Hasenjagd
 - Lars Kepler - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Krimis
650 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17779-0
Ersterscheinung: 26.10.2018

Hasenjagd

Schweden-Krimi
Übersetzt von Thorsten Alms

(55)

Joona Linna sitzt bereits seit zwei Jahren im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla ein, als er zu einem heimlichen Treffen mit dem schwedischen Premierminister gebeten wird. Die Regierung benötigt dringend seine Hilfe. In einem wohlhabenden Stockholmer Viertel ist ein Mann bestialisch ermordet worden, vermutlich ein terroristischer Anschlag. Die Tat wird geheim gehalten. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord, nach ähnlich brutalem Muster: Beiden Opfern wurde vor ihrem quälend langsamen Tod ein Kinderlied vorgespielt ...
Joona Linna und Saga Bauer sind gezwungen, unter höchster Geheimhaltungsstufe ermitteln, um den gnadenlosen Mörder aufzuhalten.

Rezensionen aus der Lesejury (55)

SofieWalden SofieWalden

Veröffentlicht am 30.10.2018

Knallhart auf Mördersuche

Der schwedische Außenminister wird grausam ermordet. Ob ein terroristisches Motiv dazu geführt hat oder es eher ein privater Hintergrund ist, die der Tat zugrunde liegt, muss schnellstens geklärt werden ... …mehr

Der schwedische Außenminister wird grausam ermordet. Ob ein terroristisches Motiv dazu geführt hat oder es eher ein privater Hintergrund ist, die der Tat zugrunde liegt, muss schnellstens geklärt werden und bis dahin wird dessen gewaltsames Ableben verheimlicht und der Bevölkerung als natürlicherer Tod verkauft. Als Ermittler wählt der Premierminister Joona Linna, der allerdings zur Zeit im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumla sitzt. Joona wird eine Art Hafturlaub gewährt, um sich zusammen mit seiner ehemaligen Kollegin Saga Bauer auf die Suche nach dem Mörder zu machen. Und dabei geht es richtig zur Sache. Für eher zart besaitete Leser ist diese Geschichte schon eine gewaltige Herausforderung, wer aber auf einen echten Thriller steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Dazu trägt auch der sehr gute, flüssige Schreibstil bei, den uns das Autorenduo, das sich hinter dem Namen Lars Kepler verbirgt, wie schon in den fünf vorherigen Bänden bietet. Die Geschichte selbst ist eher breit angelegt, mit einigen Nebensträngen und einer Vielzahl agierender Personen. Da muss man schon konzentriert dabei bleiben, um den Überblick nicht zu verlieren und um zu verhindern, das einem das ein oder andere Mal, vor allem im Mittelteil, der Spannungsfaden verloren geht. Aber letztendlich lohnt es sich, diese Mühe aufzubringen, denn im Finalteil wird man dann so richtig gepackt von einem rasanten sehr überzeugend gestalteten Schlussakkord. Das ist Spannung pur und der kleine Cliffhanger ganz am Ende, inkl. Textprobe für Fall Nr. 7, lässt einen zufriedenen Leser mit viel Vorfreude auf den nächsten Band dieser Reihe zurück.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

HEIDIZ HEIDIZ

Veröffentlicht am 30.10.2018

Genial konstruierter extrem spannungsgeladener Kepler-Krimi

Joona Linna - befindlich im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumia - wird zu einem Treffen mit dem schwedischen Premierminister geholt. Seine Hilfe wird benötigt. Ein Mann wurde ermordet, und das in einem ... …mehr

Joona Linna - befindlich im Hochsicherheitstrakt der JVA Kumia - wird zu einem Treffen mit dem schwedischen Premierminister geholt. Seine Hilfe wird benötigt. Ein Mann wurde ermordet, und das in einem Reichenviertel Stockholms. Es könnte sich um einen terroristischen Anschlag handeln. Erst einmal hält man die Tat geheim, dann geschieht ein weiterer Mord, ähnlich dem ersten. Beide Toten mussten einen quälenden Tod erdulden, währenddessen ihnen ein Kinderlied vorgespielt wurde ...

Genial konstruiert ermittelt Joona Linna gemeinsam mit Saga Bauer unter völliger Geheimhaltung. Extrem spannend geht es schon los, man steigt sofort in die Handlung ein und der Spannungsbogen wird gehalten, ja ständig weiter ausgebaut, man kann das Buch nicht aus der Hand legen. Authentisch und lebendig - man fühlt sich involviert, erlebt man die Ermittlungen, die immer wieder auf eine falsche Fährte führen, ich wusste bis zum Schluss nicht, wie alles genau zusammenhängt.

Leseprobe:
========

Der kräftige Mann kommt auf die Beine und bleibt zwischen den Resten des Hamburgers, Salatfetzen, Pommes und Ketchupverpackungen stehen, während seine Auto geradewegs den steilen Grashang zur Straße hinauffährt.
Joona überquert den Fußweg, fährt über den Grünstreifen ....

Oft verwendet der Autor die wörtliche Rede, die der gesamten Handlung noch mehr Realität verleiht. Ich konnte mich von Beginn an in die Szenen hineinversetzen und wurde davon getragen von den realen Beschreibungen und den detailliert beschriebenen Charakteren.

Bestens konstruiert, genauso hätte es passiert sein können ....

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Ovelinha Ovelinha

Veröffentlicht am 29.10.2018

Mitreißend - und ein bisschen zu perfekt

Eine junge Frau besucht einen älteren Mann in seiner Luxusvilla. Sie bietet ihre Dienste an - welcher Art, ist schnell klar. Ihr ist nicht ganz wohl bei der Sache, aber was solls, er zahlt gut...kurze ... …mehr

Eine junge Frau besucht einen älteren Mann in seiner Luxusvilla. Sie bietet ihre Dienste an - welcher Art, ist schnell klar. Ihr ist nicht ganz wohl bei der Sache, aber was solls, er zahlt gut...kurze Zeit später bereut Sofia Stefansson zutiefst, nicht auf ihr Bauchgefühl gehört zu haben - mit Mühe kommt sie mit dem Leben davon, ihr Freier jedoch wird vor ihren Augen grausam hingerichtet.

Dieser spannende, beklemmende Beginn setzt den Ton für die folgende Geschichte, einen Schwedenkrimi, der über mehr als 600 Seiten hin spannend und facettenreich erzählt wird. Es bleibt, man kann es sich denken, nicht bei einem Mord, und die ermittelnden Behörden tappen ziemlich im Dunkeln - geht es hier um Terrorismus? Oder steckt doch etwas ganz anderes hinter den Morden?

Verschiedene Charaktere werden ins Licht gerückt. Da ermitteln Saga Bauer, die atemberaubend schöne Kommissarin mit Spezialausbildung, und bald auch Joona Linna, der eigentlich im Knast sitzt und angesichts der Morde mit einem Sonderauftrag herauskommt. Da ist Rex Müller, Sternekoch mit Alkoholproblemen, der sich müht, eine Beziehung zu seinem erwachsenen Sohn herzustellen - und bald taucht der "Kaninchenjäger" auf, der seine Opfer eins nach dem anderen in tödliche Fallen lockt. Doch wer ist er...?

Das Buch ist dick, hat eine dementsprechend komplexe und vielfältige Handlung, schafft es aber, den Spannungsbogen gut zu halten. Durch den Perspektivwechsel zwischen verschiedenen Figuren werden nach und nach die einzelnen Handlungsstränge vertieft und ausgebaut, was unterhält und neugierig macht aufs Weiterlesen. An Sozialkritik wird nicht gespart - das kann man mögen oder nicht, ich selbst fand die Vielfalt der aufgegriffenen Themen bereichernd. Die Vorgängerbücher der Reihe muss man nicht gelesen haben, um zu verstehen, was hier vor sich geht, wer am Schluss angelangt ist, wird allerdings mit einem ordentlichen Cliffhanger konfrontiert, weshalb man geneigt ist, mit dem nächsten Buch der Reihe fortzufahren.

Der Schreibstil ist überwiegend kurz, prägnant, manchmal geradezu telegrammartig, was die Atemlosigkeit der Atmosphäre unterstreicht und die Spannung erhöht. Mitunter werden Fachbegriffe eingestreut, die ich nachschlagen musste, was allerdings die Glaubwürdigkeit der Handlung in meinen Augen eher verstärkt. Unverständlich war mir dagegen, warum die finnischen Äußerungen von Joona Linna nicht zumindest in einer Fußnote übersetzt werden. Nicht mein Geschmack waren die ausgedehnten Gewaltschilderungen, die sehr grafisch ausfallen und mitunter einen Eindruck von Banalisierung der verübten Taten vermitteln. Bei aller Vielschichtigkeit der dargestellten Charaktere lässt die Präsentation der Kommissare manchmal zu wünschen übrig - zu perfekt kommt Saga Bauer daher, die nicht nur überirdisch schön, sondern auch geradezu sagenhauft bei der Ausübung ihres Berufs ist (zum Glück trägt sie wenigstens durchlöcherte Socken) und völlig unbeeindruckt scheint von der Grausamkeit des von ihr zu lösenden Falls.

Fazit: Ein Thriller, der es in sich hat. Eine komplexe, spannende Handlung, die bis zum Schluss fesselt. Charaktere mit Tiefgang, wenn auch mitunter etwas weniger Hochglanz gut getan hätte.

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Davido Davido

Veröffentlicht am 29.10.2018

Eine geheimnisvolle Jagd

Nach dem Tod des Außenministers wird ein Ball ins Rollen gebracht, der unaufhaltsam den Leser in die Bahn zieht. Der flüssige Schreibstil und der Handlungsort im Norden verzaubert einen direkt und lässt ... …mehr

Nach dem Tod des Außenministers wird ein Ball ins Rollen gebracht, der unaufhaltsam den Leser in die Bahn zieht. Der flüssige Schreibstil und der Handlungsort im Norden verzaubert einen direkt und lässt so schnell nicht mehr los. Verschiedene Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung
Ich kann das Buch jedem empfehlen. Besonders Krimi-Fans werden erstaunt sein und auf ihre Kosten kommen. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen und bei den ganzen Mordbeschreibungen kriegt man nicht selten eine Gänsehaut.

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coffee2go coffee2go

Veröffentlicht am 29.10.2018

Cliffhanger macht Lust auf den nächsten Teil

Meine Meinung zum Buch:
„Hasenjagd“ überzeugt durch den sehr direkten und einfachen Schreibstil, dazu noch relativ kurze und abwechslungsreiche Kapitel und vor allem durch interessante Charaktere. Joona ... …mehr

Meine Meinung zum Buch:
„Hasenjagd“ überzeugt durch den sehr direkten und einfachen Schreibstil, dazu noch relativ kurze und abwechslungsreiche Kapitel und vor allem durch interessante Charaktere. Joona Linna wirkt bereits während seiner Zeit im Gefängnis nicht unsympathisch und als Ermittler hat er mir noch viel besser gefallen, gerade auch weil er nicht dem typischen Klischee des überarbeiteten, übernächtigten, alkoholabhängigen Ermittlertyp entspricht. Auch seine sich frisch anbandelnde Beziehung mit all ihren Problemen wirkt authentisch und nicht kitschig romantisch. Wer als Täter in Frage kommt, ist zwar schon etwa ab der Hälfte des Buches absehbar, aber trotzdem bleibt die Spannung weiterhin aufrecht. Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist, dass auch die Hintergründe und Lebensgeschichten der „Opfer“ oder „ehemaligen Täter“ – wie man es bezeichnen möchte – detailliert und aktuell geschildert werden, sodass man nicht so einfach in Kategorien denkt und sie auch in ihrer Gesamtheit sehen kann. Vor allem die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen Rex und seinem Sohn fand ich schön zu lesen. Dafür hätten die Szenen mit den Flüchtlingen und dem überaus detailliert beschriebenen Szenen des Kampfeinsatzes für meinen Geschmack gar nicht sein müssen, im Gegenteil. Hier hatte ich eher das Gefühl, dass es an manchen Stellen zu überladen wirkte und die Geschichte war für mich auch so spannend und umfangreich genug. Weniger wäre an dieser Stelle mehr gewesen. Nichts desto trotz habe ich das Buch sehr genossen und bin quasi durch die Kapitel hindurchgerauscht.

Mein Fazit:
Der Cliffhanger am Ende des Buches ist für mich natürlich jetzt schon der perfekte Catcher, sodass ich den nächsten Teil am liebsten gleich lesen würde, aber da muss ich mich leider noch ein wenig gedulden.

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Autor

Lars Kepler

Lars Kepler - Autor
© Ewa-Marie Rundquist

Lars Kepler ist das Pseudonym der Eheleute Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril. Jeder für sich hat bereits  erfolgreich eigene Romane veröffentlicht, bis sie sich entschieden haben ihre ganze Energie und Kreativität in ein gemeinsames Schreibprojekt zu stecken. Der Hypnotiseur, ihr Krimidebüt, war sensationell erfolgreich und wurde in über 40 Sprachen übersetzt. Die folgenden Kriminalromane mit dem Ermittler Joona Linna (Paganinis Fluch, Flammenkinder, Der Sandmann und …

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