Ein unerledigter Mord
 - Ann Granger - Taschenbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Krimis
350 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17859-9
Ersterscheinung: 30.09.2019

Ein unerledigter Mord

Ein neuer Fall für Mitchell und Markby
Übersetzt von Axel Merz

(5)

Eigentlich kümmert sich Alan Markby in seinem Ruhestand höchstens noch um Gartenarbeiten. Doch als er von dem grausigen Fund seines Nachbarn Josh Browning hört, beginnen seine Alarmglocken zu schrillen. Die Geschichte weist auf den nie geklärten Fall einer spurlos verschwundenen jungen Frau hin. Zusammen mit seiner Frau Meredith Mitchell und mit Inspector Jess Campbell erforscht Markby das ungelöste Geheimnis. Sie sind fest entschlossen, diesmal den Täter zu fangen, der fast mit einem Mord davongekommen wäre.



Rezensionen aus der Lesejury (5)

streifi streifi

Veröffentlicht am 12.03.2020

toller englischer Krimi

Alan Markby und seine Frau Meredith haben es sich in ihrem Ruhestand eingerichtet. Sie schreibt Krimis, er gärtnert, so wie er es immer geplant hat. Eines Tages erzählt ihm sein Helfer Josh, dass er mit ... …mehr

Alan Markby und seine Frau Meredith haben es sich in ihrem Ruhestand eingerichtet. Sie schreibt Krimis, er gärtnert, so wie er es immer geplant hat. Eines Tages erzählt ihm sein Helfer Josh, dass er mit seiner Schwester als Kind eine Leiche gefunden hat, dies aber nie gemeldet hat. Als Beweis hat er ein Armband, das seine Schwester der Leiche entwendet hatte. Markby erkennt schnell, dass das Opfer Teil eines Falles war, den er nie abschließen konnte. Er gibt die Informationen an die ehemaligen Kollegen in Bamford weiter und sorgt dafür, dass der Fall wieder neu aufgerollt wird. Ebenfalls beteiligt war damals an dem Fall Ian Carter, der nun Superintendent ist und auch er möchte diesen Fall lösen. Zusammen mit Jess Campbell macht er sich in Gloucestershire daran, den Informationen noch einmal nachzugehen.

Ich fand es schön Alan Markby und seiner Frau noch einmal wieder zu begegnen. Sozusagen einen kleinen Blick in ihr Leben im Ruhestand werfen zu können. Markby ist eigentlich zufrieden, allerdings juckt es ihn doch sehr, bei den Ermittlungen mit zu helfen. Ian Carter ist dagegen nicht sehr begeistert, hat der alte Fall doch das Gefühl des Versagens bei ihm hinterlassen. Da ist es gut, dass Jess Campbell ihn immer wieder aufbaut und motiviert. Den Handlungstrang um die beiden fand ich auch sehr interessant, ich bin da schon auf weitere Bände mit den beiden gespannt.

Der Fall an sich ist recht kniffelig und ich habe lange im Dunkeln getappt, was da wohl passiert sein mochte. Das Ende war dann aber absolut schlüssig und in sich komplett.

Mir hat das Buch viel Vergnügen bereitet. Es ist ein typischer englischer Krimi mit Wohlfühlfaktor. Es war spannend und gleichzeitig auch einfach schön in das englische Leben einzutauchen. Ann Granger ist einfach ein Garant für tolle englische Krimis. Und die Cover der Reihe sind einfach grandios!

Von mir daher eine Leseempfehlung!

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melange melange

Veröffentlicht am 17.11.2019

Etikettenschwindel

Zum Inhalt:
Vor zwanzig Jahren verschwand eine Studentin aus Bamford, ihre Leiche wurde jedoch nie gefunden. Einer der wenigen Fehlschläge – wenn auch nur mittelbar – die Alan Markbys Laufbahn als Polizist ... …mehr

Zum Inhalt:
Vor zwanzig Jahren verschwand eine Studentin aus Bamford, ihre Leiche wurde jedoch nie gefunden. Einer der wenigen Fehlschläge – wenn auch nur mittelbar – die Alan Markbys Laufbahn als Polizist verunzieren. Doch jetzt verrät ihm sein Hilfsgärtner Josh, dass er und seine Schwester als Kinder Rebeccas Leiche fanden und zeigt Alan als Beweis für diese Aussage ein Armband der jungen Frau. Alan verständigt die zuständige Polizei und nach Ausgrabungen in einem Wäldchen findet man die Leiche und rollt den Fall wieder auf – mit Alan Markby als Sachverständigem.

Mein Eindruck:
Dieses Buch wird als Mitchell und Markbys sechzehnter Fall beworben, - und das ist ein ärgerlicher Etikettenschwindel. Denn beide sind nur Randfiguren und Stichwortgeber in einem Krimi, der daran kränkelt, dass Granger ihren Superintendenten nicht vollends dämlich darstellen will und deshalb zwei Schauplätze inklusiver beteiligter Polizeikräfte erdacht hat, - Bamford ist dabei nur Nebensache. So bleibt kein Platz – weder für Mitchell und Markby, noch für genügend Tatverdächtige, um wirklich Raum für Spekulationen zu bieten. Nur wenige ihrer Figuren hatten einen Bezug zu Rebecca und wenn dann noch der übliche sozialkritische Pathos mit vernachlässigten und unverstandenen Kindern Seiten verschlingt, schrumpft die Ermittlung immer weiter in sich zusammen. Das ist insbesondere deshalb schade, weil der Roman wirklich gut durchdacht ist und die meisten Beteiligten fast schon vom Schicksal getrieben agieren. Auch die – leider nur kleinen – Einschübe von Humor und einige Nebenfiguren wissen zu gefallen und der Showdown ist absolut gelungen und unerwartet. Vielleicht hätte Granger einfach auf das Verkaufsargument „Mitchell & Markby“ verzichten und beherzt einige Ermittler für mehr Verdächtige streichen sollen. So vergrätzt sie alte Fans, ohne neue dazuzugewinnen.

Mein Fazit:
Ein guter Krimi, aber kein Fall von Mitchell & Markby

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wartburg wartburg

Veröffentlicht am 02.11.2019

Ein Cold Case für M.M

Habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Endlich geht es mit M.M. und A. M weiter. Die Reihe war ja eigentlich beendet. Ich habe immer sehr die Landschaftsbeschreibungen gemocht, gepaart mit den einzelnen ... …mehr

Habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Endlich geht es mit M.M. und A. M weiter. Die Reihe war ja eigentlich beendet. Ich habe immer sehr die Landschaftsbeschreibungen gemocht, gepaart mit den einzelnen Charakteren. Auch in diesem Buch ist dies am Anfang gelungen. Eigentlich erfährt man wenig neues von M.M und A.M , schade. Das macht es ja gerade aus, wenn in Fortsetzungen mit den selben Charakteren geschrieben wird. Auch der Fall selber , haut einen nicht vom Hocker. Bin leider enttäuscht.

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KaraMelli KaraMelli

Veröffentlicht am 23.10.2019

weder noch

Ann Granger verknüpft in ihrem neusten Werk zwei ihrer bekanntesten Reihen. Sie verbindet durch einen ColdCase Meredith Mitchell und Alan Markby mit Jessica Campbell und Ian Carter.

Meine Erwartungen ... …mehr

Ann Granger verknüpft in ihrem neusten Werk zwei ihrer bekanntesten Reihen. Sie verbindet durch einen ColdCase Meredith Mitchell und Alan Markby mit Jessica Campbell und Ian Carter.

Meine Erwartungen an dieses i-Tüpfelchen der eigentlich längst beendeten Mitchell/MarkbySerie waren riesig.

Anfangs war es großartig, zu alten Bekannten zurückzukehren, mit denen man in den letzten Jahren immer wieder eine gute Zeit verbracht hat.

Nach wie vor gefällt mir der Kontrast ruhiger Beschaulichkeit zu abgründigen Abscheulichkeiten, wobei die Autorin auch hier ganz CozyCrime-like nie in´s Extrem abglitt.

Die Settings waren anschaulich und stimmungsvoll, zu kurz kam das Leben beider Ermittlerduos.

Ich habe erwartet, daß mehr auf die private Ebene der Hauptcharaktere eingegangen wird.

Für mein Empfinden stagniert die Geschichte in diesem Bereich, es ergibt sich allerwenigst bis nichts neues.

Einige Sachverhalte wurden kurz angerissen, bezogen sich aber auf bereits bekanntes aus den Vorgängerbänden.

Vielleicht sind der Autorin die Ideen ausgegangen (wie bei Lizzie Martin?), aber als Leserin wünsche ich mir gerade im Privatleben der Protagonisten einen Fortschritt.

Für mich ist das der rote Faden und verbindendes Element einer Reihe mit mehreren Bänden und bringt Spannung, Schwung und von mir aus auch Drama mit sich.

Das Fehlen des Fadens ging zu Lasten der Dynamik, die Charaktere wurden von Kapitel zu Kapitel langweiliger und hölzerner. Hier war für meinen Geschmack noch sehr viel Luft nach oben, vorhandenes Potential wurde nicht genutzt!

Mich hat es außerdem sehr gewundert, dem umfassenden Empathiemangel des ein oder anderen Charakters geschuldet, daß nicht noch mehr Leichen aufgetaucht sind…

Anfangs hielt ich es für Schrulligkeit (ich liebe Schrullen, Tante Nina hat mir ausnahmslos von ALLEN am besten gefallen!), aber schlussendlich agierten etliche Protagonisten nicht mal mehr schräg im positiven Sinne, sondern waren in ihrer Art einfach er- und abschreckend.

Da hätte ich mir feinere Nuancierungen gewünscht und nicht solche platten Konstrukte.

Auch fand ich manche Entwicklungen schlichtweg zu unglaubwürdig. Beispielhaft dafür die Auflösung darüber, wer die Leiche aus welchen Gründen vergraben hat…

Der nun wohl wirklich letzte Band einer Reihe, die damit dann auch tatsächlich beendet sein sollte.

Wenn Ann Granger künftig nicht besonders heftig und extraordinär von der Muse geküsst wird, bedarf es keiner weiteren Fortsetzung.

Vielleicht ist der Musenkuss aber schon anderweitig erfolgt und wir können den Start einer neuen Reihe erwarten, diesmal mit einem ermittelnden Klavierstimmer? Nachtigall ick hör dir trapsen.

Trotz ihres Bekanntheitsgrades und damit verbundener Auflagenstärke liefert sie für meinen Geschmack immer weniger und bleibt immer weiter hinter meinen Erwartungen zurück.

Für mich war es definitiv das letzte Grangersche Werk. Ich bin überzeugt, es gibt Besseres.

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Talisha Talisha

Veröffentlicht am 23.10.2019

Nostalgische Erinnerungen

Ein Raunen ging im Frühling durch die Lande, als Mitchell & Markby-Fans erfuhren, dass Ann Granger die beiden nochmals aufleben lassen wird. So ist dies nun quasi der 16. Fall für die zwei aus den Cotswolds. ... …mehr

Ein Raunen ging im Frühling durch die Lande, als Mitchell & Markby-Fans erfuhren, dass Ann Granger die beiden nochmals aufleben lassen wird. So ist dies nun quasi der 16. Fall für die zwei aus den Cotswolds. Oder der 6. Fall für Campbell und Carter, denn in England wird dieser Krimi Jess und Ian zugeschrieben.

Ich habe schon ein wenig mehr erwartet, als ich schlussendlich bekommen habe - mehr Markby am Ermitteln, doch alle hatten zumindest denselben Anteil am Auflösen des tragischen Todes von Rebecca Hellington.

Als Alans Gärtnerhilfe Josh ihm etwas anvertraut, glaubt er nicht richtig zu hören. Doch es ist ganz klar: er hat soeben ein Beweisstück und einen wichtigen Hinweis zu einem von ihm ungelösten Fall vor über 20 Jahren erhalten. Markby hält den Dienstweg ein, informiert die Dienststelle und wird in die neu aufgerollten Ermittlungen mit einbezogen.

Auch Ian Carter war damals aktiv dabei. Er musste den Freund der Vermissten befragen, er und Malone erinnern sich noch heute daran. Nun stellt sich die Frage, was die Ermittler damals übersehen haben. Sind ihnen Fehler unterlaufen und schaffen sie es nun, den Fall lückenlos zu klären?

Ja, die damaligen Fehler sind offensichtlich - wenn man Markby und Carter kennt, weiss man, dass ihnen diese Fehler nie unterlaufen würden und so wirkt der ganze Fall konstruiert.

Es macht Sinn, dass im Original der Fall Jess Campbell & Ian Carter zugeschanzt wird, denn Markby hält sich sehr zurück. Realistisch zwar für einen pensionierten Ermittler, aber für einen "unerledigten Mord" hätte Alan nach meinem Geschmack ruhig mehr ermitteln dürfen. Ebenso Meredith Mitchell, die hier nur die Zuhörerin mimt.

Fazit: "Ein unerledigter Mord" ist ein schlüssiger Fall, stellenweise langatmig durch die ständigen Wiederholungen von früheren Begebenheiten, aber weil ich mich auf das Wiedersehen mit Alan und Meredith so freute und beim Lesen in nostalgischen Erinnerungen schwelgte, runde ich auf 4 Punkte auf.

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Autor

Ann Granger

Ann Granger - Autor
© Olivier Favre

Ann Granger war früher im diplomatischen Dienst tätig. Sie hat zwei Söhne und lebt heute mit ihrem Mann in der Nähe von Oxford. Bestsellerruhm erlangte sie mit der Mitchell-und-Markby-Reihe und den Fran-Varady-Krimis. Nach Ausflügen ins viktorianische England mit den Kriminalromanen "Wer sich in Gefahr begibt" und "Neugier ist ein schneller Tod" knüpft sie mit "Stadt,Land, Mord", dem ersten Band der Reihe um Inspector Jessica Campbell, wieder …

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