Tante Poldi und der schöne Antonio
 - Mario Giordano - PB

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

15,00

inkl. MwSt.

Bastei Lübbe
Paperback
Krimis
368 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-431-03983-2
Ersterscheinung: 26.01.2018

Tante Poldi und der schöne Antonio

Kriminalroman

Bei der Poldi bleibt's weiterhin turbulent. Es kreuzen wieder mal viel zu viele Männer ihren Weg, die ihr das Leben schwermachen. Und dann ist auch noch einer verschwunden: Thomas, der vor zwei Wochen mit einem Koffer äußerst wertvollen Inhalts von Tansania nach Europa aufgebrochen ist. Dass er diesen Koffer einem afrikanischen Boss gestohlen hat, macht die Sache nicht unbedingt besser. Als Poldi Thomas schließlich aufspürt, ist der Afrikaner leider bereits mausetot und auch nicht mehr ganz vollständig. Klar, dass die Poldi wieder mal für Gerechtigkeit sorgen muss!

Dieses Produkt bei Ihrem lokalen Buchhändler bestellen:

Pressestimmen

"Eine Krimifigur zum Gernhaben"
"Ein herrlich witziger, angenehm überdrehter Sommerkrimi"

Rezensionen aus der Lesejury (0)

knuddelbienchen knuddelbienchen

Veröffentlicht am 25.02.2018

Aufregend schräger Trip mit Tante Poldi durch Sizilien!

Im dritten Band um Tante Poldi gibt es wieder mal mordsmäßig viel Action! Eigentlich ist sie ja an ihrem 60. Geburtstag von München nach Sizilien gezogen, um sich mit Blick auf den Ätna schön gemütlich ... …mehr

Im dritten Band um Tante Poldi gibt es wieder mal mordsmäßig viel Action! Eigentlich ist sie ja an ihrem 60. Geburtstag von München nach Sizilien gezogen, um sich mit Blick auf den Ätna schön gemütlich zu Tode zu saufen - doch irgendwie ist nix daraus geworden. Denn - Sizilien ist kompliziert, immer kommt was dazwischen. Der Tod schaut zwar öfter mal bei der Poldi vorbei, aber mehr als guter Freund und um auch schon mal das Schlimmste zu verhindern.

Tante Poldi bekommt überraschend Besuch von ihrem Noch-Ehemann John aus Tansania, worüber der eifersüchtige Vito Montana, Commissario ihres Herzens, verständlicherweise nicht sehr erbaut ist. John ist auf der Suche nach seinem Halbbruder, der mit einerm Koffer mit millionenschwerem Inhalt unterwegs ist. Doch nicht nur John sucht danach, auch sämtliche Ganoven, Mafiosi und Afrikaner sind ebenfalls auf der Jagd nach dem wertvollen Stück. Es wird eine Leiche gefunden und Poldi begibt sich mit ihrem Neffen, aus dessen Sicht das Buch erzählt wird, und mit Onkel Martino samt furzendem Hund auf eine wilde Jagd in einem gestohlenen Maserati. Es geht also wieder schön schräg zu. Aber egal, wie wild die Reise wird und ihr Bomben und Kugeln um die Nase fliegen, ihre Perücke hält bombig!

Man darf dieses Buch nicht zu ernst nehmen und nur mit einem Augenzwinkern lesen! Zu viele unglaubwürdige und skurrile Sachen passieren. Aber das ist halt Original-Poldi - genauso wie ihre wilden bayrischen Flüche, das gehört halt zu ihr. Ich habe mich wieder köstlich amüsiert und musste öfters laut lachen. Es gab anfangs einige Längen, bis es richtig spannend wurde und man hatte wirklich keine Ahnung, wonach da so eifrig gesucht und gejagt wurde.
Ich werde auch den 4. Band lesen, wenn es denn einen geben sollte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Buechersally Buechersally

Veröffentlicht am 01.02.2018

Ein begabtes Kind, ein gestohlener Maserati und der Neffe macht den Moonwalk

Eigentlich wollte Tante Poldi in ihrem Haus in der Via Baronessa auf Sizilien mal in Ruhe über ihr Leben nachdenken und vielleicht ein paar schöne Stunden mit dem ansässigen Kriminalkommissar Montana verbringen. ... …mehr

Eigentlich wollte Tante Poldi in ihrem Haus in der Via Baronessa auf Sizilien mal in Ruhe über ihr Leben nachdenken und vielleicht ein paar schöne Stunden mit dem ansässigen Kriminalkommissar Montana verbringen. Daraus wird aber nichts, weil plötzlich ihr Ehemann John aus Tansania vor der Tür steht? Moment mal ... Ja. Die Poldi war mal verheiratet. Nicht nur Montana möchte darüber mehr erfahren. Aber nun ist ihr Schwager Thomas verschwunden und ein afrikanischer Gangsterboss möchte zu gern seinen Koffer wiederhaben. Zehn Millionen Dollar locken allerdings auch die Mafia an. Eine PS-starke Jagd kreuz und quer durch Sizilien beginnt und immerzu taucht ein schöner Antonio auf.

Mario Giordano hat mit seiner urbayerischen Poldi eine Ermittlerin geschaffen, die manchmal zwar schwer zu durchschauen ist, aber hinterher immer alle Fäden entwirrt hat. Die 60-jährige genießt die südländische Lebensart, lässt sich von Montana nicht nur erobern, sondern vor allem auch immer wieder in spannende Ermittlungen hineinziehen. Wo die Polizei nicht weiterkommt, hat garantiert Poldi eine innovative Idee. Immer dabei ist ihr Neffe, dem manche Situation gerne vermeiden würde und der Fahrstil seiner Tante sowieso zu gefährlich ist. Bekanntlich fährt Poldi ja sogar ihren Cinquecento wie einen Boliden und nun hat sie sogar einen Maserati.

In diesem dritten Band bleibt der Autor seinem Erzählstil treu. Aus Sicht des Neffen wird der Fall eingeleitet, bevor es dann schnell die erste Leiche gefunden wird. Mit jeder Seite taucht man als Leser tiefer in die sizilianische Atmosphäre ein. Es wird Wein getrunken, typische Gerichte kommen auf den Tisch und immer wieder kommt die Lebensweise ins Spiel. Einschübe in italienischer Sprache sorgen für noch mehr Lokalkolorit. Gestört wird die Idylle lediglich durch das Verbrechen. Die Jagd nach den Tätern zieht sich durch die gesamte Handlung, wobei auch die Lösung wunderbar italienisch ist. Immer wieder wird der Leser durch Wendungen auf falsche Fährten geschickt. Die Lösung kommt daher recht überraschend.

Die Krimis um die lebenslustige, manchmal auch melancholische Seniorin sind trotz Ritualmorde unblutig. Humorvoll werden die Beweise gesammelt bis aus dem Pulk von Verdächtigen der Mörder identifiziert ist. Zu den Hauptfiguren kann man schnell Sympathie aufbauen. Selbst dem Tod fehlt der Schrecken, wenn er mit seiner Liste mit am Tisch sitzt. Der Schreibstil ist temporeich, leicht und unterhaltsam. Poldi lässt auch immer wieder an ihren Lebensweisheiten und Anekdoten teilhaben. Alles in allem eignet sich die Krimiserie als Urlaubslektüre.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Wedma Wedma

Veröffentlicht am 29.01.2018

Konnte mich leider nicht überzeugen.

Lange auf Teil 3 gewartet und nicht gerade zufrieden zurückgeblieben. Von den ersten zwei Teilen war ich restlos begeistert, ich bin quasi Poldi & Co. Fan, aber Teil 3 konnte mich weder abholen noch überzeugen. ... …mehr

Lange auf Teil 3 gewartet und nicht gerade zufrieden zurückgeblieben. Von den ersten zwei Teilen war ich restlos begeistert, ich bin quasi Poldi & Co. Fan, aber Teil 3 konnte mich weder abholen noch überzeugen.

Die Handlung mäandert in der ersten Hälfte dahin, ist ab der zweiten Hälfte in weiten Strecken unglaubwürdig, fällt gar ins Groteske, völlig Übertriebene. Mir war, als ob der Autor dies mit voller Absicht so gestaltet hat, um die heutigen antizipierten Erwartungen zu verhöhnen: mehr Action, bombastische Ereignisse, die Situation spitzt sich zu, um dann die unglaubwürdige Auflösung zu präsentieren und schön weiter zu machen, als ob nie was passiert wäre. Dabei tauchte bei mir oft die Frage auf: Wer wird hier eigentlich veräppelt? Die Leser, die Branche, oder verar… sich der Autor gerade selbst, um halbwegs zu kaschieren, dass ihm nichts wirklich Gutes eingefallen war?

Marionettenhaft und leblos ist das Alles geblieben, obwohl vordergründig da schon schwere Geschütze aufgefahren wurden, die Eindruck schinden sollten.
Gut, das gibt immer wieder mal, meist sind in einer Reihe die zweiten Bände nicht so prickelnd, hier fand ich Teil 2 gar stärker als Teil 1, aber nun ereilt ein Tief auch Poldi im Teil 3. Ok, ist auch schon anderen Profi-Schreibern passiert.

Ansonsten demonstriert Mario Giordano wieder mal sein schriftstellerisches Können, ja seine Meisterschaft auf diesem Gebiet, sowie seine Kenntnisse der Geographie, Geschichte, Kultur, etc. Siziliens. Er nimmt seine Leser auf eine Reise durch entlegene Gebiete und größere Städte, denn die Ermittlungen führen Poldi und ihren Neffen kreuz und quer durchs Land. Diese Abwechslung tut gut: mal ist man in den Pampas, da spring ein Alter mit dem Gewehr einem entgegen, mal folgt man Poldi durch die engen Gassen der sizilianischen Städte.

Es gibt neue Figuren, sie sind auch diesmal skurril und alles andere als 08/15. Poldi kann auch mit der einen oder anderen Überraschung aufwarten: plötzlich verwandelt sie sich in eine Ninja, die sich mittels der Beherrschung einer Kampfkunst aus den Schwierigkeiten befreit, und noch was ganz anderes hat sie an den bisher wohl behüteten Geheimnissen aus ihrer Vergangenheit auf Lager, die sie im Laufe der Geschichte lüftet, wie auch ihre Perücke, die sie hin und wieder mal abnimmt.

Das Prinzip sex sells wurde schon ganz schön ausgereizt, weniger wäre doch vllt mehr gewesen. Jedenfalls, eine Abhandlung über Penisse und Poldis Verhältnis dazu musste da für mich nicht sein.
Insg. war es auch nicht mehr so locker und lustig. Auflachen war nicht drin. Höchstens Augenrollen angesichts der nächsten Unglaubwürdigkeit/Groteske, die in aller Selbstverständlichkeit wieder mal auftauchten und ein fester Bestandteil des Ganzen waren.
Ansonsten war es ein nettes, wenn auch kurzes Wiedersehen mit den bekannten Figuren aus den vorigen Folgen. Sie tauchen hier episodenhaft auf und blieben eher eine Staffage.

Christian Baumann hat ganz nett gelesen. Allerdings hat Poldi noch einen Stück an Reiz und Charme für mich verloren.
Ich vergebe diesmal drei gute Sterne, denn trotz oder gerade wegen der ganzen Bombasterei konnte mich Teil 3 weder überzeugen noch abholen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Galladan Galladan

Veröffentlicht am 29.01.2018

Temporeich und ziemlich schräg

Tante Poldi und der schöne Antonio von Mario Giordano, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 26. Januar 2018

Der Überraschungsbesuch an Tante Poldis Haustür sorgt für Verstimmungen zwischen Poldi, ... …mehr

Tante Poldi und der schöne Antonio von Mario Giordano, erschienen im Bastei Entertainment Verlag am 26. Januar 2018

Der Überraschungsbesuch an Tante Poldis Haustür sorgt für Verstimmungen zwischen Poldi, dem Besuch und ihrem Commissario. Diesmal gerät Tante Poldi an richtig heftige Gegner und der erste Mord lässt nicht lange auf sich warten.

Streckenweise viel es mir etwas schwer die Geschichte zu mögen. Die Erzählerei des Neffen beginnt doch zu nerven und ich bin echt froh gewesen, als wir uns wieder mehr auf die aktuelle Geschichte konzentriert haben. Tante Poldi spielt noch immer totsaufen mit Meerblick, manchmal auch mit Mehrblick wenn ein hübscher Polizist in Uniform auftaucht und ermittelt ziemlich konzentriert an einem ziemlich verworrenen Fall, der etwas an die verworrenen Spielfilme der 70er Jahre erinnert. Zeitweise hat man das Gefühl Mario Giordano will austesten wie weit er mit der Story gehen kann und macht einen ziemlichen Tanz am Vulkan mit dem Leser. Da mir, wie immer, gerade die Gestalt des „Tod“ sehr gut gefällt und sein Auftreten für mich immer zu den Highlights gehört, rennt er da offene Türen ein und darf gerne völlig unglaubwürdige Wendungen einbauen ohne dass ich ihm wirklich nachhaltig böse bin.

Wieder sehr flüssig geschrieben in einer Sprache die verzaubert, einigermaßen spannend, ziemlich viel Überdrehtes und Okkultes, nicht jugendfreie Handlungen und ein Road Trip über die Insel sind diesmal außer vielen Männern die Hauptsache in dem Buch. Es lohnt sich dieses Buch zu lesen, wenn man etwas überspannt und verhaltensoriginell mag.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

JeanetteBuechereule JeanetteBuechereule

Veröffentlicht am 26.01.2018

Humorvoller Krimi mit skurriler Hauptperson

"Tante Poldi und der schöne Antonio" ist der dritte Band der Reihe. Ich habe die Vorgänger nicht gelesen, aber ich habe mich trotzdem gut zurechtgefunden.

Tante Poldi ist eigentlich nach Sizilien gekommen, ... …mehr

"Tante Poldi und der schöne Antonio" ist der dritte Band der Reihe. Ich habe die Vorgänger nicht gelesen, aber ich habe mich trotzdem gut zurechtgefunden.

Tante Poldi ist eigentlich nach Sizilien gekommen, um sich totzusaufen. Plötzlich taucht aber ein alter Bekannter aus Tansania bei ihr auf, weil er einen Freund vermisst, der nach Sizilien gereist ist. Poldi nimmt Ermittlungen auf, natürlich auf eine sehr eigenwillige Art...

Das Buch beginnt mit einer Szene, die von der chronologischen Abfolge her eigentlich an das Ende gehört. Der, laut Tante Poldi nutzlose, Neffe und Möchtegern-Schriftsteller übernimmt als eine Art Familien-Chronist die Rolle des Erzählers. Tante Poldi berichtet ihm von ihren Erlebnissen, die bereits geschehen sind. Zwischendurch tauchen deshalb immer wieder Szenen auf, wie die beiden zusammensitzen und der Neffe Fragen stellt. Diese Erwählweise fand ich recht ungewöhnlich und teílweise hat sie etwas die Spannung herausgenommen. Erst zum Ende hin greift auch der Neffe ins Geschehen ein und eine abenteuerliche Jagd auf den schönen Antonio quer durch Sizilien beginnt...

Besonders Tante Poldi ist ein sehr skurriler Charakter. Sie trinkt ständig, trägt eine turmhohe Perücke und bandelt mit jedem Mann (besonders gerne Verkehrspolizisten) an, der nicht bei drei auf den Bäumen ist. Bei ihren Ermittlungen auf eigene Faust schert sie sich kein bisschen um Recht und Gesetz. Die Handlung darf man nicht immer so ganz ernst nehmen und stellenweise wird es sogar komplett übernatürlich, zum Beispiel, wenn plötzlich der Tod mit am Tisch sitzt. Die Auflösung fand ich ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, aber damit passt sie irgendwie auch wieder zum Stil dieses Buches.

Fazit: Ein humorvoller Krimi mit einer skurrilen Hauptperson, vier Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lade…

Autor

Mario Giordano

Mario Giordano - Autor
© FinePic

Mario Giordano, geboren 1963 in München, studierte Psychologie in Düsseldorf, schreibt Romane, Jugendbücher und Drehbücher (u.a. Tatort, Schimanski, Polizeiruf 110, Das Experiment). Er lebt in Köln.

Mehr erfahren
Alle Verlage