Die Frau aus Oslo
 - Kjell Ola Dahl - PB

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15,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
428 Seiten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-431-04118-7
Ersterscheinung: 28.06.2019

Die Frau aus Oslo

Kriminalroman
Übersetzt von Thorsten Alms

(38)

Oslo, 1942. Die Stadt ist von den Nazis besetzt. Die Jüdin Esther kämpft im Widerstand – bis sie verraten wird. In letzter Sekunde gelingt ihr die Flucht nach Schweden. Ihre Familie jedoch wird deportiert. In Stockholm trifft Esther den Widerstandskämpfer Gerhard Falkum, der ebenfalls aus Oslo geflohen ist. Er steht unter Mordverdacht an seiner Frau. Ein Verdacht, der nie ausgeräumt werden kann und Esther Jahrzehnte später noch beschäftigt. Denn zurück in Oslo will sie herausfinden, wer ihre Familie damals in den sicheren Tod geschickt hat ...

Rezensionen aus der Lesejury (38)

FreyjaK1 FreyjaK1

Veröffentlicht am 23.07.2020

Spannende Geschichte um eine Widerstandsgruppe

Im Jahr 1942 ist die Stadt Oslo von Nazis besetzt. Bis sie verraten wird kämpft die Jüdin Ester im Widerstand. Ihr gelingt in letzter Sekunde die Flucht nach Schweden. Dort trifft sie den ebenfalls aus ... …mehr

Im Jahr 1942 ist die Stadt Oslo von Nazis besetzt. Bis sie verraten wird kämpft die Jüdin Ester im Widerstand. Ihr gelingt in letzter Sekunde die Flucht nach Schweden. Dort trifft sie den ebenfalls aus Oslo geflohenen Gerhard Falkum. Er wird von den Deutschen verdächtigt, seine Frau ermordet zu haben. Das war Esters beste Freundin. Hat ein Verräter aus ihren Reihen etwas damit zu tun? Nach Jahrzehnten kommt Gerhard zurück nach Oslo und die damaligen Mitglieder der Widerstandsgruppe wird aus ihrer jetzigen Ruhe aufgescheucht. Und Ester will endlich den damaligen Schuldigen aufspüren.

"Die Frau aus Oslo" ist ein sehr spannender aber auch tragischer Krimi von Kjell Ola Dahl. Interessante Protagonisten wurden über viele Jahrzehnte begleitet. Beginnend und Endend im Hier und Jetzt wurden aber hauptsächlich die Kriegsjahre und die sechziger Jahre abgehandelt. Und man wusste nie, wer ist alles Opfer, wer ist Täter. Der Schreibstil dieser Lektüre hat mich sehr gefesselt und ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen. Ein Krimi, den ich sehr empfehlen kann und sicher das ein oder andere Mal nochmals lesen werde.

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 31.07.2019

Wer tötete Ase?

Dieser Kriminalroman wird auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt und fordert vom Leser ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Ein Strang berichtet aus der Gegenwart, aus dem Jahr 2015, als ein Armband ... …mehr

Dieser Kriminalroman wird auf drei verschiedenen Zeitebenen erzählt und fordert vom Leser ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Ein Strang berichtet aus der Gegenwart, aus dem Jahr 2015, als ein Armband versteigert werden soll. Die weiteren beiden Erzählsträngen sind aus den Jahren 1942 und 1967. Dieses Armband gehörte einmal Turids Mutter, die 1942 ermordet wurde. Der aktive Widerstandskämpfer Gerhard, Vater von Turid, muss vor den Nazis von Oslo nach Schweden fliehen, auch die junge Jüdin Esther flieht. Kurze Zeit später erfährt man vom Tod Ases (der Mutter). 25 Jahre später treffen Gerhard und Judith einander wieder. Was ist damals passiert?
Das Buch liest sich wie ein Puzzle, nach und nach wird mehr aufgedeckt und der Leser gerät immer tiefer in den Strudel der verzwickten Ereignisse.

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lielo99 lielo99

Veröffentlicht am 29.07.2019

Vertrauen ist gut, Kontrolle besser

#DieFrauAusOslo beginnt mit einem Zeitungsbericht im Jahr 2015. Dort wird auf ein Armband aufmerksam gemacht, das versteigert werden soll. Eine Frau namens Turid wird darauf aufmerksam. Das ist der Epilog.

Dann ... …mehr

#DieFrauAusOslo beginnt mit einem Zeitungsbericht im Jahr 2015. Dort wird auf ein Armband aufmerksam gemacht, das versteigert werden soll. Eine Frau namens Turid wird darauf aufmerksam. Das ist der Epilog.

Dann folgt das Jahr 1942 in Oslo. Ester, eine junge jüdische Frau muss mit ansehen, wie ihr Vater abgeführt und sein Geschäft geschlossen wird. Wie einen Schwerverbrecher behandeln die Männer ihn. Er ist Uhrmacher und nur weil er Jude ist und die Nazis damals bereits Norwegen besetzten, wird er ins Gefängnis gebracht. Ester flieht nach Schweden. Vorher verabschiedet sie sich noch von ihrer Freundin Ase, die mit einem Mann namens Gerhard zusammen lebt. Sie haben eine kleine Tochter, die Turid.

#DieFrauAusOslo wechselt immer wieder zwischen den Jahren 1942 und 1967. Hauptthema ist nicht die Verfolgung der Juden oder der 2. Weltkrieg. Es ist eher ein Nebenschauplatz. Sicher, die Gefahr für Menschen, die sich dem Widerstand gegen die Nazis anschlossen, wird gut dargestellt. Aber die ganze Story dreht sich um den Mord an einer jungen Frau, der nie aufgeklärt wurde.

Anfangs hatte ich Probleme mit dem stetigen Wechsel zwischen den Zeiten. Hilfreich waren dabei die Überschriften. Auch fand ich, dass #DieFrauAusOslo nicht so viele Seiten haben müsste. Aber es ist trotzdem ein spannendes Buch. Ein anderer Ansatz, das Thema Gestapo und Hitler darzustellen. Der Übersetzer des Kriminalromans hat ganze Arbeit geleistet.

Ich danke dem #BasteiLübbeVerlag und #NetGalleyDE, dass ich das Buch lesen durfte.

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MarieausE MarieausE

Veröffentlicht am 11.07.2019

Skandinavienkrimi zu Kriegszeiten

Dieser Skandinavienkrimi spielt 1942, zu Zeiten der nationalsozialistischen Besatzung in Norwegen. Junge Widerstandskämpfer, zu denen auch die Jüdin Ester gehört, widersetzen sich. Ester fliegt jedoch ... …mehr

Dieser Skandinavienkrimi spielt 1942, zu Zeiten der nationalsozialistischen Besatzung in Norwegen. Junge Widerstandskämpfer, zu denen auch die Jüdin Ester gehört, widersetzen sich. Ester fliegt jedoch auf und muss nach Schweden fliehen, ihre beste Freundin wird ermordet und der Mord kann nicht aufgeklärt werden. Sie hinterlässt ihre kleine Tochter und ihren Lebensgefährten.

Ich fand das Buch aus mehreren Gründen spannend. Zum einen konnte man viel über die schreckliche NS-Zeit in Norwegen und Schweden erfahren, mir ist bewusst geworden, dass ich da erschreckend wenig informiert bin.
Zum anderen waren die losen Handlungsstränge an sich spannend, da ich bis zum Schluss des Buches nicht wusste, wie alles zusammenhängt.
Das Lesen ist nicht anspruchslos, da die Zeitebenen ständig wechseln, von 1942 geht es in das Jahr 1967 und auch 2015 ist noch mit vertreten. Zwar steht bei jedem Wechsel das Jahr angeschrieben, doch wurde ich für meinen Geschmack zu häufig aus meinem Lesefluss gerissen, weil schon wieder ein Zeitsprung anstand. Immer dann, wenn ich gerade so schön "drin" war.
Es ist auch kein Buch für "nebenbei" lesen, man muss auf die Details achten und auch ab und an über manche Szenen nachdenken.

Mir hat das Buch gut gefallen, es war spannend, hat Hintergrundwissen geliefert und die Auflösung war für mich (bis auf einen kleinen Nebenaspekt) nachvollziehbar.


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moehawk moehawk

Veröffentlicht am 09.07.2019

solide

„Die Frau aus Oslo“ ist zum einen Ester, die im von den Nazis besetzen Norwegen für den Widerstand Flugblätter verteilt und im Untergrund gegen die Besatzer agiert. Als ihre jüdische Familie deportiert ... …mehr

„Die Frau aus Oslo“ ist zum einen Ester, die im von den Nazis besetzen Norwegen für den Widerstand Flugblätter verteilt und im Untergrund gegen die Besatzer agiert. Als ihre jüdische Familie deportiert wird, flieht sie nach Schweden. U.a. lässt sie ihre gute Freundin Ase zurück, die kurz darauf unter mysteriösen Umständen getötet wird. Noch 20 Jahre später rätseln alle, wer der Täter gewesen und was wirklich in jener Nacht in Oslo vorgefallen ist.

Es war mein erster Roman von Kjell Ola Dahl. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, auch wie er sich auf seine Figuren einlässt und sich die Zeit nimmt, ihre Charaktere für den Leser zu zeichnen. Aber gerade dadurch verliert die Story zeitweise sehr an Tempo und es handelt sich definitiv nicht um einen Pageturner und auch die Krimielemente sind am Schluss nicht das, was das Buch ausmacht. Die damalige Zeit aber vor allem die Jahre nach dem Krieg werden eindringlich geschildert und man spürt die Bedrohung und die Dramatik. Ich hätte mir dennoch ein wenig mehr Spannung und Action gewünscht.

Am Ende gibt es keine wirklichen Überraschungen und die Entlarvung des Täters ist logisch aber nicht spektakulär.

Solide und von mir 4 Sterne dafür.

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Autor

Kjell Ola Dahl

Kjell Ola Dahl - Autor
© Marte Garmann Johnsen

Kjell Ola Dahl, 1958 in Norwegen geboren, schreibt seit einigen Jahren mit großem Erfolg Kriminalromane, seinen Beruf als Lehrer hat er dafür aufgegeben. Für Sommernachtstod erhielt er 2001 in Norwegen den angsehenen "Riverton-Preis", Skandinaviens beste Krimiauszeichnung. Seine Kriminalromane werden in eine Vielzahl von Sprachen übersetzt und erscheinen in zahlreichen Ländern. Mit seiner Frau und seinen Kindern lebt er in Askim, unweit Oslos.

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