Der zehnte Gast
 - Shari Lapena - PB

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12,90

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
317 Seiten
ISBN: 978-3-431-04127-9
Ersterscheinung: 31.10.2019

Der zehnte Gast

Es gibt kein Entkommen
Kriminalroman
Übersetzt von Axel Merz

(45)

Tief in den Wäldern der schneebedeckten Catskill Mountains, weit entfernt von der nächsten Ortschaft liegt das Mitchell’s Inn, ein verwunschenes kleines Hotel. Als zehn ganz unterschiedliche Gäste an einem dunklen Winternachmittag dort eintreffen, hoffen sie, ihre Probleme an diesem abgeschiedenen Ort wenigstens für ein Wochenende zu vergessen. Doch in der Nacht zieht ein Schneesturm auf, der jeglichen Kontakt zur Außenwelt unmöglich macht, und das winterliche Idyll wird zur tödlichen Falle. Denn am nächsten Morgen liegt in der Lobby eine Leiche, und jeder der Anwesenden weiß: Der Mörder muss unter ihnen sein – und es gibt keine Möglichkeit, ihm zu entkommen …

Rezensionen aus der Lesejury (45)

jasbr jasbr

Veröffentlicht am 19.11.2019

Eingeschneit...

Der Plot ist jetzt nicht unbedingt etwas Neues: Gäste eines Hotels sind eingeschneit, der Kontakt zur Außenwelt ist abgeschnitten. Plötzlich gibt es eine Tote - Mord oder Unfall? Das ist zunächst unklar.

Aber ... …mehr

Der Plot ist jetzt nicht unbedingt etwas Neues: Gäste eines Hotels sind eingeschneit, der Kontakt zur Außenwelt ist abgeschnitten. Plötzlich gibt es eine Tote - Mord oder Unfall? Das ist zunächst unklar.

Aber auch wenn hier das Rad nicht neu erfunden wird, hat mich gerade das angesprochen, denn ich war auf die Umsetzung gespannt. Vor allem der sehr lebendige Schreibstil der Autorin hat mir in ihren vorherigen Büchern gut gefallen und er wurde auch im "Zehnten Gast" sehr gut umgesetzt. Man hatte jederzeit das Gefühl, hautnah dabei zu sein und die Personen zu kennen - oder auch nicht.

Am Anfang hat mich die Personenanzahl etwas erschlagen, auch wenn diese nach und nach eingeführt werden. Sie haben alle ihre Eigenheiten, sodass man schnell lernt, sie auseinanderzuhalten. Erzählt wird die Geschichte durchgehend in der dritten Person, allerdings wechselt die Perspektive auch innerhalb der Kapitel. Man bekommt also alle Gedankengänge super mit und weiß auch, was die jeweiligen Personen voneinander halten.

Die Autorin bietet dem Leser auch Raum, bei der Suche nach dem potentiellen Mörder mitzufiebern. Das hat mich während des Lesens sehr bei der Stange gehalten, meine Vermutungen sind aber immer hin- und hergesprungen. Es gibt immer wieder Hinweise, aber so richtig greifbar ist der Täter nicht. Das hält die Spannung permanent hoch und man will - nein, muss - immer weiterlesen.

Die erzählte Zeit ist recht kurz, denn es geht nur um ein Wochenende. Trotzdem hat man das Gefühl, dass sich, zumindest für die betroffenen Personen, die Tage und Nächste endlos hinziehen. Das bewerte ich absolut positiv, denn Shari Lapena hat hier auf wenig Raum viel Handlung gepackt.

Insgesamt war ich wirklich begeistert, denn das Ende konnte mich nochmal richtig überraschen. Die Auflösung war schlüssig und absolut nicht zu erwarten.

Von mir gibt es daher volle 5 Punkte! Hoffentlich gibt es bald wieder etwas Neues von der Autorin.

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wampy wampy

Veröffentlicht am 12.11.2019

Ein Psychothriller der ruhigen Art

Buchmeinung zu Shari Lapena – Der zehnte Gast

„Der zehnte Gast“ ist ein Kriminalroman von Shari Lapena, der 2019 bei Bastei Lübbe in der Übersetzung von Axel Merz erschienen ist. Der Titel der englischen ... …mehr

Buchmeinung zu Shari Lapena – Der zehnte Gast

„Der zehnte Gast“ ist ein Kriminalroman von Shari Lapena, der 2019 bei Bastei Lübbe in der Übersetzung von Axel Merz erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet „An Unwanted Guest“ und ist 2018 erschienen.

Zum Autor:
Shari Lapena arbeitete als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen widmete. Sie gab ihr Thrillerdebüt mit THE COUPLE NEXT DOOR. Shari Lapena lebt mit ihrem Ehemann und den beiden gemeinsamen Kindern in Toronto.

Klappentext:
Das Mitchell’s Inn in den Wäldern der Catskill Mountains ist der perfekte Ort für ein gemütliches Wochenende. Doch als ein Schneesturm aufzieht, der jeglichen Kontakt zur Außenwelt unmöglich macht, wird das Hotel zur tödlichen Falle. Denn ein Gast nach dem anderen stirbt unter mysteriösen Umständen. Jeder weiß: Der Mörder muss unter ihnen sein - und es gibt keine Möglichkeit, die Polizei zu alarmieren oder zu fliehen ...

Meine Meinung:
Mein erstes Buch der Autorin hat mich positiv überrascht. Das Setting ist in ähnlicher Form wohlbekannt – eine Gruppe von Menschen trifft sich an einem abgelegenen Ort und kann keine Verbindung zum Rest der Welt aufnehmen und dann gibt es einen Todesfall. Hier liegt die Abgeschiedenheit an einem Wintersturm und ist zeitweiliger Natur.
Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und jeder der zehn Gäste trägt seinen Teil dazu bei. Keiner der Gäste ist der geborene Sympathieträger und jeder hat ein Problem in seinem Rucksack. Nach ruhigem Beginn zieht die Autorin das Tempo an, indem einige der Gäste ihr Problem zumindest zu Teilen kundtun. Nach der zweiten Leiche wird auch die Atmosphäre frostig und auch der Leser beginnt zu frösteln. Blutige Darstellungen fehlen komplett, denn die Autorin setzt auf die psychologischen Momente. Manche Gäste benehmen sich etwas seltsam, auch weil der Druck, der auf ihnen lastet, schwer wiegt. Die Autorin seziert Beziehungen und die Beteiligten geben kein gutes Bild ab. Es gibt weitere Leichen und manche Personen verhalten sich unvernünftig. Das ist vielleicht das einzige Manko dieses Buches. Die Autorin spielt mit dieser Unvernunft und manchmal bleibt die erwartete Leiche aus. Der Weg zur Auflösung ist mit einigen Überraschungen gepflastert und auch am Ende bleiben ein paar Punkte offen.

Fazit:
Dieser Thriller lebt von der Darstellung der psychologischen Aspekte und hat mich weitgehend überzeugt. Die kleineren Mängel führen zu keiner Abwertung und so vergebe ich fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten). Dazu gibt es eine klare Leseempfehlung für die Freunde psychologisch geprägter Thriller.

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MeSanch_90 MeSanch_90

Veröffentlicht am 11.11.2019

Nichts ist wie es scheint!

In den Wäldern der Catskill Mountains wollen ein paar Gäste ein ruhiges erholsames Wochenende im Mitchell's Inn verbringen. Doch kurz nach ihrer Ankunft zieht ein Schneesturm auf und das Hotel ist von ... …mehr

In den Wäldern der Catskill Mountains wollen ein paar Gäste ein ruhiges erholsames Wochenende im Mitchell's Inn verbringen. Doch kurz nach ihrer Ankunft zieht ein Schneesturm auf und das Hotel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Als am Morgen eine Leiche entdeckt wird, sind alle Gäste in heller Aufruhr. Der Mörder kann nur einer von ihnen sein ...

Der Krimi wird aus der Sicht aller zehn Gäste und den beiden Hotelinhabern erzählt Man hat einen sehr guten Einblick in ihr Gefühls- und Seelenleben und fängt schnell an mitzugrübeln wer der Mörder sein könnte. Zu Beginn wirkt jeder unschuldig. Doch von Zeit zu Zeit verdächtigen sich die Protagonisten gegenseitig und es kommen dunkle Geheimnisse ans Licht die das Misstrauen schüren. Während des Lesens ist die Stimmung drückend. Durch den Stromausfall werden die Emotionen der Charaktere und die aussichtslose Lage sehr gut beschrieben und man kann sich in das Geschehen hineinversetzen. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung bleibt bis zum Schluss hoch. Auch wenn die Auflösung ein bisschen weit hergeholt ist, kann man damit zufrieden sein.

Der zehnte Gast ist ein nervenaufreibender Krimi der tief in die Psyche der Menschen blicken lässt. Denn nichts scheint so wie es ist! Auch wenn es die Art von Geschichte schon unzählige Male gibt, ist es immer wieder faszinierend zu erleben was man daraus zaubern kann.

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Eponine Eponine

Veröffentlicht am 11.11.2019

Der zehnte Gast - ein Pageturner

Zum Inhalt
Zehn Gäste reisen teilweise als Paar, manche auch als Alleinreisende aus unterschiedlichen Gründen zu einem abgelegenen Hotel in den Wäldern von Catskill Mountains, um dort das Wochenende zu ... …mehr

Zum Inhalt
Zehn Gäste reisen teilweise als Paar, manche auch als Alleinreisende aus unterschiedlichen Gründen zu einem abgelegenen Hotel in den Wäldern von Catskill Mountains, um dort das Wochenende zu verbringen. Es ist ein kleines, aber sehr feines Haus und zieht vor allem Menschen an, die dem Alltag für ein paar Tage entfliehen möchten. Es gibt kein Handyempfang und kein Internet – also der richtige Ort zum Abschalten oder um ein romantisches Wochenende zu verbringen. Die Gäste fühlen sich auch sichtlich wohl in der behaglichen Atmosphäre, für die der Hotelier und sein Sohn sorgen. Die Stimmung ändert sich jedoch als der angekündigte Schneesturm heftiger aufzieht als gedacht und das Hotel von der Außenwelt nicht mehr erreichbar ist. Dennoch versuchen alle das Beste aus der Situation zu machen – bis ein mysteriöser Todesfall die Stimmung endgültig kippen lässt. War es ein Unfall oder weilt ein Mörder unter den Eingeschlossenen?

Meine Gedanken zum Buch
Shari Lapena hat schon ab der ersten Seite eine dichte Atmosphäre geschaffen, die in manchen Momenten an die unvergessenen Werke von Agatha Christie erinnern und dennoch nicht kopiert wirken. Bereits bei den Anreise-Szenen erfährt man einiges über die Figuren – über ihre Erwartungen, Sorgen und gar Ängsten. Obwohl ich als Leser der außenstehende Beobachter war, fühlte ich mich mittendrin im Geschehen und konnte dennoch alles und vor allem jeden im Blick behalten. Aus der Inhaltsangabe wusste ich, dass bald jemand sterben würde. Dieses Wissen hat die Spannung, die sich im Hotel allmählich aufbaute, noch weiter angestachelt und ich konnte das Buch vor lauter Anspannung kaum aus der Hand legen.

Auch wenn dann die Auflösung für meinen Geschmack etwas „aus dem Nichts“ kam, empfinde ich den Plot insgesamt als in sich logisch und schlüssig. Besonders gefällt mir, dass der aufmerksame Leser tatsächlich den einen oder anderen Hinweis auf den Täter oder die Täterin bemerken könnte. Ich habe wohl zu atemlos gelesen, da ich lange Zeit auf dem Holzweg war. Aber das hat meinen Spaß am Buch nicht geschmälert – im Gegenteil. Die Autorin liefert so viel Stoff zum Grübeln und Spekulieren, so dass man immer unbedingt weiterlesen muss und als Leser in interessante Gedankenflechte hineingerät. Zeitweise war ich fast soweit, jeder Figur eine Greueltat zuzutrauen.

Meiner Meinung nach ist der Autorin ein sehr interessantes und spannendes Bild der Abgründe der menschlichen Psyche gelungen und sie zeigt auf, dass in jedem kriminelle Energie stecken kann. Shari Lapena erzählt die Geschichte auf eine sehr ruhige Weise und gänzlich ohne Effekthascherei. Dennoch wird der Spannungsbogen bis zum Zerreissen angespannt und wurde für mich zum „Pageturner“. Da ich die Autorin noch nicht kannte, möchte ich mir unbedingt ihr Vorgänger-Buch näher anschauen. „Der zehnte Gast“ kann ich jedenfalls schon allen Krimilesern sehr empfehlen.

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BuecherwurmNZ BuecherwurmNZ

Veröffentlicht am 10.11.2019

Absolut fesselnd

"Der zehnte Gast" ist von der ersten Seite an spannend. Die Spannung wird im weiteren Handlungsverlauf konstant hoch gehalten und steigert sich gegen Ende noch.

Das Hotel und dessen nahe Umgebung sind ... …mehr

"Der zehnte Gast" ist von der ersten Seite an spannend. Die Spannung wird im weiteren Handlungsverlauf konstant hoch gehalten und steigert sich gegen Ende noch.

Das Hotel und dessen nahe Umgebung sind anschaulich dargestellt. Durch die eindringliche Schilderung des Sturms und das Auffinden der Toten entsteht eine beklemmende Atmosphäre. Zudem ist alles sehr bildhaft beschrieben, sodass man sich die Handlung, die Abgeschiedenheit und von der Außenwelt abgeschnitten zu sein vor seinem inneren Auge sehr gut vorstellen kann. Die Hilflosigkeit, Verwirrung und Angst der noch lebenden Gäste ist spürbar.

Besonders gefällt mir, dass Shari Lapena das Geschehen aus zehn verschiedenen Perspektiven eines jeden Hotelgastes geschrieben hat. So lernt man alle Personen ein wenig kennen und weiß vor allem, wie diese die anderen Anwesenden einschätzen. Man erfährt nur langsam mehr über die Gäste, aber das hat mich nicht gestört, im Gegenteil, es hat zur äußerst hohen Spannung beigetragen. Das Ende und das Aufklären der Morde ist gut gelöst, schlüssig und hält sogar noch eine Überraschung parat.

*Fazit*

Sehr spannend, sehr fesselnd, sehr gut geschrieben. Die Zeit verflog beim Lesen und ich konnte nicht aufhören, wollte unbedingt wissen, wer für die Toten verantwortlich ist wieso diese sterben mussten.

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Autorin

Shari Lapena

Shari Lapena - Autor
© Tristan Ostler

Shari Lapena arbeitete als Rechtsanwältin und Englischlehrerin, bevor sie sich dem Schreiben von Romanen widmete. Ihr Thrillerdebüt THE COUPLE NEXT DOOR sorgte bereits vor seiner Veröffentlichung international für Furore. Der Roman wurde in 28 Länder verkauft, stand wochenlang auf Platz 1 der SUNDAY-TIMES-Bestsellerliste sowie auf der Bestsellerliste der NEW YORK TIMES und wurde vielfach hymnisch besprochen. Mit ihrem zweiten Thriller A STRANGER IN THE HOUSE konnte sie an den …

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