor

Richard Dübell

Richard Dübell - Autor
© Olivier Favre

Richard Dübell, geboren 1962, ist Träger des Kulturpreises der Stadt Landshut und des Literaturpreises »Goldener Homer«. Er zählt zu den beliebtesten deutschsprachigen Autoren Historischer Romane. Seine Bücher standen auf der Bestsellerliste des Spiegel und wurden in vierzehn Sprachen übersetzt. Mittlerweile schreibt er auch erfolgreich für Kinder und Jugendliche. Mehr Informationen über den Autor finden Sie auf seiner Homepage: www.duebell.de.

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