Tage der Schuld
 - Arnaldur Indriðason - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Taschenbuch
Krimis
446 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17681-6
Ersterscheinung: 25.05.2018

Tage der Schuld

Island Krimi
Übersetzt von Coletta Bürling

(5)

Ein Toter wird in einer Lagune in der Nähe von Reykjavík entdeckt. Der Mann wurde offenbar ermordet. Kommissar Erlendur nimmt die Ermittlungen auf. Bei dem Opfer scheint es sich um einen Amerikaner von der benachbarten Militärbasis zu handeln. Dort erhält Erlendur jedoch keinerlei Auskünfte auf seine Fragen. Als eine Isländerin den Toten dann als ihren Bruder, einen Flugzeugmechaniker, identifiziert, erhärtet sich der Verdacht, dass ihm ein Militärgeheimnis zum Verhängnis wurde.

Rezensionen aus der Lesejury (5)

Schnuffelchen Schnuffelchen

Veröffentlicht am 27.07.2018

Ja zur Geschichte, aber nein zum Hörbuch

Arnaldur Indridason gehört schon lange zu meinen bevorzugten Krimiautoren. Mit einer fast stoischen Ruhe erzählt er spannende Kriminalfälle rund um den Komminsar Erlendur. Dieser Polizist ist ein unkonvensionäler ... …mehr

Arnaldur Indridason gehört schon lange zu meinen bevorzugten Krimiautoren. Mit einer fast stoischen Ruhe erzählt er spannende Kriminalfälle rund um den Komminsar Erlendur. Dieser Polizist ist ein unkonvensionäler aber sturer Ermittler, der sich nicht so leicht abschrecken lässt.

In Tage der Schuld bekommt er es sogar mit 2 Fällen gleichzeitig zu tun. Der 1. Fall spielt in der Gegenwart des Romans (1978) und betrifft einen jungen Isländer, der in Verbindung zur amerikanischen Basis in Keflavik zustehen scheint. Nach dem Erlendur gegen diverse Mauern beim amerikanischen Militär gerannt ist, mischt sich scheinbarauch noch die CIA in die Ermittlungen ein. Gleichzeitig nimmt Erlendur einen über 20 Jahre alten Vermistenfall wieder auf. Dieser Fall war mysteriös das er Erlendur, nach dem er davon erfahren hat, nicht mehr los lässt. Und so muss er an 2 Fronten kämpfen.

Mich verblüfft immer wieder, wie der Autor seine Charaktere zum Leben erweckt und das ohne groß etwas von deren Privatleben zu erzählen. Ob Erlendur oder Mariam, beide Ermittler wirken gerade deshalb so plastisch, weil man so wenig über sie weiß. Jeder auf seiner Art ist Einzigartig und mit „typisch“ isländischen Eigenarten ausgestattet – eher eigenbrödlerisch, in sich gekehrt, trotzdem aufmerksam und vor allem stur auf das Ziel ausgerichtet. In Beiden finden sie diese Eigenschaften, zwar in unterschiedlichen Anteilen, aber sie sind beide so zwiespältig wie das Land aus dem sie kommen – Island – Das Land aus Feuer und Eis.

Diesmal hat mich das Buch/Hörbuch allerdings nicht so überzeugen können wie sonst. Was nicht an der Geschichte sondern an der Umsetzung des Hörbuchs lag. Ich war ja geneigt dem Sprecher Walter Kreye ein Paket Kaffee rüber zuschicken, damit er wach bleibt. Denn seine Lesung hört sich an Übermüdung oder nach Langeweile an. Das ist wirklich schade. Erst vor kurzem habe ich Nacht über Rekjavik gehört, das er ja auch gelesen hat und das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht gewesen. Lest es am besten selbst, den die Geschichte hat alles um den Leser zu fesseln – Geheimnisse, Verrat, Lügen und Geheimagenten.

Fazit: Ja – zu Tage der Schuld, aber als Print oder EBook. Denn die Geschichte hat Spannung und Geheimnisse zu bieten und ihr solltet euch nicht durch diese Lesung nicht den Spaß daran verderben.

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wolkenschloss wolkenschloss

Veröffentlicht am 08.06.2018

Toller Krimi!

In diesem Island-Krimi geht es um den Mord an einem isländischen Flugzeugmechaniker, der 1978 im See der späteren Blauen Lagune tot aufgefunden wird. Bei den Ermittlungen der Polizisten Erlendur und Marian ... …mehr

In diesem Island-Krimi geht es um den Mord an einem isländischen Flugzeugmechaniker, der 1978 im See der späteren Blauen Lagune tot aufgefunden wird. Bei den Ermittlungen der Polizisten Erlendur und Marian finden sie eine Spur zur Militärbasis der Amerikaner in Keflavík. Auch in seiner Freizeit beschäftigt sich Erlendur mit der amerikanischen Militärbasis, weil er sich aus persönlichen Gründen mit dem Verschwinden eines Mädchens 25 Jahre zuvor beschäftigt. Die Amerikaner machen es ihren isländischen Kollegen nicht allzu leicht Ermittlungen durchzuführen und stellen ihnen allerhand Steine in den Weg, die es für Erlendur und Marian erst einmal auf dem Weg zu räumen gilt.
Mir gefällt dieser Krimi unglaublich gut, obwohl ich noch einen älteren von diesem Autor Zuhause im Regal stehen habe, ist dies mein erster, den ich von Arnaldur Indridason gelesen habe. Ich bin ziemlich begeistert und als großer Fan der "unwirtlichen" (die amerikanischen Soldaten im Buch bezeichnen Island immer mal wieder so) Insel im Norden war ich natürlich begeistert, dass ich viele Schauplätze (zwar nur aus dem 21. Jahrhundert, aber immerhin) auch kannte und wusste wo sie zu verorten sind. Ich mochte vor allem die beiden Polizisten, die auf den ersten Blick bloß eigenbrödlerisch und still sind, jedoch beide ihre Vergangenheit haben, die sie beschäftigt und mit der sie sich immer wieder auseinandersetzen müssen. Außerdem mag ich den Schreibstil des Autors, bin ganz fasziniert vom Buch und werde definitiv mehr von ihm lesen!

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Angi1998 Angi1998

Veröffentlicht am 18.02.2018

Gleich zwei spannende Fälle...

Der Ermittler Erlendur interessiert sich für vergangene Vermisstenfälle und Opfer von Naturkatastrophen. Sein Interesse beruht auf ein persönliches Schicksal. Der Ermittler wird aber zunächst mit seiner ... …mehr

Der Ermittler Erlendur interessiert sich für vergangene Vermisstenfälle und Opfer von Naturkatastrophen. Sein Interesse beruht auf ein persönliches Schicksal. Der Ermittler wird aber zunächst mit seiner Kollegin Miriam an eine heiße Quelle Islands geführt, wo eine männliche Leiche aufgefunden wird. Die Leiche weist Verletzungen von einem Sturz aus großer Höhe auf. Die Ermittler stoßen auf einen Hinweis, der die Spur auf die amerikanische Basis in der Nähe führt. Dort scheint der Verstorbene zeitweise als Mechaniker für amerikanische Kampfflugzeuge und ein Geheimnisse auf die Spur gekommen zu sein. Die amerikanische Basis verweigert jedoch die Zusammenarbeit und hütet so ein verdächtiges, undurchschaubares Geheimnis. Neben dran ermittelt Erlendur, aufgrund seiner Interesse, an einem alten Vermisstenfall, der auch Verbindung zu dem amerikanischen Stützpunkt hat.

Für mich war der Krimi mehr als gelungen. Zunächst einmal verbreitet das Cover die nötige, eisige Stimmung,. Zudem ist der Titel mehr als passend.Es scheint jeder der Verdächtigen, eine gewisse Schuld in sich zu tragen. Ich hatte große Freude an dem Schreibstil des isländischen Autors. Er ist einfach und doch berauschend spannend. Es hat mir viel Freude gemacht, gleich Teil von zwei Ermittlungen zu sein, ohne dabei den Zusammenhang zu verlieren. Ein Krimi für alle Fans von skandinavischer Literatur, die das gewisse etwas Spannung suchen.

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Tinchen13 Tinchen13

Veröffentlicht am 23.03.2017

Nicht so meins ...

Personen & Inhalt
Kommissar Erlendur ist der Hauptermittler. Seit längerer Zeit versucht er, einen alten Fall zu einem verschwundenen Mädchen aufzulösen. Während er diesen Hinweisen nachgeht, wird er zu ... …mehr

Personen & Inhalt
Kommissar Erlendur ist der Hauptermittler. Seit längerer Zeit versucht er, einen alten Fall zu einem verschwundenen Mädchen aufzulösen. Während er diesen Hinweisen nachgeht, wird er zu einem Leichenfund gerufen. Wie sich herausstellt, war der Tote Flugzeugmechaniker auf der nahegelegenen US Militärbasis. Dass dort die isländische Polizeit nicht gerne gesehen ist, ist klar.

Plot & Stil
Ich muss ehrlich sagen, dass ich selten Krimis/Thriller höre/lese. Künftig werde ich genauer auf den Inhalt achten, denn mir wurde klar, dass es mich nicht so sehr packt, wenn es um Militärgeheimnisse und Co. geht. Zumindest fehlt mir da dann die Vorstellungskraft.
Der Aufbau, Spannungsbogen und Personenkonstellation war gut und klar formuliert.
So wirklich gepackt hat es mich aber leider nicht.

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walli007 walli007

Veröffentlicht am 16.02.2017

Hangar 885

Kommissar Erlendur steht noch am Anfang seiner Karriere. Fälle von Vermissten haben es ihm angetan und er hat gerade begonnen, den Fall der jungen Dagbjört noch einmal aufzurollen, die vor über zwanzig ... …mehr

Kommissar Erlendur steht noch am Anfang seiner Karriere. Fälle von Vermissten haben es ihm angetan und er hat gerade begonnen, den Fall der jungen Dagbjört noch einmal aufzurollen, die vor über zwanzig Jahren auf dem Weg zur Schule verschwand. Gemeinsam mit seinem Kollegen Marian ermittelt er auch in dem Fall eins Toten, der von einer jungen Frau in einem See gefunden wurde. Der Tote trug Kleidung aus amerikanischer Herstellung. Sollte es sich gar um einen Amerikaner handeln oder doch ehr um einen Isländer, der auf dem US-Stützpunkt beschäftigt war?

Die Reihe um Kommissar Erlendur umfasst mit diesem neuesten Roman inzwischen über zehn Bände und zum zweiten Mal geht es in die Vergangenheit. Die späten 1970er sind die Gegenwart dieses Falles und das Verschwinden Dagbjörts hat bereits in den 50ern Stattgefunden. Zeiten, in denen der US-Stützpunkt einen Ort der unerfüllten Träume markierte. Sei es nach gut und in Dollar bezahlter Arbeit, nach Kleidung, Alkohol oder gar Drogen. Alles scheint auf dem Stützpunkt leicht und billig zu haben zu sein. doch welches Schicksal hat der junge Mann erlitten, der tot aufgefunden wurde. Ist er dem Reiz des Verbotenen erlegen? Erlendur und Marian ermitteln unaufgeregt aber zielstrebig. Haben sie auch nur die kleinste Witterung aufgenommen, lassen sie sich durch keinen Widerstand abschütteln. Jede Information wird gewogen und eingeordnet bis sich schließlich ein Bild rundet. Dies gilt gleichermaßen für den Tod des jungen Mannes als auch für das vor Jahren verschwundene Mädchen.

Dem Autor gelingt es dabei ausgesprochen gut ein Bild der Zeit zu zeichnen. Kleine Hinweise auf die Tagespolitik, aber auch einfach die Beschreibung des Lebens, der Menschen, der Orte lassen die 70er lebendig werden. Die stete Gegenwart der Amerikaner, die Stützpunkte als exterritoriales Gebiet ansehen. Die Beschaulichkeit des Alltags, die Unaufgeregtheit. Und doch auch in diesem Idyll gibt es Geheimnisse und Verbrechen, Menschen oder Organisationen, die etwas zu verbergen haben. Äußerst filigran verwebt der Autor seine Handlungsstränge, weckt Wissbegier und steigert geschickt die Spannung, so dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte bis das vorletzte Geheimnis gelüftet ist. Die allerletzte spur darf nicht gefunden werden, was genau der Zeit entspricht, in der der Roman spielt. Was allerdings in letzter Konsequenz wohl auch heute nicht anders wäre.

4,5 Sterne

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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Jóhann Páll Valdimarsson

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen …

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